Von Gregor Leip
Gleichzeitig unterzeichnete das Unternehmen Absichtserklärungen mit Panasonic und der Mitsubishi Chemical Group.
Co-CEO Sven Kruck pries die Kombination aus japanischer Fertigungsstärke und der „operativen Erfahrung“ des Unternehmens in der Ukraine. Vom Krieg lernen heißt siegen lernen!
Ein zufälliges Timing? Nein, nur der nächste logische Schritt! Der Steuerzahler finanziert Ausbildung, Forschung und schnelle Beschaffung der Kriegsdrohnenbastler. Die Unternehmen privatisieren das Ergebnis, skalieren es und verkaufen es weltweit. Und final öffnet der Rüstungskanzler die Türen.
Am 4. Oktober reiste Merz überraschend nach Kiew. Mit im Zug saß Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und eine Wirtschaftsdelegation, die zu einem erheblichen Teil aus Rüstungs- und Defense-Tech-Unternehmen bestand.
Vertreten waren unter anderem Hensoldt, Diehl Defence, Siemens Energy und Quantum Systems (Sven Kruck). Merz sagte der Ukraine eine Milliarde Euro Militärhilfe zu, darunter die Finanzierung von mehreren Zehntausend Abfangdrohnen von Quantum Systems, die in der Ukraine produziert werden sollen.
Parallel wurden Industrievereinbarungen mit einem Volumen von mehreren Milliarden Euro als Absichtserklärungen abgeschlossen. Aus Solidarität mit der Ukraine wurde ein Geschäftstermin der deutschen Rüstungsindustrie.
Florian Seibel, Mitgründer und Co-CEO von Quantum Systems, war von 1999 bis 2015 Offizier der Bundeswehr. Er studierte Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität der Bundeswehr München und forschte dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter an unbemannten Trägerplattformen. Die Keimzelle des späteren Geschäftsmodells entstand demnach auf staatliche Kosten.
2015 gründete er das Unternehmen. Der deutsche Staat sicherte sich, anders als etwa US-Behörden bei vergleichbaren Anschubfinanzierungen, keine harten Rückrechte oder Exklusivlizenzen. Die Technologie wandert privatisiert in den Markt, die Bundeswehr und die Ukraine-Hilfe kaufen sie später zurück.
An einer anderen Schaltstelle sitzt Brigadegeneral Joachim Kaschke. Auch er ist Absolvent der UniBw München (Informatik). Seit Oktober 2025 leitet er den Steuerungsstab der Leitung im Bundesministerium der Verteidigung. Dieser Stab koordiniert die Ukraine-Unterstützung und hat die Beschaffung für die Ukraine massiv beschleunigt. Was für die Bundeswehr selbst oft Jahre dauert, läuft für Kiew in Wochen. Nein, die Alumni-Netzwerke der Münchner Kaderschmiede sind kein Beweis für persönliche Absprachen. Was man sieht, ist ein nachweisbares strukturelles Muster in einem System, das Steuergeld in private Verwertung überführt.
Dazu kommt dann noch der Springer-Palantir-Komplex https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/der-springer-palantir-komplex . Alex Karp, CEO von Palantir, saß von 2018 bis 2020 im Aufsichtsrat der Axel Springer SE. Palantir-Software ist in der Ukraine im Einsatz. Karp selbst bezeichnete sie als „Betriebssystem für den Krieg“.
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Springer-Medien betreiben seit Jahren eine konsequente Pro-Ukraine- und Pro-Defense-Tech-Linie. Gleichzeitig fließen Investitionen der Döpfner-Familie und Thiel-nahe Konstruktionen in genau diese Unternehmen: Moritz Döpfner, Sohn des Axel-Springer-Chefs, sitzt im Aufsichtsrat von Quantum Systems. Springer-Journalisten wechseln in die Rüstungs- und Drohnenindustrie.
Die Berichterstattung und die Geschäftsinteressen laufen parallel. Der Krieg wird als unausweichlich beschrieben und jede weitere Waffenlieferung als alternativlos dargestellt. Zugleich wird der Absatzmarkt für die eigenen Beteiligungen geschaffen.
Die Ukraine dient hier ganz klar als Referenzkunde und Schaufenster. „Operative Erfahrung in der Ukraine“ ist das Verkaufsargument für Japan und den Indopazifik. Oder populistischer übersetzt: Diese Drohnen können killen – erwiesenermaßen!
Der Steuerzahler finanziert die Ausbildung an der UniBw, die Anschubforschung, die schnellen Beschaffungswege und die Milliardenhilfen. Die Unternehmen skalieren, patentieren, expandieren und verkaufen das Ergebnis weltweit.
Der Kanzler öffnet die Türen – erst in Kiew, dann in Tokio.
Am Ende steht ein geschlossener Kreislauf: öffentliche Mittel, private Wertschöpfung, politische Flankierung, mediale Verstärkung.
Wir schauen auf ein System aus Netzwerken, Anreizstrukturen und Interessenkonvergenzen. Ein Netzwerk, das gut funktioniert, solange niemand die Eigentumsrechte an staatlich mitfinanzierten Technologien, die Transparenz der Beschaffungswege und die Verflechtungen von Medien, Investoren und Politik konsequent hinterfragt.
Die Rechnung bezahlt der Steuerzahler. Und dem Bürger schlottern zu Recht die Knie: So wird die deutsche Sicherheitsarchitektur zerstört und Krieg gemacht!
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