Am 24. August 2026, dem 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner Ansprache an die Nation, die ukrainischen Soldaten müssten so ausgestattet werden, dass sie Verstärkungen der russischen Armee „zu Dünger für unser Land“ machen. Die „Welt“ berichtete: „Seine Soldaten würden von Kiews Armee auf dem Schlachtfeld ‚zu Dünger‘ gemacht“. Die Metapher degradiert gefallene Soldaten zu einem landwirtschaftlichen Rohstoff. In einem grausamen Krieg mit enormen Verlusten auf beiden Seiten ist das die Sprache der Entmenschlichung.
Nur sechzehn Tage zuvor, am 8. August 2026, hatte FAZ-Korrespondent Michael Martens in Belgrad Selenskyj gefragt: „Was können wir Europäer konkret tun, um Ihnen zu helfen, mehr Russen – mehr russische Soldaten natürlich – zu töten?“ Die FAZ nannte die Formulierung später „missverständlich“ und distanzierte sich von einer Linie, die möglichst viele russische Soldaten töten wolle. Russland eröffnete ein Strafverfahren und setzte Martens auf die Fahndungsliste.
Julian Röpcke, langjähriger Bild-Redakteur für Sicherheitspolitik, verließ 2026 den Springer-Verlag und wechselte als Marketingchef zum deutsch-ukrainischen Drohnenhersteller United Unmanned Systems. Das Unternehmen liefert unbemannte Systeme an ukrainische Kräfte und testet seine Produkte auf dem Schlachtfeld. Der Wechsel vom Kriegsberichterstatter und Waffenlieferungs-Befürworter zum Rüstungsakteur ist dokumentiert.
Bereits 2022 hatte Röpcke auf X geschrieben:
„Die ukrainische Armee hat auch diesen Angriff zurückgeschlagen und Hunderte Russen zu Dünger gemacht.“
Der Post wurde gelöscht. Am 6. November 2022 schrieb er selbst dazu:
„Mir wurde nahegelegt, einen Tweet zu löschen, was ich eben getan habe. Screenshot habt ihr ja.“
Die genaue Formulierung kursierte vor allem über Screenshots und kritische Berichte.
Die drei entmenschlichten rhetorischen Katastrophen – Selenskyjs „Dünger“-Rhetorik, die FAZ-Frage nach „mehr toten Russen“ und Röpckes Wechsel in die Drohnenindustrie – zeigen eine unfassbare Verrohung der Sprache und eine atemberaubende Durchlässigkeit zwischen Journalismus und Rüstungsgeschäft. Es handelt sich hierbei nicht um eine nachgewiesene direkte Zitierkette oder Verschwörung. Die parallele Brutalität der Formulierungen und der Karrierewechsel sind jedoch real und bedenklich.
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Übrigens, die Idee, Gefallene praktisch als Dünger zu nutzen, ist nicht neu. Nach der Schlacht bei Waterloo 1815 – über 50.000 Tote – und der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 wurden Knochen von Schlachtfeldern laut zeitgenössischen Berichten und späteren archäologischen Untersuchungen in großem Stil zu Knochenmehl verarbeitet und als Dünger exportiert – u. a. dokumentiert von Archäologen und in britischen Zeitungen der 1820er Jahre.
Im Ersten Weltkrieg sprach britische Propaganda von deutschen „Kadaververwertungsanstalten“, die tote Soldaten zu Seife, Glycerin und Dünger verarbeiteten – dies erwies sich später weitgehend als Propagandalüge. Aufrufe allerdings, wie „macht die Feinde zu Dünger“ als explizites Kriegsziel sind in den klassischen Quellen nicht zu finden. Da haben Röpcke und Selenskyj ein Alleinstellungsmerkmal, allenfalls noch zu toppen von Aussagen irgendwelcher NS-Schergen aus der industriellen Vernichtung von sechs Millionen Juden.
Die praktische Verwertung von Knochen nach großen Schlachten war also real und ökonomisch motiviert. Die gegenwärtige „Dünger“-Rhetorik passt allerdings erschreckend gut in den Sound der Zeitenwende: Der Krieg wird von der Bundesregierung und der Wirtschaft nicht mehr primär als humanitäre oder sicherheitspolitische Katastrophe, sondern als Wirtschaftsaufschwung und Konjunkturmotor verstanden.
Nachdem die Automobilindustrie im Zuge des Klimawahns systematisch geschwächt und umgebaut wurde, soll nun die Rüstung den neuen Boom bringen. Jeder will mitverdienen – Politik, Konzerne, Medien und der Springer Konzern steckt tief mit drin. Wir haben diese Kriegstreiber als „Springer-Palantir-Komplex“ beschrieben: ein enges Netzwerk aus Medienmacht, Rüstungsinteressen und Politik, in dem die Familie Döpfner und der Verlag über Drohnen- und Defence-Tech-Verbindungen vom Ukraine-Krieg profitieren und zugleich die Berichterstattung prägen .
Die alte Idee, Kriege dadurch zu beenden, dass man in Verhandlungen tritt, ist längst ad absurdum geführt. Stattdessen wird auf maximale Verluste gesetzt: Jetzt soll es „Dünger“ sein, und Russland soll offenbar bedingungslos kapitulieren.
Aber wer Soldaten zu „Dünger“ machen will oder öffentlich nach Wegen fragt, „mehr“ von ihnen zu töten, trägt zur Abstumpfung bei – unabhängig davon, auf welcher Seite des Krieges man steht. Der russische Angriff, die Geschichte vor diesem Angriff und die Verluste auf beiden Seiten bleiben unbestritten.
Über vier Jahr nach Kriegsbeginn ist dieser Krieg zum nächsten großen Geschäftsmodell verkommen: Waffen, Waffen, Waffen. Und jetzt Dünger aus Leichen. Zur Erinnerung: Wir schreiben das Jahr 2026.
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Kommentar von T S
Da kommen einem wieder die Blumensaaten für die Hosentasche in den Sinn (siehe z.B. https://www.peacejusticestudies.org/chronicle/take-these-seeds-and-put-them-in-your-pockets-unarmed-ukrainian-resistance-to-russian-invasion/ )
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Kommentar von Eddy Nova
Dazu fällt mir eine Frage ein : was ist eigentlich mit den 6 Russia LKW's voll Leichensäcken mit toten Ukrainern passiert die Zelenskyy beim vereinbarten Austausch 2024 nicht abgeholt hat. RUSSIA hat ihre Toten sofort abgeholt - Zelenskyy nach einem Monat immer noch nicht ...Danach folgten keine News Meldungen mehr über die LKW's - die letzte Meldung lautete das sich unter den LKW's schon ein übel riechender See gebildet hat.
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Das ukrainische Gesetz besagt das die Witwen ukrainischer Gefallener etc. erst dann etwas Entschädigungen beanspruchen können wenn die Toten gefunden und identifiziert wurden. Was folgend der Übergabe der LKW's 6 x 400-500 Leichensäcke = knapp 3.000 Leichen bedeutet hätte. Jede Witwe hat laut ukrainischen Gesetz binnen 30 Tagen nach phisischer Feststellung des Toten Anspruch auf ugr. E 330.000. Zelenskyy's Finanzminister hätte also folgend der LKW Übergabe rund 990.000.000 Million Euro an die Hinterbliebenen der Gefallenen auszahlen müssen.
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Ich bin kein Pathologe und LKW Mechaniker - nach 1 Monat standen die LKW's immer noch da wo RUSSIA sie beim Austausch auf ukrainischem Boden abgestellt hat. Der stinkende See unter den LKW's läßt mich vermuten das die Kühlung nicht auf 30 Tage ausgerichtet ist. Da ich kein Pathologe bin weiss ich nicht wie es in den eng gestapelten Leichenssäcken ausschaute ...und ob die Leichen überhaupt noch identifizierbar wären.
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Falls nicht hätte der ukrainische Dieb im Gesetz zulasten ukrainischer Witwen 990.000.000 Million E gespart. Da es meines Wissens nie eine Meldung über den weiteren Umgang mit den LKW's gab vermute ich das es da alles andere als koscher zuging. Im Gegensatz zu Russia das ihre Leichen LKW's sofort mitnahm.
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Kommentar von Ego Cogito
Die Toten von Waterloo/Belgien, Schlacht der Preußen und Engländer gegen Napoleon. Ihre Gebeine wurden von englischen Geschäftemachern im Nachgang aufgesammelt, nach England verbracht und zermahlen und als Dünger auf die Felder ausgebracht. Historische Tatsache! Soviel zum Dünger!
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Kommentar von Ego Cogito
Wenn ich es richtig sehe, produzieren die Russen auch "Dünger". So unmenschlich menschlich! Skrupel haben sie wohl auch nicht, weder gegenüber dem "Feind" noch den eigenen Soldaten, wenn man den Berichten Glauben schenken kann. Wer will jetzt richten, auf welcher Seite die besten, moralisch einwandfreien "Produzenten" sitzen? Es ist so leicht, wenn man nicht in der Scheiße eines Schützengrabens liegt.
Sondern mit den Tasten des heimischen PCs selbstgerechte Wasserstände formuliert. Kriege kennen Angreifer und Verteidiger. Wem gehört das Leben, wem der Tod? Wo ist das Recht und wo die Ungerechtigkeit? In der Historie hat immer der Sieger die besseren Karten, keiner fragt ob er wirklich auf der richtigen Seite steht - der Sieger sowieso nicht - die in der Erde verbluteten sind die Opfer auf beiden Seiten!
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Kommentar von stephan manus
Die deutsche Reaktion ist beschämend. Wadephul, vor Ort, applaudiert, statt sich zu distanzieren. Merz, per Videoschalte dabei, postet: Ruhm der Ukraine. Auf ukrainisch und kyrillisch.
Selenski steht offensichtlich mit dem Rücken an der Wand. Die Lage ist aussichtslos. Keine Chance. Die Entwicklung der Ukraine zu einem kleinen Rumpfstaat ist m.E. nicht zu verhindern. Deshalb diese aggressive menschenverachtende Rhetorik.
"Der Krieg wird von der Bundesregierung und der Wirtschaft nicht mehr primär als humanitäre oder sicherheitspolitische Katastrophe, sondern als Wirtschaftsaufschwung und Konjunkturmotor verstanden."
Darin zeigt sich die geballte Wirtschafts(un)kompetenz der deutschen Regierung. Den (aussichtslosen) Krieg gewinnen mit einer Verschuldungsorgie, weil kein Geld vorhanden ist. Ja, die Rüstungsindustrie profitiert, zu Lasten der Bevölkerung. Eine Verschuldungsorgie gegen den am niedrigsten verschuldeten Industriestaat der Welt=Russland ist zum Scheitern verurteilt. Diese fehlinvestierte Investion/Geldverbrennung ist so, wie wenn der der deutsche Staat alle Autos von VW mit Verschuldung bezahlt und VW diese dann weltweit verschenkt. Ja, VW würde davon profitieren.
Ich denke, dass Russland sicherheitshalber noch Kiew einnehmen wird. Ansonsten wird die Ukraine ein Dauerkonfliktherd ähnlich Westasien. Mit Diplomatie rechne ich erst wenn Selenski und Deutschland/EU die Ukraine zu einem bedeutungslosen Rumpfstaat gemacht hat. Wäre vielleicht das Beste für das sog. Westeuropa.
Mal schauen, was die Ukraine nun an der Wehrpflicht ändert (Frauen?, runter auf 18 Jahre?, wie von Kellogg u.a. gefordert)