„Atomkraftwerk Saporoschje“ – Soll jetzt eine ultimative Katastrophe die Nato in den Konflikt hineinziehen?

Die finale Eskalationsstufe im Ukrainekrieg droht

von Alexander Wallasch (Kommentare: 5)

Die Resolution betrachtet den Einsatz jeglicher nuklearer Waffen durch die Russische Föderation (…) als einen Angriff auf die NATO.© Quelle: Pixabay/ Geralt

Die Bestrebungen des ukrainischen Präsidenten, die Nato in den Konflikt mit hineinzuziehen sind unbestritten. Kommt er seinem Ziel jetzt näher?

Laut einer Meldung von AFP hat der ukrainische Präsident Selenskyj am Dienstag den französischen Präsidenten Emmanuel Macron darüber informiert, dass Russland „gefährliche Provokationen“ im Zusammenhang mit dem Atomkraftwerk Saporoschje plane. Wörtlich sagte er:

„Ich habe Emmanuel Macron davor gewarnt, dass die Besatzungstruppen gefährliche Provokationen bezüglich des Kraftwerkes in Saporoschje planen. Wir sind übereingekommen, die Situation zusammen mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) unter maximaler Kontrolle zu behalten.“

Rafael Grossi, Generaldirektor der „Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO)“, hatte dagegen am 29. Juni während eines Interviews mit dem Sender „France 24“ erklärt, es gebe keine Beweise dafür, dass Moskau einen solchen Angriff vorbereitet. Auf die Aussage des Moderators, der ukrainische Geheimdienst verfüge über Informationen dahingehend, dass russische Einheiten Fahrzeuge mit Sprengstoff in das Atomkraftwerk gefahren hätten, sagte er:

„Ich würde niemals mit dem Präsidenten der Ukraine streiten, den ich übrigens sehr sehr gut kenne und mit dem ich in regelmäßigem Kontakt gestanden und den ich persönlich getroffen habe. Was ich sagen muss, ist, dass ich dort gewesen bin und diese Art von Entwicklung nicht gesehen habe. Unsere Teams sind vor Ort und berichten täglich über das, was vor sich geht. Den Geheimdienstbericht, auf den Sie sich beziehen, kenne ich nicht.“

Wie u.a. „Yahoo News“ berichtet, haben der Republikaner Lindsey Graham und der Demokrat Richard Blumenthal am 22. Juni eine Resolution in den US-Senat eingebracht, in der gefordert wird, jeden nuklearen oder radioaktiven Angriff seitens Russland als einen Angriff auf die NATO einzustufen, sollte sich radioaktives Material in NATO-Ländern ausbreiten.

In der Resolution heißt es:

„Die Resolution betrachtet den Einsatz jeglicher nuklearer Waffen durch die Russische Föderation, die Republik Weißrussland oder durch deren Stellvertreter oder die Zerstörung einer nuklearen Anlage, wodurch eine radioaktive Verseuchung auf NATO-Territorium verbreitet und bedeutender Schaden für menschliches Leben verursacht wird, als einen Angriff auf die NATO, was eine unverzügliche Antwort erfordert, einschließlich der Anwendung von Artikel V des Nordatlantikvertrages.“

Laut einem Bericht der „International Business Times“ erklärte Blumenthal, die Resolution würde nicht zu einer Verwicklung der USA in den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine führen. Und Lindsey Graham habe seine Kollegen aufgefordert, die Resolution zu unterstützen, „wenn sie einen Krieg zwischen Russland und der NATO verhindern wollen.“

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