Ein ehemaliges Kinderzimmer in der Wohnung ist mein kleines Büro. Frau muss mich nicht zum Mittagessen rufen, ich höre, wenn sie kocht. Nicht, weil die Wände so dünn sind, sondern weil zuverlässig immer drei Feuermelder nacheinander angehen. Wenn der dritte schrill piept, dauert es noch ein paar Minuten und es gibt was Leckeres zwischen die Kiemen.
Zwischendurch verflucht Frau Gott und die Welt, weil sie wieder dreimal auf den Stuhl steigen und die Dinger mit einem Besenstiel, der mittlerweile schon im Flur bereitsteht, ausschalten muss. Ja, ich bin ja nicht doof, ich habe die Dinger schon mal abgeschraubt und in den Schrank geschmissen. Dann kommt allerdings nach Tagen zuverlässig ein Brief der Vermieter, dass die Rauchmelder unverzüglich wieder montiert gehören.
Die Betreiber der Rauchmelder – bei uns im Keller ist eine zentrale Steuerung mit direktem Draht zur Zentrale – melden zuverlässig dem Vermieter. Diese schrillen Melder sind mittlerweile in allen 16 Bundesländern Pflicht geworden. Und – damit kommen wir zur zentralen These dieses Artikels: – diese Melder sind ein großer Unsinn ohne jede Belegkraft und Sinnhaftigkeit, ein gigantisches Milliardengeschäft und eine unfassbare Müllproduktion, die jeden Umweltschützer Tag und Nacht auf die Barrikaden bringen dürfte.
Tatsächlich gibt es keinerlei belastbare Zahlen, die diese Rauchmelder rechtfertigen. Im Gegenteil: Es besteht sogar die logische Vermutung, dass diese Anlagen durch ihre vielen Fehlalarme zusätzlich Hausunfälle produzieren, wenn alte Menschen verzweifelt und unter infernalischem Lärm versuchen, die fiesen Plastikscheißerchen unter der Decke auszuschalten.
Die bundesweite Rauchmelderpflicht gehört umgehend abgeschafft, bevor sich auch hier weiter Industrie- und Dienstleistungen verfestigen und zehntausende Arbeitsplätze etablieren, die man nachher wieder abwickeln muss mit allen Folgen für die Betroffenen.
Auch in Rauchmelderfrage wie in allen politischen Debatten der letzten Jahre staunt man auch hier über die üblichen Müllstudien, die eine Sinnhaftigkeit bestätigen sollen, dann aber haarsträubende Grundlagen und Zahlen liefern, wenn etwa der Vergleichszeitraum zurückgelegt werden muss bis 1990, um noch irgendwie die Behauptung zu stützen, dass es heute weniger Tote durch Brände dank Rauchmelder gebe.
Das hat allenfalls mit modernen Heizmethoden und mit modernisierten Elektroleitungen – insbesondere in den neuen Bundesländern – zu tun, als mit dem Erfolg der Jahrzehnte später eingeführter Rauchmelder.
Jochen Zehfuß, Brandschutzexperte und Professor an der Technischen Universität Braunschweig meinte gegenüber dem Tagesspiegel noch Mitte 2024:
„Der Vorteil ist schwer messbar. Wie kann man erfassen, dass jemand nicht gestorben ist, weil das Gerät einen Brand frühzeitig angekündigt hat?“
Die Zeitung benennt, was an den Studien faul ist, die den Referenzzeitraum bewusst auf die letzten dreißig oder 35 Jahre legen:
„Schon bevor die Pflicht für Rauchwarnmelder eingeführt wurde – in Neubauten 2003 in Rheinland-Pfalz und dann schrittweise und auch in Bestandsbauten in ganz Deutschland – sank die Zahl der Brandtoten rapide: Bereits von 1990 bis 2010 hat sie sich fast halbiert, von 787 auf 373.“
Danach habe es keine großen Veränderungen mehr gegeben. Auch implodierende Röhrenfernseher gebe es nicht mehr und die Menschen rauchen weniger in der Wohnung oder gar im Bett, so der Experte.
Jetzt sollte man auch nachfragen, warum sich dann die Zahl der Feuerwehreinsätze nicht verringert hat. Die Antwort ist so einfach wie schockierend mit Blick auf das Milliardengeschäft der Brandmelder: Geändert hat sich die Zahl der Fehlalarme! Sie hat sich in den letzten Jahrzehnten nahezu verdoppelt.
Schaut man auf die Jahre, als Rauchmelder noch nicht in allen Bundesländern Pflicht waren, sank die Zahl der Brandopfer zuverlässig in allen Bundesländern. Es soll sogar einen leichten Anstieg in jenen Bundesländern gegeben haben, die Rauchmelder neu eingeführt haben. Die neue Frage die sich stellt: Wie sehr haben sich diese Rauchmelderpflicht schon verfestigt hat und wie schnell ist die Politik in der Lage und bereit, diesen verherrenden Urrsinn endlich zu stoppen und abzuwickeln?
Und für alle, die der Meinung sind, schaden könnten die Dinger auch nicht: Wenn es im Jahr in Deutschland etwa 300–400 Brandopfer gibt, dann stehen dem rund 10.000 Todesfälle im Haushalt gegenüber. Nicht statistisch erfasst ist, wie viele davon verunglückten, nachdem sie versucht haben, auf wackeligen Trittleitern oder Stühlen die Fehlmeldungen der Brandmelder auszuschalten!
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Die „Wirtschaftswoche“ informierte ihre Leser bereits 2012, wer hinter diesem Big-Deal steckt:
„Treibende Kraft ist der Verein ‚Forum Brandrauchprävention‘, er betreibt die Initiative ‚Rauchmelder sind Lebensretter‘. Doch statt engagierten Bürgern steckt hinter dem scheinbar selbstlosen Verein ein Interessenverbund von Herstellern, Elektroinstallateuren und Versicherungen. Im Jahr 2000 haben sie den Verein aus der Taufe gehoben, als Geschäftsstelle fungiert eine Berliner Werbeagentur, die Vorstandsriege bilden Funktionäre.“
Auch der Berliner Vermieterverband sah damals keine Sinnhaftigkeit in einer massenhaften Installation der Rauchmelder: „Der Zusammenhang zwischen Rauchmeldern und Brandopfern ist statistisch nicht zu belegen“. Dass die Zahl sinke, läge an verbesserter Prävention. Statistiken zur Zahl der Brandtoten seit 1990 zeigen eine linear sinkende Zahl und keinerlei sichtbare Auswirkungen der Einführung der Brandmelder.
In Ländern ohne Brandmelderpflicht soll der Rückgang ähnlich sein. Auch hier wirken mutmaßlich die allgemeinen Präventionstrends. Der Rückgang der Todesfälle ab 2016 ist multifaktoriell. Sicher ist nur, dass auch die Heizmodernisierung in den vergangenen Jahrzehnten stark zur Reduzierung beigetragen hat.
Nichts Genaues weiß man demnach, aber die Zahl der Brandtoten bleibt verschwindend gering im Vergleich zu Verkehrs- und Haushaltsunfällen. Nur dass heute mit Brandmeldern und den notwendigen Service-Leistungen Milliarden verdient werden.
Es existieren heute ca. 43 Millionen Wohnungen mit durchschnittlich 3–5 Rauchmeldern. Insgesamt sind das geschätzt 150–200 Millionen Geräte. Und diese Geräte müssen unabhängig von ihrem Zustand auch noch alle zehn Jahre verpflichtend ausgetauscht werden.
Die Kosten umfassen Anschaffung, Installation, Wartung und Austausch. Ein Rauchmelder kostet 10–20 Euro. Das sind etwa 200–400 Mio. Euro pro Jahr, da jährlich ca. 15–20 Mio. Geräte (10-Jahres-Austausch) neu installiert werden. Die jährliche Wartung (Pflicht nach DIN 14676) kostet 5–7 Euro pro Melder. Gesamtschätzung: 750 Mio. – 1,4 Mrd. Euro pro Jahr für alle Geräte.
Aber das ist noch längst nicht das Ende der Fahnenstange. Hinzu kommt ein gigantischer und kostenintensiver Verwaltungsaufwand. Mittlerweile sind mehrere zehntausend Menschen im Zusammenhang mit dem Rauchmeldergewerbe beschäftigt. Hauptprofiteure sind Hersteller und Dienstleister.
Zuletzt muss noch über die gigantische Menge an Müll und Sondermüll gesprochen werden. Da keine validen Statistiken vorliegen, hier ein paar Schätzungen: Bei 150–200 Mio. Rauchmeldern, einem Austausch von 15–20 Mio. Geräten pro Jahr, ein Melder wiegt etwa 100–200 Gramm, sind das bis zu 4.000 Tonnen Elektroschrott jährlich.
Die Einführung der Rauchmelder in 16 Bundesländern ist ein gigantischer Lobbyerfolg. Dahinter steckt mit dem „Forum Brandrauchprävention e.V.“ ein Verein mit Herstellern, Elektroinstallateuren und Versicherern, der sich seit 2000 für die Pflicht stark machte.
Der Effekt ist nicht messbar, die Belastung – inklusive Unfallrisiko – durch Fehlalarm für viele Bürger enorm. Die Feuerwehren müssen öfter umsonst ausrücken.
Die Politik ist jetzt dringend gefragt, diesen gigantischen Selbstbedienungsladen endlich zu schließen und damit auch die Verunsicherung zu beenden, die entsteht, wenn die Bürger sich nicht einmal mehr im Schlafzimmer dagegen wehren können, wenn über ihrem Kopf Tag und Nacht ein kleines rotes LED-Lämpchen im Rauchmelder blinkt. Ein Melder, der bis zu einem Meter in den Raum „fühlt“, damit er nicht versehentlich zugestellt wird.
Auf welche milliardenschwere Idee kommen Lobbygruppen als Nächstes? Eine kleine Kamera mit einbauen, um häusliche Gewalt zu verhindern? Tatsächlich sterben etwa so viele Frauen und Mädchen an häuslicher Gewalt wie es Brandopfer gibt. Da müssen doch dringend noch Kameras in die Brandmelder installiert werden (Ironie off!). Ein weiteres Milliardengeschäft des Irrsinns.
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Kommentar von Markus Wilms
Rauchmelder haben auchnix inne Küche zu suchen ,weil der Kochdampf die auslöst. Aber im Raum vor der Küche kann man ihn direkt über der Türe setzen. Nur wenn es inne Küche brennt und damit echter Rach ins Wohnzimmer oder Flur zieht piept es. Der 2 Wird im Flur direkt über der Wohnungstüre montiert so dass vor Rach gewarnt wird der aus dem Hausflur kommt .Der 3 im Schlafzimmer überm Bett denn hier wird der melder schneller sein als man selber wach wird wenn der TV im Schlafzimmer abraucht und man aber noch fest schläft . Die Melder sollten zusätzlich einen CO warner drin haben und irgendwo in Bodennähe setzt man einne Co2 Warner der meldet noch bevor man es selber merkt CO 2 anreicherung die am Boden beginnt und langsam aufsteigt.
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Kommentar von Christian Reissner
Kommentar zu Kollege TS. Servus !
Extreme frühe Rauch entwicklung ist ja gerade das Problem .
Alles aus Kunststoff, Bindemittel in Möbel. Der Kram brennt gar nicht richtig ,sondern glimmt vor sich hin und qualmt abartig.
Brandursachen 2023 kann man auch googeln .Sehr interessant !
Hauptsache 1 menschliches Versagen . In einer Wohneinheit von 150 Wohnungen sind definitiv nicht alle gleich schlau... Gut ist wenn man die Rettungswege kennt... Feuerlöscher....
Hauptsache 2 Elektrogeräte und Überhitzung
Jeder soll selber denken und entscheiden .Trotz Vorschriften
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Kommentar von Christian Reissner
Guten Morgen ☕ Allerseits!
Ich versuche mich kurz zuhalten.
Den Ton hier finde ich etwas rüde in den Kommentaren .
Auch von Herr Wallasch.
Corona hat absolut nichts Rauchmelder zu tun....
.
Die beschriebene Anlage ist wohl eine Brandmeldeanlage, die wohl behördlich so gefordert wurde.
( Bauamt , Industriebauverordung)
Dies ist eher bei Wohnungen die Ausnahme .
Großteils sind in dem Bereich Standalone - Geräte
Fehlalarme kommen häufig durch falsche Montageorte.
Küche , Holzheizstelle , vor Bäder und Duschen .
1mal im Jahr kontrollieren und Aussaugen hat auch noch nicht geschadet
Bedienungsanleitung lesen hilft da ungemein .
Rauchmelder reagieren auf feste Partikel in der Luft , nicht auf Kohlenmonoxid.
Manche haben auch noch einen Temperatursensor .
Unter 30 Euro für 3 Geräte ist machbar mit Klebepad. Die sind dann mit Blockbatterie. Sind nicht die schlechtersten Geräte.
Für sein eigenes Häuschen kann das wohl noch drin sein .
Teuer ist das nur ,wenn man Service will und für Alles Kümmerer braucht .
Siehe Hausmeister , Trppenhausreinigung , Schneeräumer....der Mensch will es ja bequem, das kostet.
Zum Thema Vorschriften
" Der Mensch braucht hier im Lande das . Selber denken wird abtrainiert
Aber jeder kann ja auch selbst entscheiden.
Im Fall Rauchmelder:
Wer kontrolliert????
Also locker bleiben, und sich mit dem Thema sachlich auseinandersetzen.
Ach ja meine Kompetenz: Brandschutzbeauftragter und Techniker , RWA Techniker.
Dozent Brandschutzhelferschulung ,
UVV Prüfer Rettungssätze.
Keine Rauchmelder !!!7
Antwort von Alexander Wallasch
Aha, Sie leben direkt oder indirekt von dem Scheiss. Danke, dass Sie es erwähnen. Transparenz schützt aber nicht vor Kritik ;)
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Kommentar von Micha
Ich lese immer wieder nur, dass entweder Katzen oder Hunde oder Nachbarn die Leute aus dem Bett holen. Tagsüber sehen die Leute in der Regel selbst, dass es brennt. Ich habe noch nie gelesen, dass die Leute aufgrund des Rauchmeldealarms auf einen Brand aufmerksam wurden.
Wenn es im Keller brennt nutzt mir der Rauchmelder im 3. Stock was genau?
In den 1970er Jahren machte Minimax Werbung für Feuerlöscher, jeder sollte einige davon zu Hause haben. "Hast Du Minimax im Haus,bricht bei Dir kein Feuer aus" ist schon an Blödheit nicht zu überbieten. Die Werksfeuerwehr meines Ex-Arbeitgebers machte daraus: "Minimax ist großer Mist, wennDu nicht zu HAuse bist." oder "Hast Du Minimax im Keller, brennt der Dachstuhl umso heller."
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Kommentar von aw ea
Erlebnis1- Beim Nachbar gegenüber:
Die Garagentür im Haus offen, die Haustüre offen. Nachmittags circa 16 Uhr, niemand zu sehen. In der offenen Garagentür sind Flammen zu sehen. Wir rufen, keiner antwortet. Ein Rauchmelder geht an. Immer noch keine Reaktion. Die Situation noch kurz beobachtet, dann ruft Frau die Feuerwehr und ich renne rüber durch die geöffnete Haustür nach oben und sehe den Nachbarn dort beim Kaffee trinken. Er hat das Piepen gehört. Seine Antwort: "Ich dachte da fährt ein Lkw rückwärts, die Piepen ja auch immer". Alles ging gut aus, aber nicht wegen dem Rauchmelder, sondern weil Nachbarn aufmerksam waren. Wir waren gerade draußen - beim Rauchen...
Erlebnis 2 - Frau beim Einkaufen.
Der Verkäufer hat einen dicken Verband um den Kopf. Frage "Was ist passiert?" Er sagte heute Nacht ist der Rauchmelder angegangen. Da bin ich dann im Halbschlaf hin und wollte ihn ausmachen. Dabei ist mir der Kreislauf zusammengebrochen und ich bin umgefallen. Dabei habe ich mir den Kopf an einer Kante angeschlagen, Eine Platzwunde musste genäht werden...
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Kommentar von T S
Der "@Feuerwehrmann" hat sich schon allein dadurch fachlich disqualifiziert daß er den Unterschied zwischen Rauch(=Partikel)meldern und Kohlenmonoxidwarnern nicht kennt. Viele CO-Quellen erzeugen bereits eine lebensgefährliche Konzentration ohne daß es dabei schon zu sichtbar erheblicher Rauchentwicklung kommt, wenn da der Rauchmelder loslegt ist es oft schon viel zu spät.
Und für 10,- gibt es in der Regel nur die billigen Ausführungen die vor allem nach einiger Zeit, übermäßiger Staubentwicklung oder versehentlichem Alarm (Rauch ohne unkontrolliertem Brand) mangels Alterungs- und Störkompensation notorisch für Fehlalarme berüchtigt sind.
Ohnehin fragt es sich warum in Zeiten in denen das Rauchen im Innenraum weitgehend verpönt ist, Öfen mit Raumluftheizung durhc Heizungsgesetz reihenweise ausgebaut werden und Wachskerzen weitgehend durch LED-Lichter erdrängt wurden erst den erhöhten Rauchmelderbedarf geben soll.
Interessanterweise nahm nach der Einführung der Rauchmelderpflicht die Verbreitung drahtloser Geräte wie Taschenwanze, Tablets, Saugwanzen, kabellose Sauger, Zahnbürsten, etc. zu die allesamt mit brandlastigen Lithiumakkus vollgestopft sind deren Qualität dank Direktfernostimport und Geiz-ist-Geil-Mentalität oftmals fragwürdig ist.
Die Bedenken vor Überwachung sind jedoch angebracht, nicht wegen der Grundfunktion sondern der grassierenden oftmals verdeckten Funktionsausweitung, so daß sogar der Bund selbst warnt:
"Überwachung via Rauchmelder: Bundesnetzagentur warnt vor versteckten Mini-Kameras" (https://www.mz.de/panorama/uberwachung-via-rauchmelder-bundesnetzagentur-warnt-vor-versteckten-mini-kameras-1149246)
Ebenso bedenklich ist daß diese überteuerten und datenschutzrechtlich abzulehnenden Wohnungswanzen gerade von großen Mietkonzernen aufgenötigt werden, da trifft sich die Datenkrakerei mit der Geldmacherei:
https://datenschutz-fachportal.tuvsud.com/artikel/Rauchmelder-Vonovia-Spionage-Verdacht.html & https://www.mvwit.de/gruende-fuer-die-ablehnung-von-multisensor-plus-rauchmeldern/
Und für alle sonstigen Betroffenen die vom Piepen geplagt sind: Ein Gerät das bei normaler Wohnungsnutzung, vor allem gebrauchsüblichem Dampf aus Küche und Bad, ohne triftigen Bedarf loslärmt erfüllt seine Funktion nicht ordnungsgemäß und kann bzw. sollte daher stillgelegt werden. Sollte das vom Vermieter beanstandet werden so ist dieser für den funktionskorrekten Ersatz samt dazugehörende Kosten verantwortlich, dem Mieter die unnötige Lärmquelle vorzuschreiben ist unzumutbar und aufgrund Belästigung ein Mietminderugnsgrund.
Offen ist auch nach über 10 Jahren Rauchmeldervorschrift was diese gebracht hat - gab es wirklich in relevantem Maß weniger Rauchgasopfer, oder überwiegt der Schaden durch falschen Alarm wie demotivierende und überlastende Einsätze als auch riskante Schnellabschaltaktionen durch falschen Alarm?
Ebenso offen ist die Haftungsfrage - was passiert versicherungstechnisch und wer haftet für Schäden an Leib & Leben wenn die Rauchmeldepflicht nicht erfüllt wurde oder - aus triftigem Anlass - der Rauchmelder stillgelegt wurde? Denn an der Brandursache als auch Brandgefahr selbst ändert ein Rauchmelder nix, der verschlimmbessert nur am Symptom herum.
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Kommentar von Michael Himpelmann
Das beweist auch mal wieder wie struntzdumm die Mitglieder unserer gesetzgebenden Organe sind. Ohne sich fachlich und sachlich kundig zu machen, ohne das Hinterfragen von Interessengruppen werden Gesetze beschlossen. Überwiegend begründet mit dem Totschlagargument "Sicherheit". Allerdings: Das dämliche Wahlvolk lässt dies alles zu und akzeptiert jeden Mist der von Regierungsseite verzapft wird. Im Endeffekt: Selber Schuld!
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Kommentar von Ernst Viehweger
Ich finde es gut, dass es Rauchmelder gibt. Jeder der meint sie sind für ihn nützlich, soll sich soviel davon kaufen wie er meint. Nur der Konsumzwang, also Rauchmelder zwingend zu besitzen ist idiotisch.
Zahlen werden leider oft missbraucht.
Ein weiteres Beispiel dafür ist die Statistik über Verkehrstote: Jeder Tote soll angeblich einer zu viel sein. Und es gibt ca 3000 Verkehrsunfälle mit Todesopfern pro Jahr. In der gleichen Zeit gibt es aber regelmäßig fast viermal soviel Suizide deren konkrete Zahl nur ganz selten genannt wird. Ohne genauere Ursache, geschweige denn Ursachen-Erforschung. Da hörte ich noch absolut nie: Jeder Tote ist einer zu viel. Ebenfalls nie bei Impfopfern.
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Kommentar von Wolfgang Raff
Kommentar zu Kurt Engel zum Mammographiescreening: "Erinnert an die Krebsvorsorge bei Brustkrebs. Da wurde jubelnd berichtet, daß durch diese Untersuchungen die Sterberate um 25% gesunken ist. Zahlenmäßig waren statt 4 nur noch 3 Frauen gestorben." Genauer wird es mit Angabe der absoluten Bezugsgröße: Zahlenmässig seien ohne Mammographiescreenung 4 von 1000 Frauen gestorben, mit Mammographiescreeniung aber nur 3 von 1000 Frauen. Das ist eine Verbesserung von nur 1 von 1000 Frauen, also von nur einem einzigen Promill!! Verkauft hat man es aber als eine Verbesserung von 25 Prozent, weil man die Bezugsgröße (1000 Frauen) weggelassen hat. Dann hat man die 4 Frauen gleich 100 Prozent gesetzt. 3 Frauen sind dann 75 Prozent. Und die eine Frau, die mit Screening nicht gestorben ist, mach dann 25 Prozent aus. So lügt man mit Statistik. Aus einem Promill hat man 25 Prozent gemacht.
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Kommentar von Wolfgang Raff
Mir schwante schon länger, dass Lobbyisten hinter der Rauchmelderpflicht stecken. Wie schafft man sie konkret ab? Gibt es eine Initiative? Schon die mir bekannte praktische Umsetzung durch zwei deutsche Firmen ("Abrechnungsdienstleister") ist eine reine Zumutung. Bürokratie hoch drei. Frage: Was passiert, wenn man eine Wärmepumpe hat und sich im Haus überhaupt keine offen Flamme mehr befindet?
Fazit: Weg mit der Rauchmelderpflicht!!!!
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Kommentar von wald sterben
I.
Bisher "durften" wir die funktionstüchtigkeit selbst einmal jährlich testen. Ab diesem jahr reicht das dem durchgeknallten, übergriffigen gesetzgeber nicht mehr, sondern wir müssen dafür einen dienstleister ins haus lassen. Wo bleibt da das grundrecht der unverletzlichkeit der wohnung?
II.
Da wir's bereits mehrfach erlebt haben, daß die dinger anlasslos losgingen, ist unsere hauptsorge, daß das mal in abwesenheit passiert, von ängstlichen nachbarn die feuerwehr gerufen und von dieser (zwecks vermeintlicher brandbekämpfung) die tür eingetreten wird.
III.
Geht man davon aus, daß die im artikel genannten zahlen gerichtsfest sind, dann stellte sich ganz, ganz nachdrücklich die frage nach der verhältnismäßigkeit -- und somit rechtmäßigkeit -- der gesetzlichen rauchmelder-vorgabe(n). Aber verhältnismäßigkeit interessiert seit coronoia ja keine sau mehr ...
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Kommentar von Kurt Engel
Erinnert an die Krebsvorsorge bei Brustkrebs. Da wurde jubelnd berichtet, daß durch diese Untersuchungen die Sterberate um 25% gesunken ist. Zahlenmäßig waren statt 4 nur noch 3 Frauen gestorben. Das klingt dann schon ganz anders.
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Kommentar von Eugen Karl
Ja, das ist großer Quatsch, der aber einträglich ist für manche. Eine Abschaffung käme für mich indes ein Jahr zu spät. Gerade erst habe ich für über 1000,-- € Rauchmelder in Mitetwohnungen austauschen lassen müssen. Das Geld hätte man sicher besser anlegen können. Zum Glück wohne ich selbst nicht zur Miete und verfüge daher auch nicht über diese nervigen Dinger. Überflüssig wie ein Kropf.
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Kommentar von Detlef Piel
@ Feuerwehrmann:
"Was Sie hier zu Rauchmeldern schreiben, ist gefährlich dumm."
Was dumm ist wäre ja noch zu klären, genau wie die Frage, ob Sie tatsächlich Feuerwehrmann sind.
Nicht jeder heizt mit Gas, nicht jeder hat einen Kamin und normale Menschen rauchen keine Shisha oder grillen im Innenraum, höchstens elektrisch.
Dumme Menschen sterben eher durch dummes Verhalten, das ist richtig.
Ob das was vorgeschrieben ist, tatsächlich Sinn ergibt, das wage ich bei den allermeisten Vorschriften in diesem Land sehr stark zu bezweifeln. Gut, es gibt natürlich Leute, die hinterfragen gar nichts.
Weder warum moderne Rauchmelder Daten übertragen, noch warum Rauchmelder bei sensitiven Personen zuweilen Übelkeit erzeugen. Ist ja vermutlich Verschwörungstheorie.
Ob und wo andere Menschen Rauchmelder anbringen oder nicht hat Sie nicht zu interessieren. Und Ihre behördlichen Vorschriften können Sie gerne anderweitig verwenden.
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Kommentar von Feuerwehrmann
Was Sie hier zu Rauchmeldern schreiben, ist gefährlich dumm.
Fakten zur CO-Vergiftung:
Häufigkeit: Ca. 3.700 bis 5.000 Vergiftungen/Jahr in Deutschland.
Todesfälle: Mehrere hundert (oft ca. 350–500+) pro Jahr.
Ursachen: Defekte Gasthermen, Kamine, Öfen, Shisha-Bars, Grillen in Innenräumen
Rauchmelder sind in allen Schlafräumen und Kinderzimmern, sowie in allen Fluren, die als Fluchtwege dienen, vorgeschrieben. Und das ist auch gut so.
Bei Amazon ein Rauchmelder, 10 Jahre Garantie, so um die 10,00 Euro. Das sollten Ihnen Ihre Kinder wert sein.
Antwort von Alexander Wallasch
Perfekt! Sie gehörten todsicher auch zu diesen Impffanatikern, die von "gefährlich dumm" faselten und von "mit dem Finger auf Ungeimpfte zeigen."
Text lese hätte geholfen. Der Rückgang der Todeszellen hängt selbstverständlich eng mit dem Rückgang der Heizart Kohleofen etc. zusammen.
Was mich hier besonders stört, ist die sofortige große Fresse. Und dann noch von einem angeblichen Feuerwehrmann, der um die vielen unnötigen Einsätze weiß, dank Feuermeldern und der um die Gefahren im Haushalt weiß, wenn Oma auf den Stuhl klettert mit dem Besen Richtung Feuermelder in der Hand.
Wenn es nach Leuten wie Ihnen ginge, dürfte bis heute niemand ohne "Schutz"maske auf die Straße. Ihr haltet Euch hartnäckig.
Und dann noch dieser widerliche Verweis Richtung Kinder – analog zu: lasst euch alle impfen, ihr bringt sonst die Alten um.
Soviel zu polemischen wie belegfernen Alarmmeldungen.
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Kommentar von Olaf
Guter Beitrag. Mir wurde auch unter Zwang 3 dieser Dinger an die Decke verbaut.. Kaum das der Installateur weg war, habe ich 2 davon wieder abgebaut und in einen Abstellschrank gepackt.
Der Dritte so dacht ich mir, direkt vor der Küche im Flur, könnte ja evtl. Nützlich sein.
Und in der Tat, einmal war das Wasser aus dem Topf und es verbrannte das Essen leicht darin.. Als ich es roch, sprang auch der Melder an.
Aber meine Nase hatte zur selben Zeit auch Alarm gegeben.
Ansonsten sind diese Dinger eher dazu da, einen frühzeitig zum Ohrenarzt zu befördern.
Jedes bissel Wasserdampf was da entweicht, lässt diese Ding losbrüllen, was einen mega nervt. Ich habe schon echte Angstgefühle oder nennen wir es unwohl sein im Bauch, wenn ich im Hinterkopf weiß, das Ding könnte wieder lospiepen.
Mein Verhalten hat sich geändert. Ich schliesse die Küchentür beim Kochen und renne ganz schnell rein und rauß, damit nicht genug Wasserdampf eventl. wieder da oben langflattert und Großalarm auslöst.
Also im Grunde behindert es mich mehr.. Ich überlege den letzten der 3 Dinger auch noch abzunehmen.
Aber was mich mehr beunruhigt, ist eine mögliche Überwachung durch diese Dinger. Irgendwas S-M-A-R-Tes wieder, was da verbaut wird und dich in der Bude auch noch ausspioniert.
Wenn kleine Kameras in Steckdosenleisten verbaut sind klammheimlich.. diese Dinger an den Decken unserer Zimmer.. nunja.. Ich habe darauf bestanden dass die bei mir angebrachten, keinen Funk haben.. Sie können nichts weiter als Lichtsignal messen und piepen.. steht zumindest in der Anleitung...