„Welt“-Mitarbeiter nehmen ukrainische Staatsorden an und liefern prompt Gräuelpropaganda

Bei „Welt“: Orden für Kannibalen-Propaganda

von Alexander Wallasch

Eine Schlagzeile aus einer fiktiven Hölle© Quelle: welt.de, Screenshot

Während ukrainische Soldaten hungern, behauptet Kiew, russische Truppen würden zu Kannibalen. Die „Welt“ macht daraus die Top-Meldung. Kein Zufall: Herausgeber Poschardt und Bild-Chef Röpcke tragen stolz ihren ukrainischen Verdienstorden für Propaganda. Wer Orden einer Kriegspartei annimmt, ist kein Journalist mehr. Punkt.

Springer, Döpfner, Poschardt, „Welt“ und „Bild“ sind offenbar davon überzeugt, dass sie mit ihrer Propaganda-Arbeit für die Ukraine und die Ukraine-verbündete Bundesregierung unbeschadet durchkommen. Der neueste Coup ist die Gräuelmeldung, die russischen Soldaten wären schon zu Kannibalen geworden.

Sie folgt direkt auf Berichte, die von stark unterernährten ukrainischen Soldaten samt Fotos berichten, die aufgrund der Korruption im Land im Schützengraben nichts mehr zum Essen haben – es komme einfach nicht an der Front an.

Die „Welt“ mit ihrem Ukraine-Propagandaordensträger Ulf Poschardt liefert als Gegengewicht prompt einen Propaganda-Artikel, wie man ihn sich 2026 nicht mehr hätte vorstellen können: Auch über einhundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg immer noch die gleichen Ausfallerscheinungen der kriegsberichtenden Medien.

Zur Erinnerung: Im Ersten Weltkrieg war Kannibalismus kein reales, weitverbreitetes Phänomen, sondern ein zentraler Bestandteil der antideutschen „Gräuelpropaganda“, insbesondere durch Großbritannien. Solche Geschichten wurden gezielt eingesetzt, um das Bild des deutschen Soldaten als „barbarischen Hunnen“ zu zeichnen, die öffentliche Meinung in neutralen Ländern wie den USA zu beeinflussen und die eigene Bevölkerung zu mobilisieren.

Und tatsächlich hat sich Poschardts Propagandaorgan hier bei einer englischen Zeitung bedient. Die „Times“ hatte aber immerhin bereits in ihrer Schlagzeile erwähnt, dass die Informationen allein auf ukrainischen Berichten beruhen („‘Starving’ Russian troops turning to cannibalism, Ukraine claims“).

Aber wie kann es zu so einem Zusammenbruch jedweder journalistischer Berufsethik kommen? Die Frage hier allein ist schon wohlwollend gemeint gegenüber Springer insgesamt. Denn der ehemalige „Bild“-Chef Julian Reichelt hatte es auf seinem eigenen Portal gegenüber Moderatorin Giovanna Winterfeld in einem Selbst-Interview einmal berichtet: Springer-Besitzerin Friede Springer hatte zum Corona-Regime per Mail an alle Chefs gefordert, die Linie der Regierung Merkel einzuhalten und propagandistisch zu begleiten. „Bild“ und Co. folgten brav.

Und so wird es nicht zum ersten Mal gewesen sein. Ableiten lässt sich, dass auch die Springer-Propaganda für die Merkelsche illegale Massenzuwanderung auf Befehl von oben passierte, inklusive Reichelts und Diekmanns „Refugees Welcome“-Kampagne, Reichelts „Pranger der Schande“ als Blaupause für alle nachfolgenden Meldeportale der NGOs usw.

Kurioserweise hatte „Welt“-Herausgeber Poschardt selbst in seinem heuchlerischen Buch „Shitbürger“ Diekmann und Reichelt deren „Refugees Welcome“-Kampagne vorgeworfen. Der Freundschaft tat es keinen Abbruch: Reichelt bewarb das Buch via X enthusiastisch, womöglich aber hatte er es gar nicht gelesen.

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Und wie das so ist, wenn man ins Wespennest sticht, die Giftspritzen kommen aus allen Löchern: Aktuell wurde bekannt, dass der Hauptpropagandist von Springer/Bild, Julian Röpcke, zu einem Drohnenhersteller wechselt. Röpcke hatte zuvor unter anderem gefordert, die Russen sollten an der Front zu Dünger verarbeitet werden. Und der Sohn des Springer-Mitinhabers Mathias Döpfner investiert Millionen in Drohnenhersteller ebenso wie Springer selbst solche Fonds unterstützt.

Hier bemüht sich Springer nicht einmal mehr, so zu tun, als wäre man ein Medienkonzern. Die Gräul-Propaganda wird offen verbreitet, solange es der guten Sache – und dem eigenen Vorteil natürlich – dient. Das Springer-Bekenntnis für Israel wurde erweitert um eines für die Ukraine, es steht nur noch nicht offiziell im hauseigenen Compliance-Regelwerk.

Die „taz“ berichtete jüngst bei einem Besuch im Büro des „Welt“-Herausgebers Poschardt, dass dort sein Ukraine-Verdienstorden dritter Klasse für Propaganda stolz am Schreibtisch präsentiert wird. Auch Röpcke hat so ein Blech bekommen, ebenso wie „Bild“-Kriegsreporter Paul Ronzheimer. Der soll das Ding aber abgelehnt haben – er wolle Journalist bleiben. Damit hat er dann automatisch seinen Kollegen Poschardt und Röpcke den Status als Journalisten aberkannt. Zu Recht natürlich.

Wer als Journalist den Orden einer Kriegspartei annimmt – noch dazu für Berichterstattung, die genau dieser Partei nutzt –, hat die rote Linie überschritten. Das ist kein Kavaliersdelikt und keine harmlose „Ehrung“. Es ist ein klares Zeichen, dass man sich in den Dienst einer Seite gestellt hat. Ein unabhängiger Journalist nimmt so etwas nicht an, genauso wenig wie er Geld, Orden oder Auszeichnungen von der russischen Kriegspartei annehmen würde, über die er berichtet.

Ironischerweise war es ausgerechnet die „Welt“, die einmal 2016 darüber berichtete, dass schon Julius Cäsar in seinem Text „Der gallische Krieg“ geschickt mit der Wertewelt seines römischen Publikums spielte, um die Skrupellosigkeit und Grausamkeit seiner Gegner via Kannibalismus-Gruselgeschichten herauszustreichen und damit eine moralische Begründung für seinen Vernichtungskrieg zu liefern. Immerhin: Die Ukraine-Propaganda-Schmiede kann sich so auf Julius Cäsar berufen. Fragt sich dann nur noch, wer der Brutus in diesem Spiel sein wird.

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