Söders Rückzug zieht Weimer Media Group in den Abgrund

Auch Digitalministerium verlässt Ludwig-Erhard-Gipfel: Kein Geld mehr und kein Minister als Gast

von Alexander Wallasch (Kommentare: 2)

Das sind keine Dominosteine mehr – das ist ein Tsunami© Quelle: ludwig-erhard-gipfel.de/ Screenshot

Nach Söders Absage knallt das nächste bayerische Ministerium die Tür zu. Kein Kooperationsvertrag, keine Teilnahme von Dr. Fabian Mehring, keine weiteren Steuergelder.

Gestern verkündete der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) das wohl endgültige Ende einer Partnerschaft zwischen der Staatskanzlei, ihm selbst und dem Ludwig-Erhard-Gipfel der Weimers auf der anderen Seite: keine Schirmherrschaft und kein Auftritt von Söder selbst.

Wie es mit der Finanzierung aussieht, ließ Markus Söder zunächst allerdings noch offen. Wörtlich sagte der Ministerpräsident gestern auf Nachfrage der Presse:

„Und die entsprechenden Förderungen sind ja keine Förderungen, die für nichts sind, sondern es sind Standgebühren oder Ähnliches mehr. Das müssen dann aber die beiden Ministerien – es handelt sich um das Wirtschafts- und Digitalministerium – dann noch im Nachgang zu der Entscheidung Stellung nehmen.“

Alexander-Wallasch.de hat direkt nachgefragt und vom bayerischen Digitalministerium eine besonders rasche Antwort bekommen. Ein Ministeriumssprecher teilte uns gegenüber mit:

„Selbstverständlich richtet sich das Staatsministerium für Digitales (StMD) am Ausgang der Compliance-Prüfung durch die Staatskanzlei aus. Da die Evaluation weitere Zeit benötigt, wird das StMD für das Jahr 2026 für den von der Weimer Media Group veranstalteten Ludwig-Erhard-Gipfel keinen Kooperationsvertrag abschließen. Darüber hinaus wird auch Staatsminister Dr. Fabian Mehring im Jahr 2026 nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

In den vergangenen Jahren hatte das StMD Kooperationsverträge abgeschlossen. Diese Vereinbarungen umfassten unter anderem Messebeteiligungen, das Kuratieren von Panel-Diskussionen mit dem Schwerpunkt Digitalisierung sowie die Einbindung des StMD-Logos in LEG-Medien (Flyer, Kataloge, Logo-Wände und Websites). Im Rahmen dieser Partnerkooperationen entstanden dem StMD insgesamt folgende Kosten: im Jahr 2022 in Höhe von 10.000 Euro, im Jahr 2023 in Höhe von 14.000 Euro, im Jahr 2024 in Höhe von 15.000 Euro sowie im Jahr 2025 in Höhe von 30.000 Euro. Alle genannten Beträge verstehen sich netto.“
 

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