Am 29. Juni 2026 kam es gegen 12:10 Uhr in einer Mutter-Kind-Einrichtung der Jugendhilfe in Stade (Niedersachsen) zu einem tödlichen Schussangriff. Ein 45-jähriger in Deutschland geborener Mann mit türkischen Wurzeln aus dem Raum Hannover erschoss sechs Mitarbeiter der Einrichtung – vier Frauen und zwei Männer. Alle Opfer waren Angestellte des Trägers oder des Jugendamts.
Der Amoktäter hatte an diesem Tag einen Termin zum Sorgerecht für seine dreimonatealte Tochter, die mit der 34-jährigen Mutter in der Einrichtung untergebracht war. Mutter und Kind blieben unverletzt. Der Mann wurde kurz darauf festgenommen, eine weitere Person – mutmaßlich die Mutter – in Gewahrsam genommen. Die Polizei geht von einer Beziehungstat im Kontext eines erbitterten Sorgerechtsstreits aus.
Es ist in den vergangenen Jahren in Teilen der Gesellschaft populär geworden, sehr schnell nach den Motiven eines Täters zu fragen, der eine schreckliche Tat begeht. Hier dominiert der Reflex, erst den Täter zu „verstehen“ oder ihm zu helfen – besonders bei Taten mit Migrationshintergrund. Das hat in den vergangenen Jahren bei vielen Fällen von Gewalt im Kontext illegaler Zuwanderung zu einer einseitigen Opfer-Täter-Umkehrung geführt.
Schon deswegen ist es noch einmal heikler, mit Blick auf das aktuelle Blutbad einen Blick auf die Motivlage zu werfen. Aber wer sich mit dem Fall beschäftigt denkt natürlich weiter. Und fragt sich schockiert: Warum? Wenn man dieser Frage nachgeht, muss es oberste Priorität haben, die Opfer dieser grausamen Tat dabei nicht aus dem Auge zu verlieren samt ihrer durch die Tat zerstörten Familien.
Der Täter ist ein 45-jähriger Mann, in Deutschland geboren, türkischer Staatsbürger. Ob er möglicherweise kurdischen Wurzeln hat, ist bisher unbekannt. Er tötete gezielt Mitarbeiter einer Jugendhilfeeinrichtung, in der seine Frau und sein dreimonatiges Kind untergebracht waren. Die Polizei spricht von einer Beziehungstat im Rahmen eines Sorgerechtsstreits.
Der Mann hatte an jenem Tag einen offiziellen Termin in der Einrichtung. Statt zu verhandeln, zog er eine illegale Pistole und richtete sechs Menschen regelrecht hin. Seine eigene Familie ließ er unversehrt – die Opfer waren die Helfer, Berater und Sozialarbeiter vor Ort.
Wer hinter den Vorhang des Grauens blicken will, darf auch diese Überlegung nicht scheuen: Was sind die typischen Strukturen solcher Einrichtungen? Hier finden sich Beratungsgespräche, Stuhlkreise, Teams, die womöglich an einem besseren Gesellschaftsbild arbeiten und es vermitteln wollen.
Das sind heutzutage und bei wachsendem Migrationsgeschehen oft Orte, an denen westliche Familienmodelle und progressive Erziehungsideale auf traditionelle zugewanderte Lebensvorstellungen treffen. Der Täter wuchs in Deutschland auf, ging hier mutmaßlich zur Schule, arbeitet hier – und doch kollidierte offenbar etwas fundamental. War es eine als Familienfeindlichkeit wahrgenommene Behördenpraxis, die aus Sicht mancher Migranten als Bedrohung der eigenen Traditionen empfunden wird?
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Waren es gescheiterte Erwartungen an die Ehe, an die Rolle als Vater, an die Autorität in der Familie? Solche Fragen sind berechtigt. Es geht nicht darum, den Täter zu entschuldigen – eine lebenslange Haft ohne vorzeitige Entlassung ist hier die einzig angemessene Antwort. Sechs Familien sind zerstört, eine siebte (seine eigene) ebenfalls. Resozialisierung ist bei einem solchen Massenmord nicht mehr begründbar.
Doch die Hintergründe müssen offengelegt werden. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, was diesen Mann in einen Amoklauf trieb: Welche Rolle spielten kulturelle Prägungen, welche Rolle die Institutionen, welche Rolle persönliches Versagen?
Bisher weiß man nichts darüber, dass der Täter etwa ein „psychisch Gestörter“ im klassischen Sinne ist, der wahllos zuschlägt. Einiges deutet schon jetzt auf Vorsatz hin. Dennoch wird natürlich jede Tat dieser Art von einer psychischen Ausnahmesituation begleitet.
Die Ermittler von Polizei, Staatsanwaltschaft und Psychologen haben nun die Aufgabe, das exakt aufzuarbeiten. Warum wählte er gerade diese Einrichtung und ihre Mitarbeiter als Ziel? Welche Konflikte in der Familie, welche Interventionen des Jugendamts, welche kulturellen Bruchlinien führten zu diesem Punkt?
Solche Taten dürfen nicht bagatellisiert oder ideologisch instrumentalisiert werden. Sie zeigen aber auch, dass Integration nicht automatisch funktioniert, nur weil jemand hier geboren ist. Traditionelle Rollenbilder, Ehrvorstellungen und ein anderes Verständnis von Familie können mit den hiesigen Rechts- und Sozialsystemen kollidieren – besonders, wenn es um Kinder und Sorgerecht geht. Was passiert in diesen Einrichtungen? Welches Rollenbild wird hier vermittelt, wer wird auf welche Weise in welcher Haltung bestärkt?
Die Menschen in Deutschland wollen keine pauschalen Schuldzuweisungen, aber sie wollen Klarheit: Was ist hier wirklich geschehen? Wie können ähnliche Tragödien in Zukunft verhindert werden? Das erfordert ehrliche Analyse statt reflexartiger Tabuisierung. Der Fall Stade muss aufgeklärt werden – vollständig und ohne Scheuklappen. Und hier ins besondere auf Konfliktlinien zwischen zwei Weltbildern. Und damit ist nicht nur westliche und das zugewanderte gemeint, sondern insbesondere das woke und das traditionelle.
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Kommentar von Mari von Skwarczynski
Herr Wallasch, als erstes, worauf ich hinweisen möchte, ist, daß im Islam das Kind dem Vater zugeordnet wird, nicht der Mutter. Die Mutter hat das Recht, sich um das Kind kümmern zu können bis zu einem bestimmten Alter, aber der Vater hat das Aufenthaltsbestimmungsrecht, was bei dessen Tod auf den väterlichen Großvater übergeht. Daran kann keiner rütteln auf der Welt. Gerichte können nur das Sorgerecht vergeben, nicht das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Nun kommen die Vögel vom Jugendamt und den sozialen Einrichtungen und quetschen sich da hinein. In ungebildeten Kreisen sieht man es auch so, daß das Kind dem Vater gehört, weil er es in harter Transaktion in den weiblichen Backofen gespritzt und neun Monate darauf gewartet hat, daß dieser es fertig wieder ausstößt. Die Mutter des Täters sah die Sache wahrscheinlich auch so, denn sie hat ihren Sohn ja auch auf diese Weise injiziert bekommen. Die deutschen Jugendbehörden wiederum tendieren zur Mutter als beste Kontaktperson bei einem so kleinen Kind. Ich selbst habe aber auch zugesehen, daß man sich vor dem Jugendamt hüten sollte. Eine Bekannte von mir wurde eine Woche nach der Geburt ihres dritten gemeinsamen Kindes von ihrem Ehemann verlassen, der direkt rüber zu seiner Freundin zog. Der Ehemann war Alleinverfiener gewesen und dadurch meine Bekannte finanzschwach. Er wollte aber so wenig wie möglich an die alte Familie zahlen und hat seine Ex beim Jugendamt angeschwärzt und schlecht gemacht. Meine Bekannte ist durch die Hölle gegangen mit dem Jugendamt, was durch den guten Beruf des Vaters der Kinder immer wieder zu blenden gewesen ist. Schließlich hat sie gesagt, er solle die Kinder zu sich nehmen, was aber die neue Lebensgefährtin nicht wollte. So durfte meine Bekannte die Kinder dann doch behalten. Aber das Jugendamt … Ich habe deren Argumentation gelesen. In diesem Falle in Stade hat der Täter wohl einiges mißverstanden.