So gehen allenfalls Erzieherinnen mit Siebenjährigen um, wenn sie eine viel befahrene Straße queren wollen

Es reicht ihnen nicht, für sich zu entscheiden – Sie wollen für Dich mitentscheiden

von Jan-Heie Erchinger (Kommentare: 6)

Wieso dürfen wir ihrer Meinung nach nicht mündig gesundheitlich selbst entscheiden? Wie kommen die dazu, uns weiterhin so ins Leben reinreden zu wollen?© Quelle: Pixabay / Alexa

Das kommende Jahr wird das Jahr der Freiheit und des Friedens. Oder es wird noch dramatischer im Versuch weniger, über die Geschicke vieler bestimmen zu wollen. Eine Annährung.

Sie wollen einfach über Dich bestimmen. Ich empfinde das als übergriffig, unverschämt und als sozial gestört. Da kommt ein Prof. Christian Drosten vors Mikrofon gesprungen und verlautbart, dass die Pandemie mehr oder weniger durch sei. Gut so.

Mehr als berechtigte Frage also von Betroffenen, ob man dann nicht alle Einschränkungen unverzüglich canceln müsse. Immerhin hat sich die Pandemie jetzt zu einer Endemie entwickelt, Covid wird immer übereinstimmender als eine unter vielen Krankheiten angesehen.

Und genau wie bei anderen Krankheiten gilt: Gerne kann man sich individuell und freiwillig schützen, soweit möglich. Drastischer: Wer trotz vollkommen leerer Kreuzung um Mitternacht als Fußgänger dennoch gern bei roter Ampel wartet, der darf auch weiterhin Masken in übervollen U-Bahnen tragen oder Weihnachten „Oh Du Fröhliche" rückwärts singen.

Aber ernsthaft: Niemandem ist es untersagt, sich Vulnerablen gegenüber verantwortungsvoll zu verhalten, je nachdem, was jeder individuell für verantwortungsvoll hält.

Wenn man beispielsweise plant, zum Kaffeekränzchen zu seiner Oma oder Mutter ins Altenheim zu kommen, allerdings heftigen Schnupfen und Husten bekommen hat, weil man mutmaßlich an Grippe, Erkältung oder Covid leidet, wäre es unverantwortlich, dennoch hinzugehen. Der Leitstern trägt hier einen altbekannten Namen: Gesunder Menschenverstand.

Kevin Kühnert, der Generalsekretär der SPD, nervt in der Tagesschau im Chor gemeinsam mit Janosch Dahmen von den Grünen und dieser lebendigen Parodie eines Gesundheitsministers, Lauterbach, und fordert penetrant, dass die staatlichen Einschränkungen weiter gelten sollten.

Zu Dahmen sollte man wissen, er war einer der Mitinitiatoren eines gescheiterten Antrags für eine allgemeine Impfpflicht gegen COVID-19 ab 18 Jahren. Und offensichtlich weiß er nicht, wann der Drops gelutscht oder der Bogen überspannt ist.

Wieso sollen wir nicht mündig selbst über unsere Gesundheit entscheiden dürfen? Wie kommen die dazu, uns weiterhin so ins unser Privatestes hineinreden zu wollen? So bestimmend und anordnend geht man vielleicht als Erzieherin mit Siebenjährigen um, wenn man mit Aufsichtspflicht an einer viel befahrenen Straße auf Nummer sicher gehen will.

So sollte man nicht mit mündigen Bürgern in Deutschland umgehen dürfen. Wir sind keine Grundschüler, geschweige denn Kindergarten-Kinder. Der Drang zu Anordnung und Einschränkung anderer erscheint mir ein spezifisch grün-rotes Steckenpferd zu sein.

Von AfD, FDP, aus der Union und auch von Linken hört man Forderungen zum Lockern bzw. gänzlichem Abschaffen der staatlichen Corona-Maßnahmen und Einschränkungen. Warum sind diese Leute von der SPD und von den Grünen so sehr dafür, uns möglichst stark zu bevormunden?

Genauso deutlich wird dies bei diesen lächerlichen Abmeldevorgängen von Twitter-Profilen durch Grüne und Rote. Das Gleiche auch bei diesem fiesen Brief von Staatssekretär Sven Giegold (Grüne) an die EU-Kommission, ob denn für Twitter bitte, bitte mehr Auflagen möglich sein könnten.

Was sind das für Anti-Freiheits-Bemühungen auf verschiedenen Ebenen? Wie kommen die dazu? Sie müssen das Volk für überwiegend gefährliche und verantwortungslose Menschen halten, die größtmöglich einzuengen sind samt ihrer „abtrünnigen“ Haltungen.  

Und ich unterstelle jetzt einfach, dass sie mit diesen Einschränkungsmaßnahmen von Netzwerkdurchsetzungsgesetz über staatliche Coronamaßnahmen bis zu Verbrennermotorverboten planvoll immer weniger eigene Entscheidungen möglich machen wollen.

Ich will und werde selbst über mich bestimmen. Ich lasse nicht von oben für mich entscheiden. Schon gar nicht werde ich betreut denken. Nicht in diesem zu Ende gehenden Jahr und schon gar nicht in 2023. Das kommende Jahr wird das Jahr der Freiheit und des Friedens. Das jedenfalls wünsche ich Ihnen und drücke uns dafür allen kräftig die Daumen.

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(Quelle: privat)

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