Westfälischer Friedenspreis geht 2026 an die NATO und eine migrationsfreundliche katholische Jugendorganisation

Wer der NATO den Friedenspreis gibt, kann Huren auch einen Keuschheitspreis verleihen

von RA Dirk Schmitz (Kommentare: 2)

Eine verkommene politische Klasse ehrt sich selbst© Quelle: Pixabay/Garten-gg, Clker-Free-Vector-Images, Montage: Wallasch

Statt Diplomatie und Versöhnung gibt es nun einen Preis an das größte Militärbündnis der Welt – und an eine Organisation, die für mehr Zuwanderung und gegen „Re-Migration“ kämpft. Eine Jury aus Steinmeier, Merz, Özdemir und Co. zeigt: Die verkommene politische Klasse verleiht sich selbst Orden. Ironie? Oder Vorbote dessen, was kommt?

Von RA Dirk Schmitz

Anlass für den „Internationalen Preis des Westfälischen Friedens“ war das 350jährige Jubiläum des Westfälischen Friedens von 1648, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Es geht demnach um Friedensbemühungen. Die Satzung der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe e.V. muss nun erweitert werden auf „oder den Dritten Weltkrieg verschuldet“.

Unter „Vorschlag einreichen“ heißt es als Hilfestellung, wer hier für die Auszeichnung vorgeschlagen werden soll unter anderem:

„Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die sich für die föderale Organisation Europas und die friedliche Versöhnung der Völker beispielhaft eingesetzt haben“.

Nein, die Entscheidung, den Preis 2026 an die NATO zu verleihen, passt nicht zum „historischen Geist“ des Westfälischen Friedens. Es sei denn als Vorschau, was noch passiert.

Jetzt geht der Friedenspreis also an die Nato. Stellvertretend für das Militärbündnis wird Generalsekretär Mark Rutte ausgezeichnet. Die feierliche Verleihung findet am 1. Oktober 2026 im Historischen Rathaus zu Münster statt. Aber wie kommt man auf so eine Idee? Die Jury besteht aus folgenden Personen:

Frank-Walter Steinmeier (SPD), Friedrich Merz (CDU), Hendrik Wüst (CDU), Alexander Graf Lambsdorff (FDP), deutscher Botschafter in Moskau, Jean-Claude Juncker, Ex-EU-Kommissionspräsident, Sigmar Gabriel (SPD) Aufsichtsrat Rheinmetall, Cem Özdemir (Grüne), Jens Weidmann (Ex-Chef Bundesbank und Aufsichtsrat der Commerzbank), Stanislaw Tillich (CDU), Ex-Ministerpräsident Sachsen, Reinhard Zinkann – und der Urenkel des Mit-Auslösers des Ersten Weltkrieges, Georg Friedrich Prinz von Preußen.

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Ausgezeichnet wird übrigens auch die katholische Jugendorganisation „socioMovens. Giving Europe a Soul“. Aktuelle Vorstandsvorsitzende der Stiftung ist Claudia Schwarz. Sie studierte Theologie in Münster. Anfang 2024 referierte Schwarz über Zuwanderung. Dort beginnt sie mit dem Satz: „Deutschland steht vor einem großen Problem: Die Fachkräfte fehlen.“ Und weiter heißt es da:

„Groß ist auch der Frust, wenn Führungskräfte ausländische Bewerber ablehnen, weil sie einen schlechter qualifizierten biodeutschen Stefan oder Michael bevorzugen. Nicht gerade ein Ansporn für hochqualifizierte Zuwander:innen, ihre berufliche Zukunft in Deutschland zu suchen. Make it in Germany? Schön wär’s.“

Frau Schwarz zitiert auch aus einer Umfrage. Danach gehören die Deutschen, die etliche Millionen illegale Zuwanderer aufgenommen haben zu „den unfreundlichsten Bevölkerungen weltweit“. Die Vorsitzende der jetzt ebenfalls wie die NATO 2026 preisausgezeichneten katholischen Jugendorganisation bewarb sich 2024 mit folgenden Satz für den hochdotierten Preis:

„Es reicht nicht, Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland zu locken; sie müssen sich auch erwünscht fühlen, um bleiben zu wollen. Es braucht eine neue Willkommenskultur! Dazu gehört, sich entschieden gegen die als „Re-Migration“ bezeichneten Deportationsfantasien rechter Milieus zu wehren.“

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