Die Amischen wachsen dramatisch - sie sind eine aus dem Täufertum hervorgegangene, christliche Gruppe, deren heutige Hauptform in Nordamerika die Old Order Amish sind. Nach dem Young Center for Anabaptist and Pietist Studies lag ihre geschätzte Gesamtbevölkerung in Nordamerika im Juni 2025 bei 410.955 Personen. Die Gemeinschaften verteilen sich auf 32 US-Bundesstaaten und drei kanadische Provinzen; fast 61 Prozent leben allein in Ohio, Pennsylvania und Indiana.
Die amische Bevölkerung verdoppelt sich ungefähr alle zwanzig Jahre - um 1900 lebten in Nordamerika nur etwa 3.700 bis 5.000 Amische.
Die Ursache des Wachstums ist nicht Zuwanderung, sondern fast vollständig natürliche Bevölkerungszunahme. Eine neuere populationsbezogene Studie nennt für die Amischen eine Gesamtfruchtbarkeitsrate von 6,1 Kindern pro Frau, ein medianes Heiratsalter der Frauen von 20,9 Jahren, sehr geringe nichteheliche Geburten und eine Standorttreue von 84,46 Prozent für die Altersgruppe 18 bis 29 Jahre, also eine hohe Bindung an die Gemeinschaft auch nach der Jugendphase. Eine weitere 2025 publizierte demographische Untersuchung bestätigt ebenfalls eine Fruchtbarkeit von etwas über sechs Kindern pro Frau.
1,35 ist die Quote der „unfruchtbaren“ Frau in Deutschland.
Das Wachstum beruht nicht darauf, dass „die Amischen“ einfach nur keine moderne Technik nutzen würden. Die Forschung beschreibt vielmehr eine religiös geprägte Lebensform mit bewusster Abgrenzung, Gemeindedisziplin, schlichter Kleidung, begrenzter Weltanpassung, starker Familienorientierung und einer sozialen Ordnung, in der Ehe, Kinder, Nachbarschaftshilfe und Gemeindezugehörigkeit zentral sind.
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Der christliche Glaube ist der Grundpfeiler der Gemeinschaft, weil er das Alltagsleben normativ strukturiert. Die Abwehr westlicher Konsum- und Individualisierungsmuster ist gemeinschaftsbezogen, nicht bloß romantische Technikfeindschaft.
Traditionelle Geschlechterrollen, frühe Heirat und große Familien sind demographisch klar relevant.
Starker Gemeinschaftssinn und ein hohes Maß an innerer Bindung sind mit Naturverbundenheit Wachstumserklärung: Viele Amische leben ländlich und historisch agrarisch, auch das erklärt das Bevölkerungswachstum wie Fruchtbarkeit, Heiratsmuster und soziale Kohäsion.
Zur Wahrheit gehört allerdings dazu, dass bei den Amischen bestimmte seltene genetische Erkrankungen deutlich häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung. Der Hauptgrund ist der sogenannte Gründereffekt in Kombination mit einer relativ geschlossenen Gemeinschaft, in der über Generationen hinweg fast ausschließlich innerhalb der Gruppe geheiratet wird.
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Kommentar von Mari von Skwarczynski
Wir waren neu in Alberta (Kanada) und standen an für Eintrittsarten. VOr uns stand eine Gruppe Frauen in seltsam altmodischer Kleidung. Meine Teenage-Kinder machten sich auf Deutsch richtig lustig über die Leute, weil sie, im Mittleren Osten aufgewachsen, nicht gewohnt waren, daß sie jemand auf Deutsch versteht. Auf eimaldrehten sich die Frauen um und schauten sie ärgerlich an. Hatten diese Leute verstanden ? Scheinbar. Später erfahren wir, es könne sich um Amishe handeln.
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Kommentar von Marion Sönnichsen
Hallo Dirk Schmitz und Alexander Wallasch, kurz notiert: Zu der von Ihnen angesprochenen Problematik, die sich in vielerlei Hinsicht auswirken könnte. Ich habe mich in meinen Kommentaren zu einem Beitrag von Thomas Heck aus dem 2019 auf das Problem Kindersterblichkeit konzentriert. Dort finden Sie auch eine Quellenangabe zu einer wissenschaftlichen Publikation. Hier: Kommentare zu: "Die AfD wertet das Leben von Behinderten als nicht lebenswert ab" von Thomas Heck...Mittwoch, 15. Mai 2019
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Kommentar von Bernhard Russ
Die Amishen haben die besten Böden in den USA, da sie auf Kunstdünger verzichten. Außerdem sind die ganzen Bauern schuldenfrei. Auch eine Rarität unter den Bauern in den USA. Die Amishen waren eine wichtige Wählergruppe für Trump, weil sie sich natürlich auch gegen die Zwangsimpfungen gewehrt hatten. Sie leben natürlich einen einer von der Bibel diktierten Zwangskorsett bzw. was sie davon halten. Ich kann mir vorstellen, dass diese Gruppe die besten Werte hinsichtlich Kriminalität, Drogensucht, Selbstmordrate etc hat. M.W. In den frühen 50er Jahren übergeben die Eltern den Hof an die Kinder und reduzieren ihre Arbeitsleistung. Es gibt keine Altersheime, die Eltern bleiben im Familienverband.
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Kommentar von Icke aus Berlin
@Schwar Zi: "ich denke die Amische werden den Zusammenbruch der aktuellen westlichen, dekadenten Welt überleben, es wird sie nicht einmal großartig interessieren."
Das sehe ich nicht so. Auch wenn die Amish Waffen haben - das haben die anderen auch. Und die werden einfach über alles herfallen, die Felder, die Tiere, die Vorräte. Wenn es ans verhungern geht, werden die paar hunderttausend Amish einfach geplündert und sterben auch. Sie müssten eine eigene Armee haben, um das zu verhindern. Mit Kriegswaffen, Gewehre reichen da nicht.
Das gleiche gilt für die Prepper, die sich auf einen Zusammenbruch der Gesellschaft vorbereiten.
Wer dann am Ende überlebt, ist schwer vorauszusagen.
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Kommentar von Schwar Zi
In Deutschland wären die Amischen vermutlich als "völkische Siedler" ein Fall für den Verfassungsschutz. Man muss die Art wie die Amischen leben nicht mögen, man kann sie sogar ablehnen. Aber man kann gewissen Fakten nicht ignorieren. Für die Amische spricht in meinen Augen deren Verweigerung des Gen-Therapeutikums. Und wenn man sich tiefer mit den Amischen beschäftigt, so muss man sagen, ihre Gemeinschaft ist viel resillienter gegenüber Krisen. Kann man z.B. in den USA während der großen Depression sehen.
Die Amische sind weiterhin de facto Selbstversorger (VS Verdachtsfall) und sind fest davon überzeugt es gibt nur 2 Geschlechter (VS Verdachtsfall) und bestehen fast ausschließlich aus Weißen (VS gesichert rechtsextrem)!!!
Kurz gesagt, in Deutschland würde man so etwas unterbinden (siehe geplante Reform beim Erwerb von Grund und Boden). Diese zielt m.E. nicht nur auf AfD Mitglieder, sonder besonders auf "Recihsbürger" und die sogenannten "völkischen Siedler vom Stamme ;) Anastasia ab.
Bunt ist halt in Deutschland nicht gleich bunt wenn es um die Gesellschaft geht.
Fakt ist, die Amischen wären in Deutschland auch Steuerhinterzieher...die stellen den Kraftstoff für ihre Landmaschinen selbst her...Pfui! Einfach so! Einsperren!
Ernsthaft, man kann wenn man will, von solchen Gemeinschaften viel lernern, Wissen welches einst jeder hatte, konserviert in deren Gemeinschaft. Ob es um alternative Heizmethoden oder den Anbau von Nahrungsmitteln oder deren Konservierung geht, ein Blick auf die Amische lohnt.
P.S. Fast vergessen, die Amische sind fromm, aber keine Opfer. Die besitzen nicht wenige Jagdwaffen und können damit umgehen. Auch hier, würde man ihnen in Deutschland die waffenrechtliche Erlaubnis entziehen...ganz sicher...diese Selbstverwalter und ekelhaft weiße Mehrheitsgesellschaft, die 71 der 73 Geschlechter läugnet.
Sorry Herr Schmitz für die Satire und den Sakrasmus. Aber ich denke die Amische werden den Zusammenbruch der aktuellen westlichen, dekadenten Welt überleben, es wird sie nicht einmal großartig interessieren.