Der Stoff, aus dem Goldhamster gemacht werden

Die Charité im Corona-Hamsterrad: Nasenspray-Impfung geht in den Tierversuch

von Gaia Louise Vonhof (Kommentare: 4)

Nase voll: Das klingt allerdings viel mehr nach einer Senkung der Impf-Hemmschwelle, bestenfalls nach einem niederschwelligen Zugang zum Stoff für die Nase. In jedem Fall nach the next big Deal für die Pharmariesen.© Quelle: Pixabay / ShutterBug75

Ein Forschungsteam der Charité in Berlin hat einen Nasenspray-Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt und an possierlichen Nagern getestet, so ist es einer Pressemitteilung der Charité zu entnehmen.

Im Vergleich zu bisherigen Anti-Corona-Injektionen soll der Nasenspray-Impfstoff den Vorteil haben, dass er einer natürlichen Infektion ähnlicher ist als eine Injektion per Spritze. Das Präparat, das abgeschwächte Coronaviren enthält, wurde in verschiedenen Schemata und vergleichend zu den mRNA-Impfstoffen erprobt.

Die Ergebnisse zeigen, so heißt es in der Mitteilung, dass die Nasenspray-Impfung insbesondere im Vergleich mit den mRNA-Stoffen die stärkere Immunität ausgelöst habe.

Die Idee dahinter geht so: Nasenimpfstoffe sollen das Virus gezielt an den Schleimhäuten der oberen Atemwege bekämpfen und so mehr Schutz vor einer Weitergabe des Virus bieten. Es wurden verschiedene Parameter wie die Virusvermehrung, die Anregung des Immungedächtnisses und die Antikörperkonzentration auf den Schleimhäuten untersucht. Aber es sind auch Fragen offen geblieben: Schutzdauer und mögliche Nebenwirkungen sind noch unklar, da es sich noch um ein frühes Stadium handelt und bisher keine Tests am Menschen durchgeführt wurden

Nun, möchte man sagen, die Beantwortung der Fragen nach Schutz, Schutzdauer und vor allem Nebenwirkungen steht bei den nach verkürzten Testverfahren nur bedingt zugelassenen mRNA-Stoffen immer noch aus.

Um es an der Stelle gleich vorwegzunehmen: Selbst, wenn das Nasenspray sich als wirksamer gegen Corona-Übertragung als die bisher verwendeten mRNA-Stoffe erweisen sollte, hat damit das Geschäft von Pfizer, BioNTec und Co noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht und die Produzenten können weiter ihre mRNA-Millionen hamstern.

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In der Erfolgsmeldung der Charité zu den Ergebnissen der Versuche mit den Hamstern heißt es:

„Den besten Schutz vor dem SARS-Coronavirus 2 konnte eine zweifache Impfung über die Nase erzielen, gefolgt von der Kombination aus einer Injektion des mRNA-Impfstoffes in den Muskel und dem anschließend nasal verabreichten Lebendimpfstoff. Das könnte den Lebendimpfstoff besonders als Booster interessant machen‘, sagt Co-Erstautorin der Studie Julia Adler, Tierärztin und Doktorandin am Institut für Virologie der Freien Universität Berlin.“

Das klingt allerdings viel mehr nach einer Senkung der Impf-Hemmschwelle, bestenfalls nach einem niederschwelligen Zugang zum Stoff für die Nase. In jedem Fall nach the next big Deal für die Pharmariesen.

Jetzt aber stehen erst einmal Sicherheitsprüfungen in Zusammenarbeit mit dem Biotech-Start-up RocketVax AG an. Das Schweizer Unternehmen entwickelt das Präparat weiter und bereitet eine klinische Phase-1-Studie am Menschen vor. RocketVax ist pünktlich zur aufkommenden Pandemie 2020 gegründet worden und will dafür sorgen, die Sprays nicht nur an das Nagetier, sondern an den Mann zu bringen.

Aber es dauert: „Im kommenden Winter werden wir in Europa noch keinen nasalen Corona-Impfstoff haben“, sagte Emanuel Wyler vom Max-Delbrück-Centrum. „Die Impfstoffentwicklung geht nicht mehr so schnell wie in der akuten Pandemiephase.“

Dass es keine akute Pandemie mehr gibt, scheint demnach bei den Wissenschaftlern angekommen zu sein, aber die Idee, mit Corona viel Geld zu verdienen, ist noch nicht vom Tisch.

Nicht einmal mehr die staatstreuen Medien schreiben von Covid und Pandemie, sondern stattdessen von Long-Covid, das immer wahrscheinlicher werdend eine Art Long-Impfung, eine Pandemie der Impfschäden, zu sein scheint.

Die Medien versuchen mit diesen neuen Schlagworten – im Gleichschritt mit der Politik – die Klippen der Aufarbeitung zu umschiffen, um zu erreichen, dass ihr C-Narrativ nicht genauso Schiffbruch erleidet wie zwischenzeitlich ihre Glaubwürdigkeit.

Eine aktuelle Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt, dass ein Viertel der Teilnehmer einer repräsentativen Umfrage Nachrichten in öffentlich-rechtlichen Medien für nicht mehr glaubwürdig hält. Ebenfalls ein Viertel, das sagt die gleiche Studie, hat „sehr große“ Angst vor der Verbreitung falscher Informationen, weitere 39 Prozent haben „große“ Angst vor Fakenews.

Staatsvirologe Christian Drosten hatte schon Ende Dezember das Ende der Pandemie ausgerufen. Für die Pharmaindustrie muss das ein Schock gewesen sein – Friendly Fire? Jedenfalls ist der vormals verbale Pandemietreiber seitdem medial kaum noch aufgetaucht.

Drostens Arbeitgeber Charité bleibt aber unbeirrt auf Coronaspur. Wenn man sich schon fragt, warum hier mit Volldampf Nasen-Impfungen gegen Corona entwickelt werden, dann sieht man mit einem Blick auf die Charitè-Website, dass die berühmte Berliner Klinik weiter schwer auf Pandemiekurs rudert:

„Die Charité ist mitten in der vierten Pandemie-Welle: Die Zahl der Corona-Infektionen steigt und mit ihr die Anzahl an COVID-19-Erkrankten. Um die Öffentlichkeit auf die Überlastung des medizinischen Personals aufmerksam zu machen und zugleich für das Thema Impfen zu sensibilisieren, hat die Charité jetzt die Video- und Plakat-Kampagne #Impfenschützt gestartet. Klare Botschaft: ‚Schützen Sie Ihre Gesundheit und schützen Sie auch Andere. Lassen Sie sich impfen‘.“

Dem kann man nur verwundert und mit allem gebotenen Sarkasmus entgegensetzen: Selbst wenn sich kaum noch ein Experte finden mag, der die Corona-Pandemie nicht für beendet erklärt hat, die Charité bleibt tapfer auf Kurs. Ob mittels einer Spritze oder durch die Nase: Egal, der Hamster macht’s möglich und der Mensch zieht es sich rein. In die Nase oder einfach weiter in den Oberarm.

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