Von Julian Adrat
Bekennerschreiben tauchten an Bushaltestellen auf. Indymedia veröffentlichte ein Video: Vermummte Gestalten und ihr Zerstörungswerk – stolz dokumentiert.
Die Täter nennen sich „Aktivist*innen“. Ihr Motiv: AXA investiere in Fonds mit Bezug zur israelischen Rüstungsindustrie. Daraus konstruieren sie eine direkte Mitschuld am Vorgehen Israels in Gaza. AXA investiere in Firmen, die „Besatzung, Apartheid und Völkermord“ ermöglichten, man habe deshalb „ein klares Zeichen“ gesetzt – mit Farbe und zerbrochenen Scheiben. Kunden werden aufgefordert zu kündigen und selbst „aktiv zu werden“.
Kein Wort zum 7. Oktober. Kein Wort zu den Massakern an israelischen Zivilisten. Keine Differenzierung zwischen Krieg und Terror. Stattdessen das übliche Weltbild: Israel = absolut böse, alle anderen = moralisch rein. Wer assoziierte nicht den Aufruf: „Kauft nicht bei den Juden“?
Zwei Zimmerpflanzen stehen im Büro. In den Fenstern hängen noch Lichtergirlanden aus der Weihnachtszeit. Auf einem Bildschirm scheint Werbung für die „Axa Winterwochen“. Und davor: eingeschlagene Scheiben, mit Klebeband überklebt und gerahmt mit rotem Absperrband eines Glasers.
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Gestern saß dort eine einzelne Mitarbeiterin am Computer. Es mus kein gutes Gefühl sein, dort zu sitzen, in einem eingeschlagenen Büro, spätnachmittags, wenn es draußen schon dunkel ist. Das ist die eigentliche Botschaft solcher Taten: Wir können euch jederzeit treffen. Ihr seid nicht sicher.
Man stelle sich vor, Rechtsextreme hätten ein Büro einer großen Versicherung in Berlin angegriffen. Mit schwer haftender Farbe verunstaltet. Scheiben eingeschlagen. ALLE wüssten Bescheid in Berlin. Weil Medien berichten würden. Zu Recht.
Warum tun sie das nicht? Erst Tage zuvor sabotierten Linksterroristen in Berlin den Strom Zehntausender Haushalte, hunderttausende Menschen waren tagelang ohne Strom, ohne Heizung, ohne Telefon. Auch hier: Keine Sondersendung im ÖRR, nichts dazu bei Maischberger, Illner und Miosga.
Stattdessen berichten Medien vom Terror offenbar nur, wenn er ins gewünschte politische Raster passt. Auch aus der Politik kam nichts zum Anschlag auf Sebastian Bürger, und selbst von der Polizei kein Wort. Die Botschaft, die von diesem Schweigen ausgeht, ist fatal: Gewalt von links ist irgendwie verständlich.
Diese Doppelmoral ist unerträglich. Berlin hat Besseres verdient.
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Kommentar von T S
@Icke aus Berlin: Danke, fast wie erwartet, nur wunder tman sich schon fast daß es "nur" bei einer Rüge blieb!
Die vorgeschobene Empörung über die Berliner Dunkelmacher erklärt sich übrigens leicht wenn man folgendes bedenkt:
Daß unmittelbar nach dem Terroranschlag in ganzen Stadtteilen mehrere Stunden der Strom ausgefallen ist daß ist die Schuld der roten Terroristen.
Aber daß es nach einer halben Woche immer noch größtenteils keinen Strom gab ist hingegen voll und ganz in der Verantwortung der ReGIERenden, denen Tennis und Gesinnung offensichtlich wichtiger ist als sich um eine schadensresistente, redundate und rasch reparable Infrastruktur zu kümmern.
Über die in Folge dessen reihenweise zerstörten Wärmepumpen wird dann ganz der Mantel des Verschweigens gelegt, denn das zahlt die Versicherung - bzw. wir alle über weiter steigende Kosten.
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Kommentar von Icke aus Berlin
@ T E: Gute Frage. Ein Abgeordneter der AfD erhielt eine Rüge, weil er per Zwischenruf eine Lügnerin als Lügnerin bezeichnete. Nun gut - eine Rüge ist folgenlos, laut Strafenkatalog lediglich "parlamentarischer Brauch". Wird aber registriert.
https://www.bundestag.de/resource/blob/196296/Kapitel_07_16_Ordnungsma__nahmen.pdf
Noch einmal zu Ferat Kocak: Der hat nicht nur "Alerta, alerta, antifascista!" geschrien in seiner Rede, er hat auch noch zum "Widerstand" gegen den Parteitag der AfD aufgerufen, mit Termin und Ort. Nicht zu Protest oder Demo, nein, zum "Widerstand"! Das ist ein Aufruf zu einer strafbaren Handlung:
https://www.bundestag.de/mediathek/video?videoid=7648253
1:50 min: "Alerta, alerta, antifascista!"
4:00 min: Aufruf zum "Widerstand" gegen den Parteitag der AfD am 4. Juli in Erfurt
Alles folgenlos, von links ist eben alles erlaubt. Da wundert es nicht, wenn linker Terror verschwiegen wird. Es sei denn, er lässt sich auf Grund seines Ausmasses nicht ignorieren, wie der linke Terroranschlag auf das Stromnetz in Berlin Anfang Januar.
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Kommentar von T S
@Icke aus Berlin: Und wer hat dafür die so beliebten Ordnungsrufe aufgedrückt bekommen?
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Kommentar von Icke aus Berlin
Ergänzung zu meinem vorigen Kommentar:
Alle 3 Beispiele waren nicht etwa Zwischenrufe, sondern Auszüge aus Bundestagsreden.
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Kommentar von Icke aus Berlin
Gerade habe ich mir ein paar Stunden Bundestagsdebatte angehört. Da ging es unter anderem um einen Antrag der AfD zur Bekämpfung von "Clankriminalität". Es ist unglaublich.
Die kurdischstämmige Abgeordnete Cansu Özdemir darf einen kurdischen Kampfslogan in die Runde rufen und bekommt dafür von Frau Klöckner lediglich einen Hinweis, dass doch bitte Sätze in einer fremden Sprache übersetzt werden sollten.
Der türkischstämmige linke Rapper und jetzige Abgeordnete des Bundestages Ferat Kocak schreit "Alerta, alerta, antifascista!" in den Bundestag, das ist der Schlachtruf der gewaltbereiten Antifa, und bekommt dafür überhaupt keine Ansage. Und das macht der nicht zum ersten mal.
Lamya Kaddor, laut Wikipedia Tochter syrischer Einwanderer und Abgeordnete der Grünen, behauptet, die AfD will "alle Menschen mit Migrationsgeschichte aus diesem Land vertreiben, gewaltsam und brutal" und verlangt am Ende ihrer vor weiteren Lügen über die AfD strotzenden Rede ganz unverblümt, dass es höchste Zeit ist, endlich das Verbotsverfahren gegen die AfD einzuleiten.
Mehrere Redner, und das nicht nur aus dem linksgrünen Spektrum, wiesen darauf hin, dass die wahre Gefahr für unsere Gesellschaft von rechts, und ganz speziell von der AfD droht.
Also ich wundere mich nicht mehr ...
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Kommentar von T S
Das ist eine Kampfansage gegen das gesamte Finanz- und Versicherungswesen denn es dürfte kaum ein größeres Unternehmen darin geben daß nicht irgendwo mit Israel oder Rüstung beteiligt ist. Ebenso in anderen Branchen solche die israelischen Unternehmen oder der Rüstung zuarbeiten.
Aber denjenigen welche nur die aktuelle ReGIERung austauschen wollen damit das Land gesunden kann wird repressiv unterstellt gegen die hiesige Ordnung zu sein, während diejenigen die wirklich revolutionär-terroristisch mit Klassenkampfrhetorik auf einen totalen Umsturz hinarbeiten noch mit Teuergeldern und Justizkuschelkurs gepampert werden.
Was den 7. Oktober betrifft gilt es sehr skeptisch zu bleiben - es ist nach wie vor ungeklärt wie es sein kann daß eine der bestüberwachtesten Grenzen unter der Kontrolle eines technisch wie fachlich hochkompetentesten Landes überhaupt mit derart schlichten Mitteln unbemerkt überquert werden konnte.
Am Ende trifft es ohnehin auf beiden Seiten diejenigen am stärksten die am wenigsten daran schuld sind.