Mit der Kamera bei Wagenknecht am Brandenburger Tor

Ihr sollt nicht töten

von Christian Witt (Kommentare: 2)

Du sollst nicht töten. Dieses fromme Gebot ist wohl ein nie aufhörendes Mahnen jeder Generation© Quelle: Christian Witt

Wie kann man dem Töten ein Ende bereiten? Das ist in diesen Tagen eine tiefgehende und schwer mit einfachen Vorschlägen zu beantwortende Frage. Wir sind im neunten Jahr der offenen Auseinandersetzungen und ein Jahr nach dem direkten Angriff Russlands auf die Ukraine als Ganzes.

Einige zehntausend Menschen werden es gewesen sein, die am Samstagnachmittag ihren Weg durch das wuselige Berlin in Richtung des Brandenburger Tor genommen haben. Es waren den Plakaten und Schildern zufolge viele aus dem herkömmlich linksorientierten Spektrum, aber auch bürgerliche Gruppierungen waren vertreten.

Das Thema Krieg und Frieden berührt alle Bürger ohne Ansehen ihrer eigentlichen politischen Orientierung. Das war am Samstag trotz vieler medialer Schmähungen und Herabwürdigungen nicht anders. Die Zahl der Bürger, die hier ein Zeichen setzen wollten, viele auf ihre ganz eigene Art und Weise, lässt sich nicht an den COVID-19-Maßnahmen-kritischen Demonstrationen messen, aber die Stimmung war vergleichbar rechts-links-oben-unten-offen und vielfältig.

Unweit der Kundgebung am Brandenburger Tor gibt es eine Dauermahnwache mit eher russisch-kritischen Tönen und Forderungen samt russischem Beutepanzer, dessen Kanonenrohr auf das monumentale Gebäude der Russischen Botschaft gerichtet ist. Über Nacht hatten Unbekannte dieses schaurige Kriegssymbol mit unzähligen roten Rosen geschmückt. Hier kam es im Vorbeigehen zu Versuchen, Standpunkte abzugleichen. Ein Bläserensemble intonierte im Hintergrund das Kirchenlied "Herr, Deine Liebe". Viele hatten die Hoffnung, dass der hier zur Schau gestellte Panzer auch als Einladung und Aufforderung verstanden würde, ernsthafte Wege aus der Beißstarre der Konfliktparteien und der Spirale der Gewalt zu finden.

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