Dokumentation: Steinmeiers Grußbotschaft zum Fastenbrechen

Bundespräsident: „Der Ramadan gehört zum religiösen Leben unseres Landes“

von Alexander Wallasch

Fastenbrechen mit Steinmeier© Quelle: Youtube/Bundspräsident, Screenshot

„Zum Ende des Ramadans gehört es dazu, für bedürftige Menschen zu spenden“, sagt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer Grußbotschaft, die auch in türkisch und arabisch zur Verfügung steht.

Die Rede unkommentiert und ungekürzt:

 

Berlin, 19. März 2026

Grußbotschaft von Bundespräsident Steinmeier zum Fest des Fastenbrechens 2026

 

„Zum Fest des Fastenbrechens sende ich allen Musliminnen und Muslimen in unserem Land herzliche Grüße und alle guten Wünsche! Nach Wochen des bewussten Verzichts und in einer Zeit, die leider auch von der Sorge über die internationalen Krisen geprägt ist, wünsche ich Ihnen Stunden der Gemeinsamkeit beim Essen und Feiern im Kreis Ihrer Familie und Ihrer Freundinnen und Freunde, und vor allem den Kindern wünsche ich viel Freude mit ihren Geschenken. Der Ramadan ist ein auch in Deutschland beheimatetes Fest geworden und gehört zum religiösen Leben unseres Landes.

Auch in diesem Jahr werden viele Moscheegemeinden und Familien ihre Nachbarschaft einladen mitzufeiern. Das ist eine wunderbar großzügige Geste, die es vielen Menschen leicht macht, die Gebräuche und Traditionen der islamischen Religion kennenzulernen und in der direkten Begegnung den Zusammenhalt zwischen unterschiedlichen Religionen und sozialen Gruppen zu stärken. Für diese Gastfreundschaft und Offenheit danke ich Ihnen!

Zum Ende des Ramadan gehört es dazu, für bedürftige Menschen zu spenden. Sie haben über Wochen tagsüber auf Essen und Trinken verzichtet und vergessen dabei aber nicht, dass viele Menschen sich in ihrem Alltag einschränken müssen, dass sie auf Unterstützung angewiesen sind. Doch es sind nicht nur diese einzelnen Spenden – viele von Ihnen engagieren sich das ganze Jahr über aus ihrem Glauben heraus, manche schon seit Jahrzehnten. Das ist ein Geschenk an die gesamte Gesellschaft, das wir gar nicht hoch genug schätzen können.

Ich freue mich deshalb auch ganz besonders, dass viele Musliminnen und Muslime beim Ehrentag am 23. Mai mitmachen wollen. Mit dieser von mir angestoßenen neuen Initiative wollen wir den Geburtstag unseres Grundgesetzes im ganzen Land feiern. Wir wollen an diesem Tag wertschätzen, was uns, bei allen Unterschieden, an Werten und Zielen verbindet. Die Idee: Möglichst viele Bürgerinnen und Bürger überall in Deutschland packen an diesem Tag freiwillig mit an und stärken damit auch Zusammenhalt und Demokratie. Landauf, landab wird es eine Vielzahl von Aktionen geben, an denen sich jeder beteiligen kann, egal welchen Glaubens er ist. Und jede und jeder ist dabei willkommen, auch die, die sich bisher vielleicht noch nicht engagiert oder noch nicht das Richtige für sich gefunden haben. Wir wollen an diesem Ehrentag zusammenrücken und unser Land ein Stück besser machen, und dabei können Sie alle mithelfen. Für Ihr Engagement danke ich Ihnen schon jetzt von Herzen!

Unseren Zusammenhalt zu stärken, das gelingt auch durch Traditionen und Riten wie dem Fest des Fastenbrechens, das Sie jetzt begehen und das so viele Menschen zusammenbringt. Allen Musliminnen und Muslimen in Deutschland wünsche ich ein frohes, friedliches und gesegnetes Fest!“
 
Die Grußbotschaft kann in folgenden Übersetzungen abgerufen werden:
Türkisch www.bundespraesident.de/fastenbrechen-2026-gruss-tuerkisch
Arabisch www.bundespraesident.de/fastenbrechen-2026-gruss-arabisch
Englisch www.bundespraesident.de/fastenbrechen-2026-gruss-englisch
 

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