Von RA Dirk Schmitz
Joachim Steinhöfel fragt rhetorisch:
„Jemanden, der sich durch Terror, Folter, Mord und Kooperation mit dem internationalen Terrorismus (...) an der Macht gehalten hat, der nicht der legitime Machthaber ist, der soll jetzt unter dem Schutz des Völkerrechts stehen?“
Ja. Natürlich muss er! Nicht weil Maduro ein guter - gar würdiger - Mensch wäre. Sondern weil sonst jedes Völkerrecht exakt hier endet. Wer moralisch von den USA verurteilt wird, verliert seine internationale Schutz“würdigkeit“.
Das ist der entscheidende Punkt, den Steinhöfel – bewusst oder unbewusst – ignoriert: Völkerrecht ist keine Moralprüfungskommission. Es verteilt keine Rechte nach den Moralvorstellungen der westlichen Welt. Oder morgen nach chinesischem oder islamischem Kosmos.
Es schützt allgemein die Existenz jedes Staates, dessen Souveränität, dessen territoriale Integrität und die elementaren Regeln, die verhindern sollen, dass internationale Politik zur Räuberleiter der jeweils Mächtigen und damit rechtlich „Richtigen“ wird. Kurz: Weil das klug ist.
Wer Steinhöfel folgt, erklärt logisch: Kluge Staaten brauchen künftig kein Völkerrecht, sondern Weltbündnisse gegen die USA - und die NATO. Ein Sicherheitsarrangement unter Führung von China, Russland und „Nordkorea fürs Grobe“, bei dem „Schutz“ über militärische Stärke und nukleare Abschreckung läuft.
Das wäre der atomare Schutzschirm für alle Diktatoren der Welt – weil die Alternative lautet: Wer militärisch schwach ist, ist moralisch delegitimiert und kann „vom Westen“ abgeräumt werden. Warum landen die Marines nicht in China oder Nordkorea?
Nach „Freedom House 2025“ sind 59 von 195 Staaten „not free“. Das sind 30,3 Prozent aller Länder der Erde. Konkret:
Afghanistan; Algerien, Angola, Aserbaidschan, Bahrain, Belarus, Brunei, Burkina Faso, Burundi, Kambodscha, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, China, Republik Kongo (Kongo-Brazzaville), Demokratische Republik Kongo (Kongo-Kinshasa), Kuba, Dschibuti, Ägypten, Äquatorialguinea, Eritrea, Eswatini, Äthiopien, Gabun, Guinea, Haiti, Iran, Irak, Kasachstan, Kuwait, Kirgisistan, Laos, Libyen, Mali, Myanmar, Nicaragua, Niger, Nordkorea, Oman, Katar, Russland, Ruanda, Saudi-Arabien, Somalia, Südsudan, Sudan, Syrien, Tadschikistan, Tansania, Thailand, Türkei, Turkmenistan, Uganda, Vereinigte Arabische Emirate, Usbekistan, Venezuela, Vietnam, Jemen und Simbabwe.
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Mit anderen Worten: Wer Steinhöfel unterstützt, akzeptiert, dass die USA - oder jeder, der stark genug ist - über 30 Prozent aller Staaten besetzen können:
Diktatur – also Zugriff. Präsident verhaften, Regierung austauschen, US-westliche „Übergangsverwaltung“ einsetzen. Venezuela ist nicht die Ausnahme, sondern nach gängigen Demokratie-Rankings der Musterfall für „nicht frei“.
Wer glaubt ernsthaft, dass eine solche Welt gut wird? Dass derartige Zugriffsbefugnisse nur „gegen die Richtigen“ angewendet werden? China und Russland finden sich in derselben Rasterlogik von „nicht frei“. Nordkorea ohnehin. Echte Konsequenz löst dann den „atomaren Weltenbrand“ aus.
Das Völkerrecht hat eine zivilisierende Funktion, weil es sagt: Jedes Land hat Rechtsstatus und klärt seine Angelegenheiten selbst. Gerade diese Zumutung – Rechtsbindung gegenüber Verachteten – ist die Schranke gegen Imperialismus.
Nicht weil es sagt: „Der moralisch Gute hat Rechte, der moralisch Schlechte nicht.“
Damit lautet die Kernfrage, die Steinhöfels moralische Pose nicht beantwortet: Wenn „Nicht-Legitimität“ der Freifahrtschein ist – wo endet dann US-Imperialismus? Bei Maduro? Bei der venezolanischen Vizepräsidentin? Beim Militär? Oder endet es erst dort, wo US-Macht an ihre Grenzen stößt und aus „Festnahme“ eine Besatzung, aus „Signal“ ein „Generalprotektorat“ wird?
Was ist „Moral“? Was ist schlicht Interessenpolitik? Venezuela ist für die USA Rohstoffraum: Erdöl – dazu Gold und Mineralien. Und ausgerechnet dort soll es plötzlich um reine Strafverfolgung gehen, um ein moralisch sauberes Exempel? Lächerlich.
Maduro war ein unwürdiger Machthaber eines kriminellen Regimes. Wer daraus ableitet, der Rechtsstatus eines Staates sei relativierbar, seine Führung „nicht schutzwürdig“, der erklärt die Rechtsordnung zum Problem. Und dann ist Venezuela erst der Beginn. Wann landen die Marines auf Kuba?
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Kommentar von Joseph Conrad
@ A. Wallasch:
Zu den immer wieder aufpoppenden Vorstellungen vom Völkerrecht:
Das Völkerrecht als Garant ewigen Friedens und Lehre aus zwei verheerenden Weltkriegen hätte zum Zeitpunkt seiner Neuformulierung und damit Schaffung durch die beiden damals, nämlich 1945-1948, verbliebenen Supermächte USA und Sowjetunion, durchaus funktionieren können.
Voraussetzung wäre allerdings die weltweite Einführung des Kommunismus und die Schaffung einer Welt-Sowjetunion gewesen!
Innerhalb der real existierenden Sowjetunion gab es ja auch keine Bürgerkriege; alle Nationen waren – natürlich unter der definitionsgemäß fortschrittlichen und friedliebenden Herrschaft des Politbüros der kommunistischen Partei – gleichberechtigt und gleich gefördert!
(Übermäßiger Nationalismus wurde natürlich bekämpft, z.B. in der Ukraine. Dies führte jedoch nicht zur Auflösung der Ukrainischen Sowjetrepublik; vielmehr wurden an die Ukraine noch umfangreiche, vorher nicht ukrainische, rein russischsprachige Gebiete hinzugefügt.)
Diese Grundidee einer allmächtigen, vorzugsweise kommunistisch-sozialistischen, durch – scheinbar – demokratische Mehrheitsentscheidungen aller Länder gesteuerten Weltregierung, fand natürlich keine Gegenliebe bei den USA oder z.B. einer nationalistisch-konservativen Persönlichkeit wie Winston Churchill.
Als weitere Lehre aus den zwei Weltkriegen einigte man sich auf einen Kompromiss: Fesselung des UN-Sicherheitsrates durch die Vetorechte.
Dies erklärt auch die eigenartige, zähe Liebe der derzeitigen links-woken Globalisierer zu einem allumfassenden Völkerrecht ...
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Kommentar von El Norte
Wie wäre es, wenn die Herren Rechtsanwälte sich einfach nur mit den Venezuelanern solidarisieren? Diese haben auch Rechte, nämlich Maduro abzuwählen, was sie auch taten. Hatte aber wie bei so vielen Diktatoren keinen Erfolg. Nun hat ein großer Gauner den kleineren Gauner aus dem Spiel genommen. Wie rechtlich sauber das ist, ist für das gemeine Volk doch vollkommen sekundär, denn das Wohl von Vielen geht über das Wohl von kriminellen Despoten. Ist da irgend etwas unklar?
Über ein sicher wünschenswertes Völkerrecht zu lamentieren macht nur Sinn, wenn sich alle Nationen zu jeder Zeit an die vereinbarten Spielregeln halten. Tun sie aber nicht und werden sie auch nie tun. Macht wird IMMER mißbraucht, das sollte doch hinlänglich bekannt sein. "Die Amerikaner" sind übrigens eingewanderte Europäer die keine Probleme damit hatten erstmal die Ureinwohner reichlich zu dezimieren um deren Land in Besitz zu nehmen.
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Kommentar von Bernhard Kopp von Brackel
Überraschenderweise differenziert Herr Steinhöfel nicht scharf genug. Die Maduros als Einzelpersonen sind illegitim im Amt gewesen, und Verbrecher im Großformat. Ich kann mich damit anfreunden den Personen jeden Rechtschutz abzusprechen. Aber, die Militäraktion der USA war ein aggressiver kriegerischer Akt, der insgesamt ca. 80 Tote auf venezolanischer Seite gefordert haben soll. Materielle Schäden nicht gerechnet. Methodisch war die Aktion ein plumpes Husarenstück. Die politische Zielsetzung scheint auch heute noch vage zu bleiben. Man will ein brutal-repressives Regime im Amt lassen und durch permanente Gewaltandrohung durch das US- Militär vor der Haustür erpresssen, kurzfristigen, amerikanischen Geschäftsinteressen entgegenzukommen. Das wäre Schutzgelderpressung bei dem man die brutale Ausbeutung und Repression der großen Mehrheit der ca. 28 Millionen Bürger Venezuelas dem gefügig gemachten, lokalen Regime überläßt, und selbst nur die Schutzgeld-Rente bezieht.
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Kommentar von Detlef Piel
"Wann landen die Marines auf Kuba?"
Hoffentlich bald, von mir aus auch gerne wieder am Ohama Beach.
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Kommentar von Joseph Conrad
Lieber, und für Ihre mutigen und kenntnisreichen Wortmeldungen sehr geschätzter, Herr Schmitz!
Sie und Ihr - ebenfalls sehr geschätzter - Kollege Steinhöfel reden quasi aneinander vorbei:
In Steinhöfels kurzem Artikel bei Achgut geht es um die Wahrscheinlichkeit, dass Maduro, wegen innerstaatlich seitens der US-Justiz angewendeter Teile des Völkerrechts, freigelassen werden muss.
Ihre beiden kurzen Artikel hier bei A. Wallasch handeln hingegen von der zwischenstaatliche Anwendung des von den USA nach dem 2. WK maßgeblich neugestalteten Völkerrechts.
Allerdings, (und für historisch wenig bewanderte Personen paradoxerweise), unterliegen die USA - und damit sekundär deren jeweilige Verbündete, darunter derzeit „Unseredemokratie“ - zwischenstaatlich nicht dem hier besprochenen Teil des Völkerrechts:
- Ein Recht, das niemals angewendet werden konnte und auch niemals angewendet werden wird, ist gegenstandslos, mit anderen Worten, tot.
Dafür sorgt das von den Siegermächten des 2. WK dem ausführenden Organ des Völkerrechts vorgeschriebene Vetorecht im UN-Sicherheitsrat.
Der in den Artikeln angesprochene Teil des Völkerrechts gilt also allenfalls für kleinere, weniger mächtige Staaten.
(In diesem Sinne handelt es sich bei dem Ukrainekrieg u.a. auch um einen Feststellungkrieg bezüglich des Status von Russland als militärisch, demographisch sowie wirtschaftlich geschwächter Macht. Frankreich und Großbritannien wurden deshalb bereits 1956, anlässlich der Suezkrise, von den beiden damaligen Supermächten sowie China diesbezüglich degradiert.)
Lieber Herr Schmitz, angeblich hieß es im Volksmund nordamerikanischer Indianer, dass man, wenn man merkt, dass das Pferd unter einem tot ist, besser absteigt.
Antwort von Alexander Wallasch
Also Anarchie und US-Herrschaft versus von den USA und anderen unterminierten Völkerechts? Was ist denn das für ein Armutszeugnis? Sie werfen die Flinte ins Korn und mit ihr die Lehren aus zwei verheerenden Weltkriegen. Das ist Aufgabe und Unterordnung.
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Kommentar von HoNi
Völkerrecht vs. Menschenrechte. Und nun?
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Kommentar von Carl Peter
Hoffentlich kommt man nicht auf die Idee, das Völkerrecht zu singul-arisieren und umzuschreiben in ein Volksrecht.
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Kommentar von Frank Heitmann
Ich versuche mich mal in einer eigenen Analyse.
Die Entführung von Maduro ist mit Helfershelfern der jetzigen Übergangsregierung Venezuelas ausgeführt worden und relativ unblutig durchgeführt.
Also könnte Herr Steinhöfel diesen Trump Coup eher bejubeln und alle anderen Bedenken dabei über Bord geworfen haben als Anwalt?
Die Frage, die sich mir stellt, was mache ich mit solch einem Eingriff in staatlicher Hoheit? Ab wann gibt es Jubler für mein Handeln, ab wann werde ich verurteil, was setzt das jetzt in Bewegung und wie wird die Sache kleinteiliger auf das eigene Land übertragen?
Kann ich davon ausgehen das z.B. bei genügend Jublern im Wege stehende Politiker auch aus dem Verkehr gezogen werden. es erinnert mich an die Hand Geste bei der Entnahme einer Spielfigur beim "Mensch ärgere dich" Spiel.
Ist es jetzt so einfach geworden. Welche unlauteren Kräfte werden hier freigesetzt. Das Jahr 2026 der
Entscheidungen global und Deutschland betreffend hat gerade erst angefangen. Wer oder was wird das Nächste sein. Ich glaube gerade werden Listen mit Möglichkeiten erstellt und heimlich schon Nachbauten errichtet, aus denen die Personen entnommen werden. Wurde Maduro seine Villa nicht nachgebaut?
Die Geheimdienste haben gerade neue Aufgabenfelder bekommen und der alte Spruch wird wieder zum Tragen kommen, Der Verrat wird geliebt aber nicht der Verräter!
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Kommentar von Eddy Nova
Inhaltlich dürfte RA Schmitz 99,99 % Zustimmung sicher sein - sofern man den Fall MADURO einzeln betrachtet ...Sieht man das 'grosse ganze' , betrachtet es strategisch ,dürfte RA Steinhöfel zu 99,99 % richtig liegen.
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Der ukrainische 'Dieb im Gesetz' Zelenskyy hat mit seiner Lobeshymne über den TRUMP Coup einen intelligenten Schachzug gemacht ...unangenehmerweise !
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In einer ( westlich ) globalen fiffty fiffty Gemengelage zwischen konservativ ,rechts & dem gegenüber Socialistas ,Communistas ,Eco terrorists , bad religao sollte jeder erkennen das Strategie über der 'Wahrheit zu stehen hat' ...
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Bei jedem anderen - Ausnahme TRUMPAMERICA , wäre Kritik am Venezuela Überfall angebracht gewesen ...aber in einer globalen 'Spitz auf Knopf' Gemengelage müssen die eigenen Interessen im Focus stehen.
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Former Russia Premier Medwedew hat heute die Headlines - nicht zu Unrecht zieht er eine Parallele zwischen TRUMP/MADURO & einem möglichen Eingriff MEDWEDEW /MERZ ...würde Putin Merz aus dem Spiel nehmen ( was ich begrüssen würde ) könnten TRUMP/MADURO Verteidiger argumentativ wenig entgegenbringen.
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Tucker Carlson bezeichnete MERKEL diese Woche als Kriminelle die bewußt eine Musliminvasion herbeigeführt hat um Europa kulturell zu zerstören. Wenn dem so ist - wovon ich ausgehe - hat Merkel nicht weniger Volksverbrechen begangen als Maduro.
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Und es könnte zur Situation kommen in der sich TRUMPAMERICA rechtfertigen muss warum sie MADURO aus dem Spiel nehmen und MERKEL ,MERZ ,STARMER ,MACRON nicht. Ein Vorwurf zulasten Maduros lautet Wahlfälschung - falls Merz zulasten der AfD irgendeine krumme Nummer plant könnte ihn die Medwedew Option - respektive der Trump/ Maduro Bezug nachdenklich machen.
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Präsident TRUMP mag wie ein Dictator gehandelt haben ...die Auswirkung seines Händele könnte allerdings in Deutschem Interesse liegen. Ich habe mir das TRUMP Pressse Statement genau angehört : 30 Minuten - 20 Minuten der Zeit musste TRUMP immer mal wieder darauf verweisen das es um Venezuela/Maduro geht.
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So wie die Americanos formulierten bezogen sich 2/3 der Aussagen auf 'Nützlichkeit im Sinn der US Doktrin' ...PUTINRUSSIA beschränkt sich darauf in 'Russia freundliche & unfreundliche' Staaten zu unterscheiden ...TRUMPAMERICA unterscheidet in 'US Amerika nützliche & nicht nützliche' Staaten. Das ist weit mehr als Putin der sich mit Neutralität begnügt ,fordert.
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Ein weiterer Maduro Vorwurf war dessen neuer Geschäftszweig Hisbollah Muslime Richtung USA zu schleusen - was unterscheidet diese Schleusung eigentlich noch von der BRD Pasaporte Vergabe an weitgehend unüberprüfte Muslime ?
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Ich kenne die NATO Rules nicht genau - aber ich vermute es gibt keine Beistandsregelung wenn ein NATO Mitgliedsstaat in einem anderen NATO Staat eine volksfeindliche 'Regierung' abräumt.
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Diese Option die noch 2025 unmöglich schien scheint nun Realität - es gibt eine Rote Linie TRUMPAMERICAS die auch MERZ & Konsorten fürchten müssen. Das finde ich wunderbar ...
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Dafür das TRUMPAMERICA diese Rote Linie aufgezeigt hat meinen Dank ! Die Vance Kritik an der fortlaufenden EU Missachtung des Rechtes FREE SPEECH & der Musliminvasion wurde faktisch mit ernsten möglichen Konsiquenzen untermauert.
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Das Opfer der EU / BRD Dictatura in US America & Russia ein Asylrecht geniessen werte ich ebenfalls als klare Ansage !
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Der AfD sei empfohlen 100 % hinter TRUMPAMERICA zu stehen - Democratia oder Dictatura - letztendlich ist es mir egal mit welchen Mitteln verhindert wird das das Abendland muslimisch überrollt wird.
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Ob in Berlin die Lichter ausgegangen wären wenn die US Army Control ausüben könnte sei dahingestellt. Der Feind des Deutschen Volkes sitzt weder in Moskau noch Washington ...der Feind sitzt in Brüssel ,Berlin ,London & Paris und jeder Deutschlandretter ist willkommen.
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Kommentar von T S
@Ego Cogito, "Völkerrecht schützt [...] nicht unterdrückte und ausgebeutete Völker, sondern nur im Zweifelsfall ihre Peiniger und Despoten!":
Genau so ist es, diesen Unterschied von schönem Schein und harter Wirklichkeit sollte man stets im Blick haben!
Staaten haben keine Rechte (die sind nämlich für Menschen, also deren Bewohner), sondern Interessen - nämlich diejenigen derer die dort die Macht haben. Und die setzen sie egal wo stets mehr oder weniger brachial skrupellos durch.
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Kommentar von Ego Cogito
zu vorigem Leserbrief
Nachtrag: Manfred Haferburg, gesehen bei achgut!
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Kommentar von Ego Cogito
Mal ein für uns und die Betroffenen, insbesondere Alte, Kranke, Bedürftige und natürlich auch alle, denen der Saft von einer offenbar linken Terrorgruppe abgedreht wurde. Es kann auch mit Toten gerechnet werden. Da geht mir erstmal das Völkerrechtsgeschwafel am allerwertesten vorbei. Bei Maduro funktioniert die Heizung vermutlich noch, verdient oder unverdient. Was er sonst so angestellt hat, sollen die Venezolaner darüber richten, falls jetzt Gelegenheit ist. Völkerrecht schützt im Übrigen nicht unterdrückte und ausgebeutete Völker, sondern nur im Zweifelsfall ihre Peiniger und Despoten! Dafür dürfen sie die Opfer stellen, ganz ohne gefragt zu werden! Im Übrigen ist Drogenhandel noch kein ehrenwerter Beruf!
Manfred Haferburg: Mein Berliner Appell
Von Manfred Haferburg • Was muss in Berlin jetzt sofort geschehen, wie kann man den Menschen helfen, besonders denen, die möglicherweise gar keine Hilfe rufen können? Das Ausmaß der Notfälle lässt sich momentan noch nicht absehen. Und wie kann es sein, dass die ideologischen Wiederholungstäter seit 15 Jahren offenbar ungehindert zuschlagen können? Ein Appell.
Erstens: Mein Appell an die Regierung und Verwaltung: „Helft den Betroffenen! Umgehend! Setzt alles ein, was Ihr auftreiben könnt – die Armee, karrt Hilfskräfte, Notstromdiesel und Material aus nicht betroffenen Gegenden an. Kümmert Euch vor Ort, statt Euch „in meinem Büro zu Hause einzuschließen und per Telefon zu organisieren…“ (Originalton OB Wegner) um jeden einzelnen Hilfebedürftigen, ehe es zu spät ist. Sucht die Hilfebedürftigen auf, sie können sich oft nicht an Euch wenden! Nicht jede Uroma hat ein funktionierendes Handy. Nicht jeder kranke Uropa kann die Treppe herunter kommen. Nicht jeder Bettlägerige kann zum Fenster gehen und um Hilfe rufen. Es sind schon zwei Tage vergangen, wir kennen das Ausmaß der Katastrophe noch nicht. Eure Aufgabe ist „Zivilschutz“ und besteht aus Prävention und Vorsorge, dem Krisenmanagement sowie der Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung und Nachsorge.
Es muss eine große Menge Hilfskräfte ausschwärmen, um die potenziell Hilfsbedürftigen zu ermitteln. Das ist eine Frage der Organisation und der Verwaltungseffektivität. Wenn Euch das nicht gelingt, dann seid Ihr verantwortlich für jeden Verdursteten, jeden Erfrorenen.
Es ist kein Blackout
Zweitens: Für die betroffenen Schwächsten der Gesellschaft, die in solchem Fall der Hilfe bedürfen, ist es auch eine Katastrophe, wenn es kein Blackout ist. So schlimm es ist – es handelt sich nicht um einen Blackout. Es ist ein „Brown-Out“.
Die betroffenen Fläche ist recht begrenzt. Ich wage eine Schätzung: Es handelt sich bei dem Stromausfall um ein lokal begrenztes Gebiet. Rundherum funktioniert die Stadt – so gut, wie es eben in Berlin funktioniert (*). Der Albtraum für die Betroffenen ist nur, dass dieses Ereignis unglücklicherweise bei großer Kälte stattfindet und sich so anfühlt, wie ein Blackout. Auch deshalb, weil die Verwaltung ungeschickt und zögerlich reagiert. Und die Reparatur dauert deshalb so lange, weil diesmal 110 KV Hochspannungsanlagen betroffen sind, eine Stromtrasse, die mit 110.000 Volt für die Stromfernübertragung ausgelegt ist und für die bei der Montage entsprechende Sicherheitsvorgaben gelten.
Angemessen hingegen reagieren die Vor-Ort-Hilfskräfte, Polizei, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk, sowie Freiwillige und Nachbarschaftshilfe. Aber diese Kräfte müssen angemessen unterstützt werden.
Es handelt sich um einen Brown-Out
Drittens: Der jüngste Berliner Stromausfall ist kein Blackout. Es gibt bei einem Brown-Out die Möglichkeit, für Menschen, die mobil genug sind, sich selbst zu helfen oder zu flüchten, weil eben im Nachbarstadtteil und im Land die Infrastruktur noch funktioniert. Man kann in der Nähe noch tanken. Man kann in der Nähe noch einkaufen. Es gibt noch keine marodierenden Banden. Es gibt jede Menge von Hilfemöglichkeiten aus der unmittelbaren Umgebung. Das Gros der staatlichen Aufgaben, nämlich Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung (*), die Versorgung mit hoheitlichen Aufgaben des Gesundheitsschutzes und der Grundversorgung im Katastrophenfall, wäre in vollem Umfang möglich. Das heißt nicht, dass die Verwaltung in der Lage ist, auf die Schwere des Ereignisses angemessen zu reagieren, obwohl die materiellen Voraussetzungen gegeben sind.
Das ist los in Deutschland, gestern, heute und morgen!
Ein Blackout wäre es, wenn der Stromausfall großflächig wäre, mehrere Bundesländer, das Bundesgebiet oder ein größeres Gebiet Europas betroffen wären. Bei einem echten Blackout können sich auch mobile Menschen nicht mehr selbst helfen. Bei einem echten Blackout kann der Staat seine Aufgaben nicht mehr vollumfänglich erfüllen, weil er selbst völlig überfordert und nicht mehr funktionsfähig ist.
Warum gibt es die grünlinke „Vulkangruppe“ noch?
Viertens: Der Berliner Brown-Out wurde durch den terroristischen Anschlag einer grünlinken Aktionsgruppe namens „Vulkangruppe“, die sich in einem menschenverachtenden Bekennerschreiben zu dem Brandanschlag (die Achse berichtete) auf die Infrastruktur bekannt hat. Das Bekennerschreiben offenbart eine Gesinnung, die sowohl die Verfassung ablehnt als auch die Einhaltung der Menschenrechte für „Reiche“, die sie meinen vernichten zu dürfen, um grüne Weltrettungsphantasien („fossile Kraftwerke ausschalten ist Handarbeit“) und kommunistische Beglückungsideen umzusetzen.
Diese militant-antifaschistische linke Gruppierung namens „Vulkangruppe“ führt seit 2011 völlig unbehelligt dutzende (teilweise angekündigte) Anschläge auf die Infrastruktur Deutschlands, nämlich Bahnanlagen und Stromnetzanlagen ungehindert aus. Das sind ganze 14 Jahre. Im Jahr 2024 wurde von dieser Terrororganisation ein Anschlag auf einen Strommast durchgeführt, der einen ganzen Landstrich Berlins und die Tesla-Batteriefabrik lahmlegte. Auch ein Anschlag auf die Stromversorgung des Berliner Technologieparks geht auf das Konto dieser Organisation. Bisher wurde noch kein einziger Ermittlungserfolg berichtet.
Nun stellt sich die Frage: Was eigentlich machen der Verfassungsschutz, der Staatsschutz, das BKA und die Bundesanwaltschaft beruflich, außer eine rechte, vermutlich aber leicht verrückte Rollator-Umstürzler-Bande um den Prinzen Reuss den XIII., die seit mehr als drei Jahren in Untersuchungshaft sitzen, oder einen Bundeswehrpensionär, der über einen Minister denkt, dass er ein Schwachkopf sei, mit großem Pressebrimborium öffentlichkeitswirksam zu verfolgen?
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Kommentar von Marcus Thiemann
Der Name Völkerrecht impliziert allerdings es ginge um die Völker. Und offenbar ist es ein zahnloser Tiger. Ich erinnere an den Völkerrechtswidrigen Angriff unter Fischer 1999: "Achtundsiebzig Tage lang bombardierte die Nato 1999 ohne Uno-Mandat serbische Krankenhäuser, Schulen, Wasserwerke und Chemiebetriebe. Dieser erste Angriffskrieg mit deutscher Beteiligung seit 1945 führte zu einer ökologischen und humanen Katastrophe. Doch Kirchen, Umweltverbände und Bündnis 90/Die Grünen schweigen bis heute.
Am 24. März 1999 begann die Nato ihren Luftkrieg gegen Serbien. Ausgerechnet der grüne Außenminister Joschka Fischer heizte mit seinem Kollegen Rudolf Scharping die Kriegsstimmung an. ..." Hartmut Sommerschuh in Berliner Zeitung
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Kommentar von winfried Claus
Hatte Honecker eine Moral? Der Adolf?
Ob Klimarettung oder Rassismus, diese wissenschaftlichen Konzepte kann man bestellen und mit einem GUTBÖSE Schema belegen, wobei man selbst dann natürlich der Gute ist!
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Kommentar von stephan manus
"Und dann ist Venezuela erst der Beginn. Wann landen die Marines auf Kuba?"
Neben Kuba ist noch auf der Trump (Militär-)Liste:
Mexiko
Kolumbien
Iran
Dänemark/Grönland
Nigeria (Christenschutz)
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Kommentar von stephan manus
Ich hatte Steinhöfel anfangs so verstanden, dass die Sache völkerrechtlich legitimiert sei. Er scheint aber gemeint zu haben, dass das Völkerrecht überhaupt nicht zur Anwendung kommen kann, wenn ich diesen Artikel richtig verstehe.
Ursprünglich ging es wohl um Regimechange. Darum scheint es nun nicht mehr zu gehen. Die Maduro Regierung bleibt im Amt, die Vizepräsdentin übernimmt kommissarisch. Die angeblich so geliebte Friedensnobelpreisträgerin wird (vom Volk) nicht akzeptiert. Deshalb hat sie Trump in die Wüste geschickt.
Wenn Maduro so schlecht wäre, hätte er m.E. nicht so einen großen Rückhalt in Bevölkerung und Parlament. Wirtschaftlich haben die Sanktionen/Embargo dem Land natürlich sehr geschadet.
Habe gerade Trump Airforce 1 gehört. Jetzt ist Mexiko, Kolumbien und Kuba dran. Grönland sowieso, da geht es um die nationale Sicherheit.
Egal, wie man es dreht und wendet. Bzgl. Venezuela geht es um Öl direkt oder indirekt (gem. Rubio muß verhindert werden, dass Gegner der USA Venezuelaöl bekommen) und ist auf das Schärfste abzulehnen/zu verurteilen. M.E. wird diese Geschichte nicht gut für die USA ausgehen. Die Vertrauensbasis ist zerstört, weltweit. Und das zurecht.
Habe heute gelesen, dass Dänemark Artikel 5 Natovertrag aktivieren wird (Grönland sei Nato Mitglied), wenn die USA Grönland übernimmt. Es wird immer verrückter.
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Kommentar von Gerd Frei
Vor ein paar Tagen habe ich unter einem anderen Artikel noch für eine 2.Chance für Herrn Reichelt gebeten!
Als ich heute morgen Nius eingeschaltet habe, war ich ehrlich gesagt entsetzt, ja fast sprachlos, wie ohne jedes Gegenargument Maduros Entführung gefeiert wurde. Ohne jede Art von Differenzierung! Reichelt, Steinhöfel, auch Tichy, was ist los bei euch? Ich wäre zum Beispiel froh gewesen, wenn Trump den Friederich abgeholt hätte, aber wer entscheidet denn so was? In diesem Fall doch wohl nur das venezulanische Volk, wer denn sonst? Sind denn hier alle verrückt geworden? Ich bin auch ein "rechts-konservativer" Mensch, aber das geht doch so nicht. Wir können doch nicht auf der einen Seite Rechtsstaatlichkeit einfordern und dann sowas feiern. Da sind wir doch auch nicht besser wie die linke Bande. Sorry Herr Wallasch, sie hatten recht!
Antwort von Alexander Wallasch
Lieber Gerd,
glauben Sie mir bitte, ich war genau so verunsichert, wie Sie. Aber bei mir kommt dann so eine Sturheit dazu. Danke sehr! Sie sind ein nobler Charakter!