Von RA Dirk Schmitz
Der Bundestag debattierte gestern über die AfD-Forderung der Rückholung der deutschen Goldreserven im Wert von 233 Milliarden Euro Zeitwert in unser Land. Dabei würden auch diskutierte Inventur-Differenzen, illegale Abflüsse oder Mehrfachbuchungen offengelegt. Auch wenn diese bestritten werden.
„Die goldene Währungs- und Souveränitäts-Reserve eines Landes muss grundsätzlich ohne Lagerrisiko im jeweiligen Eigentümerland liegen“, heißt es bei der Alternative. Die Bürger haben Anspruch darauf, dass sich ihr nationales Vermögen ohne Drittparteienrisiko vollständig unter deutscher Hoheit auf deutschem Boden befindet.
Die AfD erklärt, das Staatsgold müsse „zwingend vollständig in inländisch-deutschen Tresoren gelagert sein“, um Eigentümerschaft und Verfügbarkeit sicherzustellen.
Die AfD befindet sich in seriöser Gesellschaft. So hatte der Bund der Steuerzahler wegen der unberechenbaren Politik von US-Präsident Donald Trump bereits gefordert, die deutschen Goldreserven so bald wie möglich aus den USA nach Deutschland zu bringen. Auch Politiker von Grünen und FDP hatten Überlegungen dazu angestellt.
AfD-Vize Peter Boehringer sagte: „Wir leben in Zeiten, in denen Eigentumsrechte, auch Völkerrecht nicht mehr hundertprozentig garantiert ist.“
SPD/CDU-Finanzpolitiker der Koalition sind mit ihrer „Brandmauer“ gegen Rückholung: „Politisch versucht die AfD erneut, Unsicherheit zu instrumentalisieren und aus berechtigten Sorgen billiges Kapital zu schlagen", sagte die SPD-Finanzpolitikerin Frauke Heiligenstadt. Deutschlands Goldreserven seien „gut diversifiziert“.
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Der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Fritz Güntzler, verwies darauf, dass die Goldreserven im absoluten Notfall auch die Versorgung mit kritischen Importen sicherstellen. „Daher ist es sinnvoll, einen Teil der Reserven im Ausland bleiben.“
Unser Land kann Reserven auch im eigenen Keller beleihen.
Die USA lagern „0 Kilogramm“ des Staatsgoldes im Ausland. Die Amerikaner haben Vertrauen in ihren Schutz.
Der von der Bundesbank verwaltete Goldschatz ist der größte der Welt nach den Beständen der USA. Rund 3.350 Tonnen waren es Ende 2025. Mehr als die Hälfte (1.710 Tonnen) lagert nach Angaben der Bundesbank in eigenen Tresoren in Frankfurt. 1.236 Tonnen, knapp 37 Prozent, werden bei der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in New York aufbewahrt. Die restlichen 404 Tonnen verwahrt die Bank of England in London.
Auch die NZZ diskutiert das positiv bis ängstlich. Genau wegen dieses politisch „heiklen Teils“ wird es Zeit - bevor es nicht mehr geht und die US-Regierung dies unter Vorwänden untersagt.
Noch glaubt das niemand. Aber wenn es passiert, dann wäre es höchste Zeit, die NATO ohne die USA fortzusetzen.
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