Markus Haintz war über ein Jahr Autor bei „Demokratischer Widerstand“ (DW) und fragt jetzt empört: „DW durchgedreht?“

35 Prozent der Leser von „DW“ sind für Todesstrafe gegen Verantwortliche des Corona-Regimes

von Alexander Wallasch (Kommentare: 23)

Umfrage von DW: „Das Corona-Spritzenregime steht unter dem vielfach begründeten Verdacht, den umfangreichsten industriellen Massenmord der Geschichte zu organisiert zu haben. Sind Sie vor den Verfahren gegen die Verantwortlichen für Widereinführung der Todesstrafe?“© Quelle: Pixabay/wenzlerdesign undWebseite: DW, Bildmontage Alexander Wallasch

In den sozialen Medien werden verstörende „Nürnberg 2.0“-Forderungen geäußert, auf Anti-Corona-Maßnahmen-Demos sah man Davidsternbinden mit „ungeimpft“-Aufdruck und jetzt fragt der „Demokratische Widerstand“ seine Leser via Telegram, was sie von der Todesstrafe für die Verantwortlichen des Corona-Regimes halten.

Die Wochenzeitung „Demokratischer Widerstand“ (DW) hat sich für Corona-Maßnahmen gegenüber kritisch eingestellten Menschen zum Medium überhaupt gemausert, jedenfalls, wenn es darum geht, eine Zeitung als Papierausgabe zu lesen.

Spätestens auf der Querdenken-Großdemonstration am 29. August 2020 wurde die Publikation vielen Demonstranten bekannt, als sie dort im großen Stil verteilt wurde. Heute zeichnet im Impressum ein „Sodenkamp & Lenz Verlagshaus GmbH“ für das Blatt verantwortlich.

Der Demokratische Widerstand wirbt auf seiner Webseite auch für einen Telegram-Kanal. Der hat für die Corona-Maßnahmen gegenüber kritische Szene mit 15.851 Abonnenten noch eine vergleichsweise niedrige Zahl an Verfolgern gemessen jedenfalls am Bekanntheitsgrad der Zeitung.

Aber was dort aktuell berichtet wird, hat das Potenzial, zu schockieren. Jedenfalls sieht das der Corona-Maßnahmen gegenüber ebenfalls kritisch aufgestellte Anwalt Markus Haintz so, der selbst eineinhalb Jahre lang für die Zeitung geschrieben hat.

Allerdings hatte Haintz seine Mitarbeit dort Ende September 2022 aufgekündigt, und diesen Schritt unter anderem damit begründet, dass ihm die „Wortwahl“ und die „Richtung in die das geht“ suspekt geworden seien.

Damals gefielen dem Anwalt einige Umfragen nicht, welche die Zeitung an ihre Leser richtete. So auch jene, ob man Maskenträger verprügeln dürfe.
Gestern meldete sich Haintz im Zusammenhang mit der Zeitung erneut zu Wort und kritisierte eine weitere Umfrage des Telegram-Kanals der Zeitung „Demokratischer Widerstand“.

Der Anwalt fragt: „DW durchgedreht?“ und er führt weiter aus:

„Die Zeitschrift Demokratischer Widerstand hat erneut eine sehr befremdliche Umfrage gestartet und trägt zum wiederholten Mal zu einer gesellschaftlichen Radikalisierung bei. Wer direkt nach der Umfrage über die „Corona Todesstrafe“ eine Friedenstaube postet, hat so einiges nicht verstanden.
Ich frage mich ernsthaft, wie die verbliebenen Redakteure noch hinter der Zeitung stehen können?
Seit ich im August mein Engagement eingestellt habe, haben diverse weitere Mitarbeiter / Redakteure den DW verlassen, darunter zum Beispiel Hermann Ploppa. Die Zeitschrift überzieht verbal enorm, ich hätte meine Arbeit dort wesentlich früher einstellen sollen. PS: die aktuelle Umfrage dürfte zu strafrechtlichen Ermittlungen führen, § 130 (3) StGB, wegen Verharmlosung des Holocaust. Verharmlosung wird inzwischen sehr schnell angenommen, hierfür reichen aber auch die früheren Maßstäbe aus. Ob die Formulierung als Frage / Verdacht ausreicht, um Ermittlungen zu verhindern, wage ich zu bezweifeln.“

Zunächst einmal werden viele Freunde der Zeitung diese Art der Kritik für ein Geschmäckle halten, wenn hier ein Ehemaliger über seine alte Wirkungsstätte schreibt bis dahin, dass er eine Straftat vermutet, die noch niemand formuliert hat.

Aber wie sieht die besagte Umfrage eigentlich konkret aus? Der Telegram-Kanal des DW fragt unter „Umfrage“:

„Das Corona-Spritzenregime steht unter dem vielfach begründeten Verdacht, den umfangreichsten industriellen Massenmord der Geschichte zu organisiert zu haben. Sind Sie vor den Verfahren gegen die Verantwortlichen für Widereinführung der Todesstrafe?“

Es gibt drei Antwortmöglichkeiten:
Möglichkeit 1: „Ja, das Verbrechen sprengt alle Maßstäbe und kann nicht ohne die Todesstrafe gesühnt werden.“
Möglichkeit 2: „Nein, ich bin gegen eine Wiedereinführung der Todesstrafe für die Corona-Verfahren.“
Möglichkeit 3: „Weiß nicht/ mag die Frage nicht.“

Stand 13:07 Uhr am 28.November haben 35 Prozent von 2.904 Stimmen die Todesstrafe befürwortet, das sind mehr als eintausend Stimmen.

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Der Verlag, welcher die Zeitung herausgibt und den Kanal betreibt, stellt sich seinen Leser online folgendermaßen vor:

„Eine Druckerpresse für den Widerstand! Das Verlagshaus Sodenkamp & Lenz wurde 2020 von den Journalisten, Dramaturgen und Verlegern Hendrik Sodenkamp und Anselm Lenz gegründet, Miteigentümerin ist die Redakteurin und Vertriebsleiterin Doro Neidel. Der Verlag um die Wochenzeitung Demokratischer Widerstand baut ein Vollprogramm auf für Sachbuch, Rechtswissenschaft, Medizin, Belletristik, Drama, Poesie und Essayistik.“

Markus Haintz hält die Telegram-Meldung offensichtlich für ernst gemeint. Aber selbst, wenn das ein Scherz sein sollte, wäre dieser nicht nur vollkommen missglückt, er wäre tatsächlich hochgradig bedenklich. Und er wurde bis jetzt nicht gelöscht.

Die Umfrage wird bei Telegram eingerahmt von einer „wöchentlichen DW-Buchempfehlungsliste“, an erster Stelle steht dort Ernst Wolff mit „WEF-Die Weltmacht im Hintergrund“, es endet mit Hannes Hofbauer und „Zensur“. Dem Kommentar folgt ein Jubiläum, DW weist hin auf ein Jahr „Neuer Krefelder Appell“ und bebildert diese Grußadresse mit einer weißen Friedenstaube auf hellblauem Grund.

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