Von Gregor Leip
Am 23. August 2026 fand in Quedlinburg die letzte von vier Wahlkampfveranstaltungen unter dem Motto „Simson-Ausfahrt“ des AfD-Politikers Ulrich Siegmund statt. Tausende Besucher, darunter Hunderte mit Simson-Mofas, Motorrädern sowie nostalgischen Wartburg- und Trabant-Fahrzeugen, kamen zusammen. Gegenüber standen Polizei und eine vergleichsweise kleine Gruppe von Gegendemonstranten.
Reporter Gregor Leip war für Alexander-Wallasch.de vor Ort und schildert seine unmittelbaren Eindrücke:
„Die letzte von vier Wahlveranstaltungen von Ulrich Siegmund unter dem Motto „Simson-Ausfahrt“ sollte um elf Uhr beginnen. Bereits geraume Zeit vorher waren schon rund 5000 Besucher da, möglicherweise bis zu 1000 davon mit Simson-Mofas und Motorrädern. Dazu eine große Anzahl nostalgischer Wartburg- und Trabant-Fahrzeuge.
Auf der gegenüberliegenden Seite, getrennt durch eine Straße und vielleicht eine knappe Hundertschaft Polizei, standen kaum hundert Antifa-, Linke- und Grünen-Gegendemonstranten. Diese machten jedoch keinerlei Anstalten, die Veranstaltung zu stören – das Übergewicht der AfD-Anhänger, der Nostalgiker und der Anwohner war einfach zu groß.
Kurz vor elf traf Ulrich Siegmund ein. Er kam nicht im BMW-SUV, sondern ließ seinen Fahrer vorausfahren und steuerte selbst eine hellblaue Simson mit weißem Helm auf dem Kopf auf das Veranstaltungsgelände und zur Bühne. Dort nahm er sich überraschend viel Zeit für jeden einzelnen Reporter, der hinter der Bühne stand – holländische und englische Journalisten, Leute vom NDR und anderen Sendern sowie diverse Blogger. Allen schenkte er die gewünschte Aufmerksamkeit.
Nach einer kurzen Ansprache von höchstens fünf Minuten betraten weitere Redner die Bühne, darunter der stellvertretende Landesvorsitzende und der Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt sowie der Kandidat aus Quedlinburg.
In dieser Zeit widmete sich Ulrich Siegmund mindestens eineinhalb Stunden einer langen Menschenschlange von bestimmt einhundert Metern Länge. Jedem einzelnen Besucher, der das wünschte, gewährte er ein Selfie, ein Foto, eine Unterschrift oder Ähnliches. Die Schlange wollte einfach nicht abreißen.
Dann setzte sich der Tross in Bewegung – unter einem Gestank und einem Lärm, wie ich ihn persönlich das letzte Mal nach der Wende erlebt habe, als DDR-Bürger mit ihren Trabis in die westlichen Großstädte fuhren, um ihr Begrüßungsgeld abzuholen und umzusetzen. So kam mir das heute vom Geruch, von der Lautstärke und von diesem dröhnenden Ton der Simson-Mofas vor. Es fühlte sich an wie 37 Jahre nach der Wende – ein neuer Mauerfall!
Die mitteldeutschen Bürger, die dort vor Ort waren, zeigten einen Gemeinschaftssinn, wie ich ihn hier in Westdeutschland lange nicht mehr oder noch nie erlebt habe. Den kenne ich höchstens von einigen mitteldeutschen Kollegen aus dem Werk, die sich durch besonders gemeinschaftliches Denken auszeichnen. Ähnlich fühlt es sich vielleicht an, wenn man fünf Kilometer nach Dänemark fährt. Höflich, freundlich, keine bösen Worte. Jeder macht Platz, jeder lacht und freut sich mit dem anderen.
Dieses Gefühl kam für mich als Westdeutschen auf dieser Veranstaltung heute in Quedlinburg an allen Ecken und Enden rüber – ob an der Bockwurstbude, an der NVA-Gulaschkanone oder im Umgang mit einem Behinderten im Rollstuhl: ein rundum gemeinschaftliches Denken. Und ich glaube, diese positive Stimmung ist mehr als nur eine Momentaufnahme. Hier ist etwas entstanden, das eine ganz eigene Dynamik entwickelt hat. Die Basis, die Siegmund hinter sich versammelt hat, ist in der gegenwärtigen politischen Landschaft einzigartig.
Die Atmosphäre, die Stimmung und die Eindrücke von diesem besonderen Tag lassen sich am besten in bewegten Bildern nachvollziehen.
Hier folgt eine umfassende Auswahl an Videoclips vom Event:
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Kommentar von Eddy Nova
@ ICKE AUS BERLIN Wow , das hat KI tatsächlich gebracht , schon lustig ...als 'Volksfest getarnt' ...war aber dank der Zelte mit AfD Logo schlecht getarnt ...
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Wahlkampf -Tarnung * ich hielt mich in Begleitung gut 180 Minuten dort auf - als ich kam ,als ich ging die Selfie Schlange die sich langsam auf SIEG-mund zu bewegte, teilte den riesigen Platz bis zum Parkplatz ...Was ich bemerkenswert fand : die Selfies fanden zu 90 % in family groupos statt...sah immer aus als wäre SIEG-mund part der family , das habe ich so noch nie gesehen.
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Volksfeststimmung ? Deutlich gesitteter - trotz viel Bier an rustikalen Tischen ...der selfie Wahn traf in kleinerem Rahmen auch andere bekannte Gesichter ...
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Media Anziehungspunkt ? Eigentlich nicht ...der bekannte Streamer AKTIVIST-MANN war eine gute Idee , der vergrault durch seine direkte Art ...'Eh Spiegel , was schreibst du morgen wieder für Scheisse' ...'Hey Welt lügst du bei deiner Frau genauso' ...'Linksextremen Alarm ,XXX ist wieder da' ...Das wirkt augenscheinlich ...da das Publikum drauf anspringt ...nicht aggressiv aber hämisch ...
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Ich fand das ganze sehr angenehm - freundliches Publikum ...allerdings nervte der Selfiewahn ...überall wurden Selfiebilder ausgetauscht , begutachtet ...'XXX ist doch auch da ,hast du den schon ...Erna ,haben wir XXX schon ... das war im Übrigen bei 3 weiteren non Family Events nicht anders ...
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Das problema ist das das Publikum so sympathisch ist - da fällt es den Qualitätsmedien sicher schwer vor Ort das gewünschte zu finden. Gewerbetreibende sind überproportional vertreten...das verunmöglicht das AfD Bashing noch zusätzlich ...
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Kommentar von Icke aus Berlin
@ Eddy Nova: Die AfD veranstaltet nur "sogenannte" Familientage oder Familienfeste. Unter dem Suchbegriff "sogenannter AfD Familientag" meldet sich bei Google zuerst einmal die KI:
Als „AfD-Familientag“ oder „Familienfest“ bezeichnet die Alternative für Deutschland (AfD) – insbesondere im Rahmen von Wahlkämpfen wie in Sachsen-Anhalt – öffentlichkeitswirksame, als Volksfeste getarnte Großveranstaltungen. Sie verbinden Kinder- und Unterhaltungsprogramme (wie Hüpfburgen oder kostenlose Verpflegung) mit politischer Agitation und Auftritten von Spitzenpolitikern.
Hintergründe und Ablauf
Wahlkampf-Tarnung: Kritiker und Beobachter werten diese Events als strategische Instrumente, um politische Inhalte und Spitzenkandidaten (wie Ulrich Siegmund) in einem harmlosen, niedrigschwelligen Rahmen zu präsentieren.
Volksfeststimmung: Geboten werden oft Musik, Essensangebote und Angebote für Familien, um auch Bürger anzuziehen, die Parteiveranstaltungen sonst eher meiden.
Anziehungspunkt für Medien und Influencer: Die Feste ziehen regelmäßig politische Content Creator, Streamer und Journalisten an, was gelegentlich zu lautstarken Konflikten oder Handgreiflichkeiten vor Ort führt.
Unglaublich, was die "Qualitätsmedien" wochenlang vor den Wahlen so veranstalten, und nicht nur ÖRR, sondern auch private Nachrichtensender NTV oder N24 (seit einiger Zeit WeLT TV) ...
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Kommentar von Eddy Nova
Das war Samstag in Merseburg beim AfD Family Tag nicht anders - vergleichbare Bilder , Menschenansammlung ...super Stimmung , die gesamte AfD Spitze Sachsen Anhalz vor Ort ...Sicherheitsbehörden schonen einen ruhigen Tag , einige Kilometer weiter gab es das Stadtfest , optisch fast kaum zu unterscheiden ...
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Selbst der Himmel gehörte SIEG-mund , hunderte blaue Luftballons auf die brave Kinder ein paar Worte für den künftigen MP draufschreiben ,malen dürften ...Die SIEG-mund T-shirts dürften der Renner gewesen sein ...gratis , Spende wurde aber erwartet. Hartgeld allein gab aber niemand ...
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Beindruckend - das hatte fast FJS Level ... interessant das auch die Honoratioren der Stadt zahlreich vertreten waren und um die bekannteren Abgeordneten scharten. Mitteldeutschlands Zukunft ist BLAU ...hoffentlich braucht es keine neue Mauer - angesichts der Vielzahl von Westflüchtlingen die sicher kommen werden.