Medienmacht und Drohnenrüstung – Wie die Familie Döpfner das Medienhaus Springer zum Kriegsgewinnler machte

Der unterdrückte Skandal: Springer und das große Geschäft mit dem Ukraine-Krieg

von Alexander Wallasch

Blutjournalismus aus den Elfenbeintürmen© Quelle: Grok

Moritz Döpfner, Sohn des Axel-Springer-Chefs, sitzt bereits im Aufsichtsrat von Quantum Systems – dem Münchner Drohnenhersteller, der mit Aufklärungs- und Kampfsystemen durch den Ukraine-Krieg zu einem der wertvollsten deutschen Defence-Tech-Unternehmen aufgestiegen ist.

Was lange im Hintergrund lief – die Investments der Döpfner-Familie in Drohnenhersteller, die engen Verbindungen zu Peter Thiel und Palantir, die Drehtür von Springer-Journalisten in die Rüstungsindustrie und die verkauften Geheimtreffen mit Ministern – liegt immer offener zutage. Der Springer-Palantir-Komplex wird sichtbar.

Springer schreibt aktuell auf der Startseite der Webseite:

„Unser Leitgedanke lautet: Wir wollen führender Anbieter von digitalem und KI-unterstütztem Journalismus in der freien Welt werden.“

Was Springer lieber verschweigt: Sie sind heute viel mehr die Antreiber, die großen Gewinnler und die Propagandisten eines grauenvollen Kriegs, der nun schon ins fünfte Jahr geht. Springers Top-Mitarbeiter nehmen Orden für Propaganda und die Springer-Besitzerfamilie Döpfner ist tief verstrickt in die Rüstungsindustrie während Springer im eigenen Haus Geheimtreffen zwischen Rüstungsindustrie und Politik veranstaltet und auch noch daran Millionen verdient.

Moritz Döpfner, Sohn des Axel-Springer-Vorstandschefs Mathias Döpfner, führt den Risikokapitalfonds Döpfner Capital. Der Fonds war im Juni 2026 Teilnehmer der 500-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde von Stark Defence – dem Berliner Hersteller von Kamikaze-Drohnen (Virtus).

An der Runde beteiligten sich unter anderem Sequoia Capital, Peter Thiels Founders Fund, der Nato Innovation Fund, Project A Ventures, Air Street Capital, 201 Ventures und Advent International. Die Bewertung stieg auf rund 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro.

Peter Thiel hatte als Ankerinvestor im Dezember 2024 rund 50 Millionen Dollar in Döpfner Capital gesteckt. Moritz Döpfner war zuvor Chief of Staff bei Thiel Capital. Stark erhielt nach anfänglichen politischen Bedenken wegen der Thiel-Beteiligung einen Bundeswehr-Rahmenvertrag über hunderte Millionen Euro.

Das Verteidigungsministerium hatte versichert, Thiel habe keine operativen Befugnisse und halte unter zehn Prozent. Diese personellen und finanziellen Fäden sowie die gesamte Springer-Palantir-Verflechtung haben wir hier ausführlich dokumentiert.

Parallel wuchsen die Schwester- und Mitbewerberfirmen massiv: Quantum Systems aus München – gegründet von Florian Seibel, der auch an Stark beteiligt war - schloss im Juli 2026 eine Series-D-Runde über 1,2 Milliarden Dollar ab und erreichte eine Bewertung von etwa 8 Milliarden Dollar.

Der Drohnenhersteller Helsing sammelte Milliarden ein und gilt als eines der wertvollsten deutschen Start-ups. Seibel, Ex-Bundeswehr-Offizier und Luft- und Raumfahrtingenieur, steht symbolisch für den neuen Typus: öffentlich finanzierte Ausbildung, Silicon-Valley-Kapital, politischer Zugang und direkte Front-Erprobung in der Ukraine. Die Geschichte dieses deutschen Kriegsmilliardärs ist hier nachzulesen.

Alex Karp, Mitgründer und CEO von Palantir, saß 2018–2020 im Aufsichtsrat der Axel Springer SE. Palantir-Software wird in der Ukraine und bei der Nato eingesetzt. Karp selbst nannte sie ein „Betriebssystem für den Krieg“. Die Bundeswehr lehnt sie bislang ab – Vizeadmiral Thomas Daum verwies auf die unzumutbare Zulassung von Industriemitarbeitern zu nationalen Daten.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) äußerte Bedenken wegen Thiels Rolle bei Stark. Dennoch fuhren „Welt“ und „Bild“ im Frühjahr 2026 eine deutliche Pro-Karp-Linie. Springer-Redakteur Filipp Piatov ( auch Co-Sprecher von Paul Ronzheimers Podcast) schrieb ausführliche Artikel für Springer-Medien, ohne den früheren Aufsichtsrats-Sitz Karps zu erwähnen. Kritik an Datenkontrolle oder Interessenkonflikten blieb weitgehend aus.

Im März 2026 stufte der stellvertretende US-Verteidigungsminister Feinberg Palantirs Maven Smart System als „Program of Record“ ein – langfristige Finanzierung und Standardplattform. Die Pro-Palantir-Offensive und das enge Netzwerk aus Medien, Rüstung und Politik haben wir hier bereits detailliert beschrieben.

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Julian Röpcke, jahrelang Bild-Militär- und Ukraine-Experte, verließ den Konzern 2026 und wechselte zu einem deutsch-ukrainischen Drohnenhersteller. Johannes Boie, früherer Bild- und Welt-am-Sonntag-Chefredakteur, ist seit August 2025 Chief Marketing Officer bei Helsing. Ex-Welt-Herausgeber Ulf Poschardt und Röpcke erhielten 2022 den ukrainischen Verdienstorden dritter Klasse für ihre Propaganda-Arbeit für Milliarden- und Waffenlieferungen in die Ukraine. Ronzheimer lehnte diesen Orden ab, um Journalist bleiben zu können. Die Berichterstattung in Springer-Titeln war durchgängig stark pro-ukrainisch und forderte Waffen- und Finanzhilfen.

Anfang Juli 2026 lud Springers Media Impact (über eine halbe Milliarde Umsatz pro Jahr) im Axel-Springer-Hochhaus zum zweiten WELT-Sicherheitsgipfel unter Chatham-House-Regeln (Geheimhaltung). Teilnehmer waren unter anderem Boris Pistorius, Katherina Reiche, Generalinspekteur Carsten Breuer, BND-, BfV- und BKA-Spitzen, Rheinmetall-Chef Armin Papperger, Airbus-Defence-Chef Michael Schöllhorn, Stark-CEO Uwe Horstmann, Vertreter von Quantum Systems und Alex Karp zugeschaltet.

Media Impact wirbt offen mit „exklusivem Zugang zur Politik“, „Top-Level-Netzwerk“ und „Speed-Dating mit den exklusivsten Entscheidern Europas“. Unternehmen zahlen für den Kontakt und redaktionelle Platzierung. Wie Springer hier Geheimtreffen zwischen Regierung und Rüstungsindustrie vermarktet und selbst darin investiert, hatten wir bereits hier beschrieben.

Am 17. Juli 2026 gab Axel Springer bekannt, dass Peter Thiel den Axel Springer Award 2026 erhält – nach Zuckerberg, Bezos, Musk, Zelenskyj, Altman und anderen. Die Begründung: Unternehmergeist und Innovationskraft. Die Preisverleihung markiert die selbstverständliche Krönung dieses undurchsichtigen Geflechts aus Medienmacht, familiären Rüstungsinvestments und einseitiger Kriegspropaganda, wie wir hier beschrieben hatten.

Die Springer-Eigentümerfamilie Döpfner investiert über den Sohn in Rüstungs-Start-ups, die von der eigenen Berichterstattung und den eigenen Netzwerk-Events profitieren. Ehemalige Spitzenjournalisten wechseln in die Marketing- und Kommunikationsabteilungen genau dieser Firmen. Orden belohnen die Linie, die den Markt befeuert. Vertrauliche Gipfel verkaufen politischen Zugang.

Während die Bundeswehr bei Palantir zögert, läuft die Medien-Offensive und das Kapital fließt. Die Fakten – Investment-Runden, Karrierewechsel, Teilnehmerlisten und Werbeunterlagen von Media Impact – liegen offen. Der Investorensitz der Döpfner-Familie in diesem Netzwerk macht die Interessenkongruenz zwischen Berichterstattung, Kapital und Rüstungsgeschäft sichtbar.

Warum berichten die Medien nicht? Und warum berichtet etwa Ex-Springer-Mitarbeiter in den neuen Medien nicht? Das Schweigen dröhnt mittlerweile lauter als das Summen von tausenden Kampfdrohnen an denen Springer als Kriegsgewinnler und Kriegstreiber mitverdient.

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