Er war Trumps Wahlkampf-Sprecher – Heute zeigt er den Löschonkels von Twitter eine lange Nase

Gettr-Boss Jason Miller verspricht Meinungsfreiheit für Millionen

von Gaia Louise Vonhof

Sarah Kassner interviewt Jason Miller – Früher schrieb sie unter Pseudonym bei einer One-Man-Show, jetzt ist die vielbeachtete Berlinerin erfolgreiche journalistische Newcomerin der Neuen Medien für Epoch Times© Quelle: YouTube / Epoch Radar I Bildmontage Alexander Wallasch

Spätestens seit Trumps Wahlkampagne 2016 wurde in einer vergifteten Debatte um Meinungsfreiheit, Hassrede und Fake News der Kommunikation in den sozialen Medien der Krieg erklärt.

Gettr-Gründer Jason Miller war Berater und Pressesprecher von Donald Trumps erfolgreicher erster Wahlkampagne – 2020 wurde er leitender Berater für die Wiederwahl-Kampagne seines Präsidenten. Millers Netzwerk versteht sich als „Plattform für Meinungsfreiheit“ und erhebt den Anspruch, frei von „politischer Zensur“ zu sein.

Im Gespräch mit Sarah Kaßner (Epoch Times) macht Gettr-CEO Miller klar, dass das Recht auf Meinungsfreiheit weltweit rapide schwindet, was besorgniserregend sei, auch zementiert durch neue Gesetze wie das EU-Digitale-Dienste-Gesetz, welches letztendlich bestimmen würde, wer seine Meinung frei äußern darf und wer nicht.

Plattformen müssen immer öfter auf behördliche Anweisung hin Inhalte löschen und Auskunft über diese geben.

Diese Free Speech-Zensur in den Sozialen Netzwerken hinterlässt eine größer werdende Lücke. Diese zu füllen ist Gettr angetreten. Sehr erfolgreich. Denn immer mehr User haben persönlich die Erfahrung gemacht, dass die großen, etablierten Plattformen wie Facebook, Youtube und Twitter ihnen nicht genehme Ansichten gezielt unterdrücken, und laufen zu Gettr über.

„Neben Trump-Anhängern finden auch Impfgegner und Corona-Leugner auf Gettr ein neues Zuhause“, diffamierte die Neue Zürcher Zeitung gleich mal drauf los. Aber seit wann, fragt Sarah Kassner den Gettr-Boss, schwindet unser Recht auf Meinungsfreiheit?

„Seit der Covid-Pandemie, das war der Anfang vom Ende der freien Meinungsäußerung, viele Regierungen haben die Menschen darauf konditioniert, dass sie zensiert werden, blockiert und ausgesperrt werden. Big Tech-Firmen wie Twitter, Facebook, Instagram wählen die Gewinner und Verlierer aus – wer seine Meinung frei äußern darf. Wenn Sie denen zustimmen, dürfen Sie ihre Meinung frei äußern. Wenn sie ihnen nicht zustimmen, ihre abweichende Meinung äußern, Demokratie ausüben oder Autoritäten in Frage stellen, haben Sie keine freie Meinungsäußerung mehr. Sie werden ge-shadow-banned oder blockiert.“

Gettr richtet sich gegen diese Cancel Culture, bei der die großen Unternehmen dafür zu sorgen haben, dass viele relevante Stimmen nicht öffentlich werden:

„Menschen wurden zu einem digitalen Gefängnis verurteilt: Die Kultur der politischen Korrektheit ist außer Kontrolle geraten.“

Jason Miller schaut auf Deutschland und die EU und sieht auch hier eine Woke-Kultur, die Europa inzwischen genauso im Griff hat wie die Vereinigten Staaten.

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Zur Twitter-Übernahme durch Elon Musk (Tesla, Neuralink) befragt, glaubt Trumps Kommunikationsstratege nicht, „dass der Deal letztendlich zustande kommt. Selbst wenn, glaube ich nicht, dass die Kultur bei Twitter geändert werden kann.“ Musk müsste jede einzelne Person im Hause feuern, egal ob es sich um den Programmieranfänger, den Ingenieur oder den Moderator handeln würde:

„Die Kultur dort ist nicht eine der Redefreiheit, sondern eine der Diskriminierung.“

Im Moment sei die Leidenschaft in der Debatte um die Meinungsfreiheit vor allem in der rechten Mitte zu finden. Denn wer zur linken Mitte gehöre, werde nicht von den großen Tech-Plattformen entfernt.

Und zu Trump und den Zwischenwahlen im Herbst entlockt die Berlinerin Kassner dem konservativen PR-Mann auch noch eine Prognose: Auf die Frage der Journalistin, ob er glaube, dass Trump erneut für das Präsidentenamt kandidieren werde, und wie seinen Chancen stünden, folgende Antwort:

„Ich hoffe, und ich habe ihm auf jeden Fall dazu geraten. Ich wünschte, er würde bereits verkünden, dass er das tut. Ich glaube, es wäre zu seinem Vorteil. Im Moment zeigen die Umfragen, dass er Präsident Biden und dessen Vize Kamala Harris ziemlich deutlich besiegen würde. Insofern glaube ich, dass Trump kandidieren wird.“

Miller äußert sich gegenüber Kassner auch, gegen wen Trump letztendlich antreten würde, nämlich weder gegen Biden noch Harris, sondern gegen den kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom. Außerdem sprechen die beiden über das größte Problem bei der 2020er-Wahl, nämlich die legale Manipulation derselben und welche die Kernthemen für einen zukünftigen Wahlkampf Trumps sein könnten. Hier das Interview zum Nachschauen in voller Länge:

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