Headline Report“ des Wahnsinns

Die dystopischen „C40 Städte“ und was sie wirklich für uns bedeuten

von Corinne Henker (Kommentare: 6)

Heimliche Joghurt Party statt früher mal erlaubter Tupper-Party?© Quelle: Pixabay / lannyboy89

Immer, wenn man denkt, irrsinniger geht es nicht mehr, wird man schnell eines Besseren belehrt. Neuestes Highlight ist der „Headline Report“ der „C40 Städte“ mit dem Titel „The Future of Urban Consumption in a 1.5°C World“

Das 133-Seiten-Pamphlet unter Federführung von Mark Watts, „Executive Director of C40“, schreibt den Großstädten eine besondere Verantwortung für den „klimaschädlichen“ CO2- Ausstoß und dessen Vermeidung zu. Die ersten 65 Seiten widmen sich der Beschreibung der drohenden Klima-Apokalypse und der angeblichen Schuld der menschlichen Zivilisation. Nichts wirklich Neues. Ab Abschnitt 6 „What can cities do? Consumption interventions by category“ wird’s spannend - oder witzig, je nach Gemütslage.

Es wurden für jede Kategorie zwei Zielsetzungen ausgearbeitet, die bis 2030 zu erreichen sind: ein „Progessive Target“ für normale Klimastreber und ein „Ambitious Target“ für die Oberstreber.

Hier die wesentlichen Forderungen:

1. Gebäude und Infrastruktur: Verbrauch von 20 bzw. 35 Prozent weniger Stahl und 32 bzw. 56 Prozent weniger Zement, 10 bzw. 20 Prozent weniger Neubauten, außerdem Verwendung von mehr Holz, Recycling-Material und „low carbon alternatives“.

2. Ernährung: 16 bzw. 0 (NULL!) kg Fleisch pro Person und Jahr, 90 bzw. 0 (NULL) kg Milch bzw. Milchprodukte pro Person und Jahr, außerdem Reduzierung bzw. Vermeidung von Lebensmittelabfällen.

3. Bekleidung: acht bzw. drei neue Kleidungsstücke pro Person und Jahr, Müllvermeidung.

4. Privater Transport: 190 bzw. 0 (NULL) Privatfahrzeuge pro 1.000 Einwohner, zwanzig bzw. fünfzig Jahre Nutzungsdauer pro Fahrzeug, fünfzig Prozent weniger Metall- und Plastikverbrauch.

5. Flugverkehr: Ein Hin- und Rückflug (Kurzstrecke bis 1.500 km) pro Person alle zwei bzw. drei Jahre, Verwendung nachhaltiger Treibstoffe.

6. Elektronik und Haushaltgeräte: sieben Jahre Nutzungsdauer für Laptops u.ä..

Bisher beteiligen sich 1.143 Städte an dieser Initiative, in Deutschland sind es Berlin, Bonn, Dortmund, Essen, Frankfurt (Main), Gütersloh, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Ingolstadt, Konstanz, Mannheim, München, Münster, Oldenburg, Pforzheim und Speyer. Interessant ist meiner Ansicht nach die Konzentration auf (Groß-)Städte. Ist man sich in woken Kreisen nicht bewusst, dass gerade in (deutschen) Großstädten ein nicht allzu kleines Klientel lebt, das seine Lebensqualität in Statussymbolen definiert?

Diese Personen (m/w/d) benötigen eher drei neue Kleidungsstücke pro Woche als pro Jahr. Und ich wünsche allen Beteiligten viel Vergnügen bei dem Versuch, dieser Klientel die Luxus-Karossen zu entziehen! In Münster oder Heidelberg mag man dabei vielleicht gewisse Erfolge erzielen, aber in Berlin oder Hamburg dürfte es deutlich schlimmer werden als bei den üblichen Krawallen zum 1. Mai oder Silvester, vielleicht sogar übler als zu Olaf Scholz’ G20-Desaster.

Aus meiner Sicht sind die einzig vernünftigen Eckpunkte dieses Pamphlets Ressourcenschonung und Müllvermeidung, aber das ist weder eine neue Erkenntnis, noch konkret formuliert. Der Rest ist ein Paradebeispiel grüner Denkbehinderung. Beschäftigen wir uns mit den Details: 10 bis 20 Prozent weniger Neubauten ist einerseits ein ambitioniertes Ziel in Anbetracht von Wohnraumknappheit und Massenmigration, anderseits doch verhältnismäßig leicht (unfreiwillig) erreichbar in Hinblick auf Bürokratie, Kostensteigerung und Mangel bei Baumaterialien und Fachkräftemangel.

Was zählen Menschenleben, wenn das Wetter in 100 Jahren auf dem Spiel steht?

Offensichtlich streben die Klimabewegten der C40-Initiative eine vegane Ernährung an. Zwar werden Fisch, Meeresfrüchte und Eier nicht explizit erwähnt, aber wenn sogar Milch und Milchprodukte verboten werden sollen, kann man hier sicher nicht mit Gnade rechnen. Also hat sich vermutlich niemand die Mühe gemacht, darüber nachzudenken, welche fatalen Folgen eine vegane Ernährung für Kinder haben kann: Wachstumsverzögerungen, neurologische Schäden, Blutarmut (Anämie) bis zum Tod.

Auch für Schwangere und Stillende wird eine vegane Ernährung nicht empfohlen. Aber was zählen schon Menschenleben, wenn das Wetter in 100 Jahren auf dem Spiel steht! Interessant auch, dass Alkohol, Zigaretten nicht reglementiert werden, Schokolade aber schon.

Besonders witzig finde ich Punkt 3 (Bekleidung): Acht bzw. drei neue Kleidungsstücke pro Jahr sind im zukünftigen Ökoparadies erlaubt. Wie kommt man gerade auf diese Zahlen? Betrifft das auch Unterwäsche? Zählen Socken einzeln oder als Paar? Was ist mit Wäschesets (BH plus Slip), zweiteiligen Pyjamas, Bikinis, Anzügen? Ist es nicht eine Diskriminierung von Bewohnern kälterer Regionen, wenn diese Mäntel, Winterjacken, Schals, Mützen und Handschuhe in ihr Budget einrechnen müssen?

In Accra und Rio des Janeiro dürfte dieser Bedarf deutlich geringer sein als in Oslo oder Seattle (alle auf der Liste). Welche Regeln gelten für Berufskleidung? Wie ist diese definiert? Gibt es dabei Sonderregeln für Politiker und sonstige V.I.P.s? Und wie wertet man Schuhe, Handtaschen und andere Accessoires?

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Die private Mobilität ist nicht erst seit den Klimakleber-Syndikaten ein erklärtes Angriffsziel der selbsternannten Weltretter. Dummerweise wollen die Normalbürger einfach nicht darauf verzichten. In Berlin waren 2021 etwa 1,5 Millionen Fahrzeuge zugelassen, Tendenz im Lauf der Jahre kontinuierlich steigend.

Das sind mehr als vierhundert Fahrzeuge auf 1.000 Einwohner. Darunter befinden sich viele gewerbliche Fahrzeuge, aber bis zum angestrebten Ziel von 190 bzw. null Privatfahrzeugen pro 1.000 Einwohner ist es doch noch ein großes Stück Überzeugungsarbeit. Besonders in bestimmten Kreisen von eher konsumorientierten, „klimaleugnenden“ Noch-nicht-so-lange-hier-Lebenden könnte das schwierig werden.

Und was macht man mit den ausgemusterten Fahrzeugen? Neue, funktionsfähige Autos zu verschrotten, widerspräche dem Gebot der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Andererseits nutzt es dem Klima wenig, wenn das böse CO2 dann anderswo ausgestoßen wird. Doch das interessiert ja bei der deutschen Energiepolitik auch niemanden.

Flugverbote sind auch bereits seit Jahren ein Dauerthema, aber ein Kurzstreckenflug (bis 1.500 km) alle zwei-drei Jahre ist schon eine erhebliche Einschränkung der Bewegungsfreiheit: selbst Mallorca (1.658 km Luftlinie) wäre dann für Berliner unerreichbar. Nach Istanbul fliegt man sogar 1.737 km, Heimatbesuche in der Türkei (oder noch weiter südlich bzw. südöstlich) sind dann also nur noch mit dem Zug möglich - private Autos sind ja ebenfalls verboten. Ich bin gespannt, wie Herr Wegner das seinen Mitbürgern erklären wird.

Mit dem Thema Elektronik und Haushaltgeräte fühlten sich die Verfasser offenbar schon überfordert. Vielleicht hatten sie auch einfach keine Lust oder Phantasie mehr und beließen es deshalb bei schwammigen Formulierungen.

Schon ein konkreteres Nachdenken über die einzelnen Punkte ist geeignet, um jeden halbwegs vernünftigen Menschen in den Wahnsinn zu treiben. Doch es wird noch verrückter, wenn man sich mit der Durchsetzung dieses Irrsinns beschäftigt. Bau, Erwerb und Besitz von Immobilien lässt sich noch recht einfach kontrollieren und bei Verstoß ahnden, aber wie funktioniert das bei Nahrung und Kleidung?

Polizeiliche Kleiderschrankkontrolle nach Denunziation der Nachbarin

Kontrollieren Polizei und/oder Ordnungsamt dann regelmäßig die Kühl- und Kleiderschränke? Haben die bei 3.317 Messerattacken, 6.944 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und 114 Fällen von Mord und Totschlag allein in Berlin in 2022 nichts Besseres zu tun? Oder setzt man dann noch mehr auf Denunziation? Aber dann müsste es ja immer noch geprüft und geahndet werden. Mit Beschlagnahmung? Was passiert dann mit unerlaubt erworbenen und von den Staatsdienern eingezogenen Steaks, Würstchen, Schokolade, Socken und und T-Shirts? Öffentliche Verbrennung? Oder extrabudgetäre Belohnung eifriger Denunzianten?

Die Abschaffung von Bargeld würde die Kontrolle unserer Konsumgewohnheiten erheblich vereinfachen, doch ich bezweifle, dass das bis 2030 komplett durchzusetzen ist. Außerdem gibt es dann immer noch Schwarzmarkt und Tauschgeschäfte: Malerarbeiten gegen Louis-Vuitton Shirt oder Schweinshaxe - je nach Wohnungsgröße. Pech für handwerklich unbegabte Gender-und Klimaforscher.

Gut möglich, dass dann vor den Toren der Großstädte oder in dunklen Gassen geschäftstüchtige Händler verbotene Lebensmittel und Kleidung anbieten. Heimliche Joghurt Party statt früher mal erlaubter Tupper-Party? Apropos: Wie viele dieser Plastikbehältnisse dürfen wir dann eigentlich noch besitzen?

Das Buchen von Flügen läuft bereits weitestgehend bargeldlos und überprüfbar, das Ausweichen auf entferntere Flughäfen wäre also nur bedingt möglich. Weniger klimabewegte Fluglinien könnten jedoch profitieren, wenn sie Zahlungen in Bitcoin o.ä. akzeptieren würden. Allerdings hat sich Frankfurt (Main) ebenfalls in die Liste der Klimaapokalyptiker eingetragen, die Tage des größten deutschen Flughafens sind dann wohl gezählt. Dasselbe gilt für Amsterdam.

Wie können wir uns also das Leben im Ökoparadies deutscher Großstädte vorstellen? Morgens steht man auf und gönnt sich eine kalte Katzenwäsche, schließlich müssen auch Wasser und Energie gespart werden. Zum Frühstück gibt es zuckerfreies Müsli mit Wasser oder synthetischem Orangensaft.

Übelriechend aber klimaglücklich

Nachdem man sich die alte, zerschlissene Kleidung übergeworfen hat, zwängt man sich mit Hunderten anderer übelriechender Menschen in die überfüllten öffentlichen Verkehrsmittel, um in einer Stunde den Weg zur Arbeit zurückzulegen, den man in Vor-Klimakleber-Zeiten in 15 Minuten geschafft hatte. Nach der Arbeit dasselbe Spiel auf dem Rückweg. Wäsche waschen fällt flach, denn die Waschmaschine ist kaputt und eine neue darf frühestens in einem Jahr erworben werden.

Früher hätte man vielleicht auf die Nachbarn zählen können, aber diese Egoisten möchten ihre Besitztümer lieber schonen, als mit anderen zu teilen. Also ist Stinken angesagt. Egal, die Ehefrau ist schon längst getürmt und lebt jetzt mit einem Landwirt in Sachsen. Zum Abendessen gibt’s Gemüseauflauf mit synthetischem, milchfreiem Käse, so wie gestern und vorgestern auch.

Immerhin stimmen die Einkünfte - als Angestellter von Wirtschaftsministerin Ricarda Lang. Aber wohin mit dem Geld? Alles, was früher mal Spaß machte, ist verboten. Immer nur Netflix schauen ist auf die Dauer langweilig, ÖRR gar nicht zu ertragen. Zum Glück ist der Kühlschrank gut gefüllt mit Wodka und etwas Cannabis ist auch noch da. Wirklich verlockend!

Glücklicherweise lässt sich der Irrsinn nicht von heute auf morgen verwirklichen. Die Clans und sonstigen Gangs werden ihre Privilegien niemals freiwillig aufgeben, man darf sich also auf interessante Zeiten freuen. Wer kann, wird auf’s Land flüchten - oder gleich ins Ausland. Ein paar vernünftige Regionen gibt es noch auf diesem Planeten.

Die selbsternannten Klimaretter träumen vom neuen Menschen, der sich nach Belieben von ihnen formen und steuern lässt - ähnlich wie früher die Kommunisten und alle anderen selbsternannten Weltverbesserer. Sie alle vergessen, dass eine unserer Hauptmotivationen der Wunsch nach Verbesserung unserer Lebensverhältnisse (bzw. der unserer Familie) ist.

Es hilft dabei wenig, die Rettung des Wetters in einhundert Jahren als wichtigstes aller Ziele von oben aufzuoktroyieren: wenn man sieht, dass die Lebensumstände im Hier und Jetzt immer schlechter werden, gerät die Propaganda an ihre Grenzen. Das können wir bereits beobachten, eine weitere Verschlechterung, egal ob durch ideologische Verblendung oder Inkompetenz der Verantwortlichen, wird im Chaos enden.

Aber letztlich ist es bei Fanatikern immer dasselbe Schema: Um Aufmerksamkeit zu erlangen, muss man immer wahnwitzigere Aktionen starten. Wer dann nicht schnell genug „Hurra!“ schreit, wird aus dem Kreis der Auserwählten verbannt. Das geht alternativlos weiter bis zum großen Zusammenbruch. Das Hirn blieb schon lange auf der Strecke.

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