Die Zeit der Ausreden ist vorbei – Die Zeit der Rückgabe hat längst begonnen

Unsere deutschen Ukraine-Ordensträger: Zwischen Hofberichterstattung und Landesverrat?

von Gregor Leip (Kommentare: 3)

Die Annahme ukrainischer Orden durch deutsche Politiker und Journalisten – ein peinlicher Akt der Unterwerfung?© Quelle: Wikipedia/Screenshot Verdienstorden_(Ukraine)

Man muss sich das mal vorstellen: Ein Präsident eines Landes im Krieg verteilt Orden an deutsche Politiker und Journalisten – und die nehmen sie nicht nur an, sie tragen sie stolz, sie posieren damit, sie nennen es „große Ehre“. Das ist nicht nur ein diplomatisches Desaster. Das ist der offene Kauf von Loyalität.

Von Gregor Leip

Wolodymyr Selenskyj hat nicht mit kleinen Gesten gegeizt. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) und Anton Hofreiter (Grüne) bekamen Anfang 2024 den Verdienstorden dritter Klasse – offiziell für ihren „bedeutenden persönlichen Beitrag“ zur Unterstützung der Ukraine. Annalena Baerbock (Grüne) und Bärbel Bas (SPD) durfte sich damals über den höherrangigen Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (dritter Klasse) freuen.

Und Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) trug genau diesen Jaroslaw-Orden am Revers, als Selenskyj im Juni 2024 vor dem Bundestag sprach – ein Bild, das mehr sagt als tausend Reden: Die Präsidentin des deutschen Parlaments schmückt sich mit der Auszeichnung eines ausländischen Kriegsparteienführers, während dieser um noch mehr Waffen bittet.

Der Antifa-Sticker einer Linken wird – natürlich zu Recht –sanktioniert und ein ukrainischer Kriegspropagandaorden gefeiert?

Dazu kommen die Journalisten als Ordensträger: Ulf Poschardt (Welt) und Julian Röpke (Bild) erhielten bereits Ende 2022 denselben Verdienstorden dritter Klasse. Die Begründung aus Kiew war entwaffnend ehrlich: „mutige Berichterstattung“, die „die deutsche Regierung zu Waffenlieferungen bewegt“ habe. Poschardt und Röpke haben das Stück Blech angenommen. Paul Ronzheimer, damals auch bei Bild, hat abgelehnt – mit der lapidaren Begründung, er wolle Journalist bleiben. Das sagt eigentlich alles.

Was hier passiert, ist das alles nur ein Zufall, ein blödes Versehen? Nein, denn hier ist ein Muster erkennbar. Diese Orden sind keine Nettigkeiten. Sie sind Belohnung für konkrete Dienste: für den lautesten Ruf nach Taurus-Raketen, für die schärfste Kritik an Olaf Scholz’ Zögern, für die einseitigste Berichterstattung, die man sich vorstellen kann.

Und die Empfänger? Sie strahlen übers ganze Gesicht. Strack-Zimmermann sprach von Demut und Ansporn. Und Poschardt trägt seinen Orden wie einen Orden für besondere Verdienste um die freie Presse – nur dass die Ukraine ihn dafür verliehen hat, dass er genau diese Presse in den Dienst einer Kriegspartei gestellt hat. Es geht ja kaum verwerflicher.

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Aber Poschardt bleibt hier genauso stur wie Wolfram Weimer, der nicht zurücktreten will: Beide haben – teils aus Eitelkeit – Mist gebaut und weigern sich nun, die Konsequenzen zu tragen. Klar darf man fragen, wie jemand so blöd sein kann. Die Antwort ernüchtert: Weil sie es können.

Stellen Sie sich den Spieß mal umgedreht vor: Ein deutscher Abgeordneter nimmt einen russischen Orden für „realistische Energiepolitik“ entgegen. Oder ein Chefredakteur lässt sich von Moskau für „mutige Berichterstattung über Nord Stream“ dekorieren. Der Aufschrei wäre episch. Verfassungsschutz, Rücktrittsforderungen, Dauerempörung im Mainstream. Hier? Schulterzucken. Schweigen. Weitermachen.

Das ist der eigentliche Skandal: die Doppelmoral. Wer für den „richtigen“ Krieg trommelt, darf alles. Wer den falschen infrage stellt, wird zum Staatsfeind erklärt. Und mittendrin die Bundestagspräsidentin, die mit Jaroslaw-Orden am Revers den ukrainischen Präsidenten begrüßt – als wäre das Parlament in Berlin nur eine weitere Dependance von Kiew.

Bis heute, Anfang 2026, gibt es keine Rückgabe. Keine Entschuldigung. Keine Debatte im Bundestag. Stattdessen Normalisierung. Ausländische Einflussnahme auf höchster Ebene wird zum Alltag.

Deshalb muss es jetzt endlich heißen: Gebt die Orden zurück!

Aus Respekt vor dem eigenen Land. Aus Achtung vor den Bürgern, die diese Leute eigentlich vertreten sollen. Eine Rückgabe wäre der einfachste Weg, um zu zeigen: Wir sind nicht käuflich. Nicht mit Waffen, nicht mit Geld, und schon gar nicht mit Blech aus Kiew.

Wer das nicht tut, hat sich längst entschieden – für Kiew statt für Berlin. Und das sollte man dann auch so nennen: Verrat an der eigenen Souveränität, verpackt in Demutsgesten. Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Die Zeit der Rückgabe hat längst begonnen.

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