Statt Anti-AfD-Kampagne: Kaffee für 1 Euro, Brötchen für 9 Cent

Harzer Edeka-Kaufmann packt voll – während Merz nur in die leere Tüte hustet

von Alexander Wallasch (Kommentare: 4)

Gärtners Entlastungspaket!© Quelle: Gregor Leip

Ein Edeka-Unternehmer aus dem Harz zeigt, wie echte Entlastung aussieht: Er senkt seine Preise massiv – und nennt die Schuldigen beim Namen.

Edeka ist der größte Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland. Das „Unternehmer-Unternehmen“ spielt eine zentrale Rolle bei der flächendeckenden Nahversorgung, besonders in ländlichen und regionalen Gebieten Deutschlands. Bis zu viertausend selbstständige Edeka-Kaufleute betreiben Märkte vor Ort. Viele davon in kleineren Orten und Dörfern. Das ermöglicht eine breitere Präsenz als bei rein zentral gesteuerten Ketten.

Ebenso wie Rewe, Aldi, Lidl und Co steht aber auch Edeka nicht außerhalb der Kritik. Zuletzt erntete die Zentrale einen Shitstorm, als das Unternehmen sich gegen die politische Opposition wandte und im August 2024 bundesweit eine Anti-AfD-Kampagne schaltete mit dem Slogan „Die Evolution hat uns gelehrt: Blau ist keine gute Wahl“.

Ein Harzer Edeka-Unternehmer zeigte jetzt, wie es richtig geht: Wenn überhaupt politisch werden, dann gegen jene, die Politik wirklich verantworten! Gegen die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung.

Edeka „Gärtner“ aus Teichhütte hatte die Nase voll von angekündigten Entlastungen, die nicht bei den Menschen ankommen, die dann entsprechend auch im Edeka ihres Vertrauens keine großen Sprünge machen können.

Beispiel: Die Bundesregierung hatte ein „bis zu 1000-Euro“-Entlastungspaket angekündigt, das es Arbeitgebern ermöglichen soll, eine Prämie an ihre Beschäftigten zu bezahlen. Das sowieso umstrittene Vorhaben wurde jetzt eingestampft. Die Webseite der Bundesregierung schreibt dazu unter anderem: „Nach Ablehnung im Bundesrat wird das Vorhaben nicht weiter verfolgt.“

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Herr Gärtner und sein Team aus dem Harzer Teichhütte haben darauf keinen Bock mehr. Edeka-Gärtner bietet jetzt ein eigenes Entlastungspaket an:

„Das große Entlastungspaket. Die Politik redet. Wir handeln! Im gesamten Mai“

So steht es über einem Gärtner-Prospekt. Und von jetzt an kostet der Kaffee im Bistro einen Euro. Das Eis einen Euro. Das Fleischkäsebrötchen zwei Euro ebenso wie die Bockwurst im Brötchen.

Da steht zu befürchten, dass der fleischgeile Münchner auch mal in Teichhütte vorbeischaut, wenn er noch mitbekommt, dass das Entlastungspaket von Gärtner auch den großen Becher Fleischsalat für zwei Euro beinhaltet und das Brötchen aus dem Backshop dazu für 9 Cent. Und 9 Cent sind 18 Pfennig. Wann gab es die Brötchen für 18 Pfennig? Das muss irgendwann 1975 gewesen sein!

Natürlich geht’s auch Gärtners Edeka um eine Werbekampagne. Aber der Mann scheut sich nicht, die Schuldigen da oben zu benennen. Das ist allemal besser, als ein billiges Bashing der politischen Opposition, um der Bundesregierung auch noch anzureichen. Denn auch bei Gärtners in der Kasse wird umwegefrei sichtbar, ob die Politik an den kleinen Mann denkt oder nicht.

Und in eigener Sache: Der Mittagstisch im Restaurant-Bistro beim Edeka Gärtner im Harzer Teichhütte ist längst der heimliche Stammplatz der Redaktion. Hier werden wir regelmäßig zu Harzer Suppenkaspern und niemanden stört’s.

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