Die heutige Entscheidung der EU-Botschafter stellt einen tiefen Einschnitt in die bisherige Rechts- und Entscheidungsordnung der Europäischen Union dar.
Bislang mussten Sanktionen gegen russische Zentralbankvermögen (ca. 210 Mrd. Euro) alle sechs Monate einstimmig von allen 27 Mitgliedstaaten verlängert werden. Diese Einstimmigkeit war bewusst so gewählt, weil es sich um hochsensible Eingriffe in Eigentumsrechte und um eine quasi-permanente Beschlagnahme ohne Gerichtsurteil handelt.
Mit der heutigen schriftlichen Abstimmung soll diese Einstimmigkeitsanforderung durch die Anwendung von Artikel 122 AEUV (qualifizierte Mehrheit bei „schwerwiegenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten“) umgangen werden.
Aus Budapester Sicht ist das ein klarer Verstoß gegen die EU-Verträge, denn: Artikel 122 ist als Ausnahmeklausel für akute Krisen gedacht, nicht als Instrument, um dauerhaft Vetorechte einzelner Mitgliedstaaten auszuschalten.
Die Maßnahme schafft einen Präzedenzfall: Erstmals wird fremdes Staatseigentum ohne einstimmigen Beschluss und ohne rechtskräftiges Urteil dauerhaft als Finanzierungsquelle für einen bewaffneten Konflikt genutzt.
Die Entscheidung wird ganz bewusst vor dem Europäischen Rat (18.–19. Dezember) getroffen, also von Beamten und nicht von den gewählten Regierungschefs.
Ungarn sieht darin einen systematischen Abbau nationaler Souveränität und einen Übergang von einer Union souveräner Staaten zu einer zentralisierten Machtstruktur, in der einzelne Länder ihre Blockademöglichkeit in existenziellen Fragen verlieren.
Budapest hat daher angekündigt, alle rechtlichen und politischen Mittel auszuschöpfen – einschließlich möglicher Klage vor dem EuGH –, um diese Änderung rückgängig zu machen und die Rückkehr zur Einstimmigkeit zu erzwingen.
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán schrieb dazu heute morgen um 7 Uhr via X:
(Übersetzung im Anschluß)
„Today, the Brusselians are crossing the Rubicon. At noon, a written vote will take place that will cause irreparable damage to the Union. The subject of the vote is the frozen Russian assets, on which the EU member states have so far voted every 6 months and adopted a unanimous decision. With today’s procedure, the Brusselians are abolishing the requirement of unanimity with a single stroke of the pen, which is clearly unlawful. With today’s decision, the rule of law in the European Union comes to an end, and Europe’s leaders are placing themselves above the rules.
Instead of safeguarding compliance with the EU treaties, the European Commission is systematically raping European law. It is doing this in order to continue the war in Ukraine, a war that clearly isn't winnable. All this is happening in broad daylight, less than a week before the meeting of the European Council, the Union’s most important decision-making body, bringing together heads of state and government. With this, the rule of law in the European Union is being replaced by the rule of bureaucrats. In other words, a Brusselian dictatorship has taken hold. Hungary protests this decision and will do everything in its power to restore a lawful order.“
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Übersetzt (Deepl):
„Heute überschreiten die Brüsseler den Rubikon. Am Mittag findet eine schriftliche Abstimmung statt, die der Union irreparablen Schaden zufügen wird. Gegenstand der Abstimmung sind die eingefrorenen russischen Vermögenswerte, über die die EU-Mitgliedstaaten bisher alle sechs Monate abgestimmt und eine einstimmige Entscheidung getroffen haben. Mit dem heutigen Verfahren heben die Brüsseler mit einem Federstrich die Einstimmigkeitsregel auf, was eindeutig rechtswidrig ist. Mit der heutigen Entscheidung endet die Rechtsstaatlichkeit in der Europäischen Union, und die europäischen Staats- und Regierungschefs stellen sich über die Regeln.
Anstatt die Einhaltung der EU-Verträge zu gewährleisten, verstößt die Europäische Kommission systematisch gegen das europäische Recht. Sie tut dies, um den Krieg in der Ukraine fortzusetzen, einen Krieg, der eindeutig nicht zu gewinnen ist. All dies geschieht am helllichten Tag, weniger als eine Woche vor der Sitzung des Europäischen Rates, dem wichtigsten Entscheidungsgremium der Union, in dem die Staats- und Regierungschefs zusammenkommen. Damit wird die Rechtsstaatlichkeit in der Europäischen Union durch die Herrschaft der Bürokraten ersetzt. Mit anderen Worten: Eine Brüsseler Diktatur hat sich durchgesetzt. Ungarn protestiert gegen diese Entscheidung und wird alles in seiner Macht Stehende tun, um die Rechtsordnung wiederherzustellen.“
Anmerkung Alexander-Wallasch.de:
"Den Rubikon überschreiten" ist eine Redewendung, die eine unwiderrufliche, folgenschwere Entscheidung beschreibt, nach der es kein Zurück mehr gibt – ein Punkt, an dem man eine Grenze überschreitet und eine riskante Handlung begeht, die das Schicksal unausweichlich verändert. Der Ausdruck geht auf Julius Cäsars Überschreitung des Flusses Rubikon mit seinen Truppen im Jahr 49 v. Chr. zurück, was einen Bürgerkrieg auslöste und den Beginn des Endes der Römischen Republik markierte, begleitet von seinem berühmten Ausspruch „Alea iacta est“ („Der Würfel ist gefallen“).
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Kommentar von Michael Gussenberger
Lasst Herrn Merz und die illegitime VDL dieses #Husarenstück - welcher als #DerGrosseRaub in die Historie eingehen wird nur machen und diese rechtswidrige Mehrheitsregel nur anwenden. Der #Aufprall in die #Realitaet wird die EU nicht mehr mitbekommen; da sie zuvor Makulatur wird um dann in der völligen Bedeutungslosigkeit; mitsamt Weltweit abgezogenen Einlagen den Euro endlich an die Wand fahren; denn lieber ein Ende mit Schrecken; als ein Schrecken ohne Ende!!!
Beide Treiber u Friedensverweigerer; beenden eigenmächtig ihre fragwürdigen Karrieren. Chapeau
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Kommentar von T S
Schöne Worte. Auf einen Huxit oder wenigstens ein Visegrad 2.0 kann man hingegen weiter warten.
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Kommentar von stephan manus
Herr Orban hat recht. Auch hatte Herr Höcke recht: "Diese EU muß sterben, damit das wahre Europa leben kann."
Diese EU hat nur Krieg und Wohlstandsvernichtung im Sinn. Das ist die neue Aurichtung. Durchgesetzt wird das mit Zensur, Korruption, Abwendung vom Rechtsstaat. Vom Ursprung, Frieden, Wohlstandsmehrung, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ist nichts mehr übriggeblieben.
Da kann es nur eine Antwort geben. Weg mit dieser Monsterbehörde. Es gibt einen einfachen Weg, i.e. Dexit. Ohne Deutschland ist diese EU automatisch auch weg.
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Kommentar von S Benayas
Viel Erfolg Herr Orban, allerdings sieht man doch im Alltag das die Gesetze gegen die Mafia auch nicht zum gewünschten ergebnis geführt haben, oder die "Messerverbotszonen", oder die Verhaltensregeln für Politiker, bzw. Regierungsmitglieder . . . wie weit sind die Ermittlungen im "SMS Privatdeal" zwischen dem Pfizer-Capo und der grauen Eminenz an der Spitze der EU`? Ah, noch keine Verurteilung?! Soviel zur Rechtsstaatlichkeit der D-EU... Kriminelle unter sich eben.
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Kommentar von Carl Peter
"Don't want no short people 'round here" - was heißt nie wieder Geschäfte mit Russen machen?
Das wird den europäischen Klein-Besitzern und -Sparern und allen, die sich mit Haut, Haar und Familie vermietet und verschuldet haben, nicht sofort auf die Füße fallen, weil sies auch garnicht merken - die EU wird schleichend vor sich hinfaulen und schimmeln und sie werden auch nicht merken, dass sie das finanzielle Backup sind, wenn das Kontenclearing einsetzt.
Um das vergleichsweise lächerliche Sümmchen, das man den Russen abgefroren hat, geht es doch überhaupt nicht - den EU-Staaten bricht ihre stabile Wirtschaftsbasis ganz weg, wenn sie nicht genug Beute machen dürfen, die sie in kleinen Dosen nach unten gesellschaftsstabilisierend und wieder gewinnbringend wegverteilen können.
Was man nur in den üblichen geheimen Zimmern erfahren könnte, ist die Antwort auf die Frage, was kostet Europa und wie belohnt und beleiht sich das und was für ein vielleicht völlig ungebildetes Pack (Nein, nicht die Migranten) halst man sich damit auf?
Kleiner Einschub als Religionswitz: Die ersten, die dran glauben, sind die Ungläubigen!
Wenn die short people die geistige Gestaltungshöhe erreichen, um zu erkennen, für was sie bevorratet werden, bedeutet das absoluter Stillstand, sofort und unwiderruflich - und das wäre, wiederum nur für die short people, schlimmer als Krieg.
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Kommentar von Eddy Nova
Das wird sehr negartive Auswirkungen auf den Euro , nachfolgend Goldkurs haben. Hoffentlich ist das der Brüsseler Trottel Dictatura bewußt.
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Wer wird in einem Währungsraum investieren indem 'Diebe im Gesetz' die Hoheit an sich gerissen haben. Abgesehen vom geplanten Diebstahl des EU Packs bessteht ja durchaus die Möglichkeit das sich Russia via BRICS Staaten schadlos hält.
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Es gibt sicher genug BRICS Staaten solider Finanzcoleur in denen EU Bürger etc. Geld investiert haben. Brasil ,Südafrica , India etc. , last but not least in Russia selbst ...
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Das schaut verdächtig nach Eigentor aus ! Hoffentlich bleibt Belgien hart - ihr Finanzsystem wäre verbrannt wenn sie mit dem räuberischen EU Abschaum gemeinsame Sache machen.
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Mal schauen was TRUMPAMERICA dazu sagt - ALLEN BRD und EU Systemlern die US Konten - paypal etc. schliessen & Einreiseverbote erteilen wäre sicher klug. Letztendlich gefährden die geplanten EU Verbrechen jeden Friedensplan zwischen TRUMPAMERICA & PUTINRUSSIA bezüglich dem Nazi Staat Ukrain.
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Kommentar von winfried Claus
Das Politbüro des EU Sowjet hat mit Demokratie so viel zu tun, wie eine Taube mit einem zweibeinigen Feldhamster. Belgien kann sich nur noch wehren, indem sie Brüssel für die Korruptionsagenten schließt.
Diese russischen Milliarden gehören nicht Putin sondern dem russischen Volk! Nach dem Raub, werden alle EU Länder aber in die Plicht genommen werden. Weiterhin ist dieser Raub eine Kriegserklärung!
Der logische Schritt wäre der Ukraine zu verbieten, in die EU zu gehen. Das gibt der militärische Teil der EU Verträge leicht her, der nächste Schritt wäre die große Beschlagnahmung von EU Vermögen.
Dieser Raub wäre kein Schuss in das Knie sondern in die Schläfe. Russland könnte gar keine Rohstoffe mehr liefern und die Welt würde ihr Kapital aus der Räuberhöhle abziehen.
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Kommentar von Ulrich Viebahn
Was die Brüsseler Verwalter und die letzten 3 deutschen Regierungen absichtlich für Schäden anrichten, kann nur auf einen konkreten Auftrag zurückgehen.
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Kommentar von Marco B.
No problem, ist doch nur ein Darlehen, welches sich die EU-Granden aufgrund geltender Gesetze nicht selbst genehmigen konnten. Wir zurückgezahlt mit üblicher Verzinsung. Wer zahlt? Deutschland alleine, denn die wollten die EU von Russland abhängig machen, sich dann von den USA "trennen", und wieder einmal den Großmachtwahn praktizieren. Folge: D wird niemals wieder in den kommenden 200 Jahren einen Krieg vom Zaun brechen. Die De-liten müssen sich mit einem mittelalterlichen Deutschland begnügen.