Missbrauchen NGOs und Grüne Collien Fernandes – oder steckt sie tiefer drin, als bekannt?

Fernandes-Demo am Brandenburger Tor: Von der digitalen Vergewaltigung zum Turbo für Klarnamenpflicht

von Alexander Wallasch

Hier wurde in Rekordzeit eine Demo organisiert, die perfekt in EU- und Regierungspläne für Internetkontrolle passt© Quelle: Grok, Youtube/Tagesthemen, Screenshot, Montage: Wallasch

Nach dem Spiegel-Bericht über angeblichen Identitätsdiebstahl durch Ex-Mann Ulmen ruft Fernandes heute zu einer links-grünen Kundgebung auf. Feminist Fight Club! – gegründet von Fridays-for-Future-Aktivistin Kira Bönisch – will Solidarität mit Opfern, aber vor allem Gesetze gegen „digitale Gewalt“, die Klarnamen und Kontrolle bringen. Zufall oder Kalkül? Wir sind vor Ort.

Nach Bekanntwerden der Anschuldigungen der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ehemann Christian Ulmen, ebenfalls Moderator und Schauspieler, wurde dieser angebliche Fall von Identitätsdiebstahl und digitaler Gewalt in atemberaubender Geschwindigkeit von diversen linken NGOs aufgegriffen, die daraus ein Fanal für die Klarnamenpflicht und Kontrolle des Internets machten.

Dazu gibt es im Wesentlichen zwei Lesarten: Entweder wird Frau Fernandes hier ein weiteres Mal subtil missbraucht. Oder sie ist zu einem frühen Zeitpunkt Teil der Inszenierung der linken NGOs gewesen für die weitreichenden Internet-Kontrollvorhaben von EU und Bundesregierung.

Jedenfalls ruft Collien Fernandes heute zu Demonstrationen eines links-grünen Bündnisses auf, die sich im Kern für Klarnamen und Internetkontrolle stark machen.

Unklar bleibt weiterhin die Rolle Christian Ulmens. Unwahrscheinlich, dass er Teil einer Inszenierung ist. Denn auch nach einer nachgereichten Erklärung bliebe sein Ruf dauerhaft zerstört samt massiver Einnahmenverluste.

Am naheliegendsten ist, dass auch Collien Fernandes instrumentalisiert wurde und lediglich in der Situation jeden Verbündeten sucht, den sie bekommen kann. Irgendwelche Verbindungen oder Jobs zu Correctiv oder anderen linken staatsgeförderten NGOs werden hier überbewertet, denn der gesamte linke Kulturbetrieb ist eng mit diesen NGOs verbunden und es gehört zum guten Ton von Kunstschaffenden – Til Schweiger natürlich ausgenommen – sich immer wieder mit den Vorhaben dieser NGOs reinzuwaschen. Es sind eingeschworene Rituale.

Die HateAid-Chefin Hodenberg hatte in den öffentlich-rechtlichen Nachrichten erklärt, von dem Fall Fernandes-Ulmen schon vor Monaten erfahren zu haben. Aber auch Fernandes behauptet ja, schon länger davon gewusst zu haben, dass jemand ihre Identität nutzt, um auch Prominente sexuell motiviert anzusprechen. An wen wendet man sich da mit seinem Problem, wenn man als Kunstschaffende in diese ganzen linken Netzwerke eingebunden ist und diese nicht hinterfragt? HateAid ist hier die erste und vor allem eine mächtige Adresse als von der Bundesnetzagentur staatlich geförderter Trusted Flagger. Noch mehr, wenn man erfährt, wie Fernandes behauptet, dass der eigene Mann involviert sein soll.

Tatsächlich überrascht gerade etwas: nämlich die Geschwindigkeit, in der hier eine Demonstration organisiert wurde. Wer und was steckt dahinter? Die Kundgebung wurde für 16 Uhr mit fünfhundert Teilnehmern angemeldet, wie die Polizei mitteilte. Anmelder ist ein neu gegründetes Bündnis „Feminist Fight Club!“ Die Kundgebung trägt den Titel „Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Opfern“.

Anmelderin für das Bündnis soll Kira Bönisch sein, eine Klima-Aktivistin von Fridays for Future.

„Feminist Fight Club!“ ist keine neue Erfindung, der Begriff wurde schon früher von der Grünen Jugend und lokalen Grünen-Gruppen als Event-Format genutzt. Ein älterer Buchtitel der amerikanischen Autorin trägt den Titel „Feminist Fight Club“, ein feministisches Selbstverteidigungs-Manifest, das hier als Initialgeber gedient haben mag.

In gleichnamigen grünen Poetry-Slam, Diskussionsrunden und Talk-Formaten traten Politikerinnen wie Ricarda Lang, Claudia Roth, Katharina Binz mit lokalen Aktivistinnen auf. Themen waren Hass im Netz gegen Frauen, sexuelle Gewalt, Gleichberechtigung und der Kampf gegen den Rechtsruck. Beispiele gibt es aus Erfurt, Köln, Augsburg, Kassel, Heidelberg oder Rheinland-Pfalz – oft direkt von Grünen-Ortsverbänden oder der GJ organisiert.

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Der „Spiegel“ hatte den Fall Fernandes ins Rollen gebracht. Bekannt ist, dass der Spiegel seit Jahren umfangreiche Verbindungen zu linken und linksradikalen NGOs wie HateAid, Correctiv und anderen pflegt. Das Hamburger Magazin berichtet regelmäßig positiv über Correctiv-Recherchen wie das „Geheimtreffen“ in Potsdam und verstärkt sie.

Der langjährige Spiegel-Reporter und Ressortleiter Cordt Schnibben verließ den Spiegel und gründete die Journalistenschule „Reporterfabrik“ gemeinsam mit Correctiv-Gründer David Schraven. Die Reporterfabrik ist eng mit Correctiv vernetzt über Workshops, Crowdsourcing-Projekte wie CrowdNewsroom. Ex-Spiegel-Redakteure wie Markus Grill wechselten in leitende Positionen bei Correctiv.

Der Spiegel publiziert regelmäßig wohlwollende Artikel zu HateAid. HateAid wird als „Pionier“ gegen digitale Gewalt dargestellt. Im Fernandes-Kontext dankte HateAid auf Instagram explizit dem Spiegel-Team. Hier existiert also fraglos ein ideologisches und operatives Netzwerk.

Das Bündnis „Feminist Fight Club!“, welches heute die Demonstration am Brandenburger Tor veranstaltet, besteht laut Zeitungsmeldungen aus rund zwanzig Aktivistinnen. Mitglieder kommen aus anderen feministischen oder klimapolitischen Bündnissen wie „Nur ja heißt ja“ für Reform des Sexualstrafrechts.

Die Demo will nach Selbstbekunden der Veranstalter auf strukturelle Missstände und Gesetzeslücken bei digitaler (Deepfakes, nicht-einvernehmliche Aufnahmen, Stalking im Netz) und analoger sexualisierter Gewalt aufmerksam machen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hatte bereits ein „digitales Gewaltschutzgesetz“ angekündigt, das von SPD, Grünen, Linken und Teilen der Union unterstützt wird.

Es deutet also alles darauf hin, dass diese Demonstration als verlängerter Arm von Gesetzen auf nationaler und EU-Ebene fungiert, die im Kern die Klarnamenpflicht für Internetnutzer beinhaltet.

Unklar bleibt hier die Rolle von Collien Fernandes, die man trotz ihrer Unterstützung des polit-medialen und NGO-Komplexes durchaus als Opfer auch dieser Instrumentalisierung begreifen kann, solange keine Details über ihre Rolle bekannt sind. Auch Christian Ulmen spielt hier eine Schlüsselrolle, aber er schweigt bisher dazu.

Es bedarf hier keiner neuen Verschwörungsannahmen, denn die Vorgehensweise ist aus einer ganzen Reihe vorhergehender Kampagnen bekannt. Und es bedarf vor allem keiner miefigen Sexualmoral-Vorträge gegenüber Collien Fernandes, die in ihr Recht auf Selbstbestimmung eingreifen.

Dieser Fall taugt nicht für moralinsaure Übergriffe aus dem konservativen Umfeld etwa wegen freizügiger Fotografien, die geeignet erscheinen, die Schauspielerin zu diskreditieren oder als Frau zu diffamieren. Der Fokus der kritischen Berichterstattung muss ganz auf der nun folgenden linksgrünen Instrumentalisierung nach bekanntem Muster liegen.

Alexander-Wallasch.de ist heute ab 15.30 Uhr vor Ort, wir berichten.

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