SPD-Chefin glaubt, dass der dumme Michel Zwangsmaßnahmen und Verbote braucht

Tempolimit & Fahrverbot: „Covidioten“-Erfinderin Saskia Esken mit idiotischer Idee

von Bertolt Willison (Kommentare: 1)

Frau Esken hat‘s bemerkt: Tankrabatte entlasten die Bevölkerung nicht, sondern kommen den Steuerzahler teuer zu stehen, ohne die erhoffte Wirkung zu entfalten.© Quelle: Pixabay / Roman Polyanyk / Youtube / Bildmontage Bertolt Willison

Der sogenannte Tankrabatt, der die deutschen Autofahrer wenigstens marginal entlasten sollte, erweist sich als nächster milliardenteurer Megaflop der als Bundesregierung agierenden Laienspielschar.

Die Mineralölkonzerne konnten nämlich leider nicht dazu verpflichtet werden, die Steuersenkungen an den Verbraucher durchzureichen, und erinnern sich nun daher gerne an ihren sozialen Auftrag, für das finanzielle Wohlbefinden ihrer Aktionäre zu sorgen. So steigen die Preise für Diesel und Benzin nach einer kurzen Delle schon wieder fröhlich.

Doch jetzt hat die SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken die rettende Idee: Befristet müssen Tempolimit und Sonntagsfahrverbote her. Ja, genau die Saskia Esken, die den gesellschaftsspaltenden und denunziatorischen Begriff „Covidioten“ erfunden hat. Und die als Verfechterin einer allgemeinen Corona-Impfpflicht sich verplapperte und davon sprach, dass „der Impfstoff an Milliarden von Menschen getestet worden ist, sozusagen in einem großen Feldversuch auf der ganzen Welt“. Wir hatten ja bis dahin angenommen, Feldversuche würden dazu dienen, etwas auszuprobieren, bevor es zugelassen wird. Aber nun gut.

Frau Esken fällt also auf: Tankrabatte entlasten die Bevölkerung nicht, sondern kommen den Steuerzahler teuer zu stehen, ohne die erhoffte Wirkung zu entfalten. Weil sie nach über zwei Jahren Corona-Schrecken offenbar noch immer davon überzeugt ist, dass Zwangsmaßnahmen und Verbote prima funktionieren und alternativlos sind, will sie nun den autofahrenden Bürger sanktionieren. Mit Tempolimit und Sonntagsfahrverboten kann man was nochmal bewirken? Die Einnahmen der Mineralölkonzerne senken? Die Umwelt schonen? Oder den Geldbeutel der Autofahrer? Wer rast denn heute noch mit Bleifuß über die Autobahn? Dichter Verkehr und hoher Verbrauch haben diesem Fahrstil doch ohnehin weitestgehend ein Ende gesetzt.

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Fahrverbot am Sonntag. Könnte ein Filmtitel sein. War aber nackte Realität. Während des israelisch-arabischen Jom-Kippur-Krieges hatte die Organisation der Arabischen Erdölexportierenden Staaten (OAPEC) im Oktober 1973 Produktion und Export von Erdöl künstlich um fünf Prozent gegenüber dem Vormonat verknappt. Der Ölpreis stieg, nicht zuletzt auch, weil die Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) ihre Preisverhandlungen mit den Ölkonzernen eingestellt hatte. Die dadurch ausgelöste Ölkrise belastete auch die deutsche Wirtschaft stark, so dass man sich zu einem Sonntagsfahrverbot genötigt sah, mild-positiv „Autofreier Sonntag“ genannt. Das Volk fuhr Fahrrad auf der Autobahn, Landstraßen wurden zu Spielstraßen, Ausflugslokale klagten über Gästemangel, der Totensonntag fiel als Umsatzbringer für das Floristengewerbe aus, weil die Angehörigen die Toten auf den Friedhöfen mangels motorisierten Untersatzes alleine ließen.

Ausnahmen vom Fahrverbot gab es auch: Ärzte und Lebensmittellieferanten durften weiter ihre Dienste verrichten.

Vier Sonntage (vom 25. November bis 16. Dezember 1973) dauerte dieser Spuk. Fast ein Jahr später, am 1. November 1974, veröffentlichten Kraftwerk ihr Album „Autobahn“. Aber das nur am Straßenrande.

Gebracht hat diese Aktion, Bundeskanzler war damals Willy Brandt (SPD), außer den beschriebenen Kuriositäten und Verwerfungen nicht viel Erwähnenswertes – jedenfalls, wenn man die dadurch ausgelöste chronische Angststörung beim porschefahrenden Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt mal außer Acht lässt.

Fahrverbot am Sonntag reloaded also. Wissen Sie überhaupt, Frau Esken, wen Sie damit treffen? Nicht nur diejenigen, die vielleicht wirklich zu Hause bleiben könnten (Wobei es nicht Aufgabe der Regierung ist, uns, dem Volk vorzuschreiben, wie wir uns wohin bewegen). Sie treffen vor allem diejenigen, die die Gesellschaft am Leben halten, die am Sonntag im Krankenhaus, im Pflegeheim, bei der Feuerwehr arbeiten, diejenigen, die ehrenamtlich im Sport unterwegs sind. Nur Beispiele, die Liste ist endlos. Aber wir haben ja das 9-Euro-Ticket. Mit der Bahn fahren und pünktlich ankommen. Das funktioniert bestimmt. Oder es werden Ausnahmeregelungen beschlossen. Wer sich dann alles darum bewirbt. Das nächste bürokratische Monster klopft an. Aber dafür öffnet Deutschland immer gerne die Tür.

Nicht nur das Öl wird knapp. Keine Frage. Wer ein Wirtschaftsembargo ausspricht, rechnet damit. Und trifft Vorsorge dafür, dass das Land, das man „zum Wohle des Volkes“ regiert, nicht an den Maßnahmen, die man beschließt, um einen missliebigen kriegführenden Herrscher zu bestrafen, zu Grunde geht.

Deutschland verliert Energie. Deutschland sinkt zu Boden. Nachhaltig.

Politiker wie Saskia Esken haben dafür gesorgt. Ob sie dafür Verantwortung übernimmt, ist unklar. Vielleicht wählt sie sich ein neues Volk. Oder tritt ab. Das wäre nur konsequent.

Autofreier Sonntag (1973) | Ein zeitgenössischer Bericht aus dem SRF Archiv

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Kommentare

Kommentar von Sven-Uwe Urban

Eigentlich verfolgt Frau Esken damit glasklare Grüne Ziele. Dort geht es auch, egal unter welchem Vorwand, darum das das gemeine Volk endlich weniger Ressourcen verbraucht. Gerne auch mit Einschränkung und Leid. Hauptsache nicht so viel, das man den Leuten das Wahlergebnis nicht mehr als demokratisch verkaufen kann..