Verteidigungsminister Fedorov schockt: 2 Mio. Wehrflüchtige, fast 290.000 Strafverfahren

2 Millionen gesucht – 200.000 desertiert: Kiews verschwundene Männer und der geheime Unity Hub in Berlin

von Alexander Wallasch (Kommentare: 3)

Fast 2 Millionen Ukrainer werden wegen Wehrdienstverweigerung gejagt, 200.000 Soldaten sind desertiert – und mittendrin in Berlin: ein „Unity Hub“, dessen Adresse die Bundesregierung eisern geheim hält. Zufall? Oder Türöffner für Kiews verzweifelte Mobilmachung?

Seit einem Jahr berichten wir regelmäßig zu Neuigkeiten über die „Unity Hubs“ ukrainischer Behörden in Deutschland. Zwischenzeitlich soll in Berlin die erste eröffnet worden sein bzw. eine Schlüsselübergabe stattgefunden haben.

Aber die Adresse wird geheim gehalten. Und das, obwohl es heißt, diese ukrainischen Behörden auf deutschem Boden seien zu dem Zweck eröffnet worden, den kulturellen Kontakt zu Landsleuten zu halten und Jobangebote sowohl in Deutschland wie in der Ukraine zu vermitteln.

Der von ukrainischer Seite zuständige und zunächst mit der damaligen Bundesinnenministerin Nancy Faeser verhandelnde ukrainische Minister steht mittlerweile wegen Korruption vor Gericht, sein eigens für diese „Unity Hubs“ eingerichtetes Ministerium wurde aufgelöst.

Von Anfang an stand der Verdacht im Raum, dass es hier nur darum geht, wehrfähige Ukrainer an die Front zu bewegen. Die Geheimhaltung der Örtlichkeit – eine Liegenschaft des Bundes – verstärkt diese Annahme noch.

Zumal der mittlerweile angeklagte Ex-Minister Oleksii Chernyshov den Zusammenhang bereits herstellte, als er zu Besuch in Berlin erklärte, die Kriegsverweigerer könnten auch in den neuen Munitionsfabriken arbeiten, wenn sie nicht an die Front wollen.

Bisher hat die Bundesregierung gegenüber Alexander-Wallasch.de in mehreren Antworten aus unterschiedlichen Ministerien kategorisch bestritten, dass es irgendeinen Informationsaustausch etwa über Aufenthaltsorte der wehrfähigen Ukrainer in Deutschland gibt. Aber woher soll diese ukrainische Behörde auf deutschem Boden die Informationen sonst bekommen, wenn der Standort geheim gehalten wird und es also auch keine freiwillige Annäherung geben kann?

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Die „Kyiv Post“, eine englischsprachige Zeitung direkt aus der Ukraine, berichtete zuletzt, dass mittlerweile fast zwei Millionen Ukrainer wegen Wehrdienstverweigerung gesucht und 200.000 als desertiert gemeldet sind.

Mykhailo Fedorov, der neue Verteidigungsminister der Ukraine, ein enger Vertrauter von Selenskyj, warnte jüngst vor einer massiven Personalkrise und versprach, Rekrutierungszentren, Finanzen und Truppenausbildung zu überprüfen und ggf. zu optimieren, um Verluste zu reduzieren und die Kampfbereitschaft zu erhöhen – wie immer das aussehen mag.

Fedorov gab diese Erklärung laut „Kyiv Post“ während einer Rede im Parlament vor der Abstimmung über seine Ernennung zum Verteidigungsminister ab:„Ich möchte kein Populist sein – ich möchte ein Realist sein. Das Verteidigungsministerium kommt mit einem Defizit von 300 Milliarden Hr. (6,7 Milliarden Dollar), zwei Millionen Ukrainern, die (wegen Wehrdienstverweigerung) gesucht werden, und 200.000, die AWOL sind, in meine Hände.“

Weiter heißt es bei der Zeitung, laut einer ukrainischen Nachrichtenagentur seien zwischen Januar 2022 und September 2025 in der Ukraine fast 290.000 Strafverfahren wegen unbefugten Verlassens von Militäreinheiten eingeleitet worden. Davon seien 235.646 Strafverfahren wegen unerlaubter Abwesenheit und 53.954 wegen Desertion registriert.

Der neue Verteidigungsminister versprach zudem umfassende Reformen bei der Ausbildung und Rekrutierung von Soldaten und argumentierte, dass eine bessere Vorbereitung die Verluste auf dem Schlachtfeld reduzieren und die allgemeine Kampfkraft verbessern würde.

Der 35-jährige Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov wurde in New Haven, Connecticut, an der Yale School of Management ausgebildet. Seit Beginn des Krieges, so die „Kyiv Post“, spielt er auch eine Schlüsselrolle bei der Beschaffung von Drohnen und der Entwicklung von Technologien für den Einsatz auf dem Schlachtfeld.

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