Für leitenden Staatsdiener sind alle Rentner Sozialhilfeempfänger

Arbeitsagentur spielt Migranten gegen Rentner aus

von Alexander Wallasch

Wer einmal live erleben will, warum dieses Land nicht mehr zu retten ist, der muss am heutigen Sonntag nur einen Welt-Artikel lesen, der es in sich hat. Schon die Schlagzeile als Fragestellung geht vollkommen an der deutschen Realität vorbei: „Füllen die Ukrainerinnen unsere Fachkräftelücke?“, fragt die Zeitung einen Arbeits- und Migrationsforscher, zu dem wir gleich noch kommen.

Zunächst einmal geht die Frage nicht nur an der Realität vorbei, sie ist auch geprägt von einem diesen Kriegsflüchtlingen gegenüber geradezu unanständigen Arbeitsmarktkolonialismus.

Denn es sollte der Welt und dem befragten Fachmann nicht entgangen sein, dass die zu uns geflüchteten Frauen zu einem großen Teil alles andere wünschen, als hier integriert zu werden und schon gar nicht in den deutschen Arbeitsmarkt.

So erteilte der Bildungsminister der Ukraine einer Konsulin in Deutschland den Auftrag, diese möge der deutschen Kultusministerkonferenz doch bitte mitteilen, dass man sehr wohl gedenkt, wieder heimzukehren, wenn der Wahnsinn des Krieges Geschichte ist.

Explizit wurde dazu aufgefordert, die schulische Erziehung der Kinder ukrainischen Lehrern zu überlassen – notfalls im Online-Unterricht, auch dafür wäre schon vor dem Krieg im Rahmen der Pandemie-Bekämpfung alles in die Wege geleitet worden und im Prinzip auch auf der digitalen Ebene funktional.

Die Frage der Welt ist entlarvend. Denn jetzt sind echte Kriegsflüchtlinge hier, was im Rahmen der vielfach illegalen Migrationswelle ab 2015 eben genau nicht der Fall war.

Ironie der Geschichte: Die etwa zwei oder zweieinhalb Millionen Migranten, die ab 2015 kamen, sind tatsächlich gekommen, um zu bleiben. Aber zu einem großen Anteil eben nicht, um hier deutschfleißig zu arbeiten. Übrigens gar nicht immer nur aus Unlust, oft schlicht auch aus Unvermögen.

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Aber kommen wir in dem Zusammenhang gleich mal zum von der Welt befragten Arbeits- und Migrationsforscher. Der heißt Prof. Herbert Brücker und ist letztlich Teil dieses Wanderzirkus, der unter dem Deckmantel der Wissenschaft als Handreicher der Bundesregierung tätigen Politikverkäufer. Vergleichbar beispielsweise mit der Tätigkeit eines Andreas Zick, der omnipräsent immer dann für die Regierung die Kohlen aus dem Feuer holt, wenn es darum geht, Zuwanderungskriminalität schönzureden oder den Deutschen einen Rechtsextremismus der Mitte zu unterstellen oder was auch immer hilft, Widerspruch der Menschen im Aufnahmeland zu unterbinden.

Besagter Brücker verstieg sich schon zu folgendem Satz über Zuwanderer: „Die meisten Flüchtlinge bringen starke demokratische Grundeinstellungen mit.“ So einem Unsinn muss man nicht kommentieren. Denn da müsste man ja befürchten, dass das am Ende einer Aufforderung gleichkommt, Demokratie in Deutschland neu zu lernen von Zuwanderern aus Afghanistan, Syrien oder Zentralafrika.

Jetzt also Brücker als Arbeitsmarkt-Experte der Welt mit einer steilen wie unverschämten These: Er warnt nämlich davor, jetzt die gleichen Fehler mit den Ukrainerinnen zu machen wie ab 2015 mit den Migranten der Massenzuwanderung. Und er meint damit diesen für ihn unsinnigen Versuch, geordnete Asylverfahren durchzuführen, die Fluchtbewegung ins gelobte Deutschland in kontrollierte Bahnen zu lenken würde nur Zeit verbrennen, die nicht zur Verfügung stände.

Auf die Frage der Welt, warum man nicht schon 2015 die sogenannte „Massenzustromrichtlinie“ angewandt hätte, antwortet Brückner:

„Es wäre jedenfalls klug gewesen. Erstens wären damals langwierige Asylverfahren umgangen worden, man hätte die Integration der Flüchtlinge dadurch enorm beschleunigen können. Zweitens hätte man die Staaten an der europäischen Außengrenze wie Griechenland und Italien entlastet.“

Unerträglich. Eine Argumentation wie auf dem Viehmarkt. Hier geht es nur noch darum, jedwede Einwanderungshürde abzuschaffen, um so viele Menschen wie möglich einwandern zu lassen mit nur einem Ziel: diese ominöse demografische Lücke zu schließen. Neokapitalismus in Reinkultur – unabhängig davon, dass man hier einen multiplen Clash der Kulturen provoziert.

Der Mensch heruntergerechnet auf seinen Nutzen und einen Ertrag. Aber für wen ertragreich? Für die Gesellschaft insgesamt oder für die Dividenden eines schon von all diesen Verwerfungen entkoppelten Geldadels?

Nicht nur Anhänger einer europäischen Kultur, vor allem die deutsche Linke, müsste hier auf die Barrikaden gehen, aber sie schweigt weiter, will sich auf keinen Fall nachsagen lassen, hier irgendwie rassistisch oder völkisch zu agieren.

Herbert Brücker ist seit 2005 Leiter des Forschungsbereichs „Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung“ am IAB (Institut für einer Arbeitsmarkt und Berufsforschung), einer Dienststelle der Bundesarbeitsagentur, eine Art Politikberatung des Bundesarbeitsministeriums.

Brückers Rolle dürfte damit hinreichend erklärt sein. Hier mäandert es ganz furchtbar: Der vermeintlich unabhängige Experte der Welt ist fester Mitarbeiter einer Dienststelle des Arbeitsministeriums.

Bertelsmann Stiftung, Stiftung Mercator, Amadeu Antonio Stiftung, Otto Brenner Stiftung, Uni Bielefeld, Rosa Luxemburg Stiftung – beginnend mit dem Herbst 2015 ist nicht nur die Regierung selbst, sondern sind etliche Stiftungen und Institutionen und nicht zuletzt eine massiv staatlich subventionierte (z.B. durch „Demokratie leben“ / Familienministerium mit hunderten Millionen Euro) Zivilgesellschaft darin verstrickt, Migration entgegen der Alltagswahrnehmung immer mehr Deutscher als Geschenk und als großartigen Vielfalt-Segen zu beschreiben und dann zu verkaufen.

Die Medien wie hier die Welt sind entweder ebenfalls Akteure oder Opfer, wo sie die staatliche Propaganda aus einer Schreibtischfaulheit heraus einfach kopieren.

Herbert Brücker ist – ähnlich wie Andreas Zick – in seinem Bereich ebenfalls eine Art Tausendsassa. Nebenbei leitet er auch noch das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt Universität, das übrigens ebenfalls von der Bundesagentur für Arbeit unterstützt wird.

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Tatsächlich: Die Mafia könnte sich hier im Organigramm eine Scheibe abschneiden.

Brücker prognostizierte schon Mitte 2019 im Interview mit dem Tagesspiegel: „Ich schätze, dass im Oktober etwa 40 Prozent der seit 2015 zugezogenen Geflüchteten beschäftigt sind.“

Also was man so Beschäftigung nennt, wenn sie schon ab einem Euro Lohn behauptet werden darf. 2019 immerhin hatte Brücker noch Anstand genug, zu definieren, was hier unter „Beschäftigung“ tatsächlich zu verstehen ist:

„Im April sind 36 Prozent der Einwanderer aus den Asylherkunftsländern, die seit 2015 zugezogen sind, in bezahlter Arbeit – nach der deutschen Definition, die ab dem ersten Euro Lohn gilt.“

Im Interview mit der Welt ist davon 2022 nicht mehr die Rede, Arbeit ist halt Arbeit, ob nun eine Stunde im Monat oder zwei. Dazu passt ein Buchtitel des Spiegelkolumnisten Sascha Lobo: „Wir nennen es Arbeit“.

Weil aber bis heute und über sechs Jahre später nach wie vor nur eine Minderheit der Zugewanderten tatsächlich in einer lohnsteuerpflichtigen Arbeit steht, greift Brücker zu einer Relativierung, die es in sich hat:

Zwar wäre der Anteil der Leistungsempfänger unter den Zugewanderten immer noch deutlich höher als unter der Gesamtbevölkerung. „Aber:“, so Brücker:

„Das teuerste Sozialprogramm ist übrigens die Rente. Wir geben in Deutschland jedes Jahr etwa 50 Milliarden Euro für Hartz IV aus – aber insgesamt 1.000 Milliarden für soziale Transferleistungen. Der höchste Posten ist dabei die Rentenversicherung, gefolgt von der Krankenversicherung.“

Der Münchner Bundesabgeordnete Peter Bystron (AfD) hat den Welt-Artikel heute ebenfalls gelesen und fordert den sofortigen Rücktritt von Brückner als Forschungsbereichsleiter beim IAB, „weil der genau das Gegenteil von dem macht, was er machen sollte“:

„Brückner vermischt zwei Sachen und er versucht die soziale Ungerechtigkeit zu kaschieren, die durch die Einwanderung in unsere Sozialsysteme entsteht. Hier werden Leute, die keinen Cent in die Systeme eingezahlt haben, die Gelder kassieren, mit Arbeitnehmern verglichen, die dreißig Jahre lang hart arbeiten mussten, in das System einzahlen mussten, um sich überhaupt einen Mindestanspruch zu erarbeiten.“

Im weiteren Verlauf des Welt-Interviews fragt man sich tatsächlich, in welchem Wolkenkuckucksheim der Leiter des Forschungsbereichs „Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung“ am IAB eigentlich unterwegs ist. Abgehoben wie ein Mitglied der Adelsklasse im Absolutismus, wischt Professor Brücker alle Erfahrungen, Bedenken und Sorgen der Bürger einfach mal vom Tisch für die eine höhere, vermeintlich gute Sache.

Zwar hätte die Pandemie – auch die muss jetzt als Alibi herhalten für Integrationsprobleme in den deutschen Arbeitsmarkt – die Pandemie hätte die Beschäftigung zwar zurückgeworfen, aber

„Positiv ist: Wenn der Aufschwung kommt, werden diese Firmen wieder im großen Stil einstellen. Wir rechnen deshalb damit, dass die Beschäftigung anziehen wird.“

Und weil es im Welt-Interview ja eigentlich um die Ukrainerinnen gehen sollte – „Füllen die Ukrainerinnen unsere Fachkräftelücke?“ –  äußerst sich Brücker abschließend dahingehend, dass es schon mal drei Jahre dauern könne, bis die nicht Deutsch sprechenden Ukrainerinnen qualifizierte Arbeit erledigen könnten.

Und im Übrigen hätte man schon bei den Syrern vernachlässigt, die vielen Lehrerinnen unter ihnen zu berücksichtigen. Man müsse es den ukrainischen Lehrerinnen jetzt einfacher machen, diese gleich einstellen und dann „mit Weiterbildungsmaßnahmen (…) schrittweise nachqualifizieren“.

Erst denkt man als Leser hier noch: Gut, das ist ja besagte Idee aus dem ukrainischen Bildungsministerium, die ukrainischen Flüchtlingskinder weiter von ukrainischen Lehrerinnen ausbilden zu lassen.

Aber weit gefehlt! Brücker möchte diese Lehrerinnen gleich mit in den deutschen Schulbetrieb integrieren. Sein Argument: Der Lehrermangel führe ja eh schon dazu, dass Lehrer ohne Lehrerausbildung unterrichten:

„Warum dann nicht Lehrerinnen und Lehrer aus dem Ausland?“

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Dieses Land, sein Wohlstand und seine Kultur werden von seiner Führung systematisch rückgebaut. Die einzige Frage, die hier noch zu beantworten ist:

Passiert das alles planmäßig, ideologisch gesteuert oder aus einem Unvermögen und einer unerträglichen Dekadenz der herrschenden politischen Klasse heraus? Einer Klasse, welche ihre hochdotierten Posten zur Abwicklung Deutschlands am liebsten noch an ihre Kinder und Kindeskinder vererben möchten – so ein paar arbeitsirre Deutsche werden für die Enkel schon noch überbleiben, denen diese das Fell über die Ohren bzw. den Lohn aus der Tasche ziehen können.

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