Die regierungsnahen Desinformationsspezialisten

Bertelsmann Stiftung mit der nächsten Welcome-Refugees-Studie im Auftrag der grünen Ideologie

von Alexander Wallasch (Kommentare: 8)

Notorische Verdrehung der Stimmungslage der Deutschen© Quelle: Youtube /Tagesthemen, Screenshot

Der Auftrag der Stiftung war klar: Macht eine Umfrage mit dem Ergebnis, dass es zwar schwierig wird mit der anhaltenden Massenzuwanderung, aber dass die Deutschen gerne zusammenrücken und Platz machen wollen für weitere Hundertausende überwiegend muslimische junge Männer.

Die Bertelsmann Stiftung findet seit über einem Jahrzehnt weiterhin in jeder neuen Fake-Studie nichts dabei, Asyl und Arbeitsmigration munter zu vermischen.

Dazu ein einleitender Absatz zur Studie von der Webseite der Stiftung, der deutlich macht, wie diese unzulässige Vermischung funktioniert:

„Trotz steigender Sorgen wegen der möglichen Nachteile von Migration sehen die Befragten auch Vorteile und Chancen für die deutsche Gesellschaft. So meinen 63 Prozent, Zuwanderung sei wichtig für die Ansiedlung internationaler Firmen (2021: 68 Prozent), und 62 Prozent glauben, dass Deutschland weniger überaltert (2021: 65 Prozent). Zudem ist ebenfalls eine Mehrheit (61 Prozent) der Ansicht, Zuwanderung mache das Leben in Deutschland interessanter (2021: 66 Prozent). Die Auffassung, Flüchtlinge seien ,Gäste auf Zeit', um deren Integration Deutschland sich nicht bemühen solle, bleibt mit 27 Prozent Zustimmung auch 2023 eine Minderheitenposition (2021: 20 Prozent).“

Schon 2015 prophezeite beispielsweise Dieter Zetsche, der damalige Chef der Daimler AG, die Massenzuwanderung hätte das Potenzial für ein neues deutsches Wirtschaftswunder. Dass es sich bei der von Zetsche anvisierten Millionengruppe allerdings – jedenfalls offiziell – um Asylbewerber und nicht um Arbeitsmigranten handelte, wurde unter den Teppich gekehrt.

Der hunderttausendfache Asylmissbrauch wurde – und wird noch – von Politik, Medien und Industrie als Einflugschneise in den Arbeitsmarkt genutzt. Problem hier allerdings: Niemand da, der wirklich arbeiten wollte oder auch nur ansatzweise eine Fachkompetenz dafür hatte. Entsprechend verzweifelt waren die Versuche der Bundesregierungen, irgendwelche Kompetenzen zu bescheinigen, die faktisch kaum vorhanden waren.

Zur Hilfe kam hier die Bertelsmann Stiftung, die in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur das Projekt „Myskills – Kompetenzen erkennen“ erdachte. Asylbewerbern bzw. Asylanten und Geduldeten wurden Comics und Filme gezeigt, auf deren Grundlage die nicht Deutsch Sprechenden bzw. Analphabeten anzeigen sollten, was sie für berufliche Kompetenzen mitbringen. Nach wenigen Monaten waren 22 Millionen Euro verbrannt und jeder dieser Tests kostete den Steuerzahler 2000 Euro.

Die peinlichen Rechtfertigungsversuche der Bertelsmann Stiftung hallen bis heute nach in ihrer komplexen Fremdscham, die sie auszulösen in der Lage sind:

„Wir wollen das Unsichtbare sichtbar machen. (...) Unter den Geflüchteten und Arbeitssuchenden gibt es Talente, die viele Betriebe händeringend suchen. Wir müssen sie nur zusammenbringen, und dabei soll MYSKILLS helfen.“

Alle das sollte man wissen, um einordnen zu können, welche Rolle und welche Aufgabe die Bertelsmann Stiftung für die Bundesregierung hier ausfüllt.

Die Stiftung titelt zur heute veröffentlichten Studie: „Migrationsskepsis steigt, Offenheit für zugewanderte Menschen bleibt dennoch stabil“.

Und weiter heißt es da:

„Unter dem Eindruck steigender Flüchtlingszahlen haben skeptische Einstellungen zur Migration in Deutschland zugenommen. Es zeigt sich eine ähnliche Entwicklung wie nach der starken Fluchtmigration der Jahre 2015/2016. Die Menschen sorgen sich um Mehrkosten für den Sozialstaat, Wohnungsnot in Ballungsräumen und Probleme in den Schulen.“

Sie sorgen sich um etwas? Nein, hier geht es nicht um ein Bauchgefühl oder ein stirnfaltiges Sorgengesicht. Die Deutschen erleben ganz real die Mehrkosten für den Sozialstaat, die sie zu tragen haben, sie leiden selbst zunehmend an der Wohnungsnot in Ballungsräumen und erleben an ihren Kindern die Probleme in den Schulen, welche die von der Regierung beförderte Massenzuwanderung automatisch über die Schulpflicht mit im Schlepptau hat.

Die Stiftung schreibt im gewohnt suggestiven Sound:

„Die Einstellungen gegenüber Zuwanderung in Deutschland sind ambivalent. In Krisenzeiten wie der aktuellen Situation steigen Sorgen um mögliche negative Folgen von verstärkter Migration.“

Aber was wäre, wenn die Zuwanderung hier selbst als Krise empfunden wird? Andere Befragungen führen das Migrationsthema regelmäßig auf Platz 1 jener Probleme, welche die Deutschen am meisten bewegt.

Der Titel der neuen Studie der Bertelsmann Stiftung erzählt ganz unverhohlen, um was es eigentlich geht: „Willkommenskultur in Krisenzeiten. Wahrnehmungen und Einstellungen der Bevölkerung zu Migration und Integration in Deutschland“. Die Grundannahme lautet hier: Es braucht eine Willkommenskultur.

Die braucht es allerdings gar nicht, wenn das Asylsystem nur konsequent angewandt wird. Wer Schutz wirklich nötig hat und nicht ausschließlich in die Sozialsysteme einwandern will, ermitteln die Asylverfahren. Aber um Asyl geht es längst nicht mehr: Die hohen Akzeptanz für einen gigantischen Asylmussbrauch spiegelt sich erneut auch in dieser Bertelsmann-Gefälligkeitsstudie.

Solche Studien mögen mit geschickten lancierten Fragen eine bestimmte Stimmjung erzeugen und ein bestimmtes politisches Ergebnis erzwingen wollen. Bei allen Wortverdrehungen schaffen sie es allerdings nicht, die Kernaussagen der Befragten zu unterschlagen. Der entsprechende Absatz bei Bertelsmann lautet:

„Demnach erwarten 78 Prozent der Befragten Mehrkosten für den Sozialstaat durch Zuwanderung, 74 Prozent befürchten Wohnungsnot in Ballungsräumen und 71 Prozent sorgen sich um Probleme in den Schulen. Diese Werte fallen höher aus als in den beiden letzten Befragungen 2021 und 2019.“

Die Stiftung schreibt:

„Dass die Menschen, die nach Deutschland kommen, hierzulande sehr oder eher willkommen geheißen werden, glaubt gleichzeitig eine Mehrheit der Befragten.“

Wie solche kuriosen Sätze zustande kommen, die so gar nicht zum Meinungsbild und der Stimmungslage passen, ist schnell erklärt: Die Stiftung hatte gefragt, wie die Willkommenskultur gegenüber Migrantinnen und Migranten sei, „die zu Arbeits- und Bildungszwecken nach Deutschland einwandern“.

Weiterlesen nach der Werbung >>>

Ihre Unterstützung zählt

Mit PayPal

Mit Asyl hat das allerdings rein gar nichts zu tun. Das besagt lediglich, dass eine Mehrheit der Deutschen nichts gegen gut ausgebildete Migranten hat, die hier ihre Fachkraft einbringen wollen. Aber wo sind diese Fachkräfte? Die Bertelsmann Stiftung selbst hatte mit dem sündhaft teuren Projekt „myskills“ keine nennenswerten Kompetenzen entdeckt, das Projekt wurde eingestellt.

Weiter heißt es zur neuen Studie:

„Eine willkommen heißende Haltung gegenüber Flüchtlingen nehmen 67 Prozent der Befragten bei den Kommunen wahr (2021: 68 Prozent; 2019: 71 Prozent; 2017: 73 Prozent).“

Auch hier gilt: Selbstverständlich sind die Deutschen bereit, Menschen in Not zu helfen. Das Asylgesetz gibt diesen „Flüchtlingen“ die Möglichkeit, ihre Fluchtgründe darzulegen und ausgebildete deutsche Prüfer entscheiden, ob ein solcher Fluchtgrund vorliegt oder der Antragstellende das Land wieder verlassen muss. Aber so funktioniert es schon seit vielen Jahren nicht mehr, jeder kann kommen, der will, einer der über fünfzig Aufenthaltstitel wird schon passen.

Aber was sollen die Befragten antworten, wenn sie gefragt werden, wie sie zu „Flüchtlingen“ stehen, wenn die Bundesregierung und auch die Bertelsmann Stiftung den Begriff „Flüchtlinge“ über Jahre auf multiple Weise sinnentstellen?

Es hat schon einen komischen Moment, wenn die Bertelsmann Stiftung dazu unfreiwillig die passende Zwischenüberschrift liefert: „Skepsis und Offenheit schließen sich nicht aus“. Diese eierlegende Wollmilchsau hat die Stiftung sich höchstselbst gezüchtet, um solche verdrehten Studien weiter zu gewährleisten.

Hier wird eine Welcome-Refugees-Haltung zum Ideal erklärt und dann werden die Deutschen gefragt, ob sie diesem Ideal weiter folgen wollen oder eventuell schon Nazis seien.

Und wenn bei den umfangreichen Verdrehungen und Interpretationen solcher Befragungen doch weiterhin durchschimmern sollte, dass die Deutschen diese ständigen Verdrehungen und Manipulationen satthaben und endlich sichere Grenzen und eine Rückkehr zur Anwendung des klassischen Asylgesetzes wollen, wird ihnen suggeriert, dass sie damit Menschenfeinde seien.

Noch etwas kommt hinzu: Die Deutschen wissen um die wichtige Unterscheidung zwischen Zuwanderern aus Syrien und Afghanistan und jenen aus der Ukraine. Sie haben diesen beiden Gruppen gegenüber ganz unterschiedlich intensive Welcome-Gefühle. Wenn man diese beiden Gefühlslagen in solchen Befragungen unzulässig vermischt, dann ergibt sich daraus zwangsläufig eine Verzerrung, die dann tatsächlich weniger negativ auf die vielen muslimischen jungen Männer einzahlt auf Kosten der europäisch kultivierten Ukrainer.

Erwartungsgemäß lässt es die Stiftjung erneut nicht aus, den Deutschen eine Bringschuld gegenüber den Zuwanderern zu attestieren: „Nur mit einer gelebten Willkommenskultur ist es möglich, Flüchtlinge erfolgreich ins Arbeitsleben zu integrieren.“ Übersetzt heißt das: Der Deutsche ist selbst schuld, wenn der Bürgergeld-Empfänger aus Syrien und Afghanistan keine Lust hat, eine Arbeit aufzunehmen.

Die Stiftung gibt vor, einen Unterschied zu kennen zwischen Asylbewerbern und Arbeitsmigration. In der Befragung allerdings, welche ein externes Institut für Bertelsmann vorgenommen hat, ist das kaum herauslesbar.

Die Aufbereitung der Studie ist schlanke 44 Seiten lang. Alexander-Wallasch.de spricht telefonisch mit der für die Studie „Willkommenskultur in Krisenzeiten. Wahrnehmungen und Einstellungen der Bevölkerung zu Migration und Integration in Deutschland“ bei der Stiftung verantwortliche Dr. Ulrike Wieland.

Einer Bitte um den original Fragenkatalog kann nicht entsprochen werden, aber die Fragen befänden sich alle in der Studie selbst unterhalb der Grafiken. Die Studie ist für jedermann hier abrufbar.

Wie schaute die von dem externen Anbieter durchgeführte Befragung aus? Die Befragten wurden gebeten mit „trifft zu“ oder „trifft nicht zu“ etwa auf folgende vorgelesenen Aussagen zu antworten:

Zuwanderung …
· macht das Leben in Deutschland interessanter.
· führt dazu, dass Deutschland weniger überaltert.
· ist für die Ansiedlung internationaler Firmen wichtig.
· gleicht den Fachkräftemangel in Deutschland aus.
· führt zu Mehreinnahmen bei der Rentenversicherung.
· führt zu zusätzlichen Belastungen für den Sozialstaat.
· führt zu Konflikten zwischen den Einheimischen und den Einwanderern.
· führt zu Problemen in den Schulen.
· führt zu Wohnungsnot in den Ballungsräumen.

Dass Zuwanderung den Fachkräftemangel in Deutschland ausgleicht, konnte eine Mehrheit übrigens nicht bestätigen. Ebenso, wie eine große Mehrheit nicht bestätigen wollte, dass Zuwanderung zu Mehreinnahmen bei der Rentenversicherung führen könnte.

Weitere Abfrage-Beispiele finden sich in der besagten Studie/Befragung unterhalb der Grafiken. Dort kann jeder Interessierte selbst nachlesen, auf welche Weise gefragt wurde und auf welche Weise die Stiftung diese Ergebnisse interpretiert hat. Das abschließende Bild, welches sich daraus ergibt, offenbart gut die Aufgabenstellung und die Zielvorgabe dieser politischen Studie.

Der Aussage, dass Deutschland mehr Flüchtlinge aufnehmen kann und sollte, weil es humanitär geboten sei, stimmten übrigens 65 Prozent der Befragten ausdrücklich nicht zu.

Ihre Unterstützung zählt

Mit PayPal

Einen Kommentar schreiben

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen. Aufgrund von zunehmendem SPAM ist eine Anmeldung erforderlich. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Kommentare