Querschwimmer, die Polizei und wasserscheue Linksextremisten

Anabel Schunke über Bäder-Stress: „Ich habe keinen Deutschen gesehen, der Stunk gemacht hat“

von Alexander Wallasch (Kommentare: 3)

„‘Wo viele Menschen zusammenkommen, kommt es zu Konflikten‘, lautete gestern eine mehrmals vorgetragene Behauptung bei Stern TV in Bezug auf die Freibad-Situation. Beweisstück A dagegen: Die Loveparade in den 90ern.“© Quelle: Pixabay / MichaelM, geralt

Die Schwimmbäder sind nicht erst seit gestern Hochburgen muslim-migrantischer Testosteron-Ausschreitungen und Übergriffe gegen deutsche Mädchen und Frauen.

Aber immer pünktlich im Hochsommer füllen sich die Schlagzeilen der Altmedien mit hilflosen Empörungsschreien. Bald so, als griffen die Redaktionen nur routiniert in ihre Zettelkästchen. Die Bildzeitung entdeckt noch ein weiteres Problem: „Deutsche Bäder zwei Grad kälter – Weil das Heizen zu teuer ist“. Also auch im Schwimmbad die ersten Einschläge des Ukrainekrieges.

Aber bleiben wir bei den Ausschreitungen in den Schwimmbädern: Kolumnistin Anabel Schunke nimmt da kein Blatt vor den Mund. Ihr sind mutmaßlich auch die Temperaturen im Bad wurscht, ihr geht es um die beschriebenen Geschehnisse rund um die Konflikte mit und unter muslimischen Migranten.

Dankensweiterweise hat sich Anabel Schunke Stern TV angeschaut, wo der Bäder-Krieg verhandelt wurde und dazu via Facebook zwei Posts veröffentlicht. Zum einen kommentiert Schunke die peinlichen Ausflüchte der zuständigen Bäder-Funktionäre und im Weiteren berichtet sie von ihren persönlichen Erfahrungen mit Menschenmassen aus einem Deutschland von früher, dass sich von dem ab 2015 fundamental unterscheidet:

„Auch gut gestern der Präsident der deutschen Schwimmmeister bei SternTV zu den Gründen für die Ausschreitungen in Freibädern:
‚Mittlerweile sind wir ein Volk von Egoisten geworden‘
Ahja. Und ich dachte, ich hätte auf keinem einzigen Video, das in den sozialen Medien kursierte, auch nur einen Deutschen gesehen, der da Stunk gemacht hat.
Diese Leute, die eigentlich öffentliches Sprachrohr für die Menschen sein sollten, die tagtäglich eine Realität erleben, wie es sie vor Jahren noch nicht gab, ignorieren diese Realität, statt sie abzubilden. Und dann fragt sich wieder jeder, woher die Wut der Leute kommt.
Getoppt nur noch von Christian Mankel, dem Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen auf die Frage, ob das etwas mit dem Background der Leute zu tun hätte: ‚Ich mag das Wort Migrationshintergrund nicht…‘
Alles klar.“

Und weiter:

„‘Wo viele Menschen zusammenkommen, kommt es zu Konflikten‘, lautete gestern eine mehrmals vorgetragene Behauptung bei Stern TV in Bezug auf die Freibad-Situation. Beweisstück A dagegen: Die Loveparade in den 90ern.“

Zu Letzterem möchte ich meinen Senf auch noch dazugeben: Viele Menschen sind beispielsweise auch zusammengekommen, als der mittlerweile inhaftierte Michael Ballweg und seine Querdenken-Bewegung Ende August 2020 gegen das Corona-Regime demonstrierten. Damals liefen Hunderttausende im Hochsommer Seite an Seite, ohne dass es deshalb zu Konflikten kam.

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Das allerdings war bei den Folgedemonstrationen nicht mehr der Fall. Und es lag nicht an einer Radikalisierung der Teilnehmer. Und selbstverständlich auch nicht an einem in die Höhe schnellenden Anteil aufgeregter Migranten in Badehose bei solchen den Corona-Maßnahmen gegenüber kritischen Versammlungen.

Nein, die Eskalation der Gewalt auf Demonstrationen wurde vom Staat offensichtlich bewusst geschürt, um weitere unliebsame Demonstrationen gegen das Corona-Regime verbieten zu können.

Geschürt von zwei Seiten: Zum einen brachte die Regierung linksradikale und linksextremistische Randale- und Schlägertruppen in Stellung, indem sie massiv und bis ins Parlament für eine Subventionierung der Antifa warb und dabei nicht müde wurde, diese Form der Einschüchterung zum Kern einer neu ausgerufenen Zivilgesellschaft zu machen.

Und zum anderen sind auf Polizeieinsätzen, die solche Demonstrationen begleiten, seit nunmehr fast zwei Jahren zwei Dinge zu beobachten: Eine unverhältnismäßige Härte gegenüber Corona-Maßnahmenkritikern. Und demgegenüber eine erstaunliche Duldsamkeit gegenüber der Antifa-Klientel.

Wenn aber ein querdenkender Rollstuhlfahrer mit einem Grundgesetz in der Hand gegen das gepanzerte Schienbein eines Einsatzbeamten fährt, weil sich die Bremse löst, bekommt der Sitzende was auf die Mütze – oder war es ein Radfahrer, der vom Fahrrad gerissen wurde?

Für die Linksradikalen müssen solche übertriebenen Einsätze wie Kumpanei wirken. Die Polizei, dein Freund und Helfer. Ältere Beamte kennen diese feixend vermummte Klientel allerdings noch aus viel härteren Einsätzen der Vergangenheit, damals, als es in der Hamburger Hafenstraße noch ganze Kloschüsseln auf die Beamten herunterregnete – auf Corona-Maßnahmen gegenüber kritischen Demonstrationen geht man sich friedlich aus dem Weg.

Die extremistische Linke, die auf Demonstrationen gerne Mütter, Alte und Kinder verbellt, scheint allerdings eine natürliche Scheu vor Schwimmbädern zu haben. Dort nämlich ist sie zu keinem Zeitpunkt präsent. Nicht, um die Polizei eventuell gegen entfesselte junge männliche Migranten zu unterstützen, und auch nicht, um hier gegen ein paar vermutete Querschwimmer zu demonstrieren.

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Kommentare

Kommentar von Herbert Wolkenspalter

@La Vinia
Die heutigen Zustände sind im Unterschied zu früher auch in meinen Augen nicht wünschenswert. Notabene: früher gab es auch keine Frauenthemen. Und später sind nicht wegen der Sicherheitsfragen entstanden (sondern wegen Gleichmachung und sonstigen, versteckten Wünschen, die man nicht offenbaren konnte ohne peinlich zu sein).

Zu Ihrer abschließenden Frage: Was hat Feminismus wohl mit Frauenthemen zu tun? Der Artikel von Anabel Schunke ist dermaßen mit kolportierten Allgemeinplätzen aus verschiedenen Themen und Denkbildern vollgespickt, dass man auf dieser Grundlage kaum konkret analysieren und diskutieren kann.

In der Politik werden so viele subjektive Gefühle und irrationale Wünsche als Grundlage des Herrschens herangezogen, dass sich eine Alternative davon deutlich unterscheiden muss, um nicht zurecht dieselben Vorwürfe hören zu müssen.

Kommentar von La Vinia

An Herbert Wolkenspalter, der die Frauenthemen leid ist - als ich Kind war, war es ganz normal, in kleineren Gruppen von Kindern ohne erwachsene Begleiter nach der Schule ins Schwimmbad zu gehen. Gut, das war in einer Kleinstadt, ob Kinder in Großstädten das auch machen durften, entzieht sich meiner Kenntnis. Dass dies unter heutigen Bedingungen nicht mehr ratsam ist, dürfte jedoch auf der Hand liegen. Diese Schwimmbäder sind vermutlich auch mit Mama kein geeigneter Ort für Kinder. Voilà, kein Frauenthema. Trotzdem sind diese Zustände in meinen Augen nicht wünschenswert. Zufrieden?

PS: was hat es übrigens mit Feminismus u.ä. zu tun, wenn sich jemand gegen Übergriffe auf Frauen und Mädchen ausspricht? War so etwas denn bspw. im 18. Jahrhundert, also in klar vor-feministischen Zeiten, erlaubt?

Kommentar von Herbert Wolkenspalter

So langesam bin ich Frauenthemen leid! Einerseits soll und muss Gleichberechtgigung sein, was aber in der Überziehung zur Quote führt, anderseits spielt man gern die Karte des gefährdeteren, schwächeren Geschlechts (vgl. auch #meetoo). Frau sollte sich endlich entscheiden, ob sie bevozugt und obendrein bewundert sein will oder gleich.

Feminismus ist das Problem, das Männer und Frauen in gedachten, konkurrierenden Rollen auseinanderdividiert (=> Spaltung der Gesellschaft). Der falsche Weg in eine mental gesunde Gesellschaft, wo Ergänzung und Synergie, jeder mit seinen Voraussetzungen, Möglichkeiten und Stärken etwas Gemeinsames hevorbringt, das der einzelne Partner nicht allein kann – während man mit Konkurrenz im Kopf sowieso nicht von Partnerschaft reden kann.