Seit einem Jahr berichten wir regelmäßig zu Neuigkeiten über die „Unity Hubs“ ukrainischer Behörden in Deutschland. Zwischenzeitlich soll in Berlin die erste eröffnet worden sein bzw. eine Schlüsselübergabe stattgefunden haben.
Aber die Adresse wird geheim gehalten. Und das, obwohl es heißt, diese ukrainischen Behörden auf deutschem Boden seien zu dem Zweck eröffnet worden, den kulturellen Kontakt zu Landsleuten zu halten und Jobangebote sowohl in Deutschland wie in der Ukraine zu vermitteln.
Der von ukrainischer Seite zuständige und zunächst mit der damaligen Bundesinnenministerin Nancy Faeser verhandelnde ukrainische Minister steht mittlerweile wegen Korruption vor Gericht, sein eigens für diese „Unity Hubs“ eingerichtetes Ministerium wurde aufgelöst.
Von Anfang an stand der Verdacht im Raum, dass es hier nur darum geht, wehrfähige Ukrainer an die Front zu bewegen. Die Geheimhaltung der Örtlichkeit – eine Liegenschaft des Bundes – verstärkt diese Annahme noch.
Zumal der mittlerweile angeklagte Ex-Minister Oleksii Chernyshov den Zusammenhang bereits herstellte, als er zu Besuch in Berlin erklärte, die Kriegsverweigerer könnten auch in den neuen Munitionsfabriken arbeiten, wenn sie nicht an die Front wollen.
Bisher hat die Bundesregierung gegenüber Alexander-Wallasch.de in mehreren Antworten aus unterschiedlichen Ministerien kategorisch bestritten, dass es irgendeinen Informationsaustausch etwa über Aufenthaltsorte der wehrfähigen Ukrainer in Deutschland gibt. Aber woher soll diese ukrainische Behörde auf deutschem Boden die Informationen sonst bekommen, wenn der Standort geheim gehalten wird und es also auch keine freiwillige Annäherung geben kann?
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Die „Kyiv Post“, eine englischsprachige Zeitung direkt aus der Ukraine, berichtete zuletzt, dass mittlerweile fast zwei Millionen Ukrainer wegen Wehrdienstverweigerung gesucht und 200.000 als desertiert gemeldet sind.
Mykhailo Fedorov, der neue Verteidigungsminister der Ukraine, ein enger Vertrauter von Selenskyj, warnte jüngst vor einer massiven Personalkrise und versprach, Rekrutierungszentren, Finanzen und Truppenausbildung zu überprüfen und ggf. zu optimieren, um Verluste zu reduzieren und die Kampfbereitschaft zu erhöhen – wie immer das aussehen mag.
Fedorov gab diese Erklärung laut „Kyiv Post“ während einer Rede im Parlament vor der Abstimmung über seine Ernennung zum Verteidigungsminister ab:„Ich möchte kein Populist sein – ich möchte ein Realist sein. Das Verteidigungsministerium kommt mit einem Defizit von 300 Milliarden Hr. (6,7 Milliarden Dollar), zwei Millionen Ukrainern, die (wegen Wehrdienstverweigerung) gesucht werden, und 200.000, die AWOL sind, in meine Hände.“
Weiter heißt es bei der Zeitung, laut einer ukrainischen Nachrichtenagentur seien zwischen Januar 2022 und September 2025 in der Ukraine fast 290.000 Strafverfahren wegen unbefugten Verlassens von Militäreinheiten eingeleitet worden. Davon seien 235.646 Strafverfahren wegen unerlaubter Abwesenheit und 53.954 wegen Desertion registriert.
Der neue Verteidigungsminister versprach zudem umfassende Reformen bei der Ausbildung und Rekrutierung von Soldaten und argumentierte, dass eine bessere Vorbereitung die Verluste auf dem Schlachtfeld reduzieren und die allgemeine Kampfkraft verbessern würde.
Der 35-jährige Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov wurde in New Haven, Connecticut, an der Yale School of Management ausgebildet. Seit Beginn des Krieges, so die „Kyiv Post“, spielt er auch eine Schlüsselrolle bei der Beschaffung von Drohnen und der Entwicklung von Technologien für den Einsatz auf dem Schlachtfeld.
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Kommentar von stephan manus
Fedorov.:„Ich möchte kein Populist sein – ich möchte ein Realist sein...."
Deswegen gibt der Realist als Hauptziel an: 'We aim to kill 50,000 Russians a month,' Ukraine's new defense minister says, January 20, 2026. Dann gewinnt die Ukraine. Andere Nichtmilitärs, bspweise Natogeneralsekretär Rutte oder die zivilen EU "Willgen", glauben diesen ukrainischen Propagandablödsinn.
Fedorov hatte noch wie was mit Militär zu tun. Ich gebe ihm deutlich weniger als die durchschnittliche Verweildauer von ukraischen Verteidigungsminstern welche ca. 12 Monate beträgt.
Ich könnte mir vorstellen, dass die Unity Hub sehr lukrative Rückkehrangebote macht. Deutschlands Bürger zahlen. Das Rekrutierungspotential mit Altersherabsetzung in der Ukraine halte ich nicht für sehr hoch, weil die Altersgruppe 18-25 freiwillig schon kämpfen und sterben kann. Die anderen sind mehrheitlich abgehauen.
Mir ist immer noch nicht klar, warum sich Deutschland in einen Krieg einmischt, und das immer intensiver, und zu Lasten künftiger Generationen (Verschuldung) der uns m.E. nichts angeht..
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Kommentar von Red Marut Jr.
An: "Lebensreformer".
Weder Russland noch die Staaten der Willigen werden gewinnen. Alle verlieren. Die von ihnen angesprochene "demografische Katastrophe“ wird nicht nur Russland, auch westeuropäische Staaten in ihren Grundfesten erschüttern. England, Frankreich und Deutschland zuerst. Nur eine Frage der Zeit, welche Kriegspartei zuerst kollabiert. Was dann geschieht, kann niemand heute wirklich einschätzen. Es wird, meiner Einschätzung nach, keine "Sieger" geben.
Daher. Wer sich dem "Dienst" verweigert, Menschen im Interesse zu töten, hat meinen Respekt. Hüben wie drüben. Wenig erfordert mehr Mut.
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Kommentar von Lebensreformer
Es ist gut, dass viele Ukrainer den Wehrdienst verweigern. Trotzdem wird Russland den Krieg nicht gewinnen. Denn in Russland ereignet sich eine demografische Katastrophe. Nötig ist eine öko-konservative Politik gemäß Herbert Gruhl. Bitte googeln: Jesuanische Lebensreform und Traumyoga