„Unzwingbar“ am Vorabend des 3. Oktober – offiziell Schüler, vor Ort die üblichen NGOs.

Schüler gegen Krieg und Wehrpflicht: 2.000 statt 30.000 am Brandenburger Tor

von Gregor Leip

Tote Hose statt Massenproteste am Vorabend zum 3. Oktober© Quelle: Gregor Leip

Die Straße des 17. Juni blieb leer. Die Polizei sprach von rund 2.000 Demonstranten. Angekündigt waren bis zu 30.000. Sonneborn war da, K.I.Z. und ein Vorfeld aus DFG-VK, Greenpeace und Attac. Außenreporter Gregor Leip war da.

Von Außenreporter Gregor Leip

Martin Sonneborn hatte vor einiger Zeit ein monothematisches Bündnis gegen den Krieg gefordert: scheißegal, welche Partei, scheißegal, welche Einstellung – Krieg solle das übergeordnete Thema sein, so der EU-Abgeordnete.

Auf der Demonstration „Unzwingbar“ heute am Brandenburger Tor, offiziell von Schülern gegen den Wehrdienst getragen, in Wahrheit von NGOs, Gewerkschaften, Greenpeace und Friedensinitiativen organisiert, gewann man allerdings eher den Eindruck, dass rund tausend Boomer und noch Ältere – Linke, Hippies, Sozialisten und gutbürgerliche Beamte mit ihren Kindern – ein gemeinsames Event besuchten.

Es entstand nicht allein aus dem Druck der Schüler, wie es derzeit in Frankreich aus ganz anderen Gründen den Anschein hat. Auch wenn dort ebenfalls von Vorfeldorganisationen die Rede ist, ist es hier eindeutig: Die Veranstalter sind nicht die Schüler, sondern die DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, gegründet 1892), die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend, Greenpeace und weitere Vorfeldorganisationen der linken, grünen und roten Szene.

Rauchschwaden zogen über den Platz, von den Marihuana-Zigaretten der älteren Teilnehmer. Druck war nicht zu erwarten. Die Polizei schätzte am frühen Abend rund 2.000 Menschen, die Veranstalter hatten mit bis zu 30.000 gerechnet. Die Straße des 17. Juni blieb weit offen, und die üblichen NGOs machten allein schon mehr als die Hälfte der Anwesenden aus. Es bleibt ein Achtungserfolg gegenüber den Kriegstreibern in Regierung und großen Teilen der Opposition.

Sprachlos macht, dass man auf einer Veranstaltung, die so wichtig sein müsste, wieder nur eben diese üblichen Verdächtigen trifft und das Gros der Bevölkerung nicht aufgewacht scheint oder den Leitmedien bereits erlegen ist.

Weiterlesen nach der Werbung >>>

Ihre Unterstützung zählt

Mit PayPal

Die AfD verpennt den Anlass komplett und duckt sich hinter ihren fast 30 Prozent weg. Parteichef Chrupalla müsste mit seiner Friedenslinie mal auf den Tisch hauen – die Partei lässt den gedeckten Tisch der friedensbewegten Jugend einfach und nicht nur sprichwörtlich links liegen.

Auch in Frankreich wird vorbereitet. Aber Druck aus den Schulen, bis hin zur Verweigerung der betroffenen Jahrgänge, wäre flächendeckend nötig, um etwas zu bewirken. Dazu in Berlin eine Kundgebung, die von prominenten Auftritten lebt, die auf ihren eigenen Konzerten deutlich mehr Leute ziehen.

Alles war passend: Erstklassiges Berliner Wetter, ein gut aufgelegter Martin Sonneborn, 20 Grad, das Brandenburger Tor als Kulisse, perfekt organisiert aus dem Vorfeld der linken, roten und grünen NGOs. Statt 2.000 bis 3.000 hätten hier 30.000 stehen müssen. Rechnet man Touristen und Passanten mit, war das, bezogen auf Berlin, eine absolute Nullnummer.

Galerie und Filme vom Platz hier wie gewohnt von Außenreporter Gregor Leip:

(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)
(Quelle: Gregor Leip)

Ihre Unterstützung zählt

Mit PayPal

Einen Kommentar schreiben

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen. Aufgrund von zunehmendem SPAM ist eine Anmeldung erforderlich. Wir bitten dies zu entschuldigen.