Diese Konsenskultur – verstärkt durch Jahre linker Erziehung in Kita, Schule und Universität – verlangt, alles irgendwie zu vereinen und niemanden zu überfordern. Doch in den wichtigen Fragen kann man eben nicht allen gerecht werden.
Bei der illegalen Massenzuwanderung hieße es das dann nicht zehn, sondern nur fünf Millionen Ansiedler. Bei Corona nur eine Impfung statt der zweiten, nur ein halber Lockdown, nur eine halbe Maske. Beim Ukrainekrieg nur die Hälfte der Milliardenzahlungen oder nur die Hälfte der Weigerung, endlich diplomatische Lösungen anzustreben – koste es, was es wolle.
Dieses „koste es, was es wolle“ darf man wörtlich nehmen. Viel Geld, das in diesen Krieg geflossen ist, immer mit der Begründung, man wolle die Ukraine in eine militärisch starke Verhandlungsposition bringen, die aber nie erreicht wird.
Dieselbe Logik wie bei Merz und der CDU, als es um die Begrenzung illegaler Migration und Abschiebungen ging: viel angekündigt, nichts umgesetzt. Oder bei Corona, wo man irgendwann zwar erklärte, die Impfung habe irgendwie den gewünschten Effekt nicht gehabt, Herdenimmunität stelle sich eher durch Infektion ein – aber gleichzeitig weiter steif behauptete, Geimpfte lägen seltener schwer im Krankenhaus. Die schweren Verläufe und Todesfälle durch die Impfung selbst wurden nicht gezählt, galten nur als Kollateralschaden. Wer darüber sprach, galt schnell als rechter Propagandist. Der Überbringer der Botschaft war ja nur ein Fake- oder Halbjournalist.
Aber genau hier wird sichtbar, was die permanente Relativierung und Halbierung bewirkt: Es fehlen so bitter jene Nachbarn und Bürger, die aufstehen, sagen, was sie denken, für ihre Haltung einstehen und ein Ziel haben – sei es für die Gesellschaft oder nur die eigene Familie.
Man kann hier gleich die gesamte AfD nennen, vom kleinen Bezirksvertreter bis zu Alice Weidel und Tino Chrupalla: seit über einem Jahrzehnt diffamiert, denunziert, ausgegrenzt, stigmatisiert und vom politischen Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem geframed. Und dieses bestellte Framing dient anderen dann als Hauptargument gegen die AfD.
Es ist gruselig, wenn der Moderator und Influencer Achim Winter auf der Straße Menschen fragt, was sie bewegt, und wenn er immer wieder die üblichen Ressentiments und von Massenmedien gestreuten Vorurteile über die AfD hört – ohne jede Diskussionsbereitschaft. Denn mit Nazis spricht man nicht!
Winter gehört zu jenen, die sich gerade machen und mit Security arbeiten müssen, weil ihnen Gewalt droht. Wir kennen die grausigen Bilder von Kantholz-Anschlägen und der Hammerbande: Menschen, die Andersdenkende gewalttätig angreifen und dafür von Katrin Göring-Eckardt im ungarischen Knast als Helden der Straße besucht werden. Sind das etwa auch Helden? Nein, Kriminelle.
Zudem erfordert regierungsnahe Haltung keine Eier. Man muss sich nicht gegen die Institution selbst stellen. Wer den Popanz einer rechten Gefahr aufbaut, kämpft gegen den eigenen Popanz und bleibt dabei warm aufgehoben.
Wann hat das eigentlich angefangen, dass regierungsnahe Demonstrationen, organisiert von staatsfinanzierten NGOs, die Normalität wurden? Wann bekamen Proteste gegen die Regierung, gegen die Mächtigen, die ihre Macht auf Zeit nicht loslassen wollen, regelmäßig eine Gegendemonstration aus dem Vorfeld der Bundesregierung hingepflanzt, durchsetzt mit gewaltbereiter Antifa?
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Wann führte man Demonstrationen gegen eine Opposition, um „unsere Demokratie“ zu verteidigen – während immer klarer wird, wie dieser Demokratieabbau aussieht? Zuletzt in Sachsen-Anhalt, wo die CDU-Fraktion die eignene Abgeordnete offenbar zu eidesstattlichen Versicherungen gegen das freie Mandat drängen wollte: Keine Stimme für einen AfD-Ministerpräsidenten.
Eine Destruktion der Demokratie, bei der einem schwindelig werden kann.
Hier sind wieder diese wenigen aufrechten Bürgerkämpfer gefragt – teilweise deckungsgleich mit jenen, die sich nicht haben impfen lassen? Jedenfalls Männer und Frauen, die auch gegen das eigene Wohlergehen klare Kante zeigen. Es wird ihnen am Ende vielleicht nicht gedankt. Aber die Gesellschaft könnte davon profitieren.
Wir bleiben Deutsche in Deutschland, und Deutscher ist, wer einen deutschen Pass hat. Punkt. Nach 1949 war das keine große Diskussion, dass das automatisch auch bedeute, das man unter Menschen mit parallel verlaufenden Familiengeschichten lebte. Am Zaun mit dem Nachbarn: Sohn eines Vaters aus Schlesien, aus Ostpreußen, Mutter aus dem Sudetenland oder hier zu Hause. Einvernehmen ohne viele Vorfragen.
Das ist eine zusammengewachsene Gesellschaft. Und sie hat offene Ecken für Zuwachs von außen! Wer ist eigentlich aufnahmebereiter als die Deutschen? Es gibt wohl kein anderes Volk in Europa, das so offen, herzlich und spendabel gegenüber Gästen ist – und so wenig empört, wenn diese Gastfreundschaft so unfassbar missbraucht wird.
Auch hier braucht es starke korrigierende Charakter. Man muss sich wehren können, aufstehen und sagen: Nein, das möchten wir nicht!
Auch gegen den eigenen Vorteil. Schaffen wir es heute noch, gegen den eigenen Vorteil Dinge zu tun – enthusiastisch, engagiert, couragiert? Es reicht nicht, zweimal die Woche einen Clip zu posten und sich ansonsten im System wohlzufühlen. Es muss ganzheitlich agiert werden für das größere Ganze.
Es mag langweilig, öde oder gestrig klingen: Aber es gibt eine Gemeinschaft, eingebettet in Bezirk, Region, Land und Nation. Ein Gefüge, das Sicherheit, Wohlstand und Hoffnung schafft. Das ist vielleicht das Wichtigste.
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