MdB Martin Sichert: Zehntausende tote Zivilisten – Gefahr für Bürger wird bewusst in Kauf genommen

Angeblich dritte Sprengstoff-Drohne in Leipzig – Regierung schweigt zu Munition auf Zivilflughäfen

von Alexander Wallasch

Reale Gefahr oder Anschubhilfe für Milliardengeschäft der Rüstungsindustrie?© Quelle: Wikipedia/CC BY-SA 3.0, Drohne und Montage von Grok

Während Ermittler bei Leipzig eine dritte Drohne und fünfzig Gramm Hexogen gefunden haben sollen, beantwortet die Bundesregierung eine Frage nach Munitionstransporten über deutsche Zivilflughäfen „aus Staatswohlgründen“ nicht. Martin Sichert (AfD) sieht darin das indirekte Eingeständnis, dass Bürger bewusst zu potenziellen Opfern gemacht werden.

Eine aktuelle Meldung passt gut zu einer Antwort der Bundesregierung – konkreter einer Nicht-Antwort –, die der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert vor wenigen Tagen auf eine schriftliche Frage zu Munitionstransporten über deutsche Zivilflughäfen erhielt.

Beginnen wir mit der aktuellen Meldung. Die findet sich etwa beim regierungsnahen Portal T-Online. Demzufolge soll beim angeblichen Drohnenanschlag in Leipzig noch eine dritte Drohne und militärischer Sprengstoff gefunden worden sein, wir hatten berichtet.

Jetzt also drei Drohnen. Eine mit Sprengstoff beladene soll ein Flughafen-Mitarbeiter mit einem stuntreifen Fußtritt in der Nähe eines ukrainischen Antonow-Frachtflugzeugs zu Boden gebracht haben. Eine weitere soll mit einem Frachtflugzeug von DHL kollidiert sein. Laut Angaben einer Sprecherin der Bundesanwaltschaft gegenüber einem Recherchenetzwerk soll zehn Tage nach dem Fußtritt gegen Drohne Nummer eins eine dritte Drohne auf einem flughafennahen Feld bei Kabelsketal gefunden. Nahe der Drohne habe man zudem zusätzlich eine Substanz entdeckt, bei der es sich um rund fünfzig Gramm des hochexplosiven Sprengstoffs Hexogen handeln soll.

Zusammengefasst: Drei Drohnen, davon zwei laut Ermittlern mit Sprengstoff. Widersprüchlich wird es nun dort, wo ausgerechnet die DHL-Drohne keinen Sprengstoff geladen haben soll. Denn dann wäre nach neuesten Spekulationen der Ermittler das Flugzeug in die Luft geflogen und hätte möglicherweise weitere betankte Maschinen in Mitleidenschaft gezogen. T-Online schreibt dazu:

„Die zweite, mit der DHL-Maschine kollidierte Drohne wurde bisher noch nicht gefunden. Nach Einschätzung der Ermittler könnte sie allerdings nach dem Zusammenstoß mit dem Flugzeug auch in die Triebwerke geraten und in kleinste Teile zerteilt worden sein …“

So ein Schreddern einer Drohne wäre mit einer Sprengstoffladung mutmaßlich in einer Katastrophe gemündet. Also russisches Roulette für Leipzig, dass Drohne drei ohne Sprengstoff flog – oder eine doch auffällig konstruierte Geschichte?

Was man hier nämlich nicht vergessen darf: Drohnen sind ein Milliardengeschäft geworden. Eine reale und glaubwürdige Bedrohung der deutschen Luftfahrt – ob nun militärisch oder zivil – hätte eine enorme Aufrüstung an Drohnenabwehr-Systemen zur Folge. Und die Bundesregierung und allen voran die im Drohnen-Geschäft involvierte Döpfner-Familie, die Springer-Medien und ihre ehemaligen Mitarbeiter bei Drohnenunternehmen tun zur Zeit alles dafür, dass dieses Schockszenario den nächsten großen Big-Deal einer deutsch-ukrainischen Rüstungsindustrie auslöst.

Eine Anfrage von Martin Sichert (AfD) sollte nun Aufklärung darüber bringen, was bei einem feindlichen Drohnen-Angriff, der hier gemutmaßt wurde, tatsächlich alles in die Luft gehen kann. MdB Sichert wollte unter anderem wissen:

„Finden über deutsche Zivilflughäfen Munitionstransporte statt, und wenn ja, über wie viele deutsche Zivilflughäfen?“

Interessant in dem Kontext übrigens auch, welche Kontrollmöglichkeiten die deutschen Behörden überhaupt noch über ukrainische Aktivitäten in Deutschland haben. Wissen wir zu jeder Zeit, was etwa in diesen ukrainischen Antonow-Frachtflugzeugen transportiert wird? Es sieht viel danach aus, dass das nicht der Fall ist.

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Kommen wir zur Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage des Abgeordneten. Der erfuhr nichts und doch alles:

„Die Bundesregierung (ist) nach sorgfältiger Abwägung zu der Auffassung gelangt, dass eine Beantwortung aus Gründen des Staatswohls ausnahmsweise nicht erfolgen kann. Gegenstand dieser Frage sind solche Informationen, die in besonders hohem Maße das Staatswohl berühren und daher selbst in eingestufter Form nicht beantwortet werden können. (…) Durch die Beantwortung der Frage in diesem Einzelfall würden spezifische Informationen zur Nutzung deutscher Zivilflughäfen und zur Häufigkeit der Nutzung offengelegt.“

Für Martin Sichert ist damit klar: Die Bundesregierung gibt hier indirekt Munitionstransporte über Zivilflughäfen zu, „Gefahr für Bürger wird bewusst in Kauf genommen“, denn „die Zahl von möglichen Sabotageangriffen wird nur dann erhöht, wenn über diese tatsächlich Munition transportiert wird.“

Sichert schreibt weiter, ihn schockiere schon die Kommunikation der Polizei bei dem Drohnenangriff auf den Leipziger Flughafen, die es als völlig normal behandelt hätte, dass da möglicherweise Munitionstransporte über einen Zivilflughafen in der Hauptreisezeit stattfänden:

„Mit Munitionstransporten über zivile Flughäfen macht man Zivilflughäfen zu militärischen Anschlagszielen. Man muss sich nur mal vorstellen, was passiert, wenn eine Antonow voller Munition an einem deutschen Zivilflughafen explodiert: Dann gibt es Tausende, wahrscheinlich sogar Zehntausende tote Zivilisten.“

Jetzt könnte man Sichert unterstellen, er treibe das große Milliardengeschäft mit der Drohnenabwehr noch voran, wenn er hier Alarm schlägt und also eine Drohnenabwehr notwendig macht. Aber andersherum wird ein Schuh draus: Diese Transporte sind sofort einzustellen, damit sind auch potenzielle Angriffsziele nicht (mehr) vorhanden.

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Interessant übrigens auch, dass einschlägige auch Neue Medien die Meldungen von Martin Sichert zu seinem Ausschluss als AfD-Kandidat in Niedersachsen entlang der Pressemeldung berichtet haben, zu dieser Meldung und zum Springer-Palantir-Komplex sowieso vornehm schweigen.

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