Soylent Green – Die Angst ist an der Siegessäule angekommen

Dieser Weg wird kein leichter sein: Xavier Naidoo gegen die Kinderfresser

von Alexander Wallasch

Unter strenger Beobachtung© Quelle: Wallasch

Knapp zweitausend Menschen, vielleicht etwas mehr, sind am heutigen Samstag zur Siegessäule gekommen, um den prominenten deutschsprachigen Sänger Xavier Naidoo reden zu hören. Aber der Mannheimer ist nicht nur zum Reden gekommen, Xavier Naidoo stimmte auch kurz seinen Mega-Hit an: „Dieser Weg wird kein leichter sein.“

Für die gegen 14 Uhr gut zweitausend versammelten Zuschauer ist das ein besonderes Gratiskonzert, wenn auch mit nur einem Song und den auch nur kurz mit kräftiger Stimme angesungenen.

Thematisch ist das alles denkbar schwer einzufangen. Der deutsche Superstar hatte sich erst jüngst musikalisch nach langer Pause zurückgemeldet, dem vorausgegangen waren Deep-State-Statements bis hin zum Essen von Kindern. Es folgte eine öffentliche Entschuldigung samt Rücknahme der Behauptungen.

Dann eine Art Wiederauferstehung im Zuge der Epstein-Files: Und er hatte doch recht? Ein öffentlicher Auftritt geriet zur nächsten großen Verstörung, als der Sänger bei einer kleinen Demo vor dem Kanzleramt auftauchte und seine Thesen vom Kinderessen nicht nur erneuerte, sondern beispielsweise erweiterte um die Behauptung, dass die unter uns weilenden Menschenfresser uns alle ebenfalls zu Menschenfressern machen wollen, indem sie etwa Chips mit einem Gewürz aus Menschenfleisch impfen würden.

Was auch an der Siegessäule ausblieb, ist eine Erklärung über den Weg hin zu diesen schwer verdaulichen Thesen.

Auf dem Platz wehen neben deutschen auch russische Fahnen. Die Influencerin Michelle Gollan (Eingollan) hatte sich schon vorab mit Naidoo ablichten lassen und spricht nun vom Wagen zu den Demonstranten herunter. Sie lobt: Ihr seid die, die ohne Ausreden trotzdem gekommen sind! Am Ende fließen bei ihr sogar Tränen auf der Bühne. Eine weitere Frau erzählt von Kindesmissbrauch in Deutschland.

Jürgen Elsässer, der Gründer und Herausgeber von „Compact“, hatte tagelang für die Veranstaltung geworben. Aber was will und was wollte diese Demo eigentlich wirklich? Für die Kinder – na klar. Aber inwiefern? Was sind die Forderungen, die hängen bleiben neben der Nachricht, dass der Mann mit dem Soundtrack zum deutschen Fußballwunder wieder da ist?

Martin Sellner würde wohl auch mit Blick auf den berühmten Sänger von einem „Bevölkerungsaustausch“ fabulieren. Denn was sollte Xavier Naidoo unter diesem Brennglas von Cem Özdemir unterscheiden?

Die Polizei filmte das alles akribisch. Und man ahnt schon, dass das gewonnene Material wieder eine Reihe von Strafanzeigen zur Folge haben kann. Was bleibt, ist eine große Verstörung.

PS.: Ich bin ein großer Xavier Naidoo-Fan. Und ich bin heute ein bisschen traurig.

Filmmaterial folgt hier

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