„Citizen Vigilante“ und die Arroganz der Macht

Der Film „Citizen Vigilante“ legt den Finger in die Wunde und bohrt ganz tief darin herum

von Corinne Henker

Wir leben in spannenden Zeiten.© Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=fVxmjwaPEFU, Screenshot

Der Streisand-Effekt zeigte mal wieder seine Wirkung: auch ich gehörte zu denjenigen, die sich Uwe Bolls „Citizen Vigilante“ auf X angeschaut haben. Es ist bestenfalls ein B-Movie.

Natürlich erhielt Boll keine staatliche Filmförderung und konnte auch nicht über das in Hollywood übliche Multimillionenbudget verfügen, aber etwas mehr Qualität hätte er schon auf die Leinwand bringen können. An den Hauptdarstellern Armie Hammer und Costas Mandylor lag das meiner Meinung nach nicht, sondern an der Story selbst.

Boll hatte offenbar den Anspruch, ein Kunstwerk zu schaffen und erzählte deshalb die Geschichte nicht chronologisch, sondern in verwirrenden Zeitsprüngen. Allerdings darf bezweifelt werden, dass eine chronologische Erzählung das Ganze zum Besseren verändert hätte, denn die Story selbst ist extrem dünn.

Man erfährt nichts über die Motivation der Protagonisten, es gibt keine sinnvolle Entwicklung, eigentlich ist es eine ziemlich wüste Aneinanderreihung mehr oder weniger brutaler Einzelszenen. Dennoch lohnen sich die knapp 90 Minuten Lebenszeit für „Citizen Vigilante“, denn das Wichtigste an diesem Trash-Movie ist die politisch-unkorrekte Botschaft.

Als Inspiration für „Citizen Vigilante“ gilt der Fall einer Gruppenvergewaltigung einer 15-Jährigen im Stadtpark von Hamburg im September 2020: zwei der elf Angeklagten wurden freigesprochen, acht erhielten Bewährungsstrafen, nur ein Täter musste tatsächlich ins Gefängnis. Bekanntlich ist das nur ein Beispiel von vielen innerhalb der letzten Jahre, bei denen man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass unserer Justiz der Täterschutz wichtiger ist als Gerechtigkeit für die Opfer - zumindest, wenn es sich um deutsche Opfer und migrantische Täter handelt.

Die Nachrichten der letzten Wochen rückten das Thema Migrantengewalt europaweit in den Fokus, hier nur einige Beispiele: Henry Nowak (18) in Southampton, Louis (17) in Narbonne, die Grooming-Skandale in Großbritannien und neuerdings auch in Deutschland und - ganz aktuell - der 6-fach Mord in Stade.

Eine weitere Gewalttat ereignete sich Anfang Juni in Belfast: ein Sudanese versuchte, einem 45-jährigen Briten auf offener Straße mit einem Messer den Kopf abzuschneiden und konnte nur durch mutige Passanten gestoppt werden. Das Opfer überlebte schwerverletzt und trug bleibende körperliche Schäden davon. Doch dieser extreme Gewaltausbruch war nur eine Randnotiz in den europäischen Medien, Hauptaufreger sind die darauf folgenden, teilweise ebenfalls gewalttätigen Proteste.

Und genau hier legt „Citizen Vigilante“ den Finger in die Wunde und bohrt ganz tief darin herum. Der Protagonist Sanders (Armie Hammer) verweist immer wieder darauf, dass die staatliche Macht nicht dazu dient, die Bürger zu schützen, sondern um sie zu kontrollieren. Also brauche es Menschen, die selbst für Gerechtigkeit sorgen, wenn Polizei und Justiz versagen. Interpol-Chef Henry (Costas Mandylor) scheint diese These zu bestätigen, wenn er sich mit aller Kraft der Jagd auf den einsamen Rächer widmet, statt die migrantischen Gewalttäter zu verfolgen.

Es werden immer wieder Kommentare „normaler Bürger“ eingeblendet, die die Selbstjustiz begrüßen. Dabei ist Sanders (US-Amerikaner auf „Langzeiturlaub“ in Europa) alles andere als ein Sympathieträger: ein pedantisch-gieriger Immobilienhai, der auch nicht davor zurückschreckt, Unschuldige zu töten - nur um seinen Punkt zu verdeutlichen, dass die europäischen Bürger viel zu fügsam sind.

Die zunehmende Migrantengewalt ist dabei nicht das einzige Problem. Verschärft wird die Lage insbesondere in Deutschland durch Wohlstandsverlust, Deindustrialisierung als logische Konsequenz der Klimahysterie, zerbröselnde Infrastruktur, ein marodes Bildungssystem und den drohenden Kollaps von Renten-, Gesundheits- und Sozialsystem. Das alles trotz 990 Milliarden Euro Steuereinnahmen in 2025 und bis zu einer weiteren Billion Euro „Sondervermögen“!

Friedrich Merz wurde kürzlich im Bundestag von einer AfD-Abgeordneten auf die Diskrepanz zwischen Steuereinnahmen und marodem Zustand des Rentensystems angesprochen, explizit darauf, ob man nicht bei den Ausgaben für Ukraine-Krieg, Migration und Entwicklungshilfe sparen könnte statt die Rentenbeiträge zu erhöhen. Seine Antwort: Es hängt damit zusammen, dass „wir… andere Prioritäten setzen als Sie“ - was kein Problem sei, da es „auch dem Mehrheitswillen der deutschen Bevölkerung“ entspräche.

Eine weitere Lüge und Fehleinschätzung des Kanzlers 2. Wahl, wie eine von INSA durchgeführte Umfrage beweist: 69 Prozent der Befragten wollen lieber bei den von Merz gesetzten Prioritäten sparen als höhere Rentenbeiträge zu zahlen.

Es ist davon auszugehen, dass Friedrich Merz die tatsächlichen Probleme unseres Landes durchaus erkannt und auch einige Lösungsansätze dafür entwickelt hatte, zumindest verkündete er das vor der letzten Bundestagswahl - während er zu diesem Zeitpunkt wohl schon insgeheim die Aufweichung der Schuldenbremse durch den abgewählten Bundestag und damit den Bruch seines wichtigsten Wahlversprechens plante.

Es war bekanntlich nur das erste von vielen gebrochenen Wahlversprechen. Auch wenn Herr Merz immer noch davon überzeugt ist, alles richtig zu machen, spiegelt sich das Totalversagen der Bundesregierung in den aktuellen Umfragen wieder. CDU/CSU liegen mittlerweile bei allen Instituten mehrere Prozentpunkte hinter der AfD, die SPD dümpelt bei etwa 12 Prozent vor sich hin. Merz selbst erreicht aktuell „den niedrigsten jemals gemessenen Zustimmungswert eines amtierenden Bundeskanzlers seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1998“.

Ein Bundeskanzler mit Format und Charakter würde jetzt in sich gehen und die Ursachen für diese Unbeliebtheit analysieren. Vor einigen Monaten hätte es vielleicht noch die Möglichkeit einer Kurskorrektur gegeben. Möglicherweise hätte es eine CDU/CSU-Minderheitsregierung tatsächlich geschafft, „Politik für die Mehrheit der Bevölkerung“ zu machen - wie von Merz im Wahlkampf versprochen. Doch diese Chance ist vertan: Merz hat bei 78 Prozent Unzufriedenheit jeden Respekt verloren, nur noch ein Rücktritt und Neuwahlen wären akzeptabel.

Allerdings war die Kanzlerschaft DAS große Lebensziel von Friedrich Merz. Sein Ego hat es offensichtlich nie verwunden, dass er 2002 von Angela Merkel „weggekickt“ wurde. Auch die Demütigung, als erster Kanzler überhaupt erst im zweiten Wahlgang die erforderliche Stimmenmehrheit zu erlangen, dürfte täglich an ihm nagen. Also wird er seinen so hart erkämpften Posten niemals freiwillig räumen.

Stattdessen maßregelt er seine Untertanen, jammert über Kritik, diffamiert die Opposition und beweist jedermann, dass er über keinerlei Empathie verfügt.

Weiterlesen nach der Werbung >>>

Ihre Unterstützung zählt

Mit PayPal

Dabei steht Friedrich Merz mit seiner bürgerverachtenden Arroganz nicht allein. Ex-Bundespräsident Joachim Gauck belehrte uns kürzlich darüber, dass wir „Zumutungen akzeptieren müssen“ - während er selbst über einen „Ehrensold“ von 276.000 Euro pro Jahr, Personenschutz, mehrere Büros und Mitarbeiter verfügen darf und auch seine („beruflichen“) Reisen von uns Steuerzahlern bezahlt werden.

Und Bärbel Bas beschwert sich darüber, dass sie als „personifiziertes Feindbild“ gilt - während sie kurz darauf die Herkunftsdeutschen als „einheitsbraun“ verunglimpft https://www.youtube.com/shorts/3R7w2SLvMIs . Schließlich verkündet auch Lars Klingbeil, dass Migration „unser Land reicher macht“ - angesichts der Überrepräsentation von Migranten bei Gewaltkriminalität und bei staatlichen Transferleistungen ein Schlag ins Gesicht jedes deutschen Steuerzahlers.

Es stellt sich die Frage: Warum tun sie das? Warum betreiben unsere „Eliten“ wider jede Vernunft Politik gegen gesetzestreue, steuerzahlende deutsche Bürger und beschimpfen diese dann auch noch? Reicht es nicht, wenn immer mehr Leistungsträger das Land verlassen, muss man den Rest auch noch vertreiben?

Die naheliegende Antwort lautet: Weil sie es können. Ein Politikwechsel würde bedeuten, dass man seine Fehler zunächst einsehen und dann eine Kursänderung - gegen den Widerstand des linksgrünen Komplexes vom ÖRR bis zur Antifa - auch durchsetzen müsste. Zum Glück muss man das nicht, denn die Brandmauer von den SED-Erben über Grüne, SPD bis zur CDU/CSU steht fest gegen jede Opposition, bezahlt von unserem Steuergeld. Auch das Thema AfD-Verbot ist wieder in den Schlagzeilen, befeuert durch ein windiges NGO-Gutachten.

Doch es stellt sich die Frage: Wie lange können sie das noch? Damit wären wir dann wieder bei „Citizen Vigilante“. Hier scheint es am Ende so, als müssten die staatlichen Strukturen dem Bürgerwillen nachgeben. Tatsächlich haben es zumindest die Briten erreicht, dass Premierminister Keir Starmer zurücktreten musste. Dessen Beliebtheitswerte entsprachen übrigens zuletzt etwa denen von Friedrich Merz. Ob sich dadurch in näherer Zukunft für die Briten etwas bessert, ist zweifelhaft, doch es ist immerhin ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

In Deutschland kursierten ebenfalls bereits Gerüchte über einen „Kanzlerwechsel“. Hendrik Wüst galt als wahrscheinlichster Kandidat, auch Jens Spahn und Markus Söder brachten sich in Stellung. Die Gerüchte verebbten schnell wieder, und diese Personalrochade wäre auch keinerlei Gewinn uns Bürger gewesen. Selbst Neuwahlen würden nichts ändern: CDU/CSU, Grüne und SPD könnten ihre katastrophale Politik nahtlos fortsetzen, im Zweifelsfall mit SED-Unterstützung.

Aber es kann nicht ewig so weitergehen. Wie immer in der staatlichen Planwirtschaft wird irgendwann das Geld anderer Leute ausgehen. Und wenn es nichts mehr zum Umverteilen gibt, werden die Verteilungskämpfe ausbrechen und letztlich die bestehenden Strukturen stürzen.

Einiges deutet darauf hin, dass unsere „Eliten“ auch deshalb gern den Ukraine-Krieg eskalieren lassen würden - in der Hoffnung, dass das Land dann wieder patriotisch zusammensteht und ihre „Führung“ widerspruchslos akzeptiert. Doch das wird nicht passieren. Abgesehen vom maroden Zustand der Bundeswehr, haben unsere „Eliten“ die Spaltung bereits viel zu tief getrieben: weder Antifa, noch Asylmigranten, Klimaaktivisten oder die Sofa-Generäle in den sozialen Medien werden für Merz & Co. an die Ostfront ziehen, die als „Rechtsradikale“ und „Putin-Trolle“ diffamierten AfD-Sympathisanten ebensowenig.

Die in den letzten Jahren selbstverursachten Katastrophen werden nicht verschwinden, wenn man die sozialen Medien zensiert oder die AfD verbietet. Andererseits wird es zumindest in Deutschland keinen ernsthaften Widerstand geben, solange die Mehrheit noch daran glaubt, dass man die grundsätzliche Richtung der Politik durch Wahlen verändern könnte. In dieser Hinsicht ist Ulrich Siegmund nicht nur für Sachsen-Anhalt ein Hoffnungsträger, sondern für jeden deutschen Bürger, der immer noch verzweifelt darauf wartet, dass „Links“ tatsächlich vorbei ist und Politik für uns Steuerzahler gemacht wird.

Aber niemand kann wirklich vorhersagen, wie sich die Stimmung drehen wird, wenn es eine weitere Verschärfung der bereits angespannten Lage gibt: ein weiterer islamistischer Terroranschlag, Tote beim AfD-Parteitag in Erfurt, eine Eskalation des Ukraine-Krieges, manipulierte Wahlen oder einen Antifa-Sturm auf den Landtag in Sachsen-Anhalt.

Wir leben in spannenden Zeiten.

Ihre Unterstützung zählt

Mit PayPal

Einen Kommentar schreiben

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen. Aufgrund von zunehmendem SPAM ist eine Anmeldung erforderlich. Wir bitten dies zu entschuldigen.