Lehrstunde für die Grünen auf Twitter: 3000 knackige Antworten auf eine Frage, die besser ungefragt geblieben wäre

„Was treibt Menschen dazu, uns Grüne so sehr zu hassen?“

von Gaia Louise Vonhof (Kommentare: 7)

Eine Antwort: "Hmm, warum sollte man eine Partei mögen, die sämtliche Werte, die zu ihrer Gründung geführt haben, regelmäßig verrät?"© Quelle: Pixabay / OpenClipart-Vectors und Twitter/ @vegellie94 I Montage Alexander Wallasch

Eileen hat gerade mal 800 Follower, recht wenig im Vergleich zu den 3000 Antworten, die sie auf die Frage bekam, was die Menschen dazu treiben würde, die Grünen so sehr zu hassen.

Twitter-Eileen ist bekennende Grüne samt Profilfoto vom Parteitag, sie liest selbstverständlich Bücher über Faschismus und wie man ihn stoppt. Und auch die AfD bekommt bei der Grünen ihr Fett ab. Soweit also alles im Grünen Bereich.

„Was treibt Menschen dazu, uns Grüne so sehr zu hassen?“, fragte Eileen via Twitter. Ist diese Frage als Provokation gemeint oder einfach nur naiv?

Sahra Wagenknecht hat Eileen nicht geantwortet, Hass ist nicht die Kategorie der Linkspolitikerin. Sie hält die Grünen einfach für die gefährlichste Partei im Bundestag.

Eines zumindest ist schon mal interessant an der so pseudo-naiv mit Wimpernklimpern gestellten Frage: Sie richtet einen Strahler auf einen blinden Fleck.  Nicht nur den von Eileen, sondern stellvertretend jenen der Grünen insgesamt.

Die schiere Masse an Antworten zeichnet die Größe dieses blinden Flecks nach.  

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Gleich vorweg: Beim Durchscrollen der Antwort-Tweets finden sich viel mehr ernstgemeinte Antworten als solche von Betroffenen, welche die Grünen hassen.

Exemplarisch hier ein paar Antworten an die Grüne(n), wer mag, lese bitte bei Eileen auf Twitter weiter, die Antworten sind schon quantitativ abendfüllend:

Maisan fragt:
Ist das eine Scherzfrage?

Und Dorfguerilla fragt zurück:
Hmm, warum sollte man eine Partei mögen, die sämtliche Werte, die zu ihrer Gründung geführt haben, regelmäßig verrät?

A.P. Schulz pariert die Frage, was die Menschen dazu treibt, „die Grünen so sehr zu hassen?“, auf seine Weise:
Was treibt eigentlich die Grünen dazu, jedwede Kritik, und sei sie noch so berechtigt und/oder angemessen formuliert, als „Hass“ zu bezeichnen? Selbst innerparteilich. Besonders, wenn die Kritik von Frauen kommt.

Ein Frollein B. schenkt den Grünen direkt ein:
Eure Politik ist es. Sie ist eine Katastrophe. Nichts daran hilft den Menschen – sondern drangsaliert, bevormundet, entmutigt, entmündigt sie. Wie kann man DAS nicht sehen? Wie kann man derart am Wohl der Bevölkerung vorbei arbeiten? Ihr hattet alle Chancen – alles Wohlwollen. Zerstört!

Und Frollein B. legt noch eine nach:
Wir haben Eure Wahlversprechen geglaubt. Wie sich herausstellt, waren es WAHLVERSPRECHER, Ihr habt uns total getäuscht. Und liefert schwere Waffen in ein Kriegsgebiet. Nehmt einen ATOMKRIEG in Kauf – unsere Leben sind Euch keinen Pfifferling wert #DasIstNichtMeinKrieg

Michael hat einen anderen Erklärungsansatz parat:
Ihr seid alle gewählt von 15 %, Nichtwähler eingerechnet 10 %. Ihr maßt Euch aber an zu bestimmten, wie wir ALLE 83 Millionen zu leben haben. Geht nicht. Ihr bestimmt, was man noch sagen darf, essen darf, wie viel Strom man benutzen darf, wie oft ich duschen darf

Oarasola spricht von Verrat:
Was mich betrifft, “hasse” ich euch nicht. Ihr habt einfach alles verraten, wofür ich euch hin und wieder gewählt habe. Von der umwelt bis zur transparenz. punkt.

Minette stellt eine Gegenfrage:  
Warum liefern die Grünen Waffen an Saudi-Arabien, mit denen in Yemen Frauen und Kinder getötet werden?

Der Anti-Normale fasst zusammen:
Weil Ihr eine totalitäre Partei seid, die Waffen an Kriegsländer liefert. Jeder, der nicht eure Meinung hat, wird direkt diffamiert, als Nazi beschimpft. Für mich seid Ihr eine Sekte, mehr nicht.

AtomKlaus redet nicht lange drumherum:
Ganz einfach: Sie zerstören dieses Land, unsere Wirtschaft, unsere Kultur und unsere Gesellschaft. Und zwar absichtlich.

Auch Doppelmoral ist ein Thema, so ironisch verpackt von Juli:
Ich hatte eine dunkle Vergangenheit, in der ich die grünen gehasst habe. Aber jetzt machen sie es perfekt. Sie schalten dreckige AKW ab und nutzen mehr grüne Kohlekraft. Kretschmann wirbt für den Waschlappen, bevor der mit dem Helikopter zum Wandern fliegt. Grüne Liebe!

Ab und zu verirrt sich ein magerer „Grünen-Verteidiger“ zwischen die Tweets, dass klingt dann in etwa so wie bei Sascha B.:
Weil wir`s besser wissen und meistens Recht behalten. Aber auch unsere Meinung anpassen, wenn sich die Faktenlage ändert. Wir sind zu rational für dieses emotionale und esoterische Land.

A propos besser wissen, hier der Kommentar von Frollein404NotFound:
Dazu treten @die_GRuenen mittlerweile als belehrende Besserverdienerpartei auf, Thema Energiepreis, kalte Duschen und Leute, die aufs Auto angewiesen sind. Soziale Politik und Einsatz FÜR Menschen mit geringem Einkommen sehe ich überhaupt nicht.

Hutzelweiblein stellt die Frage in einen größeren Kontext:
Dass Du diese Frage überhaupt stellen musst, gibt Dir schon diese Antwort. Viele Grüne befinden sich in einer Bubble, die es ihnen unmöglich macht, die Welt der anderen wahrzunehmen und einzuschätzen. Natürlich verstehen sie dann ach deren Reaktionen nicht.

Und Boeses_Weib fragt nach mittlerweile über 3000 Tweets nach:
Wissen Sie es jetzt? Und was machen Sie mit dem neuerworbenen Wissen?

Ja, was macht Eileen, was machen die Grünen mit diesem Wissen? Sie wissen auf jeden Fall seit ein paar Tagen, dass es auch eine Grüne Erfolgsgeschichte gibt. In Tübingen wurde gerade der grüne Boris Palmer mit absoluter Mehrheit zum dritten Mal Oberbürgermeister.

Wie konnte Palmer den Hass der Menschen auf die grüne Politik, auf Kriegstreiberei, Energiechaos und Inflation abwenden? Palmer trat gar nicht erst als Grüner an, seine Parteimitgliedschaft ruht. Der Wähler hat diese Abkehr vom Irrsinn honoriert.

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