Für wie bescheuert halten Grüne und CDU die junge Generation? Schleimen sich mit „Döner-Events“ an. Denn der „Dönerpreis-Index“ zählt da als ernster Rechenwert. Und der ist für die Kartellparteien beschissen.
Es gibt eine Dönerflation. Als der Döneratlas im Juni 2026 durch die Timelines lief, sind dabei zwei Dinge herausgekommen:
Erstens: Der Preissprung. Ein Döner kostete 2025 im bundesweiten Schnitt
7,11 Euro – rund 2,5‑mal so viel wie 2007, ein Plus von 152 Prozent.
Die allgemeine Verbraucherpreis-Inflation lag im selben Zeitraum bei rund plus 44 Prozent (Destatis-Verbraucherpreisindex, Basis 2020 = 100: 84,7 im Jahr 2007 gegenüber 121,9 im Jahr 2025). Der Döner ist also mehr als dreimal so schnell gestiegen wie die allgemeine Teuerung. Wer den Döner als Alltags-Inflationsindikator nimmt, liegt gar nicht so falsch.
Zweitens – und das ist der eigentliche Clou: Das West-Ost-Gefälle von 2007 zu 2025 hat sich fast eingeebnet. Schaut man, wer prozentual am stärksten zugelegt hat, sind es ausgerechnet die zweitausend günstigsten Regionen: Berlin plus 215 Prozent, Sachsen-Anhalt plus 189 Prozent, Brandenburg plus 177 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern plus 176 Prozent.
Und Schleswig-Holstein als das 2007 teuerste Land? Das nördlichste alte Bundesland legte mit plus 111 Prozent am wenigsten zu. Der Osten hat aufgeholt. Aus dem klaren Gefälle von damals ist ein weitgehend nivelliertes Bild geworden – am teuersten ist das Saarland mit 8,36 Euro.
Der Schub in den letzten Monaten läuft in 2026 gerade auf 9,50 Euro. Valide Auswertungen in 2027.
Wie austauschbar die Verarschung ist: Philipp Amthor kopiert die schon blöde Dönerwerbung des Bundesvorsitzenden der Grünen, Felix Banaszak, aus dem Wahlkampf in Sachsen-Anhalt. Auch 4 Euro. Selbst für 3,90 Euro hat es bei der Witzfigur nicht gereicht. Oder für die Älteren: Currywurst, Pommes.
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