Was die CDU jetzt in Sachsen-Anhalt macht, will wahlkampftaktisch klug sein. Sie suggeriert dem Wähler, es gebe keine Brandmauer mehr, die CDU wäre damit als Juniorpartner der AfD wählbar.
Und genau das ist der wunde Punkt: Es gibt auch in Sachsen-Anhalt noch genug Wankelmütige, die zwar eine Politikwende wollen, die aber nicht gänzlich immunisiert sind gegen zehn Jahre Diffamierungskampagne gegen die AfD. Wer dieser Klientel so kurz vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt vorgaukelt, es könne ein Ende der Brandmauer geben, der will vor allem eines: Die CDU wieder wählbar machen in Sachsen-Anhalt.
Julian Reichelt (Nius) hat heute früh ein Foto des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund geteilt, der auf einer Veranstaltung von Guido Heuer, Fraktionschef der CDU in Sachsen-Anhalt, umarmt wird. Oder sollte man bedrängt sagen? Heuer sitzt an einem eigenen Tisch neben Siegmund, der an seinem Tisch sitzt. Und Heuer beugt sich weit rüber zu Siegmund und berührt ihn vertraulich an Schulter und Hand.
Die Szene ist schnell erklärt: Siegmund hat das Mikrofon in der Hand und Heuer kann nur dazwischen gehen, wenn er eben in dieses Mikrofon spricht, also beugt er sich rüber.
Julian Reichelt beurteilt die Szene heute unter anderem so:
„Ein mutiger Moment, der das Land verändern könnte. Guido Heuer, Fraktionschef der CDU in Sachsen-Anhalt, zeigt auf einer Wahlkampfveranstaltung Schulter an Schulter mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund demonstrativ, was er von der Brandmauer hält: gar nichts (…). Der Osten wird im September die herrschenden Verhältnisse wegwählen und wegfegen.“
Heuer der Mutige. Oder doch der Verzweifelte? Ulrich Siegmund, der mit der AfD in Sachsen-Anhalt kurz vor der absoluten Mehrheit steht, sieht das freilich ganz anders. Er hat das Bild mit seinem schärfsten Konkurrenten nicht via X geteilt. Er hat sogar das Gegenteil getan. Vor wenigen Minuten schrieb Ulrich Siegmund, der die Zwangsumarmungsfalle offenbar sofort erkannt hatte, unmissverständlich in Richtung Heuer:
Wir dürfen nicht vergessen, dass die Politiker, die heute von angeblichen Brandmauern nichts wissen wollen,
noch vor zwei Monaten gemeinsam mit den Linken eine Parlamentsreform gegen die AfD auf den Weg gebracht haben,
seit Jahren einen AfD-Vizepräsidenten verhindert haben, mich als Ausschussvorsitzenden wegen des Potsdamer Kaffeekränzchens abgewählt haben,
unser Land und unser aller Zukunft für die Macht und ihre Koalition verraten und gegen die Wand gefahren haben.
Das alles ist Teil der Show, um unsere absolute Mehrheit zu verhindern.Da spielen wir natürlich nicht mit. Wir können unser Land nicht mit denen retten, die es in diese Lage gebracht haben.Deshalb: 45 % + X! Deshalb: Vision 2026!
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Fast bemitleidenswert ist hier eine Lautäußerung der Grünen Kathrin Göring-Eckardt, die zu besagtem Bild schrieb:
„Die NoAfD will die CDU zerstören. Hier mit aktiver Hilfe derselben. Es ist ein Drama“.
Die graue Grüne begreift nicht einmal ansatzweise, worum es hier wirklich geht. Göring-Eckardt glaubt, die Anti-AfD-Seite wolle die CDU politisch fertigmachen, indem sie ihr Nähe zur AfD vorwirft und sie damit bei gemäßigten Wählern diskreditiert. Sie begreift die Taktik ihres eigenen Lagers nicht, dem es nur darum geht, die CDU für die paar Prozent wankelmütige AfD-Stimmen wählbar zu machen und Ulrich Siegmund die entscheidenden Prozente zur absoluten Mehrheit zu nehmen.
Wahltaktisch eine Meisterleistung von Guido Heuer, die ihn nicht mehr kostet, als sich einmal öffentlich zu Siegmund hinüber zu beugen, wenn die Fotografen gerade günstig stehen.
Übrigens: Auch der sonst so clevere Maximilian Krah hakt sich inhaltlich bei Göring-Eckardt und Reichelt unter und begreift nicht, um was es tatsächlich geht:
„So sähe es politisch im Osten aus ohne Merz und seinen Druck auf die Ost-CDU, sich selbst zu zerstören, um die schwarz-grünen Träume im Westen nicht zu belasten.“
Aber schadet nichts, der AfD-Landeschef hat sofort verstanden, was da versucht wird und entsprechend reagiert. Eine billige Umarmungsfalle, die Siegmund nicht nur durchschaut, sondern sofort öffentlich zerlegt hat.
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Kommentar von T S
Wieder die alte Masche, rechts popolistisch blinzeln und dann nach der Wahl wieder nicht liefern.
Das kennt man insbesondere von der Unions-Lügenbande mittlerweile zu genüge. Und Reichelt macht fleißig mit bei diesem doch sehr durchschaubaren Täuschungsmanöver.
Bleibt nur zu hoffen daß die Wähler in Mitteldeutschland schlauer sind als im Westen und allesamt den Trick durchschauen.
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Kommentar von Eddy Nova
SIEGMUND wird das schon einzuordnen wissen - maximal 45 % braucht es für die absolute Mehrheit , nicht einmal 10 % fehlen der AfD Sachsen dank laut Umfragen aktuell 42 % in Sachsen - Anhalt. Summiert werden die 4 Altparteien die bereits in Berliner Regierungen tätig waren immer auf 30 % kommen.
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Aktuell liegen sie unter Berücksichtigung der 5 % Antifreiheitsklausel sogar drunter ...warum sollte Siegmund der aktuell 22 % Partei CDU entgegenkommen ...und das würde er wenn er in Aussicht stellt auch unter der Beteiligung der CDU MP werden zu können.
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Eine Option mit den 4 bisherigen Berliner Regierungsparteien eine Koalition zu stellen hat die CDU längst nicht mehr. Sie braucht in jedem Fall die aktuell 13 % der SED Linken. Der AfD würde aktuell sogar eine Tolerierung durch die 5 % der BSW Wagen Knechte reichen.
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Siegmund könnte nada ,niente ,nichts durch eine Zusammenrottung mit der extremst vorbelasteten CDU gewinnen - Brandmauer , Virus ,Wir schaffen das , Kriegstreiberei - warum sollte er sich mit der in allen 4 Fällen Täterpartei zusammentun.
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Durchaus möglich das Siegmund mit einer Minderheit , nicht größer als 25 % der CDU Diätenabgreifer sowieso jede geheime Abstimmung gewinnt. Leider sind mir diesbezüglich die Regularien des Sachsen-Anhalt Landtag nicht bekannt. Alle Abstimmungen Sachentscheidungen geheim und Siegmund braucht nicht einmal eine Mehrheit.
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Das war es für die Altparteien - es braucht nur wenige Karten und Kartenhäuser stürzen ein.
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Kommentar von Malka
Das Foto alleine sagt eigentlich schon sehr viel. Herr Siegmund ist für die hausbackenen CDU ler mal eine wirkliche-für sie machtmäßig- Konkurrenz.
Er ist jung, eloquent, sieht auch noch gut aus…
Da sieht der farblose Herr Schulze seine Felle davonschwimmen.
Man kann jetzt nur noch hoffen, dass die Anhaltiner diesem CDU SED BSW Geschwurbel nicht mehr auf den Leim gehen.
Drücken wir mal die Daumen.
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Kommentar von Ego Cogito
Ja, da macht einer den "MERZ" zum Zweiten! Der hat vor der Wahl im Bundestag mit der AfD gestimmt, dabei die Widerstände von links eingepreist und billigend in Kauf genommen, nur um anzutäuschen, er würde mit der AfD zusammenarbeiten nach der Wahl.
Reines widerliches Betrugsmanöver nur zum Wählerfang. Das Signal sollte sein: Ihr braucht keine AfD wählen, wir machen das dann gemeinsam in eurem Sinne! Bleibt einfach bei der CDU!
CDU heißt Lügen und Betrügen, dann in den Beichtstuhl gehen, Absolution abholen und schon ist alles vergessen.
Ulrich Siegmund ist clever genug, das zu durchschauen. Wer das laufende Merz-Theater und das Trauerspiel verfolgt, den kann keine Charakterlosigkeit mehr überraschen.
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Kommentar von Icke aus Berlin
Entschuldigung - Kommentar unter dem falschen Artikel, bitte löschen.
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Kommentar von Icke aus Berlin
Für mich sind an der gesamten Misere im Osten Europas die NATO und die EU schuld. EU und NATO sind aggressive, expansive Vereinigungen, denen man nicht trauen kann.
Die Russen haben in den 90ern einen beispiellosen Rückzug hingelegt, im festen Glauben an die Zusicherung westlicher Politiker, dass sich die NATO "not one inch" (US-Außenminister James Baker im Februar 1990) nach Osten ausdehnen werde. Die Russen hätten wissen müssen, dass mündliche Vereinbarungen maximal bis zum Ende der Wahlperiode gültig sind, maximal!
Ich staune eher, dass Russland das Stoppschild erst in der Ukraine aufgestellt hat. Haben Unsere Politiker tatsächlich geglaubt, Russland sieht tatenlos zu, wie Sewastopol und Odessa NATO Stützpunkte werden?
Von unbelehrbaren Bekannten höre ich öfter "Jedes Land kann sich aussuchen, welchem Militär- oder Verteidigungsbündnis es angehören will". Aber auch jedes Militär- oder Verteidigungsbündnis kann sich aussuchen, wen es aufnehmen will. Es bleibt dabei: EU und NATO sind aggressive, expansive Vereinigungen, denen man nicht trauen kann.