Ministerin Schneider (CDU): Erst die Moral, dann höhere Preise an der Kasse

30 Jahre auf Steuerkosten – Dauerabgeordnete findet Lebensmittel zu billig

von RA Dirk Schmitz

Auf der Suche nach der Wertschätzung für billige Margarine?© Quelle: Youtube/ZDF heute, Margarinepackung von Grok

Seit 1996 ununterbrochen alimentiert, kaum Beruf außerhalb der Politik, jetzt Landwirtschaftsministerin: Christine Schneider hält deutsche Lebensmittel im EU-Vergleich für zu günstig. Die Teuerung seit 2019 spielt keine Rolle. Denken Sie an sie an der Aldi-Kasse. Und lassen Sie die Pfandflaschen stehen – das Sozialamt rechnet die auch noch an.

„Wir haben in Deutschland das Problem, dass Lebensmittel im Vergleich zu anderen europäischen Mitgliedstaaten zu günstig sind. Wenn Lebensmittel zu günstig sind, dann geht diese Wertschätzung auch verloren.“

So die rheinland-pfälzische Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider (CDU) gegenüber der dpa. Begründung: Deutschland gebe im EU-Vergleich nur einen niedrigen Anteil des Haushaltsbudgets für Lebensmittel aus.

Dass sich Lebensmittel seit 2019 erheblich verteuert haben, kommt in dieser Rechnung nicht vor. Schneider ist seit dreißig Jahren vollversorgt auf Steuerzahlerkosten – mit der Option, täglich im Delikatessenladen einzukaufen. Von 1996 bis 2019 saß sie im Landtag Rheinland-Pfalz, von 2019 bis 2026 im Europäischen Parlament. Jetzt ist sie Ministerin.

Außerhalb der Politik hat sie faktisch keine Berufserfahrung. Nach abgebrochenem Studium und dem Titel der Pfälzischen Weinkönigin zog sie 1996 mit 24 Jahren in den Landtag ein. Seither war sie ununterbrochen Abgeordnete oder Regierungsmitglied.

Parallelen zu Philipp Amthor und Julia Klöckner sind, versteht sich, rein zufällig.

Nach heutigem Stand summieren sich ihre Altersansprüche auf rund 8.520 Euro brutto monatlich. Diese Summe ist für sie ab 63 erreichbar. Bleibt sie fünf Jahre Ministerin, käme eine Ministerpension hinzu: 31,57 Prozent der ruhegehaltfähigen Bezüge, grob 5.200 Euro monatlich – gegebenenfalls mit Anrechnungen.

Gedenken Sie der Dame beim nächsten Einkauf bei Lidl oder Aldi. Eine Warnung: Wer die Rente aufstocken muss, sollte keine Flaschen sammeln. Im Januar zog das Sozialamt Hamburg-Altona einem Rentner 58 Euro Pfandgeld von der Grundsicherung ab. Nach Protesten durfte er künftig 50 Euro behalten. Acht Euro blieben einbehalten. Mehr als dreißig Flaschen hatte er umsonst gesammelt.

Die Tonne der Weinkönigin ist keine bessere Quelle. Sie trinkt pfandfrei: Auf den pfälzischen Weißen in der grünen Flasche wird kein Pfand erhoben.

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