Toddn Kandzioras Jahresrückblick 2022

Immer weiter gehen

von Toddn Kandziora (Kommentare: 1)

Ich befinde mich eben, also gerade jetzt in diesem Augenblick und in Echtzeit, mit einem ersten Bier vor mir auf dem Tisch klebend, im Hohlraum zweier Jahre.© Quelle: Pixabay / Gerd Altmann und Alexandra_Koch

War schon ein verdammtes Scheißjahr, dieses Jahr. Aber vielleicht nicht für jeden. Für einen Karl Lauterbach wohl eher nicht. Für diesen neuen Gesundheitsminister muss es das Jahr seines Lebens sein. Die Zeit, in der er seine apokalyptischen Wahnvorstellungen zu gültigen Gesetzen machen konnte.

Lauterbach der Allmächtige. Ein Mann, der durch überlegene Intelligenz, fabelhaftes Aussehen und verblüffende Sprachfertigkeit von einem großen Teil der zumeist rot-grün verpeilten Bevölkerung zum beliebtesten Politiker – ach was: - zum Halbgott des Jahres 2021 erhoben wurde.

Gefeiert von einer fast zu achtzig Prozent (wie von Qualitätsmedien vermeldet) durchgeimpften Bevölkerung, die sich im Kampf gegen Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung für alles und jeden eingeschworen hat. Die jedoch nichts dagegen hat, nicht mal mit der Wimper zuckt, wenn im eigenen Land mehr als zwanzig Prozent der Bevölkerung, nämlich die Ungeschlumpften, draußen vor den Türen stehen müssen.

Oder, wie derzeit in Cottbus angeordnet, ab 22 Uhr bis morgens um sechs ohne Impfpass schon gar nicht mehr vor die Haustür dürfen. In dieser Hinsicht wird - entschuldigt meine Ausdrucksweise - von der durchgeimpften Mehrheit auf Rassismus, Diskriminierung und/oder Ausgrenzung eines kleineren Teils der eigenen Bevölkerung geschissen. Nichts anderes ist es was derzeit geschieht.

Für mich war 2021 kein gutes Jahr. Gelinde ausgedrückt. Als ungeimpfte Person fühlte und fühle ich mich wegen meines Impfstatus diskriminiert und ausgegrenzt. Ich stehe draußen vor ihren Türen. Ich darf nicht rein in viele ihrer guten, sauberen, rundum abgesicherten Stuben.

Warum, wieso, weshalb, darüber habe ich in diesem Jahr hier ausführlich geschrieben. Heute mag ich jedoch nicht mehr in die Einzelheiten gehen. Ihr könnt ja hier ein wenig in den Kolumnen zurückblättern.

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Apropos zurückblättern. Fast hätte ich es wieder vergessen. Es steht im Raum, ob es Sinn machen würde, meine fünfzig Kolumnen aus diesem Jahr in Buchform rauszugeben. Ist jedoch eine Sache von Angebot und Nachfrage. Eine gewisse Nachfrage, das weiß ich inzwischen, die ist vorhanden. Wer helfen mag das Angebot mit auf die Beine zu stellen, Alexander Wallasch und ich würden uns wirklich freuen von euch zu hören.

Ich komme zurück auf das neue Jahr. Jetzt sind es nur noch elf Stunden bis dahin. Das Jahr 2022 besteht aus drei zweien und einer Null. Drei mal zwei ergibt sechs und drei mal sechs, laut Hörensagen den Antichristen. Oder die Antichrist*in.

Was das Ende der Welt angeht, also da bestehe ich doch schon auf vielfältig gegenderte Gleichberechtigung. Soll niemand behaupten, wir Männer würden die anspruchsvolle und harte Arbeit an Armageddon nur für uns in Anspruch nehmen. Und wer zum Teufel hatte damals denn in den Apfel gebissen? Genau. Wir Männer doch nicht. Das war Eva. Das nackte Luder war es. Ist doch wahr.

Wie auch immer das nächste Jahr ausschauen mag, was auch immer auf uns zukommen mag. Es wird ein mehr als interessantes Jahr für uns Menschen werden. Hoffen wir gemeinsam das Beste. Denn beten, nein beten tue ich nicht mehr, seitdem Kirchen zu Impfzentren umgewandelt wurden und sich der ein und andere katholische Oberhirte nicht entblödete zu behaupten, das Jesus sich auch hätte impfen lassen.

Als ich das zum ersten Mal im Radio hörte, da musste ich an Klaus Kinski denken, als er im Berliner Tempodrom einem damaligen guten Christen mit der verbalen Peitsche antwortete. (Unten verlinkt.)

Hoffen wir, dass die Spaltung im Land, der offen an den Tag gekommene neue Rassismus, die Diskriminierung und Ausgrenzung Millionen Ungeimpfter im Land den derzeitig Regierenden nicht die Möglichkeit gibt, ihre Macht weiter auszubauen.

Hoffen wir im nächsten Jahr auf neutral berichtende Medien und einer unabhängigen wie freien Presse, die uns mit informativen Nachrichten versorgt. Mit täglichen, wichtigen Nachrichten, die der Wahrheit entsprechen und nicht ihren Geldgeber*innen, (ich gendere hier mit Absicht!) und gewissen wirtschaftlichen und politischen Interessen nutzt.

Hoffen wir, dass uns die steigende Inflation nicht wie ein plötzlicher Tsunami aus unserer ersten in eine Dritte Welt hinüber spülen wird.

Hoffen wir darauf, dass Sonne und Wind tatsächlich ausreichen werden, das Land weiterhin mit Energie versorgen zu können, ohne dass es zu einem mehrtägigen Blackout kommt.

Hoffen wir, dass viele Millionen vielfältig unterschiedlicher Neubürger*innen (wieder gendere ich mit Absicht!) die von der neu gewählten Regierung eingeladen wurden in unser Land zu kommen, diesem tatsächlich von Nutzen sein werden und einen sozialen, wie wirtschaftlichen Mehrwert schaffen können. Auf das wir weiterhin sicher in Frieden miteinander leben unabhängig von Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder Impfstatus.

Wollen wir hoffen. Viel könnte ich noch schreiben was wir noch weiter hoffen könnten oder sollten, doch meine Zeit für heute ist um. Der Abgabetermin dieser Kolumne liegt nur wenige Minuten in der Zukunft und mein Bier ist ausgetrunken.

Euch allen ein gutes, neues Jahr! Auf das eure Hoffnungen und Wünsche in Erfüllung gehen und wir vielleicht 2022 wieder in Einigkeit, mit Recht und in Freiheit leben werden.

Klaus Kinskis Antwort

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Kommentare

Kommentar von Martin Haimböck

Eine sehr weise Aussicht Haben sie musste ein bar mal schmunzeln beim lesen dieses Artikels Stimme Ihnen voll und ganz zu. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein Gutes neues Jahr!