Wird jetzt die Sicherheit Deutschlands in der Ukraine verteidigt? Nein, nicht dort und nicht am Hindukusch

Brandbrief an den Bundeskanzler: Olaf Scholz täte gut daran, die Handwerker ernst zu nehmen

von Gaia Louise Vonhof (Kommentare: 4)

Die breite Mehrheit in Deutschland ist nicht gewillt, für die Ukraine ihren schwer erarbeiteten Lebensstandard zu opfern.© Quelle: Pixabay / Alexas_analogicus / Youtube / FAZ / Montage Alexander Wallasch

Die Menschen, die noch mit ihren Händen schaffen und Steuern zahlen, haben die Nase sprichwörtlich voll und haben einen Brandbrief an den dauergrinsenden Bundeskanzler verfasst. Der Kreishandwerkerschaft Halle-Saalekreis schickt eine Abmahnung an Olaf Scholz, an einen sozialdemokratischen Bundeskanzler, der jene verrät, die sich noch krummbuckeln für ihre Familie und für Deutschland:

16 Innungen aus Sachsen-Anhalt fordern von der Regierung den Stopp aller Sanktionen gegen Russland, um nicht das eigene Land zu opfern!

Die Repräsentanten der mittelständischen Handwerkerschicht fordern in ihrem Weckruf-Brief – hier weiter unten im Originalwortlaut zu finden – Verhandlungen zur Beendigung des Krieges aufzunehmen. Die Schaffenden stellen Scholz die zentrale Frage:

„Wollen Sie wirklich für die Ukraine Ihr Land opfern?“

Genau diese Bürgernähe scheint den Politikern, allen voran Olaf Scholz, abhandengekommen zu sein. Sie reagieren mitunter nur noch mit arrogant-lakonischen Nicht-Antworten auf Journalistenfragen, ziehen währenddessen stur ihre ideologisierte Politik durch, lassen Konzerne munter kassieren, vom Krieg profitieren und die Bevölkerung blechen. Was jetzt in Sachen Gaspreise unter der Lupe liegt, wird sich spätestens im Herbst zum Kostengespenst für den Großteil der Bevölkerung aufbauen.

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Zeit wurde es also, dass mal jemand dem Volke aufs Maul schaut, der auch wirklich Kontakt zu ihm hat, und den abgehobenen Politikern in Klartext übersetzt, was längst die Spatzen vom Dach pfeifen, die Regierungskaste mit Hilfe der Gleichschaltungsmedien aber abtut, als wäre jeder in Existenznot geratene Bürger, der bei den Verantwortlichen mal nachfragt, ein Rechtsradikaler oder Verschwörungstheoretiker oder Staatsfeind oder alles in Personalunion.

Aber lesen Sie selbst:


Offener Brief

17.08.2022

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

eingangs möchten wir betonen, dass der Angriff Russlands auf die Ukraine ein klarer Verstoß gegen Artikel 2 der UN-Charta ist und von uns als schweres Verbrechen gesehen und kritisiert wird. Zur Wahrheit gehört aber auch dazu, dass dieser Krieg nicht erst am 24.02.2022 begonnen hat. Das näher zu erläutern ist aber nicht Sinn und Ziel dieses Briefes.

Wir machen uns berechtigte Sorgen. Sorgen um die Zukunft unserer Kinder und Enkel, Sorgen um den Fortbestand unserer Betriebe, Sorgen um unser Land.

Am 8. Dezember 2021 haben Sie geschworen, dass Sie Schaden vom deutschen Volk abwenden werden. Wir appellieren an Ihre Ehre: Erfüllen Sie diesen Schwur!

Wir als Handwerker wissen aus vielen Gesprächen mit unseren Kunden, dass die breite Mehrheit nicht gewillt ist, für die Ukraine ihren schwer erarbeiteten Lebensstandard zu opfern. Es ist auch nicht unser Krieg!

2002 hat Ihr Parteimitglied Peter Struck sich dahingehend geäußert, dass die Sicherheit Deutschlands am Hindukusch verteidigt wird. Dass sich das als Fehleinschätzung herausgestellt hat, kann wohl keiner in Zweifel ziehen.
Wird jetzt die Sicherheit Deutschlands in der Ukraine verteidigt? Nein, es ist 20 Jahre später wieder der gleiche Fehler.

Laut Veröffentlichung von Transparency International Deutschland e.V. belegte die Ukraine im Jahr 2021 bei der Korruption Platz 122. Kein anderes europäisches Land schneidet hier schlechter ab. Keinesfalls kann bei der Ukraine daher von einem lupenreinen demokratischen Staat gesprochen werden. Und dafür wollen Sie Deutschland aufs Spiel setzen?

Es rumort in Deutschland. Die Preise steigen in einem Tempo, dass „Otto Normalverdiener“ seinen Lebensunterhalt bald nicht mehr bezahlen kann. Dann werden auch ganz normale notwendige Handwerksleistungen unerschwinglich, was zu Entlassungen und Schließungen von Betrieben führen wird.

Wollen Sie der Kanzler sein, der Deutschland in den Ruin getrieben hat? Wollen Sie wirklich für die Ukraine Ihr Land opfern?

Es werden Hilfspakete am laufenden Band geschnürt, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen für die nachfolgenden Generationen. Es wird einem schwindlig, wenn man die Milliarden und Abermilliarden Schulden sieht, die Ihre Regierung aufnimmt. Alles selbstverständlich immer mit einer entsprechenden Argumentation, warum es nicht anders geht. Sie versuchen damit jedoch nur die Symptome zu bekämpfen, an den Ursachen ändern Sie nichts.

Das ist keine nachhaltige Politik!

Wir fordern daher von Ihnen:

1. Sofortiger Stopp aller Sanktionen gegen Russland.
Am 23.03.22 haben Sie im Deutschen Bundestag erklärt, dass die Sanktionen uns nicht mehr schaden dürfen als Russland. Jeder, der sich ohne ideologische Scheuklappen das Ergebnis der bisherigen Sanktionen anschaut, kommt unweigerlich zu der Erkenntnis, dass seitdem deutlich mehr Geld in die russischen Kassen gespült wurde als vor den Sanktionen. Europa, und im speziellen Deutschland, sind die eindeutigen Verlierer. Stehen Sie zu Ihrem Wort!

2. Sofortige Aufnahme von diplomatischen Verhandlungen zur Beendigung des Krieges. Voraussetzung ist eine realistische Einschätzung der Lage. Niemand kann ernsthaft glauben, dass Russland auf die Krim verzichten wird. Wer das als Bedingung für Verhandlungen macht, hat kein Interesse an einem baldigen Ende des Krieges

3. Alle politischen Entscheidungen sind auf den Nutzen für das deutsche Volk zu überprüfen – so wie Sie es geschworen haben.

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, wir richten diesen dringenden Appell an Sie, weil die Lage sehr ernst ist, ernster als sie je zuvor nach Kriegsende in unserem Lande war. Wir reden hier nicht von 1 oder 2° C weniger Raumtemperatur oder ob Schwimmbäder ihre Wassertemperatur senken müssen. Wir reden hier vom Sterben Deutschlands! Das erkennen viele Menschen in unserem Land, warum Sie nicht?

Kürzlich stand in unserer lokalen Presse, dass Fiebersaft für Kinder schwer zu beschaffen ist. Wir denken nicht, dass das die Ziele Ihrer Politik sind. Es sind aber die Auswirkungen davon. Ändern Sie Ihren Kurs. Im Interesse unserer Heimat.

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Im Brief, an den Bundeskanzler adressiert, stellvertretend für die ganze Regierung, wird die berechtigte Frage gestellt:

“Wollen Sie der Kanzler sein, der Deutschland in den Ruin getrieben hat? Wollen Sie wirklich für die Ukraine Ihr Land opfern?“

Sind solche Briefe, wenn sie an die Öffentlichkeit geraten, ein erster Schritt, dieser wirtschafts- und bevölkerungsfeindlichen Politik das Handwerk zu legen? Können die hier stellvertretend Schreibenden diffamiert werden, vielleicht als 'braunes Handwerk mit zwei rechten Händen‘, was den Staat delegitimieren will? Wohl kaum, schlimmstenfalls werden sie und ihre Warnrufe medial ignoriert.

Oder ist es ein erstes Indiz, dass, wenn sich die Organisationen des Mittelstandes zusammentun und sich mit klarem Menschenverstand und pragmatischen Forderungen jenseits von irgendeiner Ideologie für das Wohlergehen von Bevölkerung und Mittelstand einsetzen, dass die es in vereinter Stärke schaffen könnten, den wirtschaftsschädigenden Politikmachenschaften ins Handwerk zu pfuschen? Denn es steht viel auf dem Spiel. Das scheinen, zumindest nach Angaben der Kreishandwerkerschaft Halle-Saalekreis, nicht nur das Handwerk und der Mittelstand, sondern auch immer mehr von deren Kunden zu erkennen.

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Kommentare

Kommentar von Ben Diekmann

Glaube kaum, das sich Bundeskanzler Scholz noch erinnern kann, was Er vor Monaten einmal gesagt hat.
Zumindest ist das mein persönlicher Eindruck.

Kommentar von Claus Peter

Ubrigens das was im Brief "Sterben Deutschland's" genannt wird, ist ja nur ein schnell ablaufender De-Industrialisierungs-Schub, so wie etwa in Venezuela, nur schneller, das ist also einmal ganz normal, und ermoeglicht erstdie Transformation hin zu klimafreundlichen wirtschaftlichen Aktivitaeten.
Statt immer zu kritisieren moechte ich mal was Positives beitragen:

Olaf der Kanzler gab dem duestern Land
Fruehling und Morgenlicht mit starker Hand
Vorn tobt die Schlacht, ist Rauch zu sehen
Unser Volk wuenscht ihm heut Wohlergehen
Olaf, der Kanzler traegt unsres Land's Geschick
und das Volk fuehrt er ins wahre Glueck
moeg es ihm Wohlergehen, trotz schwerer Zeit,
Olaf der Kanzler schlaegt den Feind entzwei
und unsrem Heldenland baut er das Leben neu.
Buntland wuenscht ihm Kraft
mit starker Hand uns lichte Zukunft schafft.

(Das ist der Longesang zur Treuergebenheit, leicht abgewandelt, ein klassisches Meisterwerk geschrieben und komponiert von Genosse Kim Jong Il)

Kommentar von Claus Peter

Da sieht man, wie der Wind aus Dunkeldeutschland wieder weht - rechte Verschwoerungsideologen - solches defaetistisches Gedankengut macht keinen Kratzer am granitenen Fundament der Weltanschauung unserer transatlantischen Eliten, und unsere Medien werden nicht zulassen, mit sowas den Kampfeswillen unserer bunten Bevoelkerung zu untergraben!

Wie undankbar auch, das was jetzt kommt ist ja sogar ein Konjunkturprogramm fuers Handwerk - etwa umruesten von Gasbrennern auf Oel, viele neue Windraeder...

Kommentar von August Klose

Und einige entscheidende Dinge fehlen:
4. Beenden Sie sofort die verheerende Energiepolitik. Sorgen Sie dafür, daß die verbleibenden Kernreaktoren am Netz bleiben und die Forschung zur Kernenergie in Deutschland wieder aufgenommen wird mit dem Ziel, wieder Anschluss an die internationale Kernenergienutzung zu finden. Lassen Sie die Gewinnung von Frackingas in Deutschland zu.
5. Stutzen Sie den Mdienmoloch auf ein minimal notwendiges Maß zurück und unterbinden Sie dessen Einfluß auf die Politik.
6. Entlassen Sie sofort Bundesgesundheitsminister Lauterbach und setzen Sie eine Persönlichkeit ein, die objektiv und verantwortungsbewußt zum Nutzen der Volksgesundheit zu wirken in der Lage ist.
7. Beenden Sie die Koalition mit den Gesellschaftszerstörern der Grünen.