Der Podcaster Benjamin Berndt steht unter Beschuss der Landesanstalt für Medien NRW (LfM). Sein millionenfach gesehenes Interview mit Björn Höcke soll nachträglich zensiert werden, weil Höcke gesagt habe, die SA habe kein offizielles Motto gehabt – auch nicht „Alles für Deutschland“.
Genau diese Aussage erklärt die Behörde zur verbotenen Äußerung. Das ist pure Einschüchterung.
Wir beenden das jetzt: Rechtsanwalt Dirk Schmitz M.A. und Dr. phil. Peter Többicke, der u. a. ehemaliger Dozent am Zentrum Innere Führung der Bundeswehr (ZInFü) in Koblenz war, haben eine erweiterte historische, begriffliche und rechtliche Stellungnahme vorgelegt. Dieses Gutachten beweist klipp und klar: Die SA hatte kein einziges, satzungsmäßig festgelegtes Motto.
„Alles für Deutschland“ war nur eine von vielen geklauten Losungen der Nazis. Höckes Aussage ist historisch vertretbar. Damit gibt es schon dem Grunde nach keinen Korrekturbedarf – unabhängig von einer Verfassungswidrigkeit der Norm.
Der Podcaster Benjamin Berndt „Ben“ wird von der LfM verfolgt. Sein monsterlanges Interview (4 Stunden und 36 Minuten) mit dem thüringischen AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke wurde bislang weit über sechs Millionen Mal angeschaut. Dort hatte Höcke wörtlich gesagt:
„Also keiner wusste, dass ‚Alles für D.‘ das Motto der SA war, weil man konnte es nicht wissen, denn die SA hatte kein Motto.“
Das ist die einzige Passage, welche die LfM beanstanden konnte, trotz Höcke und fünf Stunden freier Redezeit. Sie sieht darin eine falsche Tatsachenbehauptung, die Ben Berndt nicht hinterfragt oder eingeordnet habe – obwohl Höcke genau wegen dieser Parole scheinbar schon zweimal verurteilt wurde. Der Kernvorwurf gegen Ben: Fehlende journalistische Einordnung einer nachweislich falschen Aussage. Nachweislich?
Dem erfolgreichen Podcaster steht RA Joachim Steinhöfel zur Seite. Dessen Hauptargumentation bislang: Das Vorgehen der LfM gegen seinen Mandanten sei verfassungswidrig. In der Marschrichtung folgt er RA Dirk Schmitz, der im Fall Niedersächsische Landesmedienanstalt gegen Wallasch bis zum Bundesverfassungsgericht gehen wird, wenn es sein muss.
Die LfM NRW hatte gegenüber Ben behauptet, dass die streitbefangene Aussage von Höcke falsche Tatsachenbehauptung gewesen sei. Er hätte dies zwingend mindestens als „falsch“ kennzeichnen müssen.
Das ambitionierte juristische Projekt besteht nun darin, den Beweis zu führen, dass diese Forderung der Landesmedienanstalten wegen Verfassungswidrigkeit der Norm keinen Bestand hat.
Es gibt aber gerade im Fall LfM ./. Ben noch eine sehr viel einfachere Beendigung dieses unsäglichen Angriffs: Nämlich die Entkräftung des Vorwurfs an sich.
Solche bösen Angriffe müssen engagierte Medien und ihre Anwälte im Schulterschluss gemeinsam abwehren: Rechtsanwalt Dirk Schmitz M.A. hat im Auftrag von Alexander Wallasch mit Dr. phil. Peter Többicke ein Gutachten („Erweiterte historische, begriffliche und rechtliche Stellungnahme“) erarbeitet, dem die Beweisführung gelingt, dass „Alles für Deutschland“ nicht „das Motto“ der SA war.
Damit wird der Fall LfM ./. Ben Geschichte, es gibt keinen Fall mehr.
Weiterlesen nach der Werbung >>>
Ihre Unterstützung zählt
Das Gutachten mit seiner Beweisführung stellen wir Ben und seinem Anwalt Joachim Steinhöfel zur Verfügung – das soll unser Beitrag im Kampf gegen die die Zensuranstalten sein. Wir können die koordinierten Angriffe von fast 200 Millionen Euro Budget gegen die Medienfreiheit nur gemeinsam abwehren.
Der Fall Ben ist mit dieser erweiterten historischen, begrifflichen und rechtlichen Stellungnahme von Rechtsanwalt Dirk Schmitz M.A. und Dr. phil. Peter Többicke historisch-rechtlich vom Tisch. Nach Einschätzung von RA Schmitz gibt es keinen „Fall Ben“ mehr. Die Wortwahl „Motto“ ist mehrschichtig, nicht „eindeutig klar“ - was die LfM NRW aber glauben machen möchte.
Die Original-Stellungnahme von Schmitz / Többicke gibt es im Anhang als PDF.
Um was es im Kern geht:
Die Wortfolge „Alles für Deutschland“ ist keine nationalsozialistische Erfindung, sondern eine alte patriotische Formel, die bereits 1848 von König Ludwig I. verwendet wurde, 1931 als Parole des republikanischen Reichsbanners gegen die Nazis diente und 1946 – direkt nach der Nazi-Zeit sogar von den erklärten Antifaschisten Pieck und Grotewohl für das SED-Zentralorgan genutzt wurde.
Die SA hat sich die Formel intensiv angeeignet – vor allem durch Gravur auf den standardmäßigen Dienstdolchen –, sie jedoch nicht als einziges, förmlich satzungsmäßig festgelegtes Motto etabliert. Neben ihr standen andere ältere Leitformeln wie „Deutschland, erwache!“. Gerichtliche Entscheidungen, beginnend mit dem OLG Hamm 2006 („wie allgemein bekannt“), haben die Formel als strafbares SA-Kennzeichen nach § 86a StGB etabliert, obwohl eine historische Begründung nicht vorhanden war und die breite Bekanntheit erst durch die Prozesse selbst erzeugt wurde.
Der BGH bestätigte 2025 die Verurteilungen Björn Höckes in seiner Abweisung der Revision, da die SA-Aneignung für die strafrechtliche Symbolwirkung ausreiche. Der BGH hatte aber nicht festgestellt, dass „Alles für Deutschland“ ein „das Motto“ der SA war. Das gilt unabhängig von der älteren und nicht-exklusiven Geschichte. Die Stellungnahme kritisiert auch die Nutzung einer SA-Parole als heutige politischen Waffe „gegen Rechts“, fordert historische Mehrdeutigkeit anzuerkennen und betont die starke Indemnität parlamentarischer Äußerungen nach der Thüringer Verfassung.
Nach Analyse des Schmitz/Többicke-Gutachtens stehen die Chancen sehr gut, dass der Kampf der LfM gegen Ben mit hoher Wahrscheinlichkeit abgewehrt werden kann. Sie liefert die exakte historische und juristische Begründung, dass Höckes Aussage - die SA hatte kein offizielles Motto - vertretbar ist, da die Formel nur eine angeeignete Losung und kein satzungsmäßig festgelegtes Motto war – damit liegt auch keine Sorgfaltspflichtverletzung vor. Unabhängig von der Verfassungsfestigkeit der LfM-Forderung.
Das Schmitz/Többicke-Gutachten
20260715-alles-fuer-deutschland.pdf [355,3 KiB]
Einen Kommentar schreiben
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen. Aufgrund von zunehmendem SPAM ist eine Anmeldung erforderlich. Wir bitten dies zu entschuldigen.
Zur Anmeldung
Kommentare
melden
Kommentar von T S
Irreführende Überschrift, nichts ist beendet und abgeschlossen. Denn das Unrechtsregime wird auf seinen herbeihalluzinierten Beschuldigungen ähnlich lange darauf herumreiten wie auf der Potsdam-Geheimtreffenlüge, und mithilfe der politmedialen Helfershelfer auch dann noch wenn das tote Pferd längst stinkend am Verwesen ist.
melden
Kommentar von Erich_F
Jetzt weiß ich, wozu die Medienanstalten nützlich sind. Ohne diese Kampagne hätte ich mir nie das Interview mit Björn Höcke in voller Länge angehört, um mir eine eigene Meinung über deren Vorwürfe zu bilden. Ich wußte auch nicht, welche Aussagen ihm genau vorgworfen wurden. Also musste ich alles anhören.
Aber ich dabei gelernt: Meine Meinung über Björn Höcke war falsch und waar durch die Medien und einige politische Parteien mit Lügen manipuliert.
Dieses Interwiew sollte sich jeder anhören, wenn er sich über Björn Höcke eine Meinung bilden will oder ihn für etwas verurteilen will.
Ich bin kein Fan der AfD oder irgend einer anderen Partei. Die AfD kocht auch nur mit Wasser und einiges missfällt mir auch bei der AfD. Aber diese Hetzjagd der Parteien und vieler Medien in Deutschland gegen Björn Höcke oder die AfD halte ich für kriminell und verlogen. Da ist die AfD das kleinere Übel. Und bei Björn Höcke muss ich mich eigentlich für meine schlechte Meinung die ich über ihn hatte entschuldigen.
Aber alle Parteien die ihre miserable Politik damit rechtfertigen wollen, politische Gegner durch verlogene Kampagnen zu zerstören, sind es nicht wert gewählt zu werden.
Die Medienanstalten habe gute Arbeit geleistet und mir die Augen geöffnet, wo der Teufel in Deutschland sein Unwesen treibt.
melden
Kommentar von Eddy Nova
14 Seiten Gutachten - Tausende ideologische geprägte Nazivergleiche der systemnahen News. Lächerlich an der 'Höcke Nummer' ist meiner Ansicht nach etwas ganz anderes ! Wäre ich eine Werbefachmann und eine neue Partei hätte mich beauftragt einen Parteinamen der möglichst mit A beginnt um auf Platz 1 vieler A bis Z geordneter Listen zu stehen hätte ich ALTERNATIVE güt Deutschland = kurz AfD vielleicht auch vorgeschlagen.
****
Ziemlich schnell wäre dann aber aufgefallen dass AfD auch die Abkürzung für ALLES FÜR DEUTSCHLAND sein könnte. Ohne diesen III Reich Bullshit wäre das sicher schnell eine Option im Fall einer Aufspaltung der AfD in zwei Flügel geworden.
****
Ich vermutete von Tag 1 des Rechtsblödsinn an das es NUR darum geht einen grandiosen Parteinamen wie AfD = Alles für Deutschland zu 'verbrennen' ! Zufälligerweise - Ha ,Ha ,wohl eher nicht - begann die Alles für Deutschland Scharade doch in etwa zeitgleich mit dem damaligen 'Flügel Diskurs' um eine Abspaltung des Höcke Flügels.
****
Wäre es dazu gekommen hätte durchaus die Möglichkeit bestanden das Herr Höcke analog zur CSU/CDU seinen Flügel auch nah am A benannt hätte ...HÖCKE-ALLES FÜR DEUTSCHLAND wäre sicher ein prima werbewirksamer Name gewesen. Ich kannte die Losung schon ein paar Jahrzehnte - Franz Beckenbauer hat sie mehrfach genutzt ...im Rahmen der WM 2006 Werbetour und in seiner Zeit als Nationaltrainer 1986 - 1990 ....
****
Ohne jeden Bullshit eines Reichsvorwurf ! Ich werde es nicht beweisen können - ich bin allerdings sicher das der Bezug AfD der auch als Alles für Deutschland Abkürzung gelesen werden könnte der wahre Grund für diese Justizscharade auf Zuruf der Altparteien
Banden ist.
****
Hätte sich die AfD bei Gründung DE genannt - hätte die 'Justiz' Deutschland erwache verboten oder die Politic eine andere Losung erfunden um der neuen Konkurrenz zu schaden.
*****
Eines zeigt dieses Gutachten : die Aussage die SA hatte keine Losung hätte das antifreiheitliche Gesochs sicher als Desinformation verkauft ...und damit zeigt sich der Level auf dem die Systemler agieren. Und da dürfte es tausende Fälle geben ...Maximal 1 % werden sich die Mühe machen , die Kosten in Kauf nehmen den Systemschwachsinn zu widerlegen.
****
Den entscheidenden point konnte das Gutachten auch nicht klären - was sollte es Herrn Höcke aus seiner Interessen-Sicht betrachtet eigentlich an wie auch immer gearteten Profit bringen gezielt SA ,SS ,S what ever Losungen zu nutzen. Das läuft doch in's Leere - selbst ein Hardcore Reichsverehrer würde doch nicht mit alten Losungen provozieren die niemand zuordnen kann. Man muss doch immer die CUI BONO Frage stellen ...
****
Zum UNGESCRIPTED Bullshit ...Warum soll ein Journalist, Moderator etc, Monologe seiner Gäste ,Interviewpartner überhaupt bewerten. Als Leser ,Zuschauer möchte ich genau das nicht - ich möchte mir selbst unvoreingenommen ein Bild machen. Durch die Bekanntheit dank Antifreiheitlichem Umgang mit Herrn Höcke und dem Spruch Alles für Deutschland wurde ich natürlich hellhörig als Herr Höcke sagte die SA hatte gar kein Motto.
****
Geschätzt 1000 Leute hatten diese Ungescripted Folge kommentiert. Fiffty Fiffty positiv ,negativ ...Ich las bestimmt 200 negative kommentare - die Chance Herrn Höcke anzupixxxx hätten sich die wenigsten entgegen lassen. Die SA hatte doch eine Losung und die lautete XXXX fand sich jedoch kein einziges Mal.
****
Umgekehrt müsste es -wenn überhaupt, sein ! Die LfM müsste detailiert notieren wo der Fauxpax liegt - sicher würden das Blogbetreiber , Podcaster etc. gern veröffentlichen und in den Kommentarsspalten könnte das seitens der Schwarmintelligenz überprüft werden.