Der Kulturstaatsminister der Bundesrepublik Deutschland eröffnet traditionell die Leipziger Buchmesse. Wolfram Weimer hat jetzt alle öffentlichen Termine im Kontext Buchmesse abgesagt, wie er über den Messesprecher mitteilen ließ. Lediglich dem Festakt will er beiwohnen.
Dem vorausgegangen war Weimers Absage einer öffentlichen Verleihung des Buchhandlungspreises der Bundesregierung, von dem Weimer drei linksradikale Buchhandlungen ausgeschlossen hatte.
Der von Alexander-Wallasch.de überführte Hochstapler Weimer stapelt dieser Tage tief und duckt sich einmal mehr einfach weg. So agierte der Ertappte auch über Wochen, als sein falsches Verlagsimperium explodierte, mit dem er auf Gipfeltreffen über die Jahre Hunderttausende Euro abgezogen hatte von Unternehmen und aus staatlichen Zuwendungen.
Die Erfahrung mag bitter sein für den Kulturstaatsminister, aber sie kam nicht überraschend. Und womöglich braucht es auch einen notorischen Hochstapler wie den Merz-Tegernsee-Kumpel Wolfram Weimer, um zwischen allen Stühlen immer noch einen Platz an der Sonne und Befriedigung im ministerähnlichen Amt zu finden.
Der Rücktrittsverweigerer Weimer ist ein Chamäleon mit krimineller Energie. Täuschen, tricksen und verschleiern war über Jahre – vielleicht Jahrzehnte – sein Tagesgeschäft. Und jetzt kommt noch die Erfahrung dazu, dass er unter den Fittichen von Kanzler Merz nahezu unantastbar ist. Seine potemkinsche Verlagsbude „Weimer Media Group“ ist aufgeflogen, aber er bleibt einfach weiter im Amt!
Weimers Ludwig-Erhardt-Gipfeltreffen ist empfindlich ausgedünnt, kaum noch ein Promi traut sich hin, Werbekunden springen reihenweise ab, aber die Sause findet trotzdem statt.
Der ursprünglich aus der semi-konservativen Ecke kommende Weimer hatte sich mit Amtsantritt gewohnt professionell der neuen Umgebung angepasst und erstmal alles weggetreten, was ihm aus der Vergangenheit gefährlich werden konnte. Hatte er beispielsweise früher noch von Alice Weidel geschwärmt und sie hundertfach als falsche Autorin missbraucht, wie übrigens hunderte weiterer Autoren, stellt er sich in einem Interview bei „Titel Thesen Temperamente“ mit Blick auf die AfD als „Team Brandmauer“ vor.
Merz mag sich in dem fake-konservativen Weimer so etwas wie ein Feigenblatt vor seiner Schmuserei mit der SPD und ihrem linksradikalen NGO-Vorfeld erhofft haben. Die Rechnung ging nicht auf. Weimer logiert zwar immer noch auf dem Dach des Kanzleramtes seines Tegernsee-Wanderfreundes, aber er ist mittlerweile wohl mehr geduldet als wohl gelitten und da hich oben zur schweren Last geworden.
Zur Erinnerung: Für den Buchhandlungspreis hatte Wolfram Weimers Kulturministerium selbst die durchweg linke Jury zusammengestellt. Das Ergebnis wurde prompt geliefert mit besagten linksradikalen Buchhandlungen auf der Nominierungsliste. Diese linken Läden sind keine Neulinge, sie hatten schon in den Jahren zuvor Preise und die damit verbundenen Staatsgelder erhalten.
Neue Medien wie „Nius“ hatten auf der Frankfurter Buchmesse im Herbst 2025 bereits mit dem Verlagspreis ausgezeichnete Verlage mit linksradikaler bis linksextremer Antifa-Literatur aufgestöbert und Weimer damit öffentlich konfrontiert. Der wollte es jetzt offenkundig anders machen, verhob sich aber ganz furchtbar und duckt sich jetzt weg.
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Die linke „taz“ schrieb damals unter der Schlagzeile „Verlagspreisverleihung in Frankfurt“ „Linksradikale unter sich“: „Da werde Steuergeld für linksradikale und ‚verfassungsfeindliche‘ Verlage ausgegeben, schäumte das rechte Hetzportal Nius und raunte, ob bald der Verfassungsschutz beim Minister ‚klingeln‘ werde.“
Passierte nicht. Aber weil Weimer als Hochstapler mit einer Reihe kreativer Talente ausgestattet ist, drehte er zum Buchhandlungspreis den Spieß einfach um und wandte sich seinerseits an den Verfassungsschutz. Der muss den Weisungen des Innenministeriums Folge leisten und lieferte prompt: Gegen drei Verlage auf der Nominierungsliste lägen „verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse“ vor. Was genau, will man nicht hat sagen.
Der Aufschrei hätte kaum größer sein können. Und dass Weimer in Leipzig fast unsichtbar bleibt, liegt sicherlich daran, dass Demonstrationen gegen den Prüf-Auftrag (bekannt geworden als „Haber-Verfahren“) des Kulturstaatsministers an den Verfassungsschutz angemeldet wurden. Ein örtliches Bündnis gegen Rechts natürlich inklusive.
Aber nicht nur die üblichen Verdächtigen von ganz links marschieren gegen den über den gesamten Weimer-Skandal hinweg von links geschonten Kulturstaatsminister auf. Der hat seinen Bonus verwirkt. Der Hochstapler war einfach einmal zu oft mit seiner Marionettenrolle als Pseudo-Konservativer im linken Habitat unzufrieden. Und wenn es dicke kommt, dann richtig: Auch der renommierte Börsenverein des Deutschen Buchhandels lädt zur Solidaritätsparty für die vom Verfassungsschutz aussortierten Buchhandlungen und gegen Weimer ein.
Allerdings hatte Wolfram Weimer noch einen echten Trumpf in der Hand und spielte ihn aus: Seine Vorgängerin, die Grüne Claudia Roth, hatte nichts anderes getan als er! Kulturstaatsministerin Roth hatte ebenfalls den Verfassungsschutz gegen Buchhandlungen in Marsch gesetzt.
Jetzt ist es kein so schwer zu lösendes Rätsel, warum die linken Bündnisse, der Börsenverein und andere linke Player damals kein Theater gegen die Mitarbeit der VS-Schnüffelbude hatten. Es ging gegen rechte Verlage! Und Roth ging 2023 sogar noch weiter, als sie prüfen ließ, wie man diesen Verlagen auch noch die Corona-Hilfen streichen könnte. Die damalige Innenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte zudem angekündigt, rechte Medien finanziell austrocknen zu wollen.
Anfang 2026 werden diese Angriffe und Ausgrenzungsmaßnahmen zum Bumerang. Stand Roth noch sicher auf der Seite der Linksradikalen, ist Weimer nur noch ängstlicher Mitläufer der Linksradikalen und rennt mit Bauchschmerzen durch die Welt. Lediglich sein Talent als Hochstapler hilft ihm hier noch über die Tage nebst der Tatsache, dass Freund und Kanzler Merz den Posten des Kulturstaatsministers persönlich vergeben hatte und mitgefangen und mitgehangen ist – sicherlich die Goldmedaille der Vetternwirtschaft, da kann sich die AfD noch eine Scheibe abschneiden.
Links also in Leipzig im Protestmodus. Das radikale Bündnis „Leipzig nimmt Platz“ sieht in der Anrufung des Verfassungsschutzes einen „Angriff auf Kunst- und Kulturfreiheit“. Und Weimer instrumentalisiert den Verfassungsschutz als politische Waffe. Aber hatte das nicht Claudia Roth zuvor exakt so mit rechten Verlagen gemacht und damit die Büchse der Pandora geöffnet?
Im Aufruf zur Demo gegen Weimer zur morgen beginnenden Leipziger Buchmesse heißt es: „Wer heute Buchhandlungen ausgrenzt, wird morgen vor Büchern nicht Halt machen“. Ja, das stimmt. Aber das war in den Jahren zuvor nicht anders. Und es sind die gleichen Linken, die da protestieren, die auf jeder Demonstration gegen die Corona- und Impfmaßnahmen an der Straße standen mit Pappschildern in der Hand, auf denen stand: Wir impfen Euch alle!“
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