Millionen Deutsche starben unter einem alliierten Bombenterror und planmäßigen Vertreibungen

Bombenterror gegen Dresden und der alliierte Genozid an den Ostdeutschen

von Alexander Wallasch

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 wurde Dresden zerstört© Quelle: Youtube/ZDF Terra X History, Screenshot, Montage: Wallasch

Millionen deutsche Vorfahren, deren Namen sich niemand gemerkt hat, die keinen Nachkommen mehr zeugen konnten, deren Schmerz und Leid und deren Blut 1945 in Strömen in die ostdeutschen Straßengräben geflossen ist.

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 wurde Dresden Opfer einer der grausamsten Luftangriffe auf eine Stadt im Zweiten Weltkrieg. Knapp 800 britische Bomber warfen erst unzählige Sprengbomben um dann durch die zerstörten Dächer mit Brandbomben ein Massenmorden zu veranstalten. Der Feuersturm zerstörte rund 80.000 Wohnungen. Dem britischen Nachtangriff folgte am Tag die Flächenbombardierung durch 311 amerikanische Bomber.

Die ethnischen Säuberungen an den Ostdeutschen wurden von den Alliierten Mitte 1945 in Potsdam fein säuberlich am Kartentisch geplant. Der Bombenterror über Deutschland war an keinem einzigen Tag kriegsrelevant.

Ich hatte schon im vergangenen Jahr im Gespräch mit einem deutlich jüngeren Journalisten mit Bestürzung festgestellt, dass das Wissen um den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen in den jüngeren Generationen erhebliche Lücken aufweist.

Der Kollege war ganz erstaunt, als ich ihm von meiner Familiengeschichte, von der Flucht und Vertreibung meiner Eltern und Großeltern erzählte, von den erfrorenen Babys, den geschändeten Frauen und den totgeschlagenen jungen Männern, deren Leichen den endlosen Trecks der Verzweifelten wie Leitplanken nachfolgten.

Die Amerikaner bzw. die Alliierten haben Millionen geopfert. Es waren deutsche Zivilisten, die den britisch-amerikanischen Bombenterror und die Vertreibungen nach Ende des Krieges mit ihrem Leben bezahlen mussten.

Es gilt längst als historisch erwiesen, dass dieses hunderttausendfache Morden von Zivilisten in keiner Weise kriegsrelevant war. Im Gegenteil: Hitler-Deutschland machte den Deutschen mit den Bildern der Zerstörung eindrücklich klar, dass die Sieger kein Pardon geben werden und dass es jetzt doppelt gelte, bis zum Endsieg zu kämpfen, um der Rache der Sieger zu entgehen. Das ist die Kausalität, nicht umgekehrt.

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Das Kriegsende war für die allermeisten Deutschen im Moment der Niederlage keine Befreiung. Es war ganz sicher eine Befreiung für die wenigen Überlebenden in den Vernichtungslagern der Nazis, aber nicht für die Überlebenden des Bombenterrors und für Millionen Ostdeutsche.

Für diese Ostdeutschen sollte das Martyrium und das große Verrecken mit Kriegsende erst richtig beginnen. Wir wollen hier nicht über Zahlen streiten. Aber zu den Schändlichkeiten der ersten fünf Nachkriegsjahrzehnte gehörte sicherlich die Geschichtsschreibung der Sieger, die den Genozid an Schlesiern, Ostpreußen und anderen verleugneten oder immer wieder noch kleiner rechneten. Diese ethnischen Säuberungen an den Ostdeutschen wurden von den Alliierten Mitte 1945 in Potsdam fein säuberlich am Kartentisch geplant, vorangehende Konferenzen hatten diese Themen auf die Tagesordnung gesetzt.

Zweifellos kann man rückblickend sagen, dass die deutschen Nachkriegsgenerationen der Bundesrepublik indirekt von den Alliierten vom Nationalsozialismus befreit wurden. Die Bürger der späteren DDR mussten allerdings weitere 40 Jahre warten.

Allen jüngeren und an deutscher Geschichte interessierten Lesern kann ich nur eines empfehlen: Beschäftigt Euch mit diesem düstersten Kapitel deutscher Geschichte. Euren Eltern und Großeltern wurde diese Beschäftigung versagt bzw. sogar untersagt.

Warum solltet Ihr das tun? Weil es Millionen Eurer deutschen Vorfahren gab, deren Namen sich niemand gemerkt hat, die keinen Nachkommen mehr zeugen konnten, deren Schmerz und Leid und deren Blut 1945 in Strömen in die ostdeutschen Straßengräben geflossen ist. Es darf nicht vergessen werden. Unbekannt bleibt auch die Zahl jener, die ohne Grabstein am Rande der Straße verscharrt wurden. Die Frauen legten ihre erfrorenen Babys noch dazu. Das alles sind kein Horrormärchen, sondern es ist nichts als die reine Wahrheit.

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