Passen Impfschaden-Erzählungen unter den Weihnachtsbaum? Aber wenn nicht jetzt, wann dann?

„Vor der Impfung waren sie gesund“ – Geimpft, erkrankt, geschädigt

von Ulrike Stallbörger

Wie kann es gelingen, den Diskurs zu erweitern und Menschen in ihrer Unsicherheit bei diesem sehr speziellen Thema abzuholen? Die Autoren haben einen möglichen Weg aufgezeigt.© Quelle: Quelle: ars vobisum Verlag

Ein fünfköpfiges Team um die Autorin Andrea Drescher aus Österreich hat im ars vobiscum Verlag das Buch „Vor der Impfung waren sie gesund“ veröffentlicht – ein Zeitdokument von großer Brisanz, das sich mit dem Thema Impfschäden beschäftigt.

Das „Herzstück“ des insgesamt 285 Seiten umfassenden Werkes besteht aus Einzelinterviews mit Menschen, die direkt von solchen Schäden betroffen sind, Erfahrungen aus ihrem direkten Arbeits- oder Privatleben schildern und eben auch mit Menschen, die in zeitlicher Abfolge zur Impfung ihnen nahestehende Menschen verloren haben.

Erklärtes Ziel der Autoren ist es, durch die geschilderten Schicksale jene Menschen zu erreichen, die in Sachen Impfung unsicher sind (z.B. vor einem erneuten „Booster“), möglicherweise nicht selbst im Netz recherchieren oder sich mit bereits erlittenen Schäden allein gelassen fühlen.
Das Buch verleiht all jenen eine Stimme, die bisher in den Leitmedien überwiegend ungehört blieben. Und es setzt in seiner Intention darauf, über die geschilderten Emotionen der Betroffenen einen Prozess der kritischen Auseinandersetzung zu katalysieren – und das eben auf Papier, im analogen und nicht im digitalen Raum.

Begleitet werden die Interviews von einem umfassenden Glossar hilfreicher Links zu Anlaufstellen für rechtliche und medizinische Aufklärung sowie zur Meldung von Impfschäden.

Besonders wichtig in dem Zusammenhang erscheint mir ein Kapitel, das sich der Frage widmet, welche Rechte Angehörige im Todesfall bei vermutetem Impfschaden haben und welche Handlungsmöglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen.

Im letzten Teil des Buches kommen darüber hinaus bekannte Stimmen von Maßnahmenkritikern der ersten Stunde zu Wort: die Rechtsanwältin Beate Bahner, der homöopathische Arzt Rolf Kron, der Heilpraktiker Florian Schilling sowie der Rechtsanwalt Elmar Becker, die ihre medizinische bzw. rechtliche Einschätzung der Gesamtsituation mit den Lesern teilen.

Ich gestehe, dass ich beim Lesen des Buches auch ambivalente Gefühle hatte. Die geschilderten Schicksale sind naturgemäß erschütternd. In Anerkennung dessen, wie wichtig es ist, dass jede einzelne Stimme Gehör findet, war ich teilweise von der Vielzahl der Geschichten auch emotional überwältigt. Für mich persönlich wäre an der Stelle weniger mehr gewesen.

Auch habe ich mir beim Lesen die Frage gestellt, ob nicht eine (zumindest vage) Gefahr besteht, dass Menschen, die sich bei diesem Thema erstmalig gen Neuland wagen, auch ein Stück weit überfordert werden. All die geschilderten Nebenwirkungen haben ein großes Schreckenspotential. Kontraproduktiv wäre es, wenn sich Menschen quasi „ver-schreckt“ nicht weiter mit der Thematik auseinandersetzen möchten.

Was ich sagen möchte, ist: Es ist kein sanfter Impuls, der da gesetzt wird. Und erste Male – wie eben auch die Öffnung neuer Gedankenräume - brauchen zuweilen auch ein Stück Behutsamkeit. Aber es ist genauso gut denkbar und in jedem Fall wünschenswert, dass Menschen durch diese Geschichten Mut schöpfen, sich mit möglichen Bedenken nicht mehr allein fühlen und beginnen, sich breiter und umfassender zu informieren.

Damit wäre am Ende sehr viel gewonnen. Das Buch ist neben vielem anderen auch ein Manifest dieser einen so wichtigen Frage: Wie kann es gelingen, den Diskurs zu erweitern und Menschen in ihrer Unsicherheit bei diesem sehr speziellen Thema abzuholen? Die Autoren haben einen möglichen Weg aufgezeigt. Mein Respekt dafür. Und von Herzen Dank an all die mutigen Menschen, die ihre Geschichte erzählt haben.

Ich wünsche dem Buch die Beachtung, die es in meinen Augen definitiv verdient.

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