Die linksradikale Amadeu Antonio Stiftung, gegründet von einer Ex-Stasi-Mitarbeiterin, gehört zu den demokratiefeindlichen privaten Einrichtungen, die in Deutschland mit Millionenbeträgen aus Steuergeldern gefördert werden.
Die Stiftung ist zudem zu einer Art Verteilstation für staatliche Gelder an Projekte geworden, die auf diesem Umweg die Prüfung einer Förderungswürdigkeit – etwa des hunderte-Millionen-schweren Projekts „Demokratie leben!“ aus dem Bundesfamilienministerium – umgehen können.
Die Amadeu Antonio Stiftung gehört damit zu jenen Organisationen, die den Machterhalt der herrschenden Klasse sichern und außerhalb der Parlamente eine oppositionelle Gegenöffentlichkeit bekämpfen. Als Unterstützer der Antifa ist man hier sogar Teil des gewaltbereiten Kampfes gegen jedweden oppositionellen Auftritt.
Deshalb erstaunt es umso mehr, dass die Stiftung in ihrer „Chronik antisemitischer Vorfälle“ zu so etwas wie dem Werkzeug der Selbstkritik greift, wenn linksradikale und wohl auch linksextreme Gruppierungen kritisiert werden, weil sie in ihrer Israelkritik zu Antisemiten geworden sind. Selten war so deutlich nachzulesen, dass Antisemitismus heute ein fast ausschließlich linkes bzw. zugewandertes Problem ist.
Zwar basiert die Chronik auch auf einem Meldesystem – theoretisch könnten hier auch dutzende Fake-Einträge einen hohen Anteil rechtsextremen Antisemitismus basteln. Aber das passiert nicht. Wäre es nicht so grotesk, könnte man sagen, die Amadeu Antonio Stiftung geht hier eine Querfront mit rechten Freunden Israels ein.
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Hier mal exemplarisch und in Auszügen, was die Stiftung allein für den Januar 2026 bereits an Antisemitismus öffentlich gemacht hat:
3. Januar – Vorfalltyp: gezielte Sachbeschädigung und Schändung
„Unbekannte legen an einem Schuppen auf dem Privatgrundstück des Antisemitismusbeauftragten des Landes Brandenburg, Andreas Büttner, ein Feuer. An seiner Haustür bringen sie ein auf der Spitze stehendes rotes Dreieck an. Das rote Dreieck verwendet die Terrororganisation Hamas um israelische Ziele zu markieren und zu eliminieren.“
5. Januar 2026 – Vorfalltyp: Bedrohung und Beleidigung
„Unbekannte senden über die Poststelle des Landtags Brandenburg an den Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner einen Brief mit Verunglimpfungen und der Morddrohung „Wir töten dich!“. Außerdem ist ein rotes Hamas-Dreieck auf das Schreiben gemalt. Im Umschlag befindet sich zudem ein Granulat. Das Landeskriminalamt stellt später fest, dass das Granulat unbedenklich ist. Das rote Dreieck verwendet die Terrororganisation Hamas um israelische Ziele zu markieren und zu eliminieren.“
7. Januar 2026 – Vorfalltyp: Angriffe / (schwere) Körperverletzung
„Aus einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen heraus reißen zwei Kinder eine vor einem koscheren Café stehende Israelflagge ab. Später werfen sie mit sechs weiteren Kindern und Jugendlichen gefüllte Plastikflaschen auf eine Mitarbeiterin des Cafés, wodurch die 46-Jährige am Schienbein leicht verletzt wird. Anschließend versucht die Gruppe in das Café einzudringen und schlägt einen Aufsteller gegen die Scheibe des Cafés. Sie rufen außerdem antiisraelische Parolen. Tatverdächtig sind ein 10- und ein 11-Jähriger, die der Polizei bereits als Intensivttäter bekannt sind.“
11. Januar 2026 – Vorfalltyp: Versammlungen, Veranstaltungen
https://www.youtube.com/watch?v=v1V7EUNyFSE
Bei der Luxemburg-Liebknecht-Gedenkdemonstration in Berlin-Friedrichshain ruft die Menge: „Huriya, huriya, Falasteen arabiya“ übersetzt „Freiheit, Freiheit, Palästina ist arabisch“. Israel wird damit das Existenzrecht abgesprochen. „Palästina darf sich wehren. Mit Steinen und mit Gewehren. Widerstand ist Völkerrecht, nur der Westen findets schlecht.“ „Intifada revolution!“Intifada bedeutet Aufstand/Rebellion und bezieht sich unter anderem auf die zwei mehrjährigen Serien von Terroranschlägen auf die Zivilbevölkerung in Israel (1987-1993 sowie 2000-2005). Es ertönt ein Lied bei dem es heißt „Palästina, Kampf dem Zionismus […]“. Laut Democ wird zudem gerufen: „Tod, Tod, Tod dem Zionismus!“, „Israel, Schwanzlutscher!“, Ein Redner des „Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitee“ heizt die Menge an zu rufen: „Free, free Palestine, zionism is a crime, get out from Palestine!“
17. Januar 2026 Vorfalltyp: Versammlungen, Veranstaltungen
„„Handala Leipzig“ und weitere antiisraelische Organisationen rufen in Leipzig-Connewitz (ein alternatives Leipziger Viertel, das auch durch israelsolidarische linke Gruppen geprägt wird) zu einer antizionsitischen Demonstration auf. Der Zugang nach Connewitz wird von israelsolidarischen Linken blockiert und die Route auf Wunsch der Veranstaltenden in die Innenstadt verlegt. Eine Rednerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität der Partei Die Linke sagt: „Israel ist eine Siedlerkolonie, ein Staatswesen, das aufgebaut ist auf Vertreibung und auf Ersetzung der palästinensischen Bevöllerung. Natürlich isoliert BDS Israel international und das ist auch gut so. Was bleibt denn anderes, wenn ein Staat eine Bevölkerungsgruppe bombardiert, aushungert, vertreibt und vernichten will? BDS ist die größte Kampagne der palästinensischen Zivilgesellschaft zur Überwindung von Apartheid, von Besatzung, von der Blockade. Und wer sich gegen diese friedliche Kampagne stellt, ja der zeigt, dass ihm keine Form des palästinensischen Widerstands recht ist. Und deswegen sagen wir, solche Staaten müssen Linke nicht nur isolieren, solche Staaten müssen Linke bekämpfen. Fuck you, Israel, viva Palastine!“ BDS steht für „Boycott Divestment Sanctions“ und ist dafür bekannt alles was mit Israel zutun hat, zu boykottieren …“
Weiter bei der Stiftung: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/chronik/demonstration-gegen-zionismus/
18. Januar 2026 – Vorfalltyp: gezielte Sachbeschädigung und Schändung
https://www.instagram.com/p/DTp_f18jFSt/
„Unbekannte kleben auf die Säulen vor dem israelischen Restaurant Jaffa Sticker, auf denen auf Hebräisch steht: „Israel ist ein Apartheidstaat“ und „Alle Soldaten der israelischen Armee seien Kriegsverbrecher – ihr seid hier nicht erwünscht.““
24. Januar 2026 – Vorfalltyp: Versammlungen, Veranstaltungen
https://www.youtube.com/watch?v=ZNFin6pCu30
„Bei einer antiisraelischen Demonstration in Berlin-Neukölln wehen Flaggen des iranischen Regimes und auf einem Schild steht auf Englisch „Gaza is the gateway for Muslims“, also übersetzt „Gaza ist das Tor für Muslime“ und auf Arabisch sinngemäß übersetzt „Sieg durch Gott“. Hierbei wird Gaza als das Tor zum weltweiten Sieg des Islams beschrieben – eine islamistische Erlösungsfantasie. Über ein Tonband wird der folgende Text abgespielt: „Die Volksfront zur Befreiung Palästinas – PFLP – der Partei der Befreiung, Hizb ut‑Tahrir, Soldiaritätsnetzwerk palästinensischer Gefangener“. Hierbei werden in einer Reihe Gruppen unterschiedlicher politischer Ausrichtungen (von linksterroristisch bis islamistisch) aufgezählt …“
Weiter bei der Stiftung: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/chronik/demonstration-gaza-als-das-tor-der-muslime-bezeichnet/
27. Januar 2026 – Vorfalltyp: gezielte Sachbeschädigung und Schändung
https://www.instagram.com/reels/DUGhdGTDQWz/
„Rund um den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus werden Erinnerungsplakate aufgehängt, die an die Entrechtung von Jüdinnen*Juden durch die Nationalsozialisten erinnern. Unbekannte beschmieren diese mit: „FREE GAZA“ und einem roten auf der Spitze stehenden Dreieck. Das rote Dreieck verwendet die Terrororganisation Hamas um israelische Ziele zu markieren und zu eliminieren. „TOD ISRAEL“ und „FCK ZIOS““
27. Januar 2026 – Vorfalltyp: Kommentare, Hetze, Zuschriften
https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/stefan-raab-show-unterstellt-gil-ofarim-betrueger-gen/
„In der „Stefan Raab Show“ auf RTL geht es vor allem um das Dschungelcamp. In der Sendung am 27. Januar wird ein Einspieler über den Sänger und jüdischen Dschungel-Teilnehmer Gil Ofarim gezeigt. Darin heißt es „Das musikalische Talent hat er von seinem Vater Abi Ofarim, der in Wirklichkeit kein Abi hatte“. Raab kommentiert diesen Einspieler mit den Worten „Das bringt uns zum Betrüger-Gen von Gil, das er seinem Onkel Samuel zu verdanken hat.“ Der Skandal: Dieser Onkel ist von den Machern frei erfunden, ihm wird ein jüdisch konnotierter Name gegeben und behauptet, dass es in der Familie ein „Betrüger-Gen“ gibt …“
Weiter bei der Stiftung: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/chronik/einspieler-bei-stefan-raab-show-mit-antisemitischen-zuschreibungen-gegenueber-gil-ofarim/
31. Januar 2026 – Vorfalltyp: Versammlungen, Veranstaltungen
https://www.youtube.com/watch?v=feHresoebNc
„Bei einer antiisraelischen Demonstration von Berlin-Kreuzberg nach Berlin-Neukölln sagt eine Teilnehmerin in Richtung einer Protestgruppe gegen Antisemitismus und in Richtung von Journalist*innen: „[…] Trump on Epstein files, who rapes twelve year old girls. The zionists control him and you are proud, you are proud. You are Axel Springer Mossad. All of you are Mossad.“ Auf ihrer Tasche klebt ein Blatt Papier mit der Aufschrift „Fascism Racism Nazism Zionism“ …“
Weiter bei der Stiftung: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/chronik/demonstrationsteilnehmerin-bezeichnet-gruppe-gegen-antisemitismus-als-mossad/
31. Januar 2026 – Vorfalltyp: Versammlungen, Veranstaltungen
https://www.youtube.com/watch?v=Twu79KVtN5A
„Bei einer antiisraelischen Perfomancekunst durch die Straßen Nürnbergs wird ein Tonband abgespielt: „Fast täglich werden nach wie vor Menschen ermordet. Das Morden hat nicht aufgehört. Israel ist ein Terrorstaat. Israel massakriert schlafende.“ Schwarz angezogene Personen mit Kufiya (= Palästinensertuch) um den Hals und einer Maske halten die folgende Schilder hoch: „ISRAEL BEGEHT VÖLKERMORD“, „ISRAEL BOMBS LEBANON PALESTINE“, „MERZ FINANZIERT ISRAEL BOMBADIERT“, „NIE WIEDER GILT FÜR ALLE“, „Schweigen während eines Genozids ist Kriegsverbrechen“. Ein Redner sagt folgendes: „Die Zionisten werden gehasst und der Hass ist hier ein wichtiges Werkzeug, denn Gerechtigkeit muss geliebt werden, Frieden muss geliebt werden, Zusammenhalt muss geliebt werden.“ …“
Weiter bei der Stiftung: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/chronik/demonstration-entmenschlichung-und-gleichsetzung-des-holocausts-mit-der-situation-in-gaza/