Harmlose Grippe und Laborthese – Wie passt das zusammen?

1.420 Leser haben abgestimmt: Corona stammt aus dem Labor

von Alexander Wallasch (Kommentare: 4)

Interessant ein Kommentar, der auch die Laborthese für einen Fake hält, weil damit die Gefährlichkeit von Corona bestätigt wird.© Quelle: Twitter/ privat

Eine Abstimmung per Twitter wird zum Initial für eine Debatte um ein scheinbar ungelöstes Paradoxon: Wie passt es zusammen, COVID-19 für eine Grippe zu halten und gleichzeitig an einen Laborunfall im chinesischen Wuhan zu glauben?

Sicherlich sind meine Follower auf Twitter keine repräsentative Gruppe. Noch weniger, wenn es um Fragen geht wie jene, woher Corona kommt. Aber 1.420 Menschen, die zu einem bestimmten Thema abgestimmt haben, sind eine beachtenswerte ernstzunehmende Zahl.

Zur Auswahl gestellt zum Ursprung von Corona hatte ich folgende vier Antwortmöglichkeiten:

Corona:

1.    Gibt’s nicht
2.    Aus dem Labor
3.    Zoonose
4.    Woher soll ich‘s wissen?

74 Prozent der Teilnehmer waren der Überzeugung, dass Corona aus dem Wuhan-Labor stammt. Das sind weit über tausend Stimmen. Also ein recht eindeutiges Urteil. 14 Prozent haben keine Meinung (4.), immerhin noch 9 Prozent, also mehr als einhundert Teilnehmer der Umfrage glauben nicht, dass es Corona überhaupt gibt (1.).

Und lediglich 4 Prozent, also 56 von 1.420 Teilnehmern, glauben, was Christian Drosten und eine Reihe von namenharten Wissenschaftlern weltweit in einer Telefonkonferenz Anfang 2020 als Narrativ so beschlossen haben sollen: Nämlich, dass Corona seinen Ursprung in einer Zoonose hat, also einer irgendwie gearteten Übertragung Tier-Mensch entstammt; von Fledermäusen war hier die Rede.

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Auch die Diskussion zur Abstimmung entlang des Twitter-Threads war interessant. So befanden eine Reihe von Kommentatoren, dass es sich bei Corona um eine Grippe und später um eine Grippe im Mix mit Impfnebenwirkungen handelt.

Interessant auch ein Kommentar, der auch die Laborthese für ein Fake hält, weil damit die Gefährlichkeit von Corona bestätigt wird.

Das ist deshalb interessant, weil man damit tatsächlich einem Widerspruch auf der Spur ist. Denn es gibt sehr viele Corona-Maßnahmen-Kritiker, die Corona nur für eine typische Grippe halten und gleichzeitig an die Laborthese glauben, wie sie beispielswiese der Prof. Roland Wiesendanger schon früh gegen viele Widerstände dargelegt hatte.

Interessant deshalb, weil es hier naheliegend erscheint, dass nur eines stimmen kann: Entweder Grippe oder Labor. Wenn man von der Laborthese ausgeht und davon, dass hier etwas Gefährliches entwichen sei – müsste man sich dann nicht sogar für strenge Maßnahmen aussprechen?

Der Twitter-User „Pauls Martin“ schreibt:

„Ich hatte Corona, und das waren Symptome, die kannte ich vorher nicht. Selbstverständlich gibt es Corona und es ist aus dem Labor.“

Twitter-Userin „Shava“ glaubt auch an die Laborthese, aber sie glaubt auch daran, dass sich Viren sehr schnell ins Harmlose replizieren.

Ein weiterer Kommentar schreibt, er glaube nicht daran, dass Menschen einen Virus kontrollieren können. Aber er glaube daran, dass es Menschen gibt, „die gerne auf dem Rücken eines Virus alle Menschen kontrollieren wollen“.

Was ist ihre Meinung liebe Leser? Wie lässt sich der vermeintliche Widerspruch auflösen, Corona für eine Grippe zu halten und gleichzeitig an einen Laborunfall zu glauben?

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