Der Partner von Göring-Eckardt bekommt kein Geld für seine Armada vor Libyen

Das ist auch unser Erfolg: Staatliche Finanzierung der Pullfaktor-Seenotrettung teilweise eingestellt

von Alexander Wallasch (Kommentare: 8)

„United4Rescue wird kein Geld vom Ministerium bekommen. Stattdessen müssen Organisationen direkt Mittel beantragen“© Quelle: Youtube / United4Rescue, Screenshot

Manchmal darf man innehalten und sich über einen Erfolg gebührend freuen. Beinahe hätte alexander-wallasch.de den Lohn für die Arbeit links liegen gelassen, weil wir einfach nicht mehr damit gerechnet haben, einen Sieg einzufahren.

Aber die Geduld hat sich ausgezahlt. Und schon zum zweiten Mal in diesem Jahr musste einer dieser linksradikalen sogenannten „Seenotretter“ eine empfindliche Schlappe hinnehmen, dieses Mal traf es einen ganz dicken Fisch!

War es zuletzt das überraschende Ende von „Mare Liberum“, die jeden mit Klagen überzogen haben, der sie kritisierte, und die von Roland Tichy so beharrlich, und ohne Mühen und Kosten zu scheuen, niedergerungen wurden, kann sich auch alexander-wallasch.de jetzt einen Sieg mit auf die Fahnen schreiben.

Bisher ist es den meisten Medien verborgen geblieben. Aber die Ende 2022 von der Bundesregierung zugesagten zwei Millionen Euro, die eigentlich Jahr für Jahr an die NGO „United4Rescue“ gehen sollten, werden nun doch nicht an den Verein von Thies Gundlach, den Lebenspartner der Grünen Katrin Göring-Eckardt, ausgezahlt. Verständlicherweise tobt der linksradikale Laden. Wir haben derweil eine Flasche entkorkt, ein paar Minuten Pause gemacht und uns in der Redaktion gegenseitig angegrinst.

„United4Rescue“ schrieb bereits am 17.Juli 2023 via Twitter:

„Monatelang hat uns das @AuswaertigesAmt hingehalten, jetzt steht fest: United4Rescue wird kein Geld vom Ministerium bekommen. Stattdessen müssen Organisationen direkt Mittel beantragen – und bei den 2 Mio. Euro für die #Seenotrettung wird gekürzt.“

Jetzt muss man wissen, dass Gundlach, ebenso wie seine Partnerin Göring-Eckardt, Funktionäre der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) waren. Die Gründung von United4Rescue im November 2019 geht sogar unmittelbar auf eine Resolution beim Evangelischen Kirchentag im Juni 2019 zurück.

Gleichzeitig behängte man viele evangelische Kirchen in Deutschland mit orangenen Rettungswesten. Zu diesem Zeitpunkt war Gundlach einer der Vizepräsidenten des Kirchenamtes der EKD, Göring-Eckardt war vier Jahre lang bis 2013 Präses der Synode der EKD.

Der evangelische Pressedienst heult jetzt mit der "Antifa zur See". Über die Streichung der Millionen für den Pullfaktor-Verein schreibt die EKD-Postille zunächst:

„Der Bundestag hatte Ende 2022 entschieden, dass der zivilen Seenotrettung zwei Millionen Euro für dieses Jahr aus Mitteln des Auswärtigen Amtes zugutekommen sollen. Im Antrag von SPD und Grünen, der dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt, war ausdrücklich als Empfänger der Verein United4Rescue genannt worden, dem die privaten Seenotrettungsinitiativen angehören. Zudem war die Finanzierung in gleicher Höhe für die Jahre 2024 bis 2026 vorgesehen.“

Die Bundesregierung hat es versucht. Aber dieses Mal musste eine weitere dieser dreisten Verbindungen aus Politik und NGO wieder gelöst werden. Während die Altmedien überwiegend in Mittäterschaft schwiegen, hat alexander-wallasch.de mehrfach auf diese Verbindung hingewiesen und die Fakten dieser unheilvollen Phalanx unermüdlich offengelegt.

Dazu zitiert die EKD Thies Gundlach:

„Zwei Millionen Euro pro Jahr für zivile Organisationen seien politisch keine ausreichende Antwort auf die vielen Toten im Mittelmeer. 'Es ist ein Skandal, dass das Auswärtige Amt noch nicht einmal diese vergleichsweise geringe Summe vollständig für die Seenotrettung bereitstellen will'.“

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Weiter heißt es da, das Auswärtige Amt habe entschieden, dass nicht United4Rescue das Geld erhalten und verteilen solle, sondern dass einzelne Organisationen Mittel direkt beim Ministerium beantragen müssen. Trotzig bettelt Gundlach also wieder auf eigene Rechnung:

„#AllesMussManSelberMachen! Wenn das Außenministerium Gelder kürzt, müssen wir zusammenstehen – für die zivile #Seenotrettung. Werde jetzt auch Fördermitglied bei United4Rescue“

Einzig dem Bayerischen Rundfunk (BR) ist diese Niederlage ein paar Zeilen wert gewesen. Der Beitrag verweist unter anderem auf den Koalitionsvertrag, der eine Unterstützung der Seenotrettung festgeschrieben hätte. Tatsächlich heißt es da, man strebe eine staatlich organisierte Seenotrettung an.

Der Bayerische Rundfunk reicht gehorsam an, ÖR-Journalismus wieder einmal auf seinem Tiefpunkt:

„Verteilen sollte das Geld eine einzige Stelle: das Seenotrettungsbündnis United4Rescue. Dessen Vorstandsmitglied Thies Gundlach erreicht BR24 auf einem Schiff. Gundlach ist leidenschaftlicher Segler und gerade privat in den Gewässern vor Travemünde unterwegs. Als er zuerst hörte, dass die Bundesregierung die zivile Seenotrettung im Mittelmeer mit zwei Millionen Euro pro Jahr unterstützen würde, reagierte er spontan überrascht und freute sich.“

Der „leidenschaftliche Segler“ tobt jetzt, dass ihm die Partei seiner grünen Gefährtin seine Armada vor der libyschen Küste doch nicht mit der ursprünglich zugesagten Summe cofinanziert. Der BR weiter:

„Warum Geld von der Seenotrettung abgezogen wird, wo es doch für humanitäre Projekte an Land noch andere Geldtöpfe gibt? Vom Auswärtigen Amt gibt es darauf keine Antwort.“

Die Antwort darauf ist unter anderem bei alexander-wallasch.de nachzulesen. Dem Auswärtigen Amt ist mulmig geworden. Jetzt soll das Geld anders verteilt werden, schreibt wieder der BR:

„Auch eine weitere Entscheidung des Außenministeriums irritiert die Seenotretter. Ursprünglich nämlich sollte United4Rescue als Dach-Organisation die zwei Millionen Euro an die anderen Rettungs-Initiativen verteilen. Das wurde geändert: Nun muss jede einzelne Organisation das Geld direkt für sich beim Außenministerium beantragen.“

Bislang hat nach Recherchen von BR24 erst eine einzige weitere Seenotrettungsorganisation einen Antrag beim Auswärtigen Amt gestellt. Die Vermutung ist hier naheliegend, dass das Auswärtige Amt erst einmal die von der Bundesregierung finanzierte Fakestudie abwarten wollte, die der Seenotrettung faktenfern bescheinigt, dass es keinen Pullfaktor gibt.

Die ist jetzt tatsächlich erscheinen. Und im Gegensatz zur fehlenden Berichterstattung über den Rückzug des Auswärtigen Amtes aus der Finanzierung des Partners von Göring-Eckardt haben die Altmedien fast alle darüber berichtet, dass eine Studie den Pullfaktor bestreitet. Gelesen hat indes kaum einer die Studie, stattdessen wurde eine wohlmeinende kurze AFP-Agenturmeldung einfach abgeschrieben.

Abschließend sei erwähnt, dass die Leidtragenden dieser Vorgänge immer zuerst die Menschen sind, die sich voller Hoffnung diesen beseelten egomanen Seelenverkäufern anvertrauen, die ihre Heimat verlassen und sich auf den Weg nach Europa machen und vieler ihrer Träume beschnitten als Entwurzelte enden, während einer wie Thies Gundlach einfach ein paar Runden segeln geht.

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