Oft ist die persönliche Beobachtung wertvoller als irgendwelche zurechtgebogenen Statistiken. Ich will hier mal eine Lanze für geschiedene Väter brechen. Mir ist das nicht passiert, wir haben vier Kinder, die mittlerweile erwachsen sind. Aber diese Männer sind mir immer wieder begegnet, von der Kita über die Grundschule bis zur Schule.
Väter ohne Lobby, Spielball der Launen ihrer launigen Ex-Frauen von der Terminierung bis zur Unterhaltszahlung. Als ich es zuletzt so via X postete und um Verständnis für diese vergessene Gruppe bat, wurden sofort die üblichen Narrative dagegengehalten von den armen alleinerziehenden Frauen. Dass es diese in großer Zahl gibt, ist unbestritten.
Aber die Sache mit der aufopferungsvollen Armut ist längst nicht mehr so wie früher. Viele Väter müssen tief in die Tasche greifen und sind dann jahrelang auf die Goodwill-Veranstaltung ihrer Ex angewiesen, was den Kontakt zu den Kindern angeht. Eine emotionale Achterbahnfahrt, die viele Männer gebrochen zurücklässt. Und da lacht manche Frau dann wieder: Haha, Männer und Emotionen, haha, soll er sich doch ein Trösterchen-Bier aufmachen, haha.
Es gab Elternabende, wo meine Frau und ich die einzigen noch zusammenlebenden Eltern waren. Ich habe viele Väter erlebt, die einfach nur machen und am Wochenende mit hängenden Schultern mit den Kindern am Angelteich sitzen. Eine Gruppe ohne Lobby. Und wenn sich mal einer emotional öffnet und beschwert, wird er ausgelacht. Dann wird ihm ohne mit der Wimper zu zucken wieder die Männerrolle übergestülpt, dass Männer nicht zu jammern haben, während Mama erst mal zur Klangschalentherapie muss, um den „Stress“ abzubauen – ich spitze hier natürlich absichtlich zu.
In einer Gesellschaft, die oft die Rolle der Mütter idealisiert, bleiben die Leistungen geschiedener Väter im Schatten. Die der Verheirateten übrigens sowieso.
Auch mit dieser Mär von der Alleinerziehenden muss mal aufgeräumt werden. Weit über 90 Prozent teilen das Sorgerecht. Aber die Mutter hat überwiegend die Entscheidungsgewalt, weil die Kinder bei ihr wohnen bleiben – oft mit einem neuen Partner.
Millionen von Männern opfern sich täglich für ihre Kinder – sie balancieren emotionale Konflikte mit Ex-Partnerinnen, stemmen finanzielle Lasten und sorgen dennoch vorbildlich für die Erziehung. Diese stillen Helden verdienen nicht nur Respekt, sondern eine ehrliche Anerkennung.
Während Väter trotz Trennung engagiert bleiben, initiieren Frauen häufiger Scheidungen aus Gründen der Selbstverwirklichung und verwalten letztlich das Unterhaltsgeld, das Väter zahlen. Ich möchte zudem eine Lanze für jene Väter brechen, die noch verheiratet sind und mit den Müttern zusammenleben, den Kindern zuliebe. Über diese Väter gibt es keinerlei Statistiken. Väter, die nach einem langen Arbeitstag (Frau in solchen Konstellationen oft halbtags oder zu Hause) immer wieder damit konfrontiert werden, dass sie sich angeblich nur defizitär um ihre Kinder kümmern würden.
In Deutschland gibt es schätzungsweise 3,2 bis 3,3 Millionen geschiedene Männer, von denen viele sehr wohl aktiv in der Kindererziehung involviert sind. Laut Mikrozensus 2023 leben rund 300.000 alleinerziehende Väter mit minderjährigen Kindern – ein Anstieg von 10 auf 18 Prozent seit 2007, was zeigt, dass Väter zunehmend auch die Alleinerzieherrolle übernehmen.
Unterhalt von den Frauen? Ich habe da eine Idee.
Diese Männer investieren Zeit: Durchschnittlich 1 Stunde und 19 Minuten täglich in die Kinderbetreuung, eine Steigerung um fast eine halbe Stunde seit 2012.
In 98 Prozent der Scheidungen bleibt das gemeinsame Sorgerecht bestehen. Konflikte um Umgang und Erziehung sind hier fast unvermeidbar. Oft mit hohen emotionalen und finanziellen Kosten für Väter. Und es ist leider bestürzend, welche biestige Zickigkeit und Eiseskälte Frauen an den Tag legen, wenn man die Aufmerksamkeit auf diese Väter legt, achten Sie gleich mal auf Kommentare zu diesem Text.
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Auch die moderne Forschung unterstreicht den Wert der Väter: Väter fördern durch spielerische, risikobereite Ansätze das Selbstvertrauen der Kinder, reduzieren Risiken wie Sucht oder Gewalt und stärken die Geschlechtsidentität, insbesondere bei Jungen.
Doch warum enden so viele Ehen? Internationale Studien, die auf Deutschland übertragbar sind, zeigen 69 Prozent weibliche Initiativen. Gründe wie unterschiedliche Lebensvorstellungen und das Bedürfnis nach individueller Erfüllung dominieren. Dies soll auch kein Vorwurf sein, sondern einfach nur eine Beobachtung: Die Verschiebung von Pflicht zu Selbstentfaltung macht Ehen fragiler, und Frauen nutzen diese Option deutlich öfter. Warum? In welchem Rollenbild ist der Mann hier eingesperrt? Und wie oft wird dieses Rollenbild dann von Frauen ausgespielt?
Finanziell trifft das Väter hart, aber niemand redet drüber: Sie zahlen in den meisten Fällen Unterhalt, während Frauen das Geld verwalten – und letztlich entscheiden, wie es ausgegeben wird. Der durchschnittliche Kindesunterhalt beträgt 479 Euro monatlich, und in 92,3 Prozent der Fälle sind Frauen die Empfängerinnen. Nur 7,7 Prozent der Empfänger sind Männer, was die Geschlechterverteilung unterstreicht.
Die Erklärung ist einfach: Rund 90 Prozent der unterhaltsberechtigten Kinder leben bei der Mutter, was Väter zu den primären Zahlern macht. Für 2025 liegt der Mindestunterhalt bei 482 Euro für Kleinkinder bis 693 Euro für Volljährige – Summen, die Väter neben ihrem eigenen Haushalt stemmen.
Im Wechselmodell steigt die Zahlungsbereitschaft auf 83,2 Prozent, da Väter aktiver involviert sind, insgesamt zahlen 59,3 Prozent der Pflichtigen (meist Väter) den vollen Betrag. Aber im Wechselmodell fallen oft auch die einseitigen Unterhaltszahlungen aus.
Das sei eine niedrige Zahl? Das soll man mal den fast 60 Prozent der Väter erzählen. Jeder kennt die Mütter mit den drei Kindern von vier Vätern, die fünfmal Unterhalt bekommt, wenn man den neuen Begleiter noch dazuzählt, der ebenfalls verdient und Geld einbringt – die Unterhaltszahlungen der Verflossenen sind davon abgekoppelt.
Aber richtig ist auch: Studien zeigen, dass Frauen nach Trennung stärker Einkommensrückgänge erleiden. Doch langfristig erreichen knapp die Hälfte der Frauen ihr Vor-Niveau. Weshalb? Weil sie durch Unterhalt unterstützt werden.
Diese Väter sind Helden, weil sie trotz biestiger Ex-Partnerinnen und finanzieller Belastungen standhalten. Sie opfern Freizeit und Karriere, um Präsenz zu zeigen – oft in Wechselmodellen. In einer Zeit wandelnder Geschlechterrollen verdienen sie Anerkennung: Nicht nur als Ernährer-Typ, sondern auch als engagierte Partner in der Erziehung. Die Debatte sollte sich auf Unterstützung konzentrieren – für Väter, die still leisten, was die Gesellschaft braucht. Respekt vor diesen Millionen!
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Kommentar von Maria Eing
Kommentar von Maria Eing
09.01.2026 um 15:24 Uhr
Ein nigerianisches Sprichwort lautet: „Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“
Dass Kinder in einem sozialen Gefüge aufwachsen, dass sie vielfältige Ansprechpartner brauchen für ihre Selbstentwicklung bedeutet nun mal, dass die Verantwortung nicht nur auf den Schultern von einem oder zwei Elternteilen ruht, sondern in Gesellschaft gelebt wird.
Das soziale Gefüge für Eltern und Kinder ist komplett zerstört. Betreuung wird gebucht, verkommt zur Dienstleistung, wird damit teuer und verlangt stetige Anstrengung im Alltag. Das durchorganisierte System ist völlig überlastet, gaukelt allen Individualität und Entwicklung vor und sperrt "Alle" in ein monotones funktionierendes Gefängnis.
Gemeinsam Rhythmen zu leben ist so nicht möglich, das Funktionieren bewahrt ein sich immer schneller drehendes Hamsterrad, einen Verlust der Identität.
Dass Väter dabei in den Fokus kommen - ist wichtig und es hat die ganze Familie in unserem derzeitigem Alltag einen Verlust von sozialem Gefüge erlitten. Dieses exentiell wichtige Miteinander ist unserer Gesellschaft abhanden gekommen.
Mit dem Einzug der Realität, mit einer Bestandsaufnahme ohne Vorwurf, mit einem Anliegen, dass es uns Allen in jeder Lebensphase, in jeder Generation gut geht und auch noch miteinander, drängt es zur Veränderung. Kreativität taucht auf und macht es möglich sich daraus zu entwickeln. Aus vielen kleinen Impulsen wird eine große Welle......
Maria Eing
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Kommentar von Martin Friedland
Schön, daß Sie sich dieses Themas annehmen! Ihre Schilderungen sind noch sehr zurückhaltend - dazu kann noch sehr viel mehr gesagt werden, beginnend damit, daß ziemlich viele Leute von dem Trennungskrieg profitieren, seelisch und natürlich finanziell, Anwälte, Beratungsstellen, sogenannte Freunde etc.
Ein wesentlicher Punkt ist, daß eine Frau durch Trennungs- und Kindesunterhalt (idealerweise mit 3 Kindern von drei Männern) wirtschaftlich deutlich besser dasteht als die Ehefrau eines Normalverdieners (mit ebenfalls drei Kindern). Aber es gibt noch viel mehr und auch abscheuliche Aspekte derartiger "Kriege" - dies wäre mal einen eigenen Artikel wert.
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Kommentar von Axel Berger
> In 98 Prozent der Scheidungen bleibt das gemeinsame Sorgerecht
Hallelujah. Das war 1990 noch ein ferner Traum, auf den keiner zu hoffen wagte. Einen Aspekt haben Sie vergessen. Frauen, die ohne Bindung an einen Arbeitsplatz von Unterhalt leben, sind hochmobil. Nicht selten wird dann aus wenig nachvollziehbaren Gründen mal eben tausend Kilometer weit weg gezogen. Kontakt zum Kind ist nur ein Recht sondern eine Pflicht, aber die Kosten landen ohne irgendwelche Anrechnung allein beim Vater. An den Flügen der Tochter zu mir oder meinen Flügen und Hotelübernachtungen hat sich meine Ex natürlich mit keinem Pfennig beteiligt. Die vorher sehr enge Bindung zur Tochter hat im damals sehr jungen Alter irreparabel gelitten.
Wie in der Josephsgeschichte hat sich manches zum Guten gewandelt und auch Positives hergebracht. Trotzdem wird keiner den Verkauf in die Sklaverei als generelles Erziehungsmodell propagieren wollen.
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Kommentar von Olaf
Mein eigener Vater hatte damals an meine Mutter die Häfte seines Geldes abtreten müssen bei der Scheidung, die dabei ständig mit anderen Kerlen los ist, während mein Vater ständig in Schicht gearbeitet hat, damit es uns gut geht. Ich kann bezeugen, dass mein Vater ein ordentlicher und treuer Typ war, der sich um die Kinder gekümmert hat, auch wenn er mal hart war, wenn es sein musste.
Frauen und Feminismus, sowie die Social Media Kanäle und die Filmindustrie, haben aus den Frauen heute in großer Zahl Schlampen gemacht, die sich laufend auf einen anderen Kerl setzen. Da Frauen von Natur aus den Reiz haben und die Kerle verstärkt den Trieb, damit Die Art erhalten wird, haben wir nun eine Atombombe gezündet. Sie können es eben und haben dabei täglich eine große Auswahl an mittlerweile Bittstellern. Es ist wie bei einer Bewerbung in einer Firma geworden für den Alltagstypen, ohne das er es selbst bemerkt, weil er sich ja immer nur selbst sieht und nur die Frau den Überblick hat über die vielen potentiellen Möglichkeiten. Daraus wird sie dann, auch natur bedingt, sehr wählerisch und, selektiert eben.
Portale wie Tinder haben, diese Sache nur weiter verschlimmert.
Die Gesellschaft vereinsamt zusehens und die Geschlechter liegen auch noch im Kampf.
Das ist nicht nur eine Folge, sondern auch angestrebt.
Einer der Rothschild's soll angeblich dazu mal einen Kommentar abgegeben haben, den ich mal paraphrisiere:
Wir haben jetzt doppelte Steuereinnahmen,( meine Anmerkung dazu: da die Frau auch arbeiten gehen muss). Wir haben zeitig die Kontrolle über die Kinder bekommen(durch die Abgabe an entsprechende Einrichtungen und die dortige Bespielung der Hirne).
Die Familien sind zerstört und geschwächt und somit der Zusammenhalt im Volk.
Der Konsum wurde gesteigert(Single Frauen kaufen bis zu 80% mehr als Frauen in Partnerschaften, weil sie hier das Auge auf Familie haben und besser haushalten).
Und alle glauben an ihre Karrieren und laufen so einem vermeintlichen Glück nach.
Ich glaube da warennoch 1-2 mehr solcher Ansagen, die mir nicht mehr einfallen.
Aktuell werden die Männer ja auch als toxisch gebrandmarkt und umerzogen hin zu JA-Sagern, die immer der Dame alles Recht machen wollen, die dann zur Belohnung von diesem zahmen Männern Abstand nimmt und sich den bösen Buben zuwendet, die ihr wieder die Säfte zwischen die Beine treiben.
Die Männer merken es zusehens, dass sie nur noch Opfer sind und ziehen sich zurück. Die logische Konsequenz dieser Situation schlussendlich...
Wenn dann noch Kinder im Spiel sind und eine Ehe, dann ist der Kerl ganz schnell der Dumme.
Wir haben eine seit Millionen von Jahren bestehende natürliche Grundordnung beendet, da durch Fortschritt das alles sicherer geworden ist und die normale Abfolge der Natur nicht mehr eingehalten wird. Die schwächere Frau körperlich, schliesst sich dem stärken Mann an und er ist der Führer und der der Schutz und Sicherheit bietet.
Auf der einen Seite ist die Freiheit über Fortschritt eine tolle Sache, auf der anderen Seite haben wir so jetzt andere Problem dafür erschaffen.