„Die Ampel soll zur Begrüßung der LNG-Tanker am Nord-Ostsee-Kanal die Regenbogenflagge hissen“

Giftige Kritik an der Ampel - Regt sich da Widerstand beim ÖR-Regierungsfernsehen?

von Alexander Wallasch (Kommentare: 3)

„Die Energiebeschaffung kann der Ampel nicht schmutzig genug sein, Hauptsache der Dreck fällt nicht im eigenen Land an.“© Quelle: Tagesthemen

Die Öffentlich-Rechtlichen sind die Steigbügelhalter der Ampelregierung. Und sie waren schon die schmutzige Propagandamaschine der letzten Merkeljahre, als wohlwollende Begleiter und Antreiber der Metamorphose der Kanzlerin in den Öko-Sozialismus. Umso überraschender, was sich die Tagesthemen diese Woche gestattet haben.

Ein Tagesthemen-Kommentar zur Energiebeschaffung stellt die Doppelmoral dieser Bundesregierung auf eine Weise bloß, wie es allenfalls zur besten Sendezeit bei Alternativen Medien vorstellbar wäre. Vorausgesetzt natürlich, die hätten so einen reichweitenstarken, üppig finanzierten Sender. Haben Sie aber nicht.

Es ist müßig zu grübeln, ob es sich bei dieser Ausstrahlung um ein Versehen, einen Coup des Kommentators oder um eine Alibifunktion handelt, frei nach dem Motto: „Da waren wir doch mal kritisch!“

Auf jeden Fall ist der Kommentar von Holger Ohmstedt vom NDR eine positive Überraschung und Grund genug, ihn hier nochmal in der schriftlichen Version abzubilden.

Holger Ohmstedt kommentiert bei Tagesthemen für den NDR die deutsche Energiepolitik:

„Will man während der WM einen Fußballvergleich bemühen, dann ist die deutsche Bundesregierung mit ihrer Energiepolitik in die Abseitsfalle geraten. Vor einer Woche protestiert die deutsche Innenministerin putzig mit einem Stück Stoff am Arm gegen die Zustände in Katar. In der nächsten Woche verpflichtet sich die Bundesregierung, bis zum Jahr 2041 für Milliarden Euro Gas aus eben diesem Wüstenland einzukaufen. In der Golfregion wird dieses Verhalten als Doppelmoral kritisiert. Einerseits den Wirtschaftsminister den Bückling vor dem Emir machen zu lassen, andererseits die Katarer bei jeder Gelegenheit zu maßregeln. Ich fürchte, wir haben uns an solche Widersprüche nach einem Amtsjahr dieser Koalition längst gewöhnt.

Wir schalten unsere Kernkraftwerke ab und kaufen Atomstrom dann teuer in Frankreich ein. Fracken wollen wir in Deutschland nicht, importieren aber begierig Frackinggas aus den USA. Neueste Kohlekraftwerke mit höchsten Umweltstandards werden wenige Jahre nach Betriebsstart stillgelegt, um deren Leistung mit Kohlestrom auch aus Ländern zu ersetzen, die Umweltschutz gar nicht im Blick haben. Die Energiebeschaffung kann nicht schmutzig genug sein, Hauptsache, der Dreck fällt nicht im eigenen Land an. In vier Jahren werden jetzt also in Brunsbüttel nach tausenden von Seemeilen die mit Schweröl betriebenen LNG-Tanker aus Katar einlaufen. Sollte diese – im Zeichensetzen so mutige – Koalition dann noch im Amt sein, kann sie an der Mündung des Nord-Ostsee-Kanals in die Elbe zur Begrüßung Regenbogenflaggen hissen.“


Hier der Kommentar zum Nachschauen bei Youtube

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